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	<title>bewegliche lettern&#187; Unternehmen Archiv  &#8211; bewegliche lettern</title>
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	<description>medienwandel in gutenbergs welt</description>
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		<title>Tynt.com macht Copy&amp;Paste nachverfolgbar</title>
		<link>http://bewegliche-lettern.de/2010/04/tynt-com-macht-copypaste-nachverfolgbar/</link>
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		<pubDate>Sun, 18 Apr 2010 12:50:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsschutzrecht]]></category>
		<category><![CDATA[tynt]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei TechCrunch lese ich gerade von einem Service, der unter Content&#173;anbietern, die sich von Copy&#38;Paste bedroht f&#252;hlen, auf Interesse sto&#223;en wird. Tynt.com f&#252;gt jeder Passage, die aus einem Webcontent entnommen wird, einen individuellen, nachverfolgbaren Link hinzu. Wie dies im einzelnen aussieht, l&#228;sst sich anhand des TechCrunch-Textes &#252;ber Tynt demonstrieren. Bisher h&#228;tte man mit Copy&#38;Paste das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei <a href="http://techcrunch.com/2010/04/16/tynt-gets-8-million-for-ctrl-c-action/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+Techcrunch+%28TechCrunch%29" target="_blank">TechCrunch</a> lese ich gerade von einem Service, der unter Content&shy;anbietern, die sich von Copy&amp;Paste bedroht f&#252;hlen, auf Interesse sto&#223;en wird. <a href="http://www.tynt.com/" target="_blank">Tynt.com</a> f&#252;gt jeder Passage, die aus einem Webcontent entnommen wird, einen individuellen, nachverfolgbaren Link hinzu. <span id="more-809"></span></p>
<p>Wie dies im einzelnen aussieht, l&#228;sst sich anhand des TechCrunch-Textes &#252;ber Tynt demonstrieren. Bisher h&#228;tte man mit Copy&amp;Paste das folgende Zitat &#252;bernehmen k&#246;nnen:</p>
<blockquote><p>Tynt automatically adds a unique, trackable link back to the page in the copied text. [...] Publishers get the benefit of analytics on how much copying is being done, and they get the benefit of the link back when that content is shared.</p></blockquote>
<p>Nun, da TechCrunch selbst Tynt verwendet, sieht dieselbe Passage so aus:</p>
<blockquote><p>Tynt automatically adds a unique, trackable link back to the page in the copied text. [...] Publishers get the benefit of analytics on how much copying is being done, and they get the benefit of the link back when that content is shared.</p>
<p><span style="color: #ffcc00;"><span style="color: #000000;">Read more: </span><a href="http://techcrunch.com/2010/04/16/tynt-gets-8-million-for-ctrl-c-action/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+Techcrunch+%28TechCrunch%29#ixzz0lS7rsSIj" target="_blank">http://techcrunch.com/2010/04/16/tynt-gets-8-million-for-ctrl-c-action/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+Techcrunch+%28TechCrunch%29#ixzz0lS7rsSIj</a></span></p></blockquote>
<p>&#220;ber den individuellen Link kann der Contentanbieter (in diesem Fall TechCrunch) einen &#220;berblick dar&#252;ber bekommen, wie oft die Nutzer Passagen mit Ctrl+C oder dem Kontextmen&#252; kopieren, wie viel Traffic durch das Kopieren von Passagen erzeugt wird. Und nach Angaben von TechCrunch interessanterweise &#8211; obwohl dies f&#252;r den Nutzer nicht unmittelbar ersichtlich ist &#8211; auch dar&#252;ber, welcher Abschnitt genau kopiert wurde.</p>
<p>F&#252;r diejenigen Contentanbieter, die glauben, dass ihnen eigentlich jeder, der einen Link setzt oder etwas herauskopiert (und sei&#8217;s ein Snippet, und sei&#8217;s in einer Email), diesen Link bezahlen soll (Stichwort Leistungsschutzrecht), d&#252;rfte das interessant sein. Und f&#252;r alle, die gaaanz genau kontrollieren wollen, was die Nutzer mit ihren Texten so machen, ebenfalls.</p>
<p>F&#252;r Nutzer kann es nat&#252;rlich etwas nervig sein, wenn man mit Crtl+C mehr bekommt, als man erwartet h&#228;tte &#8211; etwa, wenn man die kopierten W&#246;rter in eine Suchmaschine einf&#252;gen wollte. Wer als Nutzer nicht jedes kopierte Zitat r&#252;ckverfolgen lassen m&#246;chte, kann den Link aber nat&#252;rlich h&#228;ndisch l&#246;schen. Oder ein AddOn wie zum Beispiel <a href="https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/4554" target="_blank">Extended Copy Menu</a> (f&#252;r Firefox) verwenden: Damit werden nicht nur l&#228;stige html-Formatierungen entfernt, sondern auch Tynt-links. Dazu muss man lediglich eine Taste mehr dr&#252;cken: Ctrl+Alt+C statt Crtl+C.</p>
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		<title>Neue Front gegen Google Books: Fotografenverb&#228;nde reichen Klage ein</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Apr 2010 10:08:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Google Book Settlement]]></category>

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		<description><![CDATA[Googles gro&#223;angelegtes Buchscan-Projekt Google Books sieht sich mit einer neuen Klage konfrontiert. Drei Jahre nach US-amerikanischen Verleger- und Autorenverb&#228;nden hat nun, wie Mashable berichtet auch ein amerikanischer Fotografenverband eine Sammelklage gegen den Internetkonzern angek&#252;ndigt. Die American Society of Media Photographers (ASMP) teilte gestern in einer Presseerkl&#228;rung mit, dass sie gemeinsam mit weiteren Fotografenverb&#228;nden eine Class [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Googles gro&#223;angelegtes Buchscan-Projekt <a href="http://books.google.com/googlebooks/library.html">Google Books</a> sieht sich mit einer neuen Klage konfrontiert. Drei Jahre nach US-amerikanischen Verleger- und Autorenverb&#228;nden hat nun, wie <a href="http://mashable.com/2010/04/07/google-books-photographers/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+Mashable+%28Mashable%29" target="_blank">Mashable</a> berichtet auch ein amerikanischer Fotografenverband eine Sammelklage gegen den Internetkonzern angek&#252;ndigt. <span id="more-802"></span></p>
<p>Die American Society of Media Photographers (<a href="http://asmp.org/links/24" target="_blank">ASMP</a>) teilte gestern in einer <a href="http://asmp.org/articles/press-release-10-04-07.html" target="_blank">Presseerkl&#228;rung</a> mit, dass sie gemeinsam mit weiteren Fotografenverb&#228;nden eine Class Action Lawsuit gegen Google eingereicht hat. Ihrer Auffassung nach &#252;bergeht Google beim Abscannen und Online-Ver&#246;ffentlichen von B&#252;chern die Rechte professioneller Fotografen.</p>
<p>Der Erkl&#228;rung der ASMP zufolge reagieren die Verb&#228;nde mit ihrer Klage darauf, dass ihnen gerichtlich verweigert worden sei, sich der bestehenden Sammelklage von Autoren und Verlagen anzuschlie&#223;en (die zu den seit geraumer Zeit andauernden Verhandlungen &#252;ber das <a href="http://bewegliche-lettern.de/tag/google-book-settlement/" target="_blank">Google Book Settlement</a> f&#252;hrte). Im Kern geht es um urheberrechtlich gesch&#252;tzte fotografische Werke, die Teil der von Google eingescannten B&#252;cher sind. Die Klage der Fotografen geht jedoch &#252;ber Googles Bibliotheksprojekt hinaus und bezieht sich auch auf weitere Bilderdienste des Unternehmens aus Mountainview (vermutlich ist die <a href="http://images.google.de/" target="_blank">Google Bildsuche</a> gemeint).</p>
<blockquote><p>&#8220;ASMP and the other trade associations, representing thousands of members, decided to file the class action after the Court denied their request to join the currently pending $125 million class action that had previously been filed primarily on behalf of text authors in connection with the Google Library Project. The new class action goes beyond Google’s Library Project, and includes Google’s other systematic and pervasive infringements of the rights of photographers, illustrators and other visual artists.&#8221;</p></blockquote>
<p>Wenn die Klage vor Gericht akzeptiert wird, ist damit zu rechnen, dass der weiterhin andauernden unendlichen Geschichte &#252;ber das mit Verlagen und Autoren ausgehandelte Book Search Settlement ein Sequel folgen wird.</p>
<p>(via <a href="http://mashable.com/2010/04/07/google-books-photographers/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+Mashable+%28Mashable%29" target="_blank">Mashable</a>)</p>
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		<item>
		<title>De Gruyter digitalisiert Backlist auf Zuruf</title>
		<link>http://bewegliche-lettern.de/2010/03/de-gruyter-digitalisiert-backlist-auf-zuruf/</link>
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		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 16:13:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Digitale Geschäftsmodelle]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[De Gruyter]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftsverlage]]></category>

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		<description><![CDATA[Der traditionsreiche Wissenschaftsverlag De Gruyter hat am vergangenen Freitag angek&#252;ndigt, seine gesamte Backlist zu digitalisieren. Von jedem beliebigen Titel der rund 60.000 Eintr&#228;ge umfassenden und bis ins Jahr 1749 zur&#252;ckreichenden Backlist soll auf Zuruf ein eBook im PDF-Format oder ein gebundenes Buch im Print-on-Demand-Verfahren erstellt werden. De Gruyter verspricht, das fertige Produkt innerhalb von &#8220;maximal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der traditionsreiche Wissenschaftsverlag De Gruyter hat am vergangenen Freitag angek&#252;ndigt, seine gesamte Backlist zu digitalisieren. Von jedem beliebigen Titel der rund 60.000 Eintr&#228;ge umfassenden und bis ins Jahr 1749 zur&#252;ckreichenden Backlist soll auf Zuruf ein eBook im PDF-Format oder ein gebundenes Buch im Print-on-Demand-Verfahren erstellt werden. De Gruyter <a href="http://www.degruyter.de/cont/glob/ebooks.cfm" target="_blank">verspricht</a>, das fertige Produkt innerhalb von &#8220;maximal 10 Wochen&#8221; nach Eingang der Bestellung liefern zu k&#246;nnen. Diesen interessanten Ansatz einer Retrodigitalisierung nach Bestellung nennt De Gruyter &#8220;eBook on Demand&#8221;. So spannend und richtungsweisend die unter dem Label &#8220;<a href="http://www.degruyter.de/cont/glob/ebooks.cfm" target="_blank">De Gruyter e-dition</a>&#8221; firmierende Initiative ist, wirft sie ein paar Fragen auf. <span id="more-747"></span></p>
<p>Die auf Anfrage erstellten eBooks sollen, wie De Gruyter-Verleger Sven Fund in einem lesenswerten <a href="http://www.buchmarkt.de/content/41726-das-sonntagsgespraech.htm" target="_blank">Interview</a> mit Christian von Zittwitz vom Branchenmagazin <em>Buchmarkt</em> ausf&#252;hrt, mit Merkmalen wie &#8220;600 dpi Aufl&#246;sung, mit OCR [Optical Character Recognition] und DOIs [Digital Object Identifiers]&#8221; den Anforderungen wissenschaftlicher Bibliotheken gen&#252;gen.</p>
<p>Mit dem Angebot, Backlisttitel in digitaler Form zu bestellen, wendet sich De Gruyter allerdings auch ausschlie&#223;lich an Bibliotheken als Kunden, w&#228;hrend ein physischer Reprint offenbar auch f&#252;r private Endkunden verf&#252;gbar sein wird. Auf der Internetseite des Verlags hei&#223;t es unmissverst&#228;ndlich, jeder Titel sei &#8220;sowohl elektronisch  (nur f&#252;r Bibliotheken und Institutionen) als auch  als Hardcover Reprint  erh&#228;ltlich&#8221;.</p>
<p>Durch eine Zusammenarbeit mit libreka, der eBook-Verkaufsplattform des B&#246;rsenvereins, werden die auf erstmalige Anfrage von Bibliotheken retrodigitalisierten Titel allerdings auch Endverbrauchern als eBooks zum Kauf zur Verf&#252;gung stehen. Der Grund f&#252;r diese Einschr&#228;nkung des Abnehmerkreises f&#252;r die &#8220;eBooks on Demand&#8221; mag darin liegen, dass De Gruyter durch eine Verkleinerung des Kreises derer, die eine Retrodigitalisierung in Auftrag geben k&#246;nnen, gew&#228;hrleisten m&#246;chte, dass nur so viele Digitalisierungsanfragen eingehen, wie auch bew&#228;ltigt werden k&#246;nnen.</p>
<p>Ein anderer Grund mag mit der Preisgestaltung zusammenh&#228;ngen: Ein den bibliothekarischen Standards gen&#252;gendes eBook ist zweifellos aufwendig in der Herstellung &#8211; gut m&#246;glich, dass deswegen an der erstmaligen Digitalisierung ein Preisetikett h&#228;ngt, das f&#252;r den Verbrauchermarkt schlicht nicht geeignet w&#228;re. Konkrete Details zur Preisgestaltung der einzelnen eBooks oder Neudrucke lassen sich aus den bisherigen Meldungen (etwa im <a href="http://www.boersenblatt.net/372031/" target="_blank">B&#246;rsenblatt</a>) sowie aus der bei Buchreport ver&#246;ffentlichen <a href="http://www.buchreport.de/pressemitteilungen/pressemitteilungen/datum/2010/03/05/de-gruyter-e-dition-erschliesst-die-backlist-des-verlags-von-1749-bis-heute.htm" target="_blank">Pressemitteilung</a> des De Gruyter Verlags selbst nicht entnehmen.</p>
<p>Interessant ist &#252;berdies das Vorgehen des Verlags, wenn es um die urheberrechtliche Frage der Genehmigung einer digitalen Ausgabe durch den Rechteinhaber geht. Den Ausf&#252;hrungen Sven Funds im <em>Buchmarkt </em>zufolge, wird der Verlag nicht in jedem Fall vor der Digitalisierung die Genehmigung des Autors oder seines Rechtsnachfolgers einholen. Die nachfrageabh&#228;ngige Retrodigitalisierung soll offenbar ohne Nachfrage beim Rechteinhaber erfolgen. Die Tatsache, dass die Printversion eines Werkes einst im selben Verlag erschienen ist, reicht De Gruyter offenbar als Grund zur Annahme, dass der Rechteinhaber auch die digitale Version seines Werkes in demselben Verlag ver&#246;ffentlicht sehen m&#246;chte:</p>
<blockquote><p>&#8220;Wir sind &#252;berzeugt, dass unsere Autoren ihre Rechte durch uns, mit denen  sie mal einen Vertrag zu den Print-Rechten eingegangen sind, verwertet  sehen wollen, