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	<title>bewegliche lettern &#187; Konflikt um eBook-Preise: Amazon nimmt Macmillan aus dem Programm [Update: Amazon macht Rückzieher] &#8211; bewegliche lettern</title>
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	<description>medienwandel in gutenbergs welt</description>
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		<title>Konflikt um eBook-Preise: Amazon nimmt Macmillan aus dem Programm [Update: Amazon macht Rückzieher]</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 06:40:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Noch vor wenigen Tagen nannte der Chef des zur Holtzbrinck-Gruppe gehörenden US-amerikanischen Verlagsriesen Macmillan eBook-Piraterie als größte Herausforderung für Verleger elektronischer Bücher. Seit vergangenem Freitag müsste er wohl eine andere Antwort geben. Die Umsatzeinbußen, die sein Konzern, zu dem Verlagslabels wie Farrar, Straus &#38; Giroux, Picador und Henry Holt gehören, seitdem zu erleiden hat, dürften [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Noch vor wenigen Tagen <a href="http://www.teleread.org/2010/01/26/brian-napack-president-of-macmillan-digital-book-piracy/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+teleread%2FKHnj+%28TeleRead%3A+Bring+the+E-Books+Home%29">nannte</a> der Chef des zur Holtzbrinck-Gruppe gehörenden US-amerikanischen Verlagsriesen Macmillan eBook-Piraterie als größte Herausforderung für Verleger elektronischer Bücher. Seit vergangenem Freitag müsste er wohl eine andere Antwort geben. Die Umsatzeinbußen, die sein Konzern, zu dem Verlagslabels wie Farrar, Straus &amp; Giroux, Picador und Henry Holt gehören, seitdem zu erleiden hat, dürften die Verluste durch die illegale Verbreitung von eBooks um einiges übertreffen. Denn am späten Freitagabend verschwanden auf einen Schlag alle Publikationen aus dem Hause Macmillan aus dem Angebot des Online-Handelsriesen Amazon.com. Zwar können diese Titel über Amazon noch bei Drittanbietern bestellt werden. Amazon selbst verkauft jedoch derzeit keine Macmillan-Bücher mehr. <span id="more-698"></span></p>
<p>Eine offizielle Stellungnahme dazu gab es bislang von Amazon nicht. Ein <a href="http://www.publishersweekly.com/article/CA6717133.html?rssid=192">offener Brief</a> von Macmillan-CEO John Sargent bestätigt im wesentlichen die <a href="http://bits.blogs.nytimes.com/2010/01/29/amazon-pulls-macmillan-books-over-e-book-price-disagreement/">Vermutungen</a> der <em>New York Times</em>,<em> </em>dass es sich dabei um eine Art Strafaktion von Amazon.com gegen den Verlagskonzern handelt. Seit einiger Zeit liefert sich der Online-Händler Amazon eine Auseinandersetzung über die Preisgestaltung und den Erscheinungstermin von eBooks. Amazon hat mit seinem eBook-Lesegerät Kindle den US-Markt für digitale Bücher fest im Griff und bietet eBooks zum Preis von $9,99 an. Macmillan drängt, wie andere Verlage auch, auf höhere Preise und will ansonsten die Veröffentlichung elektronischer Ausgaben seiner Bücher systematisch verzögern, um das Geschäft mit den höherpreisigen gebundenen Ausgaben zu schützen.</p>
<p>Anlass für die Eskalation des schwelenden Konflikts ist offensichtlich das Auftreten eines neuen großen Players auf der Bühne des digitalen Buchhandels. Apple hat angekündigt, in seinen Mitte letzter Woche vorgestellten tragbaren Kleincomputer iPad auch einen digitalen Bücherladen integrieren. Damit wird Apple zum direkten Konkurrenten von Amazon und dessen Lesegerät Kindle. Macmillan gehört – wie weitere vier der insgesamt sechs Riesen der Verlagsbranche – von Anfang an zu den Kooperationspartnern des Computerherstellers aus Cupertino. Der Preis für eBooks soll bei der iBooks genannten Buchhandelssoftware des iPad mit ungefähr $15 deutlich über dem Amazon-Preis liegen.</p>
<p>Vor allem sollen die eBook-Geschäfte mit Apple aber nach einem grundlegend anderen Muster stattfinden als die Geschäfte mit Amazon: Während Amazon den Verlagen gegenüber als Großhändler auftritt, der die Verbraucherpreise selbst bestimmt, soll Apple eher als eine Art Verkaufsagentur auftreten, die die Bücher gegen eine Kommission an den Endverbraucher bringt. Bei diesem Modell bleibt die Preisgestaltung ganz in der Hand der Verlage. Dabei will Macmillan die digitalen Ausgaben über das Agenturmodell ausdrücklich zeitgleich mit der gedruckten Ausgabe anbieten. Amazon hingegen würde die Bücher unter dem Großhandelsmodell erst mit wesentlicher Verzögerung verkaufen dürfen – sofern es sich nicht ebenfalls dem Agenturmodell anschließt und damit die Hoheit über die Preise den Verlagen überlässt.</p>
<p>Um es kurz zu fassen: Macmillan hat für Amazons Geschmack offenbar etwas zu heftig mit Apple geflirtet. Und wird dafür eisern abgestraft. Der Konflikt findet also nur vordergründig zwischen Macmillan und Amazon statt, im Hintergrund steht die Rivalität von Amazon und Apple. In der ersten Runde dieser Auseinandersetzung sieht es so aus, als wollten die Kontrahenten ihren Kampf ohne wattierte Handschuhe austragen. Auch wenn Amazon derzeit noch nicht sein ganzes Gewicht in die Schläge legt (auf der kanadischen, britischen und deutschen Seite von Amazon kann man Macmillan-Bücher nach wie vor kaufen), weiß der Handelsriese doch, welche Treffer am meisten schmerzen: So boykottiert er nicht nur eBooks, sondern auch sämtliche Printausgaben von Macmillan. Die Botschaft an die Verlagsbranche ist eindeutig: Auch wenn es jetzt einen Handelspartner für eBooks gibt, der euch besser gefällt, vergesst nicht, dass wir gute Freunde bleiben sollten, wenn ihr eure Druckwerke weiterhin bei uns verkaufen wollt.</p>
<p>Apple hat sich bisher nicht sichtbar in diesen Konflikt eingemischt. Ein natürlicher Verbündeter für Verlagshäuser ist auch der Hardwaregigant aus dem Silicon Valley aber keineswegs. Apple hat seinerseits letzte Woche gegenüber einem Großverlag schon einmal die Muskeln spielen lassen. Der gewichtige US-Lehrmittelverlag McGraw-Hill, <a href="http://venturebeat.com/2010/01/27/mcgraw-ipad/">fiel</a> offenbar in letzter Minute aus der Reihe der Verlage heraus, die Steve Jobs bei der Produktpräsentation des iPad als Kooperationspartner nannte. McGraw-Hill Verleger Harold McGraw III hatte einen Tag vor dem mit großem Bohei vorbereiteten iPad-Launch Details über das bis dahin hoch geheime Gerät ausgeplaudert und dadurch offenbar den Zorn von Apple auf sich gezogen. Ob der Verlag lediglich in der Präsentation aussetzen musste oder gar ganz von der Kooperation mit Apple ausgeschlossen wird, ist noch unklar.</p>
<p>Auch wenn sich die Verlagshäuser darüber freuen mögen, dass der beargwöhnten Marktgroßmacht Amazon zumindest im eBook-Geschäft mit Apple eine marktkorrigierende Konkurrenz erwächst, wird man sehen, ob selbst die größten Konzerne der Verlagsbranche mit Apple oder Amazon auf Augenhöhe verhandeln können. Zumindest können sie sich jetzt aussuchen, von welcher Seite sie Knüffe beziehen wollen. Man wird sich in Verlagskreisen wohl bald nostalgisch an die Zeiten erinnern, da eBook-Piraten noch als größte Gefahr galten. Die ersten Leidtragenden sind jedoch Leser und Autoren – den einen wird es schwer gemacht, die gewünschten Bücher zu kaufen, die anderen ärgern sich darüber, dass ausbleibende Buchverkäufe auch ausbleibende Honorareinnahmen bedeuten. Wie Macmillan-Autorin Cherie Priest <a href="http://digitalbookworld.com/2010/more-reactions-to-the-amazonmacmillan-battle/">zusammenfasst</a>: &#8220;My reaction to this is pretty straightforward: I think it’s dumb and it sucks.&#8221;</p>
<p><strong>Update</strong> 01.02., 07:45h: Amazon hat mit einer in einer offiziellen <a href="http://www.amazon.com/tag/kindle/forum/ref=cm_cd_fp_ef_tft_tp?_encoding=UTF8&amp;cdForum=Fx1D7SY3BVSESG&amp;cdThread=Tx2MEGQWTNGIMHV" target="_blank">Mitteilung </a>an seine Kunden einen Rückzieher gemacht und kündigt an, auf Macmillans Forderung einzugehen:</p>
<blockquote><p>&#8220;We want you to know that ultimately, however, we will have to capitulate and accept Macmillan&#8217;s terms because Macmillan has a monopoly over their own titles, and we will want to offer them to you even at prices we believe are needlessly high for e-books. Amazon customers will at that point decide for themselves whether they believe it&#8217;s reasonable to pay $14.99 for a bestselling e-book.&#8221;</p></blockquote>
<p>Für Macmillan und andere Verlage ist es nicht ungefährlich, dass Amazon den Ball an die Verbraucher weitergibt. Unter diesen gibt es, wie GalleyCat am Sonnabend <a href="http://www.mediabistro.com/galleycat/bookselling/amazon_customers_continue_to_boycott_kindle_books_priced_higher_than_999_150530.asp" target="_blank">berichtete</a>, bereits eine Front gegen die Preiswünsche der Verlage.</p>
<p>Mit seiner Stellungnahme ruft Amazon die Verbraucher nicht explizit zum Boykott auf (was unter US-Recht strafbar wäre). Die Tendenz ist aber unmissverständlich. Es wird spannend, ob sich der Konflikt zwischen Amazon und den Verlagen nun als Konflikt zwischen eBook-Käufern und Verlagen fortsetzen wird. Die Befürchtung, dass Piraterie die größte Bedrohung für Verleger digitaler Bücher darstellt, könnte sich doch noch als hochaktuell erweisen: Dann nämlich, wenn sich die Buchkäufer in Scharen der Piraterie zuwenden, um die Verlage für eine in ihren Augen ungerechte Preisgestaltung zu strafen.</p>
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		<title>Google Editions: Erste offizielle Informationen</title>
		<link>http://bewegliche-lettern.de/2009/12/google-editions-erste-offizielle-informationen/</link>
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		<pubDate>Fri, 18 Dec 2009 15:25:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
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		<description><![CDATA[Google hat die ersten detaillierten Informationen über sein geplantes Programm Google Editions bereitgestellt. Mit Google Editions will der Internetkonzern vom kommenden Jahr an in Zusammenarbeit mit Verlagen digitale Bücher zum Kauf anbieten.  In einem &#8220;Getting Started With Google Editions&#8221; betitelten Artikel auf den offiziellen Hilfeseiten zu Google Booksearch werden den kooperierenden Verlagen nun die Einstellmöglichkeiten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Google hat die ersten detaillierten <a href="http://books.google.com/support/partner/bin/answer.py?answer=167975" target="_blank">Informationen</a> über sein geplantes Programm Google Editions bereitgestellt. Mit Google Editions will der Internetkonzern vom kommenden Jahr an in Zusammenarbeit mit Verlagen digitale Bücher zum Kauf anbieten.  In einem &#8220;<a href="http://books.google.com/support/partner/bin/answer.py?answer=167975" target="_blank">Getting Started With Google Editions</a>&#8221; betitelten Artikel auf den offiziellen Hilfeseiten zu Google Booksearch werden den kooperierenden Verlagen nun die Einstellmöglichkeiten vorgestellt, mit denen sie festlegen können, welche Titel sie zu welchen Konditionen als &#8216;Google Edition&#8217; anbieten möchten.<span id="more-642"></span></p>
<p>Im Juli dieses Jahres hatte Google das Projekt <a href="http://www.readwriteweb.com/archives/googles_vision_for_the_future_of_google_books_eboo.php" target="_blank">skizziert</a>, auf der Tools of Change-Konferenz im Frankfurt im Oktober dann etwas genauer <a href="../../2009/10/google-wird-buchhaendler/" target="_blank">ausgemalt</a>. Wie bei beiden Anlässen beschrieben, sollen die Nutzer von Google Editions wie bei Google Booksearch die Möglichkeit haben, ins angebotene Buch hinein zu schauen. Zusätzlich können sie den Titel jedoch als digitales Buch erwerben. Dabei wird allerdings nicht ein Dokument gekauft, sondern lediglich ein Zugang zum digitalen Buch. Ein Download findet also nicht statt, das Buch bleibt &#8216;in the cloud&#8217; und wird lokal nur im Cache gespeichert. Google beschreibt dies wie folgt:</p>
<blockquote><p>&#8220;After purchase, the book will live in the consumer&#8217;s online bookshelf, available to be accessed and read on most devices with internet access and a web browser; as well as on supported partner devices (to be announced during our public launch).&#8221;</p></blockquote>
<p>Ohne Internetzugang und einen lauffähigen Browser ist die Benutzung von Google Editions also nicht möglich. Angesichts der Tatsache, dass nicht alle auf dem Markt verfügbaren eReader diesen bieten oder nur &#8216;experimentelle&#8217; Browser besitzen, ist dies eine Information von einiger Tragweite. Hinsichtlich der Hardware macht neugierig, was Google in Klammern ankündigt: Welche Geräte werden die &#8220;supported partner devices&#8221; sein? (Ich würde einiges wetten, dass das Google Handy dazugehören wird. Auf Amazons Kindle würde ich angesichts der Auseinandersetzung, die sich beide Konzerne bei der Diskussion über das Book Settlement geleistet haben, dagegen nicht setzen).</p>
<p>Verlage und Rechteinhaber, die bereits am Partner Programm von Google Books teilnehmen, können nun in ihrem Partner Program Account festlegen, ob sie ihre bei Google Books eingestellten Bücher über Google Editions verkaufen wollen. Dazu müssen sie allerdings einem Vertragszusatz (&#8220;<a href="https://books.google.com/partner/online-ge-terms" target="_blank">Google Editions Addendum</a>&#8220;) zustimmen.</p>
<p>Auch die Konditionen, wie etwa die Preisgestaltung der über Google Editions angebotenen Bücher, können dort eingestellt werden. Als Grundeinstellung schlägt Google einen Preis in Höhe von 80% der günstigsten Printausgabe des betreffenden Titels vor. Abweichungen davon sind möglich. Preisen, die über denen der gedruckten Ausgabe liegen, schiebt Google allerdings einen Riegel vor:</p>
<blockquote><p>&#8220;Unless you specify otherwise, the default price is set at 80% of the lowest list price of the print book upon which the Google Edition is based. [...] Please note that we do not allow partners to set a list price higher than 100% of the lowest print price.&#8221;</p></blockquote>
<p>Bezüglich der Preisgestaltung übt Google schon in diesen ersten offiziellen Informationen einen sanften argumentatorischen Druck auf die kooperierenden Verlage aus: Man möge doch bedenken, dass ein als &#8216;Google Edition&#8217; verkauftes Buch vom Endkunden als weniger werthaltig empfunden werden würde als Printausgaben (&#8220;We encourage you to consider the perceived value of the Google Editions of your titles for users and set prices accordingly.&#8221;). Dieser Aufruf, die Preise vom Kunden her zu denken, ist angesichts der anhaltenden <a href="http://bewegliche-lettern.de/tag/pricing/" target="_blank">Debatten</a> über die Preisgestaltung von Ebooks bestimmt nicht überflüssig.</p>
<p>Google behält sich das Recht vor, die bei Google Editions angeboteten Bücher ohne Rücksprache mit den Kooperationspartnern zu rabattieren. Auch bei einem Preisnachlass werden die Kooperationspartner allerdings vergütet, als wäre das Buch zum Listenpreis verkauft worden. Darüber hinaus behält sich Google vor, selbst darüber zu entscheiden, ob es die von den Kooperationspartnern zum Verkauf freigegebenen Bücher tatsächlich verkauft.</p>
<p>Interessant, und meiner Ansicht nach wegweisend, ist die Möglichkeit, die &#8216;Google Edition&#8217; eines Titels mit einer Druckausgabe zu koppeln und beides im &#8220;Bündel&#8221; zu verkaufen. Für solche Bündelangebote können die Partnerverlage abweichende Preise angeben:</p>
<blockquote><p>&#8220;Retailers may choose to sell your Google Editions book in a bundle with the print copy. This setting allows you to specify the percentage of the Google Editions list price that you would like to charge when the print and digital editions are sold together. For example, if you are selling a Google Edition for $15, you may decide that a customer making a print edition purchase from an online retailer will be willing to pay an additional $4.50 on top of the print edition purchase price to receive the digital edition as well. If so, you will want to enter &#8220;30%&#8221; into this field.&#8221;</p></blockquote>
<p>Google stellt den kooperierenden Verlagen frei, ob sie die auf Google Editions eingestellen Bücher mit einen Digitalen Rechtemanagement (DRM) schützen wollen oder nicht. Google Editions plane, das DRM-System ACS4 von Adobe zu unterstützen. Auch der Umfang, in dem die Endkunden in den als Google Edition gekauften Büchern mit Copy &amp; Paste arbeiten oder das Buch ausdrucken können, kann von den Partnerverlagen festgelegt werden.</p>
<p>(via <a href="http://www.mobileread.com/forums/showthread.php?t=66004&amp;utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+mr%2Ffront+%28MobileRead+Frontpage%29" target="_blank">mobileread</a>)</p>
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		<title>Verlage verzögern Ebooks, verzichten auf Kunden</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Dec 2009 06:59:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Medienwandel]]></category>
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		<description><![CDATA[Nach Simon &#38; Schuster und Hachette hat mit Harper Collins eine dritte Verlagsgruppe angekündigt, Ebook-Ausgaben erst mit einigen Monaten Verzögerung nach der Hardcover-Ausgabe auf den Markt zu bringen. Ziel dieser Strategie ist, die hohen Preise für Hardcover-Ausgaben (im Schnitt $27) vor der Konkurrenz durch die von Amazon für $9,99 angebotenen digitalen Ausgaben zu schützen. Den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach Simon &amp; Schuster und Hachette hat mit Harper Collins eine dritte Verlagsgruppe <a href="http://www.engadget.com/2009/12/11/harpercollins-now-also-thumbing-nose-at-e-book-industry-with-dig/" target="_blank">angekündigt</a>, Ebook-Ausgaben erst mit einigen Monaten Verzögerung nach der Hardcover-Ausgabe auf den Markt zu bringen. Ziel dieser Strategie ist, die hohen Preise für Hardcover-Ausgaben (im <a href="http://www.boersenblatt.net/350134/" target="_blank">Schnitt</a> $27) vor der Konkurrenz durch die von Amazon für $9,99 angebotenen digitalen Ausgaben zu schützen. Den Erwartungen der Leser schlägt das ins Gesicht. Keine gute Idee auf einem Markt, in dem die Verbraucher zusehends stärker werden.<span id="more-603"></span></p>
<p>Carolyn Reidy von Simon &amp; Schuster <a href="http://online.wsj.com/article/SB10001424052748704825504574584372263227740.html?mod=googlenews_wsj" target="_blank">räumte</a> dem Wall Street Journal gegenüber ein, dass die Verzögerungstaktik bei den Verbrauchern vermutlich auf wenig Gegenliebe stoßen wird. Aber man müsse jetzt handeln, um schlechte Gewohnheiten gar nicht erst einreißen zu lassen:</p>
<blockquote><p>&#8220;We believe some people will be disappointed. But with new [electronic] readers coming and sales booming, we need to do this now, before the installed base of e-book reading devices gets to a size where doing it would be impossible.&#8221;</p></blockquote>
<p>Wer die Erwartungen seiner Kunden nicht erfüllen, sondern sie ihnen abgewöhnen will, muss sich nicht wundern, wenn sich diese nach Alternativen umsehen. Etwa indem sie ganz auf die Lektüre der verzögerten Titel verzichten oder sich auf andere Weise Zugang zu dem verschaffen, was ihnen willkürlich vorenthalten wird. <a href="http://ebooktest.wordpress.com/2009/12/09/how-book-publishing-will-lose-ebooks-vs-smart-digital-books/ " target="_blank">Mike Cane</a> verdeutlicht, dass die digitale Verweigerungshaltung schon in der Vergangenheit nach hinten losgegangen ist:</p>
<blockquote><p>&#8220;Let’s see … not a single Harry Potter book has been released in electronic format. Yet is every Harry Potter book available in every electronic format? Yes.  All you’re doing with this delay is saying: &#8216;Hey, kids! Rev up your scanners and bleed our writers to death!&#8217;&#8221;</p></blockquote>
<p>In einem differenzierten Beitrag verdeutlicht <a href="http://bookseller-association.blogspot.com/2009/12/so-whats-wrong-with-999.html" target="_blank">Martyn Daniels</a>, dass die Verlage noch nicht begriffen haben, dass ihre Position gegenüber den Verbrauchern durch den Medienwandel geschwächt ist:</p>
<blockquote><p>&#8220;The reality is that the power in the digital channel is clearly shifting away from the publisher and moving upstream to the author and downstream to the consumer.&#8221;</p></blockquote>
<p>Daniels erinnert zurecht daran, wie die Musikindustrie mit dem Aufkommen der CD überhöhte Preise durchgesetzt hat. Und damit den Boden für das P2P-Sharing legte, in dem die Verbraucher einander gegenseitig mit dem digitalen Gut versorgten und die Verwerterindustrien ausblendeten.</p>
<p>Weil die digitale Ware keinen Unterschied zwischen Original und Kopie kennt, verändert sich auch das Machtgefüge zwischen Verwerterindustrie und Verbrauchern: Denn die Verwerterindustrien können nicht mehr von der Knappheit ihres Gutes profitieren. Was digital ist, kann nicht knapp sein: Es ist virtuell immer unendlich oft in gleicher Qualität vorhanden. Wer sich da als Gatekeeper aufspielt, wirkt ein bisschen anachronistisch.</p>
<p>Wenn sich die Verwerterindustrien also nicht abschaffen wollen, sollten sie die Verbraucher als Verbündete sehen. Wer verkaufen will, muss freundlich sein. Die Piraterie im Film- und Musikgeschäft verdankt sich nicht zuletzt auch dem schlechten Ruf, den sich diese Branchen über Jahre erarbeitet haben.</p>
<p>Wie aber ist das Preisproblem zu lösen? Man wird den Verbrauchern nicht verständlich machen können, dass eine digitale Ausgabe auch nur annähernd so viel kosten soll wie ein gedrucktes Buch: Nicht nur, weil der Herstellungs-, Lagerungs- und Verteilungsaufwand so sichtbar geringer ist als bei einem physischen Produkt. Sondern auch, weil der Verbraucher weniger bekommt: Nichts was er antiquarisch weiterverkaufen könnte, nichts was er ausleihen könnte, nichts was er ohne erhebliche Vorab-Investition in die Hardware nutzen könnte.</p>
<p>Wenn sich Ebooks für $9,99 tatsächlich nicht rechnen, müssen die Verlage eben Ebooks anbieten, die einen höheren Preis rechtfertigen. Etwa, indem sie die Möglichkeiten ihres digitalen Mediums ausnutzen und dadurch &#8211; sei&#8217;s multimedial, sei&#8217;s interaktiv &#8211; Mehrwert herstellen, der den Verbrauchern einleuchtet. In Martyn Daniels Worten:</p>
<blockquote><p>&#8220;Assuming ebooks sold cheap are going to kill off more expensive physical renditions isn’t a reason not to release them, but a reason to make them different.&#8221;</p></blockquote>
<p>Eine andere Möglichkeit wäre, dass sich die Verlage zusätzlich zum Verkauf ihrer Produkte Einnahmen verschaffen. &#8211; Etwa durch Veranstaltungen oder durch das Einwerben von Sponsoring. Andere Kultureinrichtungen, etwa Museen, Orchester und Theater, haben ja gut funktionierende und finanzstarke &#8216;Freundeskreise&#8217;. Warum nicht auch Verlage? Auch dazu müssen sie zu ihren Lesern allerdings freundlich sein.</p>
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		<title>Content kann man nicht verkaufen: Paul Graham über &#8220;Post-Medium Publishing&#8221;</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Sep 2009 12:43:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Lesenswert]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwandel]]></category>
		<category><![CDATA[eBooks]]></category>
		<category><![CDATA[Paul Graham]]></category>
		<category><![CDATA[Pricing]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir haben nie für Content bezahlt, sondern immer nur fürs Medium, ist sich der Programmierer, Essayist und Risikokapitalgeber Paul Graham sicher. Damit greift er eine der Grundbehauptungen – aus seiner Sicht wohl eher: Lebenslügen – der Verwerterindustrien an. Die Belege, die er dafür in seinem neuesten Essay &#8220;Post-Medium Publishing&#8221; vorbringt, sind griffig.  So fragt er: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir haben nie für Content bezahlt, sondern immer nur fürs Medium, ist sich der Programmierer, Essayist und Risikokapitalgeber <a href="http://www.paulgraham.com/bio.html" target="_blank">Paul Graham</a> sicher. Damit greift er eine der Grundbehauptungen – aus seiner Sicht wohl eher: Lebenslügen – der Verwerterindustrien an. Die Belege, die er dafür in seinem neuesten Essay &#8220;<a href="http://www.paulgraham.com/publishing.html" target="_blank">Post-Medium Publishing</a>&#8221; vorbringt, sind griffig. <span id="more-456"></span></p>
<p>So fragt er: &#8220;Wenn es den Verwertern darum ging, Content zu verkaufen, warum war der Preis von Büchern, Musik oder Filmen dann zumeist vor allem vom Format abhängig? Warum hat dann besserer Content nicht mehr gekostet?&#8221; Gerade mit Blick auf die Preisgestaltung der Buchindustrie, die denselben Inhalt als Hardcover und als Paperback zu verschiedenen Preisen anbietet, hat Grahams Einwand einige Überzeugungskraft:</p>
<blockquote><p>&#8220;Almost every form of publishing has been organized as if the medium was what they were selling, and the content was irrelevant. Book publishers, for example, set prices based on the cost of producing and distributing books. They treat the words printed in the book the same way a textile manufacturer treats the patterns printed on its fabrics.&#8221;</p></blockquote>
<p>Die Digitalisierung führt dazu, dass der physische Datenträger verzichtbar wird. Damit verlieren die Verwerterindustrien ihr Produkt, glaubt Graham. Ihr Mantra, wie zuvor den Datenträger nun den Content verkaufen zu können, hält er für unglaubwürdig. Selbst iTunes verkaufe nicht eigentlich Content, sondern erhebe lediglich eine Art Gebühr für den unkomplizierten Zugang zu ihm.</p>
<p>Die Interessen eines Distributors wie iTunes sind von denen der Verwerterindustrie deutlich unterschieden – etwa dadurch, dass er die Preise stets &#8220;unterhalb der Wahrnehmbarkeitsschwelle&#8221; halten müsse. – Dasselbe Modell zeichnet sich nach Paul Grahams Ansicht für eBooks ab:</p>
<blockquote><p>&#8220;The situation is much the same with digital books. Whoever controls the device sets the terms. It&#8217;s in their interest for content to be as cheap as possible, and since they own the channel, there&#8217;s a lot they can do to drive prices down. Prices will fall even further once writers realize they don&#8217;t need publishers. Getting a book printed and distributed is a daunting prospect for a writer, but most can upload a file.&#8221;</p></blockquote>
<p>Was bedeutet das für die Zukunft der Verwerter? Graham bietet keine umfassende Vision, sondern spricht Nischenlösungen an: Da, wo man mit Informationen Geld verdienen kann, wird für sie auch weiterhin bezahlt werden – etwa für Börsentipps. Und da, wo das physische Medium eine hohe Attraktivität hat, wird auch weiterhin für dieses bezahlt werden: Zum Beispiel für aufwendig hergestellte gedruckte Bücher und für Hochglanzzeitschriften.</p>
<p>Für den großen Restbereich – diejenigen Bücher, die man nicht gedruckt im Regal stehen haben will, die Musik, auf deren physischen Datenträger man leicht verzichten kann, hat er keinen Masterplan. Seine Ideen dazu erinnern an Kevin Kellys Thesen aus &#8220;<a href="../../2009/08/kevin-kelly-besser-als-kostenlos-better-than-free/" target="_blank">Besser als kostenlos</a>&#8220;. &#8211; Ob man darauf ein &#8220;content business&#8221; aufbauen kann, ist für Graham aber unklar.</p>
<p>Wie auch Tim Renner, der seinem wichtigen Buch über die Zukunft der Medienindustrie den Titel &#8220;<a href="http://www.rogner-bernhard.de/titles/show/425" target="_blank">Kinder, der Tod ist gar nicht so schlimm</a>&#8220;   gegeben hat, betont Paul Graham allerdings vor allem die Chancen dieser Situation:</p>
<blockquote><p>&#8220;I don&#8217;t know exactly what the future will look like, but I&#8217;m not too worried about it. This sort of change tends to create as many good things as it kills. Indeed, the really interesting question is not what will happen to existing forms, but what new forms will appear.&#8221;</p></blockquote>
<p>(via <a href="http://twitter.com/dvg" target="_blank">@dvg</a>)</p>
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		<title>Lesenswert: Jörg Gerschlauer fordert Enthusiasmus für E-Books</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Aug 2009 10:18:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lesenswert]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwandel]]></category>
		<category><![CDATA[DRM]]></category>
		<category><![CDATA[Jörg Gerschlauer]]></category>
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		<category><![CDATA[Pricing]]></category>
		<category><![CDATA[RIAA]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Diskussionen über DRM und die Preisgestaltung von E-Books sind notwendig und wichtig, meint Jörg Gerschlauer, Vertriebsleiter des MVB (zu dem auf die E-Book-Plattform libreka gehört), in einem Diskussionsbeitrag auf der Website des Börsenblatts. Wichtiger wäre aber für die Branche, die Beschäftigung mit E-Books nicht als Pflichtübung zu verstehen, sondern ein wenig Enthusiasmus für die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Diskussionen über DRM und die Preisgestaltung von E-Books sind notwendig und wichtig, meint Jörg Gerschlauer, Vertriebsleiter des <a href="http://www.mvb-online.de/" target="_blank">MVB</a> (zu dem auf die E-Book-Plattform <a href="http://www.libreka.de/" target="_blank">libreka</a> gehört), in einem <a href="http://www.boersenblatt.net/332394/" target="_blank">Diskussionsbeitrag</a> auf der Website des Börsenblatts. Wichtiger wäre aber für die Branche, die Beschäftigung mit E-Books nicht als Pflichtübung zu verstehen, sondern ein wenig Enthusiasmus für die neue Technologie und die mit ihr verbundenen Chancen (und Fragen) aufzubringen:<span id="more-308"></span></p>
<blockquote><p>&#8220;Der entscheidende Punkt ist doch, dass wir – und damit meine ich die gesamte Branche – eine größere Lust aufs E-Book erzeugen müssen. Und dazu brauchen wir sie in allererster Linie bei uns selbst. Damit meine ich kein Abspulen eines Pflichtprogramms […], sondern die Art von Enthusiasmus und Entdeckerfreude, die sich auch davon nicht entmutigen lässt, dass auf absehbare Zeit wohl (noch) niemand mit E-Books allein reich und berühmt wird.&#8221;</p></blockquote>
<p>Tatsächlich: Wenn die Branche gegenüber den Konsumenten vor allem als Spaßbremse auftritt, wird das ihrem Ansehen nicht gut tun. Der mächtige Verband der amerikanischen Musikindustrie <a href="http://www.riaa.org/ " target="_blank">RIAA</a> macht vor, wie man sich als Branche unbeliebt macht, wenn man neuen Technologien, denen die Verbraucher offener gegenüberstehen als man selbst, vor allem mit Ängsten und Restriktionen begegnet. <a href="http://arstechnica.com/tech-policy/news/2009/07/big-content-ridiculous-to-expect-drmed-music-to-work-forever.ars" target="_blank">Arrogante Äußerungen</a> von Branchenvertretern können ja geradezu Lust auf Piraterie machen.</p>
<p>Sauertöpfisches Auftreten und bremsende Bedenkenträgerei, wie sie in der deutschen Buchindustrie bei E-Book-Themen leider verbreitet sind, ebenso. Insofern täte sich die deutsche Buchbranche mit einer offeneren, positiveren Haltung zur technologischen Innovation tatsächlich selbst einen Gefallen: Wer will, dass die Verbraucher Kunden bleiben, muss freundlich und offen auftreten.</p>
<p>Wie sehr Gerschlauer da allerdings pro domo argumentieren muss, zeigt die doch recht missgelaunte Überschrift, unter die die Börsenblattredaktion (eh nicht die Vorhut des Technologieoptimismus) seinen wichtigen Beitrag gestellt hat: &#8220;Operation gelungen, Patient tot&#8221; – Klingt nicht nur positiv, sondern ist zudem originell.</p>
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		<title>Lesenswert: E-Book-Preise &#8220;eine Beleidigung&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Jun 2009 09:36:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Digitale Geschäftsmodelle]]></category>
		<category><![CDATA[Lesenswert]]></category>
		<category><![CDATA[eBooks]]></category>
		<category><![CDATA[Pricing]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt sie, die innovationsfreudigen, experimentoffenen Ansätze zum Medienwandel in Gutenbergs Welt. Nur gibt es sie leider bisher vor allem außerhalb der deutschsprachigen Verlagslandschaft. Während hier alle so ziemlich denselben Kanon singen, hat auf der Insel einer den Mut zum Solo: Wer für E-Books die gleichen Preise wie für gedruckte Bücher verlangt, beleidigt seine Käufer, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt sie, die innovationsfreudigen, experimentoffenen Ansätze zum Medienwandel in Gutenbergs Welt. Nur gibt es sie leider bisher vor allem außerhalb der deutschsprachigen Verlagslandschaft. Während hier alle so ziemlich denselben Kanon singen, hat auf der Insel einer den Mut zum Solo:<span id="more-28"></span></p>
<p>Wer für E-Books die gleichen Preise wie für gedruckte Bücher verlangt, beleidigt seine Käufer, findet <a href="http://www.harpercollins.co.uk/about-harpercollins/Imprints/the-friday-project/Pages/The-Friday-Project.aspx" target="_blank">The Friday Project</a>-Verleger Scott Pack. Das berichtet Catherine Neilan in einem kurzen <a href="http://www.thebookseller.com/news/89945-publishers-insulting-readers-over-e-book-prices.html.rss" target="_blank">Artikel</a> für The Bookseller:</p>
<blockquote><p>&#8216;We are kidding ourselves if we think we can charge the same for an e-book as we do for a print copy,&#8217; he said. &#8216;Most ridiculous of all is charging the same as a hardback &#8211; we are insulting our audience to do that. If, and they will, e-books start to encroach on print sales, we have to find another way of dealing with that.&#8217;</p></blockquote>
<p>Gleichzeitig experimientiert The Friday Project offenbar recht erfolgreich mit alternativen Urheberrechtsmodellen. Ein kürzlich veröffentlichter Band (mit dem ansprechenden Titel <a href="http://www.harpercollins.co.uk/Our_Titles/Pages/Home.aspx?objID=47501" target="_blank">Blood, Sweat and Tea</a>) erschien auf Betreiben seines Autors <a href="http://randomreality.blogware.com/blog/_archives/2006/8/20/2249367.html" target="_blank">Tom Reynolds</a> unter Creative Commons Lizenz. Das habe eine große Mundpropaganda ausgelöst, die künftigen Veröffentlichungen zugute kommen werde, hofft Scott Pack. Generell sieht Pack in der Gratisveröffentlichung von E-Books eine Möglichkeit, Aufmerksamkeit zu erzeugen &#8211; vor allem für debütierende Autoren. In nachfolgenden Publikationen, die unter den traditionellen Copyright-Regeln veröffentlicht werden, soll diese Aufmerksamkeit dann in Geld umgemünzt werden.</p>
<p>Übrigens scheint die <a href="http://www.thefridayproject.co.uk/books/bst/cc.php" target="_blank">Downloadseite</a> für das unter CC-Lizenz stehende Buch nicht mehr zu funktionieren. Dafür werben sowohl der Autor auf seinem <a href="http://randomreality.blogware.com/blog" target="_self">Blog</a> als auch der Verlag auf seiner Website für die gedruckte Ausgabe zum Preis von £7,99. Aber bestimmt gibt&#8217;s die CC-Version noch auf irgendwelchen Torrents in Nachbarschaft mit streng illegalen Angeboten. Schade, dass der Leser so weiter daran gewöhnt wird, seine Ware in der Grauzone zu beziehen, anstatt dass ihm der Verlag eine eigene propere Downloadmöglichkeit gibt.</p>
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