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	<title>bewegliche lettern &#187;  &#8211; bewegliche lettern</title>
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		<title>Libroid &#8211; Jürgen Neffe präsentiert seine &#8220;Zukunft des Lesens&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Sep 2010 18:46:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jürgen Neffe stellte heute Nachmittag im Roten Salon der Berliner Volksbühne sein &#8220;Libroid&#8221; der Öffentlichkeit vor. &#8220;Libroid&#8221; nennt er seine Version eines multimedialen, interaktiven digitalen Buches, das vor allem mit einer Offenheit für Beiträge, Kommentare und Ergänzungen durch die Leser punkten kann. Es musste dann doch etwas statischer bleiben, als ursprünglich gedacht. Jürgen Neffe, Sachbuchautor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jürgen Neffe stellte heute Nachmittag im Roten Salon der Berliner Volksbühne sein &#8220;Libroid&#8221; der Öffentlichkeit vor. &#8220;Libroid&#8221; nennt er seine Version eines multimedialen, interaktiven digitalen Buches, das vor allem mit einer Offenheit für Beiträge, Kommentare und Ergänzungen durch die Leser punkten kann. <span id="more-878"></span></p>
<p>Es musste dann doch etwas statischer bleiben, als ursprünglich gedacht. Jürgen Neffe, <a href="http://www.perlentaucher.de/autoren/22530/Juergen_Neffe.html" target="_blank">Sachbuchautor</a> von Rang und nun auch Leiter des &#8220;<a href="http://libroid.com/die-idee/" target="_blank">Verlags der ungedruckten Bücher</a>&#8220;, hatte sein Jackett wohl vor Aufregung einmal zuviel aus- und wieder angezogen und dabei das drahtlose Mikrofon an seinem Revers beschädigt. So konnte er sich bei der Präsentation des Libroids nicht frei auf der Bühne bewegen, sondern musste am Standmikrofon seines Rednerpults bleiben.</p>
<p>Beides, eine gewisse Distanz dem technischen Substrat gegenüber und eine herabgedämpfte Dynamik sind auch bei seinem Libroid Programm. Neffe hatte vor rund eineinhalb Jahren in der Zeit einen aufregenden, enthusiastischen und inspirierten <a href="http://www.zeit.de/2009/18/L-Buch" target="_blank">Artikel</a> über die digitalen Möglichkeiten des Buches geschrieben, den man noch heute jedem Buchmenschen zur wöchentlichen Wiederlektüre ans Herz legen will – ein großartiger, von Aufbruchstimmung getragener Text. Für den Neffe sich damals einige Kritik gefallen lassen musste.</p>
<p>Wer diesen Geist im Libroid wiederzufinden hofft, muss sich vorerst mit Pragmatischerem zufrieden geben. So weit, wie Neffe in der Theorie vorausgedacht hat, hat er sich selbst in der Praxis nicht einholen können. Neffe präsentierte eine elegante, wenn auch im Prototyp noch etwas hakelige, iPad-Version seines eigenen <a href="http://www.perlentaucher.de/buch/30643.html" target="_blank">Darwin-Buches</a>, mit dem er die Grundstruktur und den Proof of Concept seines Libroids vorlegte. Je nach Ausrichtung des Geräts bekommt der Leser entweder den unangereicherten Text oder, in dreispaltiger Darstellung, den Text flankiert von einer Bildleiste zur Linken und einer Linkleiste zur Rechten zu sehen.</p>
<p>Der Text ist dabei stets ruhig in der Mitte, im Zentrum des Blickfelds. Er wird gescrollt, nicht geblättert. Die rechten und linken Spalten vergleicht Neffe mit den Instrumenten im Armaturenbrett eines Autos, die der Fahrer aus dem Augenwinkel wahrnehmen kann, ohne vom Blick durch die Frontscheibe abgelenkt zu werden. Denen er aber auch – wenn die Situation es zulässt – mehr Aufmerksamkeit zukommen lassen kann. Eine einleuchtende Mechanik hinter den Kulissen dieser dreispaltigen Darstellung sorgt dafür, dass die Bildleiste und die Link-Leiste (die etwa auf Quellentexte und Metatexte verweist) stets auf der Höhe des Textes sind.</p>
<p>Die Trennung dieser Anreicherungselemente vom eigentlichen Text gewährleistet auch, dass diese Elemente ohne Eingriffe in den Text vermehrt oder vermindert werden können. Interessant wird dies durch die Möglichkeit, dass Leser weitere Elemente in diese Leisten einklinken können. Das Lesen wird dadurch sozial: Der einzelne Leser kann seine Ergänzungen und Kommentare mit allen anderen Lesern des gleichen Libroids teilen. Die anderen Leser können sich von Fall zu Fall entscheiden, ob sie die jeweiligen Elemente in ihr Libroid aufnehmen wollen oder nicht. Diese soziale Dimension des Libroids, Neffe spricht von &#8220;globalen virtuellen Leseclubs&#8221;, ist zweifellos der stärkste innovative Gedanke seines digitalen Buches. Leider wurde dieser Aspekt nicht demonstriert, sondern nur erläutert – das weckt die Neugier auf mehr.</p>
<p>Die ganz große Revolution des digitalen Buches bleibt mit dem Libroid aus. Es macht, anders als Neffes Zeit-Artikel, eher einen konservativen, ja defensiven Eindruck. Unumwunden gibt Neffe zu, dass sein Libroid &#8220;aus Sorge um die Zukunft des Buches&#8221; entstanden sei. In seiner Presseerklärung herrscht dann auch ein eher nicht fortschrittsoptimistischer Ton: Da ist die Rede von der &#8220;Würde und Klarheit des Buches&#8221; die vom &#8220;multimedialen Geflacker&#8221; bedroht sei. Er formuliert dort, dass das &#8220;Libroid als […] Reaktion auf die digitale Revolution zu verstehen&#8221; sei. Wer den Zeit-Artikel gelesen hat, wird Neffe nun nicht verdächtigen, dass er den Metternich dieser Reaktion geben will. Dennoch, man hätte mehr Offenheit und Optimismus erhoffen können. Auch in Hinblick auf die Frage des Geistigen Eigentums, die im Zeit-Artikel eine bedeutende Rolle spielt, bei der Präsentation des Libroids aber kaum thematisiert wurde.</p>
<p>Das auf Neffes Darwin-Buch basierte Prototyp-Libroid macht durchaus Lust zu lesen. Es wird – sofern Apple mitspielt – in Kürze als iPad-App für EUR 7,99 zu haben sein, später auch als Android-App. Neffe kalkuliert, dass bei einem herkömmlichen Autoren-Honorarsatz von ca. 12% die Kosten selbst des entwicklungsintensiven Prototypen nach 25.000 Verkäufen eingespielt sein werden. Da das Libroid seinen Text in mehreren Sprachversionen enthalten wird (der Prototyp in Deutsch, Englisch, Spanisch und Italienisch), erscheint diese Verkaufserwartung zwar hochgegriffen, aber bei weltweitem Verkauf nicht grundsätzlich unerreichbar. Spätere Libroide, für die die Entwicklungskosten geringer ausfallen werden als für den Prototyp, sollen nach Neffes Rechnung bereits bei 12.000 bis 15.000 verkauften Exemplaren lukrativ sein – was allein angesichts der hohen Übersetzungskosten für die verschiedenen Sprachversionen optimistisch zu sein scheint.</p>
<p>Der vorgestellte Prototyp des Libroids ist eine Adaption eines vorliegenden Textes, zudem eines Sachtextes, der sich – anders als die meisten belletristischen Texte – in besonderem Maße für multimediale Anreicherungen eignet. In Zukunft kann man aber auf geborene Libroide hoffen. – Gut möglich, dass diese mit der technischen Grundstruktur des Libroids mehr anfangen können und werden, als eine doch etwas statische Anreicherung mit Bildmaterial und Links zu liefern. Man würde es sich wünschen, vor allem nach einer Re-Lektüre des Zeit-Artikels. Vielleicht liefert Neffe solch ein geborenes Libroid ja selbst mit seinem in jenem Artikel angekündigten und in der Präsentation wieder aufgegriffenen Gedanken eines &#8220;runden Buches&#8221; ohne Anfang und Ende. &#8211; Gespannt bleiben darf man nach dieser Präsentation alle Male, und neugierig darauf, die Libroid-App ausführlich testen zu können auch.</p>
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		<title>Lesenswert: Güntner über Wylies &#8220;Odyssey Editions&#8221;</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Aug 2010 22:16:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Andrew Wylie]]></category>
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		<description><![CDATA[In der NZZ vom Wochenende schreibt Joachim Güntner über Andrew Wylies wundersame Wandlung vom Literaturagenten zum Verleger. Unter dem Namen &#8220;Odyssey Editions&#8221; bietet Wylie bekanntlich Backlist-Titel von namhaften Autoren, die er unter Vertrag hat, selbst als E-Books an. Güntner streicht dabei einen Punkt hervor, der in der Diskussion über Wylies Verlagsambitionen bisher nicht recht zur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der NZZ vom Wochenende schreibt Joachim Güntner über Andrew Wylies wundersame Wandlung vom Literaturagenten zum Verleger. Unter dem Namen &#8220;Odyssey Editions&#8221; bietet Wylie bekanntlich Backlist-Titel von namhaften Autoren, die er unter Vertrag hat, selbst als E-Books an. <span id="more-870"></span></p>
<p>Güntner streicht dabei einen Punkt hervor, der in der Diskussion über Wylies Verlagsambitionen bisher nicht recht zur Geltung kam: Dass sich Wylie für die Publikationen von &#8220;Odyssey Editions&#8221; wie selbstverständlich bei den Leistungen Printverlagen bedient, die diese Werke ursprünglich veröffentlicht hatten:</p>
<blockquote><p>&#8220;Die E-Books, die dort erscheinen, bieten den Text ja nicht in der ursprünglichen Manuskript-Fassung, sondern gemäss der gedruckten Ausgabe. Lektoren haben ihn bearbeitet, Verlagsvertreter haben ihn im Buchhandel beworben, Marketing- und Presseabteilung suchten seinen Erfolg zu mehren. Wylie, der stets nur gut eingeführte Schriftsteller vertritt und noch nie einen Newcomer aufgebaut hat, profitiert von jenen Vorleistungen, erwähnt sie aber nicht.&#8221;</p></blockquote>
<p>Güntners Artikel ist in Gänze lesenswert (steht aber leider nicht online).</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Literatur und Animated Typography</title>
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		<pubDate>Wed, 19 May 2010 21:03:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
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		<category><![CDATA[Animated Typography]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein Lesehinweis in eigener Sache: Der Perlentaucher bringt heute einen Essay von mir unter dem Titel &#8220;Tanz der Lettern&#8221;. Ich schlage darin vor, in der Remix-Kunst der Animated Typography ein Beispiel dafür zu sehen, wie Literatur von den neuen digitalen Möglichkeiten ästhetisch und expressiv profitieren kann &#8211; ohne ihre Bindung an Sprache aufzugeben und zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Lesehinweis in eigener Sache: Der Perlentaucher bringt heute einen <a href="http://www.perlentaucher.de/artikel/6215.html" target="_blank">Essay</a> von mir unter dem Titel &#8220;Tanz der Lettern&#8221;. Ich schlage darin vor, in der Remix-Kunst der Animated Typography ein Beispiel dafür zu sehen, wie Literatur von den neuen digitalen Möglichkeiten ästhetisch und expressiv profitieren kann &#8211; ohne ihre Bindung an Sprache aufzugeben und zum Video oder Computerspiel zu tendieren.</p>
<p><span id="more-859"></span></p>
<blockquote><p>Während damit experimentiert wird, Bücher mit Videoclips anzureichern, sie mit Soundtracks zu unterlegen oder mit Videospiel­-Elementen zu versehen, ist eine entscheidende &#8211; und der Literatur vielleicht besonders gerechte &#8211; Möglichkeit bisher kaum beachtet worden: Die Lettern können endlich beweglich werden, die Wörter Laufen lernen.</p></blockquote>
<p>Den Rest des Artikels gibt&#8217;s <a href="http://www.perlentaucher.de/artikel/6215.html" target="_blank">hier</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Tynt.com macht Copy&amp;Paste nachverfolgbar</title>
		<link>http://bewegliche-lettern.de/2010/04/tynt-com-macht-copypaste-nachverfolgbar/</link>
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		<pubDate>Sun, 18 Apr 2010 12:50:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsschutzrecht]]></category>
		<category><![CDATA[tynt]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei TechCrunch lese ich gerade von einem Service, der unter Content&#173;anbietern, die sich von Copy&#38;Paste bedroht fühlen, auf Interesse stoßen wird. Tynt.com fügt jeder Passage, die aus einem Webcontent entnommen wird, einen individuellen, nachverfolgbaren Link hinzu. Wie dies im einzelnen aussieht, lässt sich anhand des TechCrunch-Textes über Tynt demonstrieren. Bisher hätte man mit Copy&#38;Paste das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei <a href="http://techcrunch.com/2010/04/16/tynt-gets-8-million-for-ctrl-c-action/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+Techcrunch+%28TechCrunch%29" target="_blank">TechCrunch</a> lese ich gerade von einem Service, der unter Content&shy;anbietern, die sich von Copy&amp;Paste bedroht fühlen, auf Interesse stoßen wird. <a href="http://www.tynt.com/" target="_blank">Tynt.com</a> fügt jeder Passage, die aus einem Webcontent entnommen wird, einen individuellen, nachverfolgbaren Link hinzu. <span id="more-809"></span></p>
<p>Wie dies im einzelnen aussieht, lässt sich anhand des TechCrunch-Textes über Tynt demonstrieren. Bisher hätte man mit Copy&amp;Paste das folgende Zitat übernehmen können:</p>
<blockquote><p>Tynt automatically adds a unique, trackable link back to the page in the copied text. [...] Publishers get the benefit of analytics on how much copying is being done, and they get the benefit of the link back when that content is shared.</p></blockquote>
<p>Nun, da TechCrunch selbst Tynt verwendet, sieht dieselbe Passage so aus:</p>
<blockquote><p>Tynt automatically adds a unique, trackable link back to the page in the copied text. [...] Publishers get the benefit of analytics on how much copying is being done, and they get the benefit of the link back when that content is shared.</p>
<p><span style="color: #ffcc00;"><span style="color: #000000;">Read more: </span><a href="http://techcrunch.com/2010/04/16/tynt-gets-8-million-for-ctrl-c-action/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+Techcrunch+%28TechCrunch%29#ixzz0lS7rsSIj" target="_blank">http://techcrunch.com/2010/04/16/tynt-gets-8-million-for-ctrl-c-action/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+Techcrunch+%28TechCrunch%29#ixzz0lS7rsSIj</a></span></p></blockquote>
<p>Über den individuellen Link kann der Contentanbieter (in diesem Fall TechCrunch) einen Überblick darüber bekommen, wie oft die Nutzer Passagen mit Ctrl+C oder dem Kontextmenü kopieren, wie viel Traffic durch das Kopieren von Passagen erzeugt wird. Und nach Angaben von TechCrunch interessanterweise &#8211; obwohl dies für den Nutzer nicht unmittelbar ersichtlich ist &#8211; auch darüber, welcher Abschnitt genau kopiert wurde.</p>
<p>Für diejenigen Contentanbieter, die glauben, dass ihnen eigentlich jeder, der einen Link setzt oder etwas herauskopiert (und sei&#8217;s ein Snippet, und sei&#8217;s in einer Email), diesen Link bezahlen soll (Stichwort Leistungsschutzrecht), dürfte das interessant sein. Und für alle, die gaaanz genau kontrollieren wollen, was die Nutzer mit ihren Texten so machen, ebenfalls.</p>
<p>Für Nutzer kann es natürlich etwas nervig sein, wenn man mit Crtl+C mehr bekommt, als man erwartet hätte &#8211; etwa, wenn man die kopierten Wörter in eine Suchmaschine einfügen wollte. Wer als Nutzer nicht jedes kopierte Zitat rückverfolgen lassen möchte, kann den Link aber natürlich händisch löschen. Oder ein AddOn wie zum Beispiel <a href="https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/4554" target="_blank">Extended Copy Menu</a> (für Firefox) verwenden: Damit werden nicht nur lästige html-Formatierungen entfernt, sondern auch Tynt-links. Dazu muss man lediglich eine Taste mehr drücken: Ctrl+Alt+C statt Crtl+C.</p>
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		<title>Neue Front gegen Google Books: Fotografenverbände reichen Klage ein</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Apr 2010 10:08:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Google Book Settlement]]></category>

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		<description><![CDATA[Googles großangelegtes Buchscan-Projekt Google Books sieht sich mit einer neuen Klage konfrontiert. Drei Jahre nach US-amerikanischen Verleger- und Autorenverbänden hat nun, wie Mashable berichtet auch ein amerikanischer Fotografenverband eine Sammelklage gegen den Internetkonzern angekündigt. Die American Society of Media Photographers (ASMP) teilte gestern in einer Presseerklärung mit, dass sie gemeinsam mit weiteren Fotografenverbänden eine Class [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Googles großangelegtes Buchscan-Projekt <a href="http://books.google.com/googlebooks/library.html">Google Books</a> sieht sich mit einer neuen Klage konfrontiert. Drei Jahre nach US-amerikanischen Verleger- und Autorenverbänden hat nun, wie <a href="http://mashable.com/2010/04/07/google-books-photographers/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+Mashable+%28Mashable%29" target="_blank">Mashable</a> berichtet auch ein amerikanischer Fotografenverband eine Sammelklage gegen den Internetkonzern angekündigt. <span id="more-802"></span></p>
<p>Die American Society of Media Photographers (<a href="http://asmp.org/links/24" target="_blank">ASMP</a>) teilte gestern in einer <a href="http://asmp.org/articles/press-release-10-04-07.html" target="_blank">Presseerklärung</a> mit, dass sie gemeinsam mit weiteren Fotografenverbänden eine Class Action Lawsuit gegen Google eingereicht hat. Ihrer Auffassung nach übergeht Google beim Abscannen und Online-Veröffentlichen von Büchern die Rechte professioneller Fotografen.</p>
<p>Der Erklärung der ASMP zufolge reagieren die Verbände mit ihrer Klage darauf, dass ihnen gerichtlich verweigert worden sei, sich der bestehenden Sammelklage von Autoren und Verlagen anzuschließen (die zu den seit geraumer Zeit andauernden Verhandlungen über das <a href="http://bewegliche-lettern.de/tag/google-book-settlement/" target="_blank">Google Book Settlement</a> führte). Im Kern geht es um urheberrechtlich geschützte fotografische Werke, die Teil der von Google eingescannten Bücher sind. Die Klage der Fotografen geht jedoch über Googles Bibliotheksprojekt hinaus und bezieht sich auch auf weitere Bilderdienste des Unternehmens aus Mountainview (vermutlich ist die <a href="http://images.google.de/" target="_blank">Google Bildsuche</a> gemeint).</p>
<blockquote><p>&#8220;ASMP and the other trade associations, representing thousands of members, decided to file the class action after the Court denied their request to join the currently pending $125 million class action that had previously been filed primarily on behalf of text authors in connection with the Google Library Project. The new class action goes beyond Google’s Library Project, and includes Google’s other systematic and pervasive infringements of the rights of photographers, illustrators and other visual artists.&#8221;</p></blockquote>
<p>Wenn die Klage vor Gericht akzeptiert wird, ist damit zu rechnen, dass der weiterhin andauernden unendlichen Geschichte über das mit Verlagen und Autoren ausgehandelte Book Search Settlement ein Sequel folgen wird.</p>
<p>(via <a href="http://mashable.com/2010/04/07/google-books-photographers/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+Mashable+%28Mashable%29" target="_blank">Mashable</a>)</p>
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		</item>
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		<title>Amazons Leserbewertungen als Waffe im Konflikt mit Verlagen</title>
		<link>http://bewegliche-lettern.de/2010/03/amazons-leserbewertungen-als-waffe-im-konflikt-mit-verlagen/</link>
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		<pubDate>Tue, 23 Mar 2010 11:11:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Amazon]]></category>
		<category><![CDATA[eBooks]]></category>
		<category><![CDATA[Kindle]]></category>
		<category><![CDATA[Leserbewertungen]]></category>
		<category><![CDATA[Timing]]></category>

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		<description><![CDATA[Paul Carr ruft in einem Artikel auf TechCrunch den Internet-Buchhändler Amazon dazu auf, sein Leserbewertungssystem zu verändern. Er beklagt, dass sich dort Laienrezensionen häufen, die nichts mit den besprochenen Büchern, sondern mit der eBook-Politik der Verlage zu tun haben. Anlass für Carrs Unzufriedenheit ist ein Schwall negativer Leserbewertungen von Michael Lewis&#8217; Sachbuch &#8220;The Big Short&#8221;, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Paul Carr ruft in einem <a href="http://techcrunch.com/2010/03/22/im-not-kidding-do-it-now/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+Techcrunch+%28TechCrunch%29" target="_blank">Artikel</a> auf TechCrunch den Internet-Buchhändler Amazon dazu auf, sein Leserbewertungssystem zu verändern. Er beklagt, dass sich dort Laienrezensionen häufen, die nichts mit den besprochenen Büchern, sondern mit der eBook-Politik der Verlage zu tun haben. <span id="more-792"></span></p>
<p>Anlass für Carrs Unzufriedenheit ist ein Schwall negativer <a href="http://www.amazon.com/Big-Short-Inside-Doomsday-Machine/product-reviews/0393072231/ref=dp_top_cm_cr_acr_txt?ie=UTF8&amp;showViewpoints=1" target="_blank">Leserbewertungen</a> von Michael Lewis&#8217; Sachbuch &#8220;The Big Short&#8221;, die sich nicht mit dem Inhalt des Buches auseinandersetzen, sondern die negative Bewertung benutzen, um gegen die Entscheidung des Verlages zu protestieren, der diesen Titel bisher nicht in einer eBook-Version für den Kindle herausgebracht hat:</p>
<blockquote><p>&#8220;At the time of writing there are 64 one star reviews – more than the total number of 2-5 star review combined – sending a clear message to potential purchasers: this book might be popular but it’s also a total sack of crap. Don’t waste your money.  There’s just one problem with that message: less than half of those one star reviews are actually reviewing the book. Instead, most of the reviewers’ ire relates to the fact that publishers WW Norton have decided not to release a Kindle version of the book at the same time as its hardback release.&#8221;</p></blockquote>
<p>In diesem Fall dürfte Amazons Interesse, den Eifer zu zügeln, mit dem die Laienrezensenten ihr Missfallen über die eBook-Politik des Verlags zu äußern, eher schwach ausgeprägt sein. Denn  wenn Amazon auch daran gelegen sein dürfte, dass  Leserrezensionen generell eher positiv sind und damit zum Kauf anregen, dürfte sein Interesse an der Vergrößerung des Kindle-eBook-Marktanteils noch größer sein. Die Unmutsäußerungen der Leser über das Ausbleiben der Kindle-eBook-Version müssen Amazon deshalb höchst willkommen sein.</p>
<p>Schon in der Vergangenheit hat der Online-Händler deutlich gemacht, dass er in Auseinandersetzungen mit Verlagen die Macht seiner Kunden nutzen will. Als Amazon im Februar im <a href="http://bewegliche-lettern.de/2010/02/konflikt-um-ebook-preise-amazon-nimmt-macmillan-aus-dem-programm/" target="_blank">Konflikt</a> mit Macmillan über die Preisgestaltung von eBooks einen Rückzieher machte und die zuvor aus dem Angebot genommenen Bücher dieses Verlages wieder zum Kauf anbot, <a href="http://bewegliche-lettern.de/2010/02/konflikt-um-ebook-preise-amazon-nimmt-macmillan-aus-dem-programm/" target="_blank">wandte</a> sich der Online-Händler in seiner Kindle Community an seine Kunden und forderte sie auf, mit dem Geldbeutel abzustimmen:</p>
<blockquote><p>“We want you to know that ultimately, however, we will have to  capitulate and accept Macmillan’s terms because Macmillan has a monopoly  over their own titles, and we will want to offer them to you even at  prices we believe are needlessly high for e-books. Amazon customers will  at that point decide for themselves whether they believe it’s  reasonable to pay $14.99 for a bestselling e-book.”</p></blockquote>
<p>Amazon versteht es, sich zum Anwalt und zum Sprachrohr seiner Kunden zu machen &#8211; insbesondere wenn diese Positionen vertreten, die in Amazons Politik passen. Damals hat Amazon seine Kunden aufgefordert, sich mit ihren Mitteln am Konflikt mit den Verlagen zu beteiligen. Und bietet nun &#8211; wie Paul Carrs Beispiel zeigt &#8211; mit seinen Leserbewertungen eine öffentliche Plattform, auf dem die Endkunden sich in die Diskussion einbringen können.</p>
<p>Um Rezensionen, die sich nicht mit dem vorgeblich rezensierten Buch, sondern mit Fragen der Verlagspolitik beschäftigen, zu vermeiden, schlägt Carr vor, dass Amazon nur noch Käufern des jeweiligen Buches erlaubt, Leserrezensionen einzustellen. Diese Idee ist interessant und wäre vermutlich tatsächlich ein wirksamer Schritt gegen Leserrezensions-Spam. Doch glaube ich nicht, dass Amazon ihn umsetzen wird: Gerade wenn es um Fragen der Verlagspolitik geht, dürfte Amazon eher daran interessiert sein, sich den Lesern gegenüber als Sprachrohr ihrer Interessen zu gerieren und den Verlagen gegenüber sein Verhandlungsgewicht durch seine Kundenbasis zu verstärken.</p>
<p>Verlage sind Amazon gegenüber schon länger argwöhnisch, weil der Online-Händler eine allzu große Marktmacht darstellt, mit der Verhandlungen auf Augenhöhe zusehends schwerer werden. Die Verlage dürfen aber nicht vergessen, dass sich die Marktmacht Amazons nicht allein in Verkaufszahlen messen lässt, sondern vor allem auch in dem guten Ansehen, das Amazon bei den Endkunden genießt. Im Gegensatz zu Amazon, die schon immer dicht am Verbraucher agiert haben, haben bisher die wenigsten Verlage verstanden und umgesetzt, dass den Verbrauchern im Zuge des Medienwandels größere Bedeutung und größerer Einfluss zukommen.</p>
<p>Denn Verbraucher haben in der digitalen Welt andere Möglichkeiten, ihre Differenzen mit Verlagen auszutragen, als es in der analogen Welt möglich war: Sei es, indem sie sich durch Web2.0-Funktionen (wie etwas Amazons Leserbewertungen) vernehmbar machen, sei es, indem sie sich vom Marktplatz verabschieden und ihre eBooks stattdessen bei Rapidshare etc. suchen.</p>
<p>Verlage dürfen den Verbrauchern nicht so unsympathisch werden wie die großen Player der Musikindustrie. Sonst werden sie auf dieselbe Weise scheitern wie diese. Das Verständnis und die Zustimmung der Endkunden ist ein Faktor, der bei allen digitalen Strategieentscheidungen mit berücksichtigt werden muss. Amazon hat verstanden, wie schwach die Verlage im Umgang mit den Endkunden sind und weiß diese Schwäche und die eigene Stärke zu nutzen. Verlage sollten dem mächtigen Online-Händler nicht das Monopol auf die Sympathie der Verbraucher im digitalen Buchhandel überlassen.</p>
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		<title>10 Jahre Perlentaucher</title>
		<link>http://bewegliche-lettern.de/2010/03/10-jahre-perlentaucher/</link>
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		<pubDate>Mon, 15 Mar 2010 04:45:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Perlentaucher feiert heute sein zehntes Jubiläum. bewegliche lettern gratuliert sehr herzlich mit beweglichen Letten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der <a href="http://www.perlentaucher.de/" target="_blank">Perlentaucher</a> feiert heute sein zehntes <a href="http://www.perlentaucher.de/artikel/6068.html" target="_blank">Jubiläum</a>. <span id="more-753"></span></p>
<p>bewegliche lettern gratuliert sehr herzlich mit beweglichen Letten.</p>
<p><object style="width: 480px; height: 295px;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="295" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/cGK8OsHUvMA&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="align" value="top" /><embed style="width: 480px; height: 295px;" type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="295" src="http://www.youtube.com/v/cGK8OsHUvMA&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" align="top"></embed></object></p>
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		<title>Studie: Loi Hadopi kann Piraten nicht stoppen</title>
		<link>http://bewegliche-lettern.de/2010/03/studie-loi-hadopi-kann-piraten-nicht-stoppen/</link>
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		<pubDate>Sun, 14 Mar 2010 18:01:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[DRM]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Internetsperren]]></category>
		<category><![CDATA[Loi Hadopi]]></category>
		<category><![CDATA[Three Strikes]]></category>

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		<description><![CDATA[Im vergangenen September wurde in Frankreich das Netzsperren-Gesetz Loi Hadopi eingeführt. Erklärtes Ziel war, Verstöße gegen das Urheberrecht durch illegale Downloads mittels drakonischer Maßnahmen einzudämmen: Nach drei Vorwarnungen müssen renitente Wiederholungstäter damit rechnen, dass ihnen die Internetverbindung gekappt wird. Eine nun von der Universität Rennes, der technischen Hochschule Télécom Bretagne und dem Forschungsnetzwerk Marsouin vorgelegte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im vergangenen September wurde in Frankreich das Netzsperren-Gesetz Loi Hadopi eingeführt. Erklärtes Ziel war, Verstöße gegen das Urheberrecht durch illegale Downloads mittels drakonischer Maßnahmen einzudämmen: Nach drei Vorwarnungen müssen renitente Wiederholungstäter damit rechnen, dass ihnen die Internetverbindung gekappt wird. Eine nun von der Universität Rennes, der technischen Hochschule Télécom Bretagne und dem Forschungsnetzwerk <a href="http://www.marsouin.org/" target="_blank">Marsouin</a> vorgelegte Studie (<a href="http://recherche.telecom-bretagne.eu/marsouin/IMG/pdf/NoteHadopix.pdf" target="_blank">pdf</a>) belegt, dass die sogenannte &#8220;Three-Strikes&#8221;-Regelung ihr Ziel verfehlt: Statt den unautorisierten Download einzuschränken, scheint sie lediglich dazu zu führen, dass die Piraten auf andere, nicht vom Gesetz abgedeckte Quellen ausweichen. <span id="more-759"></span></p>
<p>Seit der Einführung der Regelung sei die Online-Piraterie von Musik und Filmen sogar um 3% angestiegen, rechnet die Studie vor, die auf Aussagen von &#8220;2000 repräsentativ ausgewählten Befragten&#8221; in Nordfrankreich beruht. Allerdings legen die Forscher keine Zahlen über die Entwicklung der Piraterie vor Einführung des Gesetzes vor, so dass offenbleibt, ob sich das Anwachsen der Piraterie nach Einführung des Gesetzes beschleunigt oder verlangsamt hat.</p>
<p>Nach Auskunft der Studie umgehen die meisten Downloader die gesetzliche Reglung: Lediglich ein Drittel jener Befragten, die angaben, vor Einführung der  Loi Hadopi P2P-Tauschbörsen wie etwa BitTorrent für illegale Downloads benutzt zu haben, sagten aus, dass sie sich nach Einführung des Gesetzes ganz von der Piraterie  verabschiedet hätten. Der Rest ist dagegen auf andere Quellen umgestiegen und bezieht die Contents nun aus Streaming Services oder über One-Click-Hoster wie Rapidshare, die in der neuen Gesetzreglung nicht erwähnt werden.</p>
<p>Der auf P2P-Themen spezialisierte Blog Torrentfreak <a href="http://torrentfreak.com/piracy-rises-in-france-despite-three-strikes-law-100609/" target="_blank">fasst</a> die Ergebnisse der Studie wie folgt zusammen:</p>
<blockquote><p>Overall the research seems to suggest that the looming disconnection  threat has changed how and where people get pirated content, while the  piracy rate itself increased.</p></blockquote>
<p>Wie andere Studien zuvor belegt auch die Studie aus Rennes, dass diejenigen, die am meisten illegal herunterladen, auch zu den aktivsten zahlenden Online-Kunden der Content-Industrie zählen. Trennt man sie vom Netz, werden also nicht nur illegale Downloads verhindert, sondern auch digitale Käufe. Der Content-Industrie entgingen durch die Hadopi-Netzsperren bis zu 27% ihrer Kunden für Online-Verkäufe. Eine Ausweitung des Three-Strikes-Gesetzes auf die Formen der Piraterie, auf die die bisherigen P2P-Piraten auswichen, könne nach Aussage der Wissenschaftler gar die Hälfte der Online-Kunden der Content-Industrie vom Markt ausgeschlossen werden:</p>
<blockquote><p>Les »pirates numériques« se révèlent être, dans la moitié des cas, également des acheteurs numériques (achat de musique ou de vidéo sur Internet). Couper la connexion Internet des utilisateurs de réseau Peer-to-Peer pourrait potentiellement réduire la taille du marché des contenus culturels numériques de 27%. Une extension de la loi Hadopi à toutes les formes de piratage numérique exclurait du marché potentiellement la moitié des acheteurs de contenus culturels numériques.</p></blockquote>
<p>Ohne der Piraterie das Wort zu reden (rückständig, wie ich bin, kaufe meine Musik immer noch am liebsten auf CD oder beziehe sie als <a href="http://irights.info/index.php?id=275" target="_blank">legale Privatkopie</a> aus meinem persönlichen Umfeld): Mit ihren Versuchen, das traditionelle Geschäftsmodell durch Einschränkungen von Nutzerrechtern wie etwa DRM oder durch Lobbydruck entstandene Gesetze zu schützen, fährt die Content-Industrie (egal ob Musiklabels oder Buchverlage) auf Dauer nicht gut: Die Studie aus Rennes ist nicht der erste Beleg dafür und wird auch nicht der letzte bleiben.</p>
<p>Solange die Contentindustrie es durch künstliche Hürden schwerer macht, Content legal zu beziehen, als ihn zu piratieren (wie etwa diese <a href="http://www.natesebooknews.com/2010/03/13/why-drm-doesnt-work/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+NatesEbookNews+%28Nate%27s+Ebook+News%29" target="_blank">Info-Grafik</a> für den eBook-Kauf demonstriert), fällt es nicht schwer, das Vorgehen von Piraten zu verstehen. Die digitalen Verbreitungsmöglichkeiten zu beschränken und dabei die Sympathie der Verbraucher zu verlieren, verstellt auch die Möglichkeit, ein neues Geschäftsmodell zu entwickeln, dass die neuen Chancen der digitalen Welt einbezieht: Denn die meisten dieser Geschäftsmodelle können auf die freiwillige Mitwirkung der Nutzer nicht verzichten, ob sie nun auf Patronage durch die Konsumenten oder auf einem Freemium-Modell beruhen (der beste Entwurf über alternative Geschäftsmodelle in der Contentindustrie bleibt Kevin Kellys <a href="http://bewegliche-lettern.de/2009/08/kevin-kelly-besser-als-kostenlos-better-than-free/" target="_blank">Aufsatz</a> &#8220;Better than Free&#8221;).  Geschäfte machen die Kunden lieber mit sympathischen und soliden Partnern als mit rohrstockschwingenden Oberlehrern.</p>
<p>(via <a href="http://www.teleread.org/2010/03/14/french-piracy-increases-after-three-strikes-law/" target="_blank">Teleread</a>, <a href="http://torrentfreak.com/piracy-rises-in-france-despite-three-strikes-law-100609/" target="_blank">Torrentfreak</a>, <a href="Overall the research seems to suggest that the looming disconnection threat has changed how and where people get pirated content, while the piracy rate itself increased." target="_blank">Numerama</a>)</p>
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		<title>De Gruyter digitalisiert Backlist auf Zuruf</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 16:13:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Digitale Geschäftsmodelle]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[De Gruyter]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftsverlage]]></category>

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		<description><![CDATA[Der traditionsreiche Wissenschaftsverlag De Gruyter hat am vergangenen Freitag angekündigt, seine gesamte Backlist zu digitalisieren. Von jedem beliebigen Titel der rund 60.000 Einträge umfassenden und bis ins Jahr 1749 zurückreichenden Backlist soll auf Zuruf ein eBook im PDF-Format oder ein gebundenes Buch im Print-on-Demand-Verfahren erstellt werden. De Gruyter verspricht, das fertige Produkt innerhalb von &#8220;maximal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der traditionsreiche Wissenschaftsverlag De Gruyter hat am vergangenen Freitag angekündigt, seine gesamte Backlist zu digitalisieren. Von jedem beliebigen Titel der rund 60.000 Einträge umfassenden und bis ins Jahr 1749 zurückreichenden Backlist soll auf Zuruf ein eBook im PDF-Format oder ein gebundenes Buch im Print-on-Demand-Verfahren erstellt werden. De Gruyter <a href="http://www.degruyter.de/cont/glob/ebooks.cfm" target="_blank">verspricht</a>, das fertige Produkt innerhalb von &#8220;maximal 10 Wochen&#8221; nach Eingang der Bestellung liefern zu können. Diesen interessanten Ansatz einer Retrodigitalisierung nach Bestellung nennt De Gruyter &#8220;eBook on Demand&#8221;. So spannend und richtungsweisend die unter dem Label &#8220;<a href="http://www.degruyter.de/cont/glob/ebooks.cfm" target="_blank">De Gruyter e-dition</a>&#8221; firmierende Initiative ist, wirft sie ein paar Fragen auf. <span id="more-747"></span></p>
<p>Die auf Anfrage erstellten eBooks sollen, wie De Gruyter-Verleger Sven Fund in einem lesenswerten <a href="http://www.buchmarkt.de/content/41726-das-sonntagsgespraech.htm" target="_blank">Interview</a> mit Christian von Zittwitz vom Branchenmagazin <em>Buchmarkt</em> ausführt, mit Merkmalen wie &#8220;600 dpi Auflösung, mit OCR [Optical Character Recognition] und DOIs [Digital Object Identifiers]&#8221; den Anforderungen wissenschaftlicher Bibliotheken genügen.</p>
<p>Mit dem Angebot, Backlisttitel in digitaler Form zu bestellen, wendet sich De Gruyter allerdings auch ausschließlich an Bibliotheken als Kunden, während ein physischer Reprint offenbar auch für private Endkunden verfügbar sein wird. Auf der Internetseite des Verlags heißt es unmissverständlich, jeder Titel sei &#8220;sowohl elektronisch  (nur für Bibliotheken und Institutionen) als auch  als Hardcover Reprint  erhältlich&#8221;.</p>
<p>Durch eine Zusammenarbeit mit libreka, der eBook-Verkaufsplattform des Börsenvereins, werden die auf erstmalige Anfrage von Bibliotheken retrodigitalisierten Titel allerdings auch Endverbrauchern als eBooks zum Kauf zur Verfügung stehen. Der Grund für diese Einschränkung des Abnehmerkreises für die &#8220;eBooks on Demand&#8221; mag darin liegen, dass De Gruyter durch eine Verkleinerung des Kreises derer, die eine Retrodigitalisierung in Auftrag geben können, gewährleisten möchte, dass nur so viele Digitalisierungsanfragen eingehen, wie auch bewältigt werden können.</p>
<p>Ein anderer Grund mag mit der Preisgestaltung zusammenhängen: Ein den bibliothekarischen Standards genügendes eBook ist zweifellos aufwendig in der Herstellung &#8211; gut möglich, dass deswegen an der erstmaligen Digitalisierung ein Preisetikett hängt, das für den Verbrauchermarkt schlicht nicht geeignet wäre. Konkrete Details zur Preisgestaltung der einzelnen eBooks oder Neudrucke lassen sich aus den bisherigen Meldungen (etwa im <a href="http://www.boersenblatt.net/372031/" target="_blank">Börsenblatt</a>) sowie aus der bei Buchreport veröffentlichen <a href="http://www.buchreport.de/pressemitteilungen/pressemitteilungen/datum/2010/03/05/de-gruyter-e-dition-erschliesst-die-backlist-des-verlags-von-1749-bis-heute.htm" target="_blank">Pressemitteilung</a> des De Gruyter Verlags selbst nicht entnehmen.</p>
<p>Interessant ist überdies das Vorgehen des Verlags, wenn es um die urheberrechtliche Frage der Genehmigung einer digitalen Ausgabe durch den Rechteinhaber geht. Den Ausführungen Sven Funds im <em>Buchmarkt </em>zufolge, wird der Verlag nicht in jedem Fall vor der Digitalisierung die Genehmigung des Autors oder seines Rechtsnachfolgers einholen. Die nachfrageabhängige Retrodigitalisierung soll offenbar ohne Nachfrage beim Rechteinhaber erfolgen. Die Tatsache, dass die Printversion eines Werkes einst im selben Verlag erschienen ist, reicht De Gruyter offenbar als Grund zur Annahme, dass der Rechteinhaber auch die digitale Version seines Werkes in demselben Verlag veröffentlicht sehen möchte:</p>
<blockquote><p>&#8220;Wir sind überzeugt, dass unsere Autoren ihre Rechte durch uns, mit denen  sie mal einen Vertrag zu den Print-Rechten eingegangen sind, verwertet  sehen wollen, und nicht durch andere. [...] Und wenn dann Autoren ihre Werke nicht als E-Book publiziert sehen  wollen – was mich sehr überraschen würde -, können wir den Titel  jederzeit aus dem Katalog löschen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Das hört sich ganz so an, als wolle De Gruyter mit seinen Backlist-Autoren ähnlich verfahren wie Google es mit seinem umstrittenen Digitalisierungsprogramm Book Search mit allen Autoren von Bücher tut, die nicht mehr im Handel verfügbar, aber noch copyright geschützt sind: Erst digitalisieren, dann fragen. Auch die Idee, das bei den digitalen Verkäufen anfallende Honorar einer Stiftung (in diesem Fall die 2006 <a href="http://stiftungsnetzwerk-berlin.de/media/Newsletter/08_0606_Berliner_Stiftungsnews.pdf" target="_blank">gegründete </a>Walter De Gruyter Stiftung) zur Verfügung zu stellen, wenn der Rechteinhaber nicht festgestellt oder erreicht werden kann, erinnert an das von Google im viel kritisierten Book Settlement vorgeschlagene Vorgehen.</p>
<p>Ob De Gruyter die Zustimmung seiner Autoren tatsächlich zu Recht voraussetzt, wird sich in Zukunft zeigen müssen. Aus der Tatsache, dass De Gruyter bei verwaisten Werken lediglich ein Honorar in Höhe von &#8220;5% vom Nettoerlös&#8221; der digitalen Ausgabe an die Stiftung überweisen will, suggeriert, dass auch erreichbaren Autoren ein Honorar in dieser Höhe gezahlt werden soll. Das wäre allerdings bemerkenswert wenig, liegen doch die Honorarsätze von eBooks &#8211; zumindest im Publikumsbereich &#8211; deutlich höher, nämlich zwischen 15 und 25% vom Nettoerlös.  Dies könnte, zusätzlich zum &#8220;erst Tun, dann fragen&#8221;-Ansatz Anlass zu Diskussionen mit Autoren und Agenten geben.</p>
<p>Diesen offenen Punkten zum Trotz ist De Gruyters Initiative ein entschlossener und auch mutiger Schritt in eine gute Richtung: Die alten Bestände nicht dem Vergessen anheim fallen zu lassen, sondern sie in die digitale Welt zu überführen und sie sichtbar und auffindbar zu machen (zumindest wenn die libreka-Suche funktioniert).</p>
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		<item>
		<title>Lesenswert: &#8220;Was kauft man, wenn man ein eBook kauft?&#8221;</title>
		<link>http://bewegliche-lettern.de/2010/03/lesenswert-was-kauft-man-wenn-man-ein-ebook-kauft/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 10:49:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lesenswert]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[eBooks]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf iRights.info setzt sich der Urheberrechts-Journalist Ilja Braun kundig und umfassend mit der Frage auseinander, was man eigentlich kauft, wenn man ein eBook kauft. Darf der Verkäufer es nach dem Kauf zurückziehen (wie dies Amazon ausgerechnet mit einigen eBooks von George Orwell getan hat)? Darf man eBooks für den privaten Gebrauch kopieren? Darf man sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf <a href="http://www.irights.info/index.php?id=870" target="_blank">iRights.info</a> setzt sich der Urheberrechts-Journalist <a href="http://twitter.com/iljabraun" target="_blank">Ilja Braun</a> kundig und umfassend mit der Frage auseinander, was man eigentlich kauft, wenn man ein eBook kauft. Darf der Verkäufer es nach dem Kauf zurückziehen (wie dies Amazon ausgerechnet mit einigen eBooks von George Orwell <a href="http://bewegliche-lettern.de/2009/07/kindle-1984-amazon-loescht-orwell/" target="_blank">getan</a> hat)? Darf man eBooks für den privaten Gebrauch kopieren? Darf man sie weiterverkaufen? Was, wenn die AGBs des eBook-Anbieters nicht im Einklang mit der Gesetzeslage sind? <span id="more-742"></span></p>
<p>Einfache Antworten kann man in Ilja Brauns Artikel nicht finden. Dafür gelingt es ihm, klar zu machen, dass die Rechtslage in vielen Aspekten unklar ist. So sei noch nicht einmal ausgemacht, ob eBooks im Sinne des Gesetzes eigentlich &#8220;Bücher&#8221; oder &#8220;Sprachwerke in digitaler Form&#8221; seien. Auch die Schlüsselfrage, ob man eBooks besitzt oder lediglich ein Nutzungsrecht an ihnen erwirbt, lässt sich, wie Braun darlegt, rechtlich noch nicht eindeutig beantworten:</p>
<blockquote><p>&#8220;Was passiert, wenn man ein E-Book  herunterlädt? Kauft man da ein »unkörperliches Gut«? Oder erwirbt man »Nutzungsrechte« an geistigem Eigentum, schließt also einen  urheberrechtlichen Vertrag? Geht man davon aus, dass ein E-Book ein »unkörperliches Werkexemplar« ist, an dem man Eigentum erwirbt, quasi  ein Buch in Dateiform, so handelt es sich in erster Linie um einen  Kaufvertrag. Das Urheberrecht ist dann allenfalls am Rande tangiert –  und Klauseln, die dem Käufer die rechtmäßige Benutzung seines Eigentums  untersagen, wären im Zweifel unwirksam. Zur rechtmäßigen Benutzung würde  aus dieser Sicht auch das private Kopieren zählen – allerdings nur  auszugsweise. Geht man hingegen davon aus, dass der Download primär ein»Nutzungsvertrag« ist, mit dem man bestimmte Rechte an fremdem geistigem  Eigentum erwirbt, so würde man sagen: Der Kunde hat nicht etwas  gekauft, sondern es ist ihm erlaubt worden, das geistige Eigentum eines  anderen (des Buchautors) zu nutzen, indem er den Text auf seinem  Lesegerät anzeigen lässt.&#8221;</p></blockquote>
<p>Wer sich über die komplexen juristischen Fragen, die eBooks aufwerfen, informieren will, sollte diesen Text nicht nur lesen, sondern auch für die Zukunft bookmarken: Dies ist ein <a href="http://www.irights.info/index.php?id=870" target="_blank">Referenztext</a> für die kommenden Jahre &#8211; bis sich eine verbindlichere Gesetzeslage oder Rechsprechungspraxis entwickelt hat.</p>
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		<item>
		<title>Notiz: Apple hat über 27000 eBooks im App Store, fast alle kostenpflichtig</title>
		<link>http://bewegliche-lettern.de/2010/02/notiz-apple-hat-ueber-27000-ebooks-im-app-store-fast-alle-kostenpflichtig/</link>
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		<pubDate>Sat, 13 Feb 2010 16:15:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[App Store]]></category>
		<category><![CDATA[Apple]]></category>
		<category><![CDATA[Apps]]></category>
		<category><![CDATA[iPad]]></category>
		<category><![CDATA[iPhone]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Apple App Store wächst weiter: Wie TechCrunch unter Berufung auf den App Store-Analytikdienst Distimo berichtet, liegt die Gesamtzahl der verfügbaren Apps inzwischen über 150 000. Bei der Vorstellung des iPad lag die Zahl noch bei 140 000. Dabei nehmen digitale Bücher nach Games den zweiten Platz der populärsten Kategorien ein: 27 300 eBook-Apps seien [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Apple App Store wächst weiter: Wie <a href="http://techcrunch.com/2010/02/12/app-store-numbers-books-ipad/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+Techcrunch+%28TechCrunch%29" target="_blank">TechCrunch</a> unter Berufung auf den App Store-Analytikdienst <a href="http://www.distimo.com/" target="_blank">Distimo</a> berichtet, liegt die Gesamtzahl der verfügbaren Apps inzwischen über 150 000. Bei der Vorstellung des iPad lag die Zahl noch bei 140 000. Dabei nehmen digitale Bücher nach Games den zweiten Platz der populärsten Kategorien ein: 27 300 eBook-Apps seien verfügbar. Interessant ist vor allem, dass kostenpflichtige eBook-Apps bei weitem überwiegen: Lediglich 8 Prozent der eBook-Apps sind gratis zu haben. <span id="more-724"></span></p>
<p>Diese Zahlen steigern noch einmal die Attraktivität des iPad als eReader: Noch bevor die Hardware auf dem Markt ist, ist ein breites Spektrum an literarischer Software verfügbar. Interessant für Verlage und Autoren wäre allerdings eine Statistik darüber, wie hoch der Anteil der heruntergeladenen gratis eBooks gegenüber den heruntergeladenen kostenpflichtigen eBooks ist.  Und (insbesondere mit Hinblick auf die von einigen US-amerikanischen Großverlage durch die Hintertür eingeführte eBook-Preisbindung durchs <a href="http://bewegliche-lettern.de/2010/02/konflikt-um-ebook-preise-amazon-nimmt-macmillan-aus-dem-programm/" target="_blank">Agency-Modell</a>) eine Aussage über den Durchschnittspreis der gekauften eBook-Apps.</p>
<p>Mehr Details im TechCrunch-<a href="http://techcrunch.com/2010/02/12/app-store-numbers-books-ipad/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+Techcrunch+%28TechCrunch%29" target="_blank">Bericht</a>. (Die Analyse, auf den sich dieser Bericht bezieht, habe ich bei Distimo leider nicht im Original finden können.)</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>CoverSpy deckt Leseverhalten von Großstadtmenschen auf</title>
		<link>http://bewegliche-lettern.de/2010/02/coverspy-deckt-leseverhalten-von-grossstadtmenschen-auf/</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Feb 2010 16:30:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienwandel]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[eReader]]></category>
		<category><![CDATA[Trivialliteratur]]></category>
		<category><![CDATA[twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Allenthalben wird in der Digitalisierung eine Gefahr für die Privatsphäre gesehen. Doch eine Initative des New Yorker Literaturmagazins Slice macht nun deutlich: Die zunehmende Ausbreitung von eReadern bedroht nicht die Intimsphäre der Leser, sondern den Voyeurismus des gemeinen U-Bahnpassagiers. Auf der Website CoverSpy und dem angeschlossenen Twitter-Account spähen Slice-Mitarbeiter systematisch die Lesegewohnheiten argloser New Yorker [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Allenthalben wird in der Digitalisierung eine Gefahr für die Privatsphäre gesehen. Doch eine Initative des New Yorker Literaturmagazins <a href="http://www.slicemagazine.org/" target="_blank"><em>Slice</em></a> macht nun deutlich: Die zunehmende Ausbreitung von eReadern bedroht nicht die Intimsphäre der Leser, sondern den Voyeurismus des gemeinen U-Bahnpassagiers. Auf der Website <a href="http://coverspy.tumblr.com/" target="_blank">CoverSpy</a> und dem angeschlossenen <a href="http://twitter.com/coverspy" target="_blank">Twitter-Account</a> spähen Slice-Mitarbeiter systematisch die Lesegewohnheiten argloser New Yorker in der U-Bahn aus. <span id="more-710"></span></p>
<p>Wenig ist verräterischer als das Cover des Buches, das ein Mensch in der Öffentlichkeit liest. Der Steppenwolf: &#8220;Pubertät hält an&#8221;, Molloy: &#8220;interessant mit Hang zum Poser&#8221;, Die Säulen der Erde: &#8220;nennt sich selbst Leseratte, stolz, keine Angst vor dicken Büchern zu haben&#8221;,  Warum Männer nicht zuhören und Frauen&#8230;: &#8220;zu lange in einer Beziehung, unleidlich&#8221;, Scarlett: &#8220;Eieiei&#8221;. Die Botschaft, die der Lesestoff über den öffentlichen Leser mitteilt, schwankt zwischen bewusstem Statement und naiv zugelassenem Einblick mit Tiefenwirkung. Das Cover des in der Öffentlichkeit aufgeschlagenen Buches ist halb Statussymbol, halb entschlüpftes Bekenntnis. Die Reaktion der Umwelt liegt entsprechend den eigenen Vorlieben zwischen Fremdscham und Annäherungsversuch.</p>
<p>Mit dem Aufkommen von eReadern fürchten die Cover Spies um diese indiskreten und reizvollen Einblicke ins Wesen ihrer Mitmenschen: Die einförmige, opake Rückseite der digitalen Lesegeräte lässt nicht mehr ahnen, in welche Leselandschaften die Augen des Passagiers gegenüber versunken sind. Um auf diese Gefahr aufmerksam zu machen, twittern die urbanen Agenten nun, was die Passagiere und Passanten lesen, und fügen noch einige Details über Kleidung und Habitus der Zielperson hinzu. Das sieht dann etwa so aus:</p>
<blockquote><p>East of Eden, John Steinbeck (M, 20s, curly hair/Dave Eggers look alike, Q train at 55th St.) <a rel="http://bit.ly/plugins/iframe?hashUrl=http%3A%2F%2Fbit.ly%2F9MfIZr" href="http://bit.ly/9MfIZr" target="_blank">http://bit.ly/9MfIZr</a> <a title="#coverspy" href="http://twitter.com/search?q=%23coverspy">#coverspy</a></p>
<p>Extremely Loud and Incredibly Close, Jonathan Safran Foer (F, 20s, shiny black headband, F train) <a rel="http://bit.ly/plugins/iframe?hashUrl=http%3A%2F%2Fbit.ly%2FcygAhH" href="http://bit.ly/cygAhH" target="_blank">http://bit.ly/cygAhH</a> <a title="#coverspy" href="http://twitter.com/search?q=%23coverspy">#coverspy</a></p></blockquote>
<p>Auf diese Weise wollen die Betreiber von CoverSpy ein wenig der flüchtigen Intimität unter anonymen Passanten bewahren. In der Ausbreitung der eReader liegt für sie kein Fortschritt, sondern soziale Kälte. Cnet <a href="http://news.cnet.com/8301-13577_3-10449950-36.html" target="_blank">zitiert</a> die CoverSpy-Gründerin Amy Sly wie folgt:</p>
<blockquote><p>&#8220;We were lamenting the prevalence of e-readers spotted on our train rides and what a bleak commute it would be if all of the book covers were replaced with blank e-reader covers,&#8221; Sly said of the project&#8217;s beginnings last October. &#8220;For one thing, it&#8217;s always been fun to see what everyone&#8217;s reading around you&#8211;and it&#8217;s especially interesting how they&#8217;re not always the books that are making headlines at the moment. And also because we each had a story about a time a conversation started with someone we didn&#8217;t know because of the books we were holding in our hands.&#8221;</p></blockquote>
<p>CoverSpy will seinen Dienst zukünftig auf weitere Städte ausdehnen. Sind wir dann hier noch sicher? Wir raten zu Desinformation: So ein Molloy-Umschlag passt auch trefflich auf manche mindere Ware. Die Dinger heißen nicht umsonst Schutzumschlag.</p>
<p>(via <a href="http://www.teleread.org/2010/02/09/coverspy-tweets-what-new-yorkers-read-on-the-train/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+teleread%2FKHnj+%28TeleRead%3A+Bring+the+E-Books+Home%29" target="_blank">Teleread</a>, <a href="http://news.cnet.com/8301-13577_3-10449950-36.html" target="_blank">cnet</a>)</p>
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		<title>Konflikt um eBook-Preise: Amazon nimmt Macmillan aus dem Programm [Update: Amazon macht Rückzieher]</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 06:40:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Amazon]]></category>
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		<category><![CDATA[Pricing]]></category>
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		<description><![CDATA[Noch vor wenigen Tagen nannte der Chef des zur Holtzbrinck-Gruppe gehörenden US-amerikanischen Verlagsriesen Macmillan eBook-Piraterie als größte Herausforderung für Verleger elektronischer Bücher. Seit vergangenem Freitag müsste er wohl eine andere Antwort geben. Die Umsatzeinbußen, die sein Konzern, zu dem Verlagslabels wie Farrar, Straus &#38; Giroux, Picador und Henry Holt gehören, seitdem zu erleiden hat, dürften [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Noch vor wenigen Tagen <a href="http://www.teleread.org/2010/01/26/brian-napack-president-of-macmillan-digital-book-piracy/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+teleread%2FKHnj+%28TeleRead%3A+Bring+the+E-Books+Home%29">nannte</a> der Chef des zur Holtzbrinck-Gruppe gehörenden US-amerikanischen Verlagsriesen Macmillan eBook-Piraterie als größte Herausforderung für Verleger elektronischer Bücher. Seit vergangenem Freitag müsste er wohl eine andere Antwort geben. Die Umsatzeinbußen, die sein Konzern, zu dem Verlagslabels wie Farrar, Straus &amp; Giroux, Picador und Henry Holt gehören, seitdem zu erleiden hat, dürften die Verluste durch die illegale Verbreitung von eBooks um einiges übertreffen. Denn am späten Freitagabend verschwanden auf einen Schlag alle Publikationen aus dem Hause Macmillan aus dem Angebot des Online-Handelsriesen Amazon.com. Zwar können diese Titel über Amazon noch bei Drittanbietern bestellt werden. Amazon selbst verkauft jedoch derzeit keine Macmillan-Bücher mehr. <span id="more-698"></span></p>
<p>Eine offizielle Stellungnahme dazu gab es bislang von Amazon nicht. Ein <a href="http://www.publishersweekly.com/article/CA6717133.html?rssid=192">offener Brief</a> von Macmillan-CEO John Sargent bestätigt im wesentlichen die <a href="http://bits.blogs.nytimes.com/2010/01/29/amazon-pulls-macmillan-books-over-e-book-price-disagreement/">Vermutungen</a> der <em>New York Times</em>,<em> </em>dass es sich dabei um eine Art Strafaktion von Amazon.com gegen den Verlagskonzern handelt. Seit einiger Zeit liefert sich der Online-Händler Amazon eine Auseinandersetzung über die Preisgestaltung und den Erscheinungstermin von eBooks. Amazon hat mit seinem eBook-Lesegerät Kindle den US-Markt für digitale Bücher fest im Griff und bietet eBooks zum Preis von $9,99 an. Macmillan drängt, wie andere Verlage auch, auf höhere Preise und will ansonsten die Veröffentlichung elektronischer Ausgaben seiner Bücher systematisch verzögern, um das Geschäft mit den höherpreisigen gebundenen Ausgaben zu schützen.</p>
<p>Anlass für die Eskalation des schwelenden Konflikts ist offensichtlich das Auftreten eines neuen großen Players auf der Bühne des digitalen Buchhandels. Apple hat angekündigt, in seinen Mitte letzter Woche vorgestellten tragbaren Kleincomputer iPad auch einen digitalen Bücherladen integrieren. Damit wird Apple zum direkten Konkurrenten von Amazon und dessen Lesegerät Kindle. Macmillan gehört – wie weitere vier der insgesamt sechs Riesen der Verlagsbranche – von Anfang an zu den Kooperationspartnern des Computerherstellers aus Cupertino. Der Preis für eBooks soll bei der iBooks genannten Buchhandelssoftware des iPad mit ungefähr $15 deutlich über dem Amazon-Preis liegen.</p>
<p>Vor allem sollen die eBook-Geschäfte mit Apple aber nach einem grundlegend anderen Muster stattfinden als die Geschäfte mit Amazon: Während Amazon den Verlagen gegenüber als Großhändler auftritt, der die Verbraucherpreise selbst bestimmt, soll Apple eher als eine Art Verkaufsagentur auftreten, die die Bücher gegen eine Kommission an den Endverbraucher bringt. Bei diesem Modell bleibt die Preisgestaltung ganz in der Hand der Verlage. Dabei will Macmillan die digitalen Ausgaben über das Agenturmodell ausdrücklich zeitgleich mit der gedruckten Ausgabe anbieten. Amazon hingegen würde die Bücher unter dem Großhandelsmodell erst mit wesentlicher Verzögerung verkaufen dürfen – sofern es sich nicht ebenfalls dem Agenturmodell anschließt und damit die Hoheit über die Preise den Verlagen überlässt.</p>
<p>Um es kurz zu fassen: Macmillan hat für Amazons Geschmack offenbar etwas zu heftig mit Apple geflirtet. Und wird dafür eisern abgestraft. Der Konflikt findet also nur vordergründig zwischen Macmillan und Amazon statt, im Hintergrund steht die Rivalität von Amazon und Apple. In der ersten Runde dieser Auseinandersetzung sieht es so aus, als wollten die Kontrahenten ihren Kampf ohne wattierte Handschuhe austragen. Auch wenn Amazon derzeit noch nicht sein ganzes Gewicht in die Schläge legt (auf der kanadischen, britischen und deutschen Seite von Amazon kann man Macmillan-Bücher nach wie vor kaufen), weiß der Handelsriese doch, welche Treffer am meisten schmerzen: So boykottiert er nicht nur eBooks, sondern auch sämtliche Printausgaben von Macmillan. Die Botschaft an die Verlagsbranche ist eindeutig: Auch wenn es jetzt einen Handelspartner für eBooks gibt, der euch besser gefällt, vergesst nicht, dass wir gute Freunde bleiben sollten, wenn ihr eure Druckwerke weiterhin bei uns verkaufen wollt.</p>
<p>Apple hat sich bisher nicht sichtbar in diesen Konflikt eingemischt. Ein natürlicher Verbündeter für Verlagshäuser ist auch der Hardwaregigant aus dem Silicon Valley aber keineswegs. Apple hat seinerseits letzte Woche gegenüber einem Großverlag schon einmal die Muskeln spielen lassen. Der gewichtige US-Lehrmittelverlag McGraw-Hill, <a href="http://venturebeat.com/2010/01/27/mcgraw-ipad/">fiel</a> offenbar in letzter Minute aus der Reihe der Verlage heraus, die Steve Jobs bei der Produktpräsentation des iPad als Kooperationspartner nannte. McGraw-Hill Verleger Harold McGraw III hatte einen Tag vor dem mit großem Bohei vorbereiteten iPad-Launch Details über das bis dahin hoch geheime Gerät ausgeplaudert und dadurch offenbar den Zorn von Apple auf sich gezogen. Ob der Verlag lediglich in der Präsentation aussetzen musste oder gar ganz von der Kooperation mit Apple ausgeschlossen wird, ist noch unklar.</p>
<p>Auch wenn sich die Verlagshäuser darüber freuen mögen, dass der beargwöhnten Marktgroßmacht Amazon zumindest im eBook-Geschäft mit Apple eine marktkorrigierende Konkurrenz erwächst, wird man sehen, ob selbst die größten Konzerne der Verlagsbranche mit Apple oder Amazon auf Augenhöhe verhandeln können. Zumindest können sie sich jetzt aussuchen, von welcher Seite sie Knüffe beziehen wollen. Man wird sich in Verlagskreisen wohl bald nostalgisch an die Zeiten erinnern, da eBook-Piraten noch als größte Gefahr galten. Die ersten Leidtragenden sind jedoch Leser und Autoren – den einen wird es schwer gemacht, die gewünschten Bücher zu kaufen, die anderen ärgern sich darüber, dass ausbleibende Buchverkäufe auch ausbleibende Honorareinnahmen bedeuten. Wie Macmillan-Autorin Cherie Priest <a href="http://digitalbookworld.com/2010/more-reactions-to-the-amazonmacmillan-battle/">zusammenfasst</a>: &#8220;My reaction to this is pretty straightforward: I think it’s dumb and it sucks.&#8221;</p>
<p><strong>Update</strong> 01.02., 07:45h: Amazon hat mit einer in einer offiziellen <a href="http://www.amazon.com/tag/kindle/forum/ref=cm_cd_fp_ef_tft_tp?_encoding=UTF8&amp;cdForum=Fx1D7SY3BVSESG&amp;cdThread=Tx2MEGQWTNGIMHV" target="_blank">Mitteilung </a>an seine Kunden einen Rückzieher gemacht und kündigt an, auf Macmillans Forderung einzugehen:</p>
<blockquote><p>&#8220;We want you to know that ultimately, however, we will have to capitulate and accept Macmillan&#8217;s terms because Macmillan has a monopoly over their own titles, and we will want to offer them to you even at prices we believe are needlessly high for e-books. Amazon customers will at that point decide for themselves whether they believe it&#8217;s reasonable to pay $14.99 for a bestselling e-book.&#8221;</p></blockquote>
<p>Für Macmillan und andere Verlage ist es nicht ungefährlich, dass Amazon den Ball an die Verbraucher weitergibt. Unter diesen gibt es, wie GalleyCat am Sonnabend <a href="http://www.mediabistro.com/galleycat/bookselling/amazon_customers_continue_to_boycott_kindle_books_priced_higher_than_999_150530.asp" target="_blank">berichtete</a>, bereits eine Front gegen die Preiswünsche der Verlage.</p>
<p>Mit seiner Stellungnahme ruft Amazon die Verbraucher nicht explizit zum Boykott auf (was unter US-Recht strafbar wäre). Die Tendenz ist aber unmissverständlich. Es wird spannend, ob sich der Konflikt zwischen Amazon und den Verlagen nun als Konflikt zwischen eBook-Käufern und Verlagen fortsetzen wird. Die Befürchtung, dass Piraterie die größte Bedrohung für Verleger digitaler Bücher darstellt, könnte sich doch noch als hochaktuell erweisen: Dann nämlich, wenn sich die Buchkäufer in Scharen der Piraterie zuwenden, um die Verlage für eine in ihren Augen ungerechte Preisgestaltung zu strafen.</p>
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		<title>Verlage begrüßen iPad, iBooks, iDRM</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Jan 2010 05:03:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Amazon]]></category>
		<category><![CDATA[Apple]]></category>
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		<description><![CDATA[Apples in der vergangenen Woche vorgestellter Tabletcomputer iPad präsentiert sich auch als Alternative zu gängigen eInk Lesegeräten wie dem Sony Reader, dem txtr-Reader und Amazons Kindle. Mit iBooks verfügt Apples Gerät über eine eingebaute eBook-Lese- und Verwaltungssoftware und einen Online-Buchladen. In ersten Reaktionen begrüßen Verleger und der Börsenverein das Gerät enthusiastisch. Doch im Unterschied zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Apples in der vergangenen Woche vorgestellter Tabletcomputer iPad präsentiert sich auch als Alternative zu gängigen eInk Lesegeräten wie dem Sony Reader, dem txtr-Reader und Amazons Kindle. Mit iBooks verfügt Apples Gerät über eine eingebaute eBook-Lese- und Verwaltungssoftware und einen Online-Buchladen. In ersten Reaktionen begrüßen Verleger und der Börsenverein das Gerät enthusiastisch. Doch im Unterschied zu offenen Geräten könnte die geschlossene Plattform des iPad sowohl für Verbraucher wie für Verlage auf lange Sicht unbequem werden. <span id="more-675"></span></p>
<p>Wie das britische Branchenmagazin <em>The Bookseller</em> <a href="http://www.thebookseller.com/news/110947-uk-publishers-hail-the-ibook-moment.html.rss" target="_blank">berichtet</a>, waren die Reaktionen von Verlegern auf das iPad geradezu überschwänglich:</p>
<blockquote><p>&#8220;Publishers have welcomed the launch of Apple&#8217;s iPad as an »important step« in the transition towards digital books, with one branding it »the most significant development yet«. Dan Franklin, digital editor at Canongate, said: »I sat there and thought &#8216;this is what we&#8217;ve been waiting for&#8217;.« John Makinson, chief executive at Penguin, said the announcement represented &#8220;an important step in the development of a digital audience for books«.&#8221;</p></blockquote>
<p>Für die &#8211; vorerst nur in den USA <a href="http://mashable.com/2010/01/28/no-ibooks-for-you/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+Mashable+%28Mashable%29" target="_blank">verfügbare</a> &#8211; eBook-Software des Geräts arbeitet Apple mit fünf Branchenriesen zusammen: Von den Big Six fehlt bei iBooks allein Random House.  Hachette, Penguin, Simon &amp; Schuster, Macmillan und HarperCollins sind mit im Boot. Weitere Verlage werden mit großer Sicherheit folgen. Der Enthusiasmus der Verleger beruht vor allem darauf, dass sie durch die hohe Attraktivität des Gerätes einen Zuwachs von potenziellen eBook-Käufern erwarten.</p>
