Kategorie: Urheberrecht


Lesenswert: Güntner über Wylies “Odyssey Editions”

9. August 2010 — 00:16

In der NZZ vom Wochenende schreibt Joachim Güntner über Andrew Wylies wundersame Wandlung vom Literaturagenten zum Verleger. Unter dem Namen “Odyssey Editions” bietet Wylie bekanntlich Backlist-Titel von namhaften Autoren, die er unter Vertrag hat, selbst als E-Books an. Continue reading »

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Neue Front gegen Google Books: Fotografenverbände reichen Klage ein

8. April 2010 — 12:08

Googles großangelegtes Buchscan-Projekt Google Books sieht sich mit einer neuen Klage konfrontiert. Drei Jahre nach US-amerikanischen Verleger- und Autorenverbänden hat nun, wie Mashable berichtet auch ein amerikanischer Fotografenverband eine Sammelklage gegen den Internetkonzern angekündigt. Continue reading »

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Studie: Loi Hadopi kann Piraten nicht stoppen

14. März 2010 — 19:01

Im vergangenen September wurde in Frankreich das Netzsperren-Gesetz Loi Hadopi eingeführt. Erklärtes Ziel war, Verstöße gegen das Urheberrecht durch illegale Downloads mittels drakonischer Maßnahmen einzudämmen: Nach drei Vorwarnungen müssen renitente Wiederholungstäter damit rechnen, dass ihnen die Internetverbindung gekappt wird. Eine nun von der Universität Rennes, der technischen Hochschule Télécom Bretagne und dem Forschungsnetzwerk Marsouin vorgelegte Studie (pdf) belegt, dass die sogenannte “Three-Strikes”-Regelung ihr Ziel verfehlt: Statt den unautorisierten Download einzuschränken, scheint sie lediglich dazu zu führen, dass die Piraten auf andere, nicht vom Gesetz abgedeckte Quellen ausweichen. Continue reading »

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De Gruyter digitalisiert Backlist auf Zuruf

7. März 2010 — 17:13

Der traditionsreiche Wissenschaftsverlag De Gruyter hat am vergangenen Freitag angekündigt, seine gesamte Backlist zu digitalisieren. Von jedem beliebigen Titel der rund 60.000 Einträge umfassenden und bis ins Jahr 1749 zurückreichenden Backlist soll auf Zuruf ein eBook im PDF-Format oder ein gebundenes Buch im Print-on-Demand-Verfahren erstellt werden. De Gruyter verspricht, das fertige Produkt innerhalb von “maximal 10 Wochen” nach Eingang der Bestellung liefern zu können. Diesen interessanten Ansatz einer Retrodigitalisierung nach Bestellung nennt De Gruyter “eBook on Demand”. So spannend und richtungsweisend die unter dem Label “De Gruyter e-dition” firmierende Initiative ist, wirft sie ein paar Fragen auf. Continue reading »

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Lesenswert: “Was kauft man, wenn man ein eBook kauft?”

5. März 2010 — 11:49

Auf iRights.info setzt sich der Urheberrechts-Journalist Ilja Braun kundig und umfassend mit der Frage auseinander, was man eigentlich kauft, wenn man ein eBook kauft. Darf der Verkäufer es nach dem Kauf zurückziehen (wie dies Amazon ausgerechnet mit einigen eBooks von George Orwell getan hat)? Darf man eBooks für den privaten Gebrauch kopieren? Darf man sie weiterverkaufen? Was, wenn die AGBs des eBook-Anbieters nicht im Einklang mit der Gesetzeslage sind? Continue reading »

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Verlage begrüßen iPad, iBooks, iDRM

30. Januar 2010 — 06:03

Apples in der vergangenen Woche vorgestellter Tabletcomputer iPad präsentiert sich auch als Alternative zu gängigen eInk Lesegeräten wie dem Sony Reader, dem txtr-Reader und Amazons Kindle. Mit iBooks verfügt Apples Gerät über eine eingebaute eBook-Lese- und Verwaltungssoftware und einen Online-Buchladen. In ersten Reaktionen begrüßen Verleger und der Börsenverein das Gerät enthusiastisch. Doch im Unterschied zu offenen Geräten könnte die geschlossene Plattform des iPad sowohl für Verbraucher wie für Verlage auf lange Sicht unbequem werden. Continue reading »

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Nachgerechnet: Das “Jahrhundertprojekt” Deutsche Digitale Bibliothek

8. Dezember 2009 — 01:05

Als “Jahrhundertprojekt” hat der Staatsminister für Kultur und Medien Bernd Neumann die vor wenigen Tagen avisierte “Deutsche Digitale Bibliothek” (DDB) bezeichnet. Wer nachrechnet, stellt fest: Der Mann hat Recht. Schade, dass wir in hundert Jahren nicht mehr leben werden, um die DDB in Vollendung zu sehen. Continue reading »

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Das Wissen des Papierzeitalters

13. Oktober 2009 — 10:16

Ein Lesehinweis in eigener Sache: In The European erscheint heute ein Gastbeitrag von mir, in dem ich vorschlage, über eine Schrankenreglung im Urheberrecht nachzudenken, die es generell ermöglicht, vergriffene literarische Werke zu digitalisieren, um sie von Suchmaschinen erfassen zu lassen. Continue reading »

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Kindle 1984: Amazon einigt sich mit Klägern, will brav sein

1. Oktober 2009 — 23:30

Mit einer außergerichtlichen Einigung geht Amazon nach einer umstrittenen eBook-Löschaktion einer drohenden Sammelklage aus dem Weg, wie der Technologieblog Techflash berichtet. Im Juli hatte Amazon ohne vorherige Warnung per Mobilfunkzugang eBooks von allen im Umlauf befindlichen Kindle-Readern gelöscht. Dagegen hatten Kindle-Nutzer Klage eingereicht, die den Status einer Sammelklage anstrebte. In der nun vorgelegten Einigung, der das Gericht noch zustimmen muss, verpflichtet sich Amazon juristisch, zukünftig auf ähnliche Löschaktionen zu verzichten. Continue reading »

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Lawrence Lessig über das Google Book Settlement

12. August 2009 — 11:55

In einem Vortrag für das Berkman Center for Internet & Society der Harvard University hat Lawrence Lessig davor gewarnt, dass das Google Book Settlement den Zugang zu Literatur kurzfristig zwar erleichtern, langfristig jedoch erschweren wird. Lessig sprach davon, dass sich die “Ökologie des Werkzugangs” (“ecology of access”) durch die Regelung grundsätzlich zu verschieben droht. Continue reading »

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Lesenswert: Ilja Braun über das Google Book Settlement

30. Juli 2009 — 10:42

Das Google Book Settlement privilegiert Nutzer und Verlage in den USA, schreibt Ilja Braun heute im Perlentaucher. Durch IP-Blocking wird Google sicherstellen, dass nur von amerikanischen IP-Adressen aus auf die vom Book Settlement betroffenen Bücher zugegriffen werden kann. Wer außerhalb der USA vor dem Computer sitzt, wird auf die von Google eingescannten Bücher nicht zugreifen können. Continue reading »

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Kindle 1984: Jeff Bezos sagt Sorry, lässt alle Fragen offen.

23. Juli 2009 — 23:50

Amazon-CEO Jeff Bezos hat sich in einem Post auf der Kindle-Community-Plattform dafür entschuldigt, dass Amazon vergangene Woche zentral per Mobilfunkanbindung (“Whispernet”) zwei E-Books von allen im Umlauf befindlichen Kindle-Geräten gelöscht hat. Amazons Vorgehen war weithin kritisiert worden, da es augenscheinlich im Widerspruch zu den Amazon-eigenen Nutzungsbedingungen des Kindle stand und die Kindle-Nutzer vor vollendete Tatsachen stellte. Continue reading »

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Kindle 1984: Amazon löscht Orwell

19. Juli 2009 — 06:39

Einer der größten Vorteile von Amazons E-Reader Kindle ist die Möglichkeit, über ein kostenlos zur Verfügung gestelltes Mobilfunknetz elektronische Bücher von der Onlineplattform des Buchhändlers herunterladen zu können. Mit dem Drücken einer Taste (gefolgt von der entsprechenden Belastung der Kreditkarte) ist jedes verfügbare E-Book binnen 60 Sekunden auf dem Lesegerät. Damit es wieder verschwindet, muss man dagegen keine Taste drücken. Continue reading »

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Roland Reuß: Open Access und die “Straftat gigantischen Ausmaßes”

16. Juli 2009 — 23:58

Roland Reuß hat den Mut, seine Angst öffentlich zu gestehen. Auf seinem Eröffnungsvortrag zur Tagung “Autorschaft als Werkherrschaft in digitaler Zeit, die gestern in Frankfurt stattfand, machte er deutlich, wie sehr ihm davor graut, dass seine Werke durch Open Access im Internet den Barbaren anheimfallen könnten. Continue reading »

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Lesenswert: Legalize it – Klaus Wrede will Filesharer nicht verknacken

8. Juli 2009 — 11:59

Wie erfrischend, in der deutschen Branchenpresse eine innovationsfreudige Meinung zu lesen! Filesharer sollen nicht verfolgt werden, fordert Klaus Wrede im Börsenblatt – der juristische Kampf gegen die ungeregelte Verbreitung sei eh “aussichtslos”. Und widerspreche letztlich der Kernaufgabe des Verlegens. Continue reading »

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