<p>Entsprechend äußerte sich auch der Börsenverein des Deutschen Buchhandels in einer <a href="http://www.buchmarkt.de/content/41275-e-books.htm" target="_blank">Pressemitteilung</a>. Man sei &#8220;davon überzeugt, dass das E-Book die Lesekultur fördert und das Prinzip Buch auch bei neuen Leserschichten populär macht.  &#8221; Gleichwohl betont der Börsenverein, &#8220;dass keine künstlichen Barrieren durch geschlossene Shopsysteme&#8221; geschaffen werden dürften: &#8220;Nur der Wettbewerb vieler Verlage und Handelspartner sichert die kulturelle Vielfalt des Buchmarkts&#8221;. iBooks  erwähnt der Börsenverein in seinem Statement konsequenterweise mit keiner Silbe und verweist stattdessen auf die bisher weitgehend erfolglose Eigenentwicklung libreka.</p>
<p>Tatsächlich sind die Bedenken des Börsenvereins gegen &#8220;geschlossene Shopsysteme&#8221; nicht von der Hand zu weisen. Zwar setzt Apple anders als Amazon nicht auf ein proprietäres Ebookformat, sondern auf das offene epub-Format. Und offensichtlich soll die Apple-eigene iBook-App zumindest nicht vom Start weg Konkurrenzapps ausschließen: Wie aus einer <a href="http://blog.txtr.com/?p=417" target="_blank">Pressemitteilung</a> des Berliner eReader- und eBook-Plattform-Anbieters txtr hervorgeht, wird es auch Apps anderer Ebook-Anbieter geben: txtr hat zumindest angekündigt, dass es eine txtr-App auf dem iPad geben wird. Diese würde von Anfang an auch deutschsprachige Bücher auf Apples Tablet verfügbar machen. Man wird freilich abwarten müssen, ob Apple auf lange Sicht das Angebot solcher Konkurrenz-Apps einschränken wird. Denn als alleiniger Torwächter kann Apple darüber bestimmen, welche Apps auf dem iPad laufen dürfen.</p>
<p>Die wirklich spannende &#8211; und auch für Buch- und Presseverlage höchst relevante &#8211; Neuerung des iPad besteht meiner Ansicht nach darin, dass es das bisher auf den mobilen Bereich beschränkte App-Modell auf ein Gerät ausweitet, das vom Anspruch her einem Netbook zumindest nahesteht. Zwar erlaubt das iPad, wie Matthias Schwenk in einem lesenswerten <a href="http://carta.info/22324/apple-ipad-tablet/" target="_blank">Beitrag</a> auf Carta schreibt, neben der Nutzung von Apps gleichzeitig den freien Zugriff ins Web per Browser. Andererseits pusht es das App-Modell.</p>
<p>Von Netbooks und ähnlichen tragbaren Kleincomputern war man bisher gewohnt, dass man einen freien, allein browserabhängigen Zugang zum Web hatte. Apple weitet die App-Kampfzone nun über Smartphones hinaus aus &#8211; und schränkt damit die Freiheit der Nutzer ein. Apps sind zwar in vielerlei Hinsicht nutzerfreundlich, haben es aber auch an sich, den Nutzer zu gängeln: Er kann sich nicht im Netz frei bewegen, sondern nur auf den Schienen, die das App legt. Wenn sich das iPad in dem Maße durchsetzt, wie es Apples Marktmacht und der Erfolg seiner letzten Produktreihen vermuten lässt, werden viele Nutzer sich daran gewöhnen, nicht mehr browsergestützt, sondern App-geführt aufs Internet zuzugreifen.</p>
<p>Das ist für Contentanbieter einerseits begrüßenswert, denn so können sie den Zugang zu ihrem Angebot besser kontrollieren und sich leichter bezahlen lassen. Dies ist der Grund dafür, dass insbesondere Zeitungsverlage an App-Lösungen äußerst interessiert sind: Von ihnen versprechen sie sich eine Möglichkeit, Paid Content durchzusetzen &#8211; was im freien Web im Großen und Ganzen gescheitert ist. Andererseits ist der Torwächter der Torwächter Apple selbst. Denn Apple bestimmt, welche Apps laufen dürfen, welche nicht.</p>
<p>Defective by Design, die Anti-DRM-Plattform der Free Software Foundation, verurteilt unter anderem aus diesem Grund Apples iPad. Anlässlich der Produktpräsentation des iPad machte Defective by Design seinen Bedenken durch <a href="http://arstechnica.com/tech-policy/news/2010/01/protestors-ipad-is-nothing-more-than-a-golden-calf-of-drm.ars" target="_blank">Proteste</a> Luft und sammelt nun <a href="http://www.defectivebydesign.org/ipad" target="_blank">Unterschriften</a> gegen Apples DRM. In einem Rundschreiben fasst Defective by Design die Gefahren der geschlossenen Plattform für Nutzer zusammen:</p>
<blockquote><p>&#8220;This summer we saw the dangers of DRM on ebook readers, when Amazon deleted hundreds of copies of George Orwell&#8217;s 1984 from readers&#8217; computers while they slept. Applying this control to a general purpose computer marketed especially for media distribution is a huge step backward for computing, and a blow to the media revolution that happened when the web let bloggers reach millions <em>without</em> asking for permission. DRM and forced updates will give Apple and their corporate partners the power to disable features, restrict competition, censor news, and even delete books, videos, or news stories from users&#8217; computers while they sleep&#8211; using the device&#8217;s »always on« network connection. Apple can say they will not abuse this power, but their record of App Store rejections gives us no reason to trust them. The Apple Tablet&#8217;s unprecedented use of DRM to control all capabilities of a general purpose computer is a dangerous step backward for computing and for media distribution&#8221;.</p></blockquote>
<p>Nicht allein den Verbrauchern drohen Einschränkungen und Übergriffe, sondern auch Apples Kooperationspartnern aus der Medienbranche. Selbst die Branchenriesen riskieren bei einer Zusammenarbeit mit Apple, in Abhängigkeit von einem Partner zu geraten, der zu einer ganz anderen Gewichtsklasse gehört.</p>
<p>Apple hat bereits die Muskeln spielen lassen, indem es den Verlag McGraw Hill &#8211; wahrlich kein Zwerg in der Branche &#8211; bei seiner Präsentation aus der Reihe der mit iBooks kooperierenden Verlage <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2010/01/28/steve-jobs-saegt-verleger-ab-nachdem-dieser-ipad-plaene-ausgeplaudert-hatte/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+basicthinking%2Fdoho+%28Basic+Thinking+Blog%29" target="_blank">rausschmiss</a> (ob dies auch einen Ausschluss aus dem Kooperationsprogramm selbst bedeutet, ist noch unklar). Dessen Verleger Harold McGraw III hatte einen Tag vor dem iPad-Launch ausgeplaudert, dass man mit Apple über eine Zusammenarbeit im eBook-Bereich spreche. Und wer wann was reden darf, bestimmt schließlich Apple.</p>
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		<title>Lesenswert: Interview über Google Editions in Deutschland</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Jan 2010 11:15:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lesenswert]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Google Editions]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Börsenblatt hat zwischen den Jahren ein lesenswertes Interview mit der Google Book Search-Managerin Annabella Weisl geführt. Darin kündigt Weisl an, dass es in Kürze auch deutschen Verlagen möglich sein wird, einen Vertrag zur Teilnahme an Google Editions zu unterzeichnen. Erhellende Einzelheiten enthält das Interview insbesondere über das Cloud-Modell. Im Gegensatz zu anderen eBook-Anbietern, wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Börsenblatt hat zwischen den Jahren ein lesenswertes <a href="http://www.boersenblatt.net/351268/" target="_blank">Interview</a> mit der Google Book Search-Managerin Annabella Weisl geführt. Darin kündigt Weisl an, dass es in Kürze auch deutschen Verlagen möglich sein wird, einen Vertrag zur Teilnahme an Google Editions zu unterzeichnen. Erhellende Einzelheiten enthält das Interview insbesondere über das Cloud-Modell. <span id="more-665"></span></p>
<p>Im Gegensatz zu anderen eBook-Anbietern, wie etwa libreka, sollen in Google Editions <a href="http://bewegliche-lettern.de/2009/12/google-editions-erste-offizielle-informationen/" target="_blank">wie berichtet</a> nicht Buchdateien zum Download, sondern lediglich die Möglichkeit zum Zugriff auf die jeweilige Buchdatei auf Googles Servern verkauft werden. Im Google-Editions <a href="https://books.google.com/partner/online-ge-terms" target="_blank">Vertrag</a> (englischsprachige Version) ist allerdings dennoch auch von &#8220;Download of Purchased Content&#8221; die Rede. Dies führte zu einiger Verwirrung, ob Google-Editions ein &#8216;reines&#8217; Cloud-Angebot ist oder doch einen Filedownload ermöglicht.</p>
<p>Weisl spricht nun davon, dass dem &#8216;Käufer&#8217; neben dem Cloud-Zugriff auch ein pdf-Dokument als &#8216;Sicherheitskopie&#8221; zur Verfügung gestellt werden soll:</p>
<blockquote><p>&#8220;Der Nutzer bekommt ein PDF des Buches als Sicherheitskopie, falls der Verlag möchte, DRM-geschützt. Die Sicherheitskopie kann der Käufer lokal auf seinem Rechner speichern.&#8221;</p></blockquote>
<p>Der Download bezieht sich demnach auf diese Backup-Kopie im pdf-Format. Der Cloud-Zugriff soll den Download also nicht komplett ersetzen. Google will den Käufern glichzeitig die Sicherheit eines &#8216;besitzbaren&#8217; (wenn auch je nach Verlagswunsch DRM-geschützten) eBook-Dokuments bieten und mit den spezifischen Vorteilen des Cloud-Ansatzes überzeugen: Formatunabhängiger Zugriff zu jeder Zeit von einem beliebigen Endgerät aus. Der Vorteil, der sich für Google aus dem Cloud-Gedanken ergibt, dürfte vor allem in der engeren Bindung an den Kunden bestehen, der auch während des Lesens auf Google angewiesen bleibt.</p>
<p>Auch über die Buchpreisbindung (die Google Editions respektieren will) und die Einbindung von Händlern in das Vertriebsmodell spricht Weisl in dem zur Gänze lesenswerten <a href="http://www.boersenblatt.net/351268/" target="_blank">Interview</a>.</p>
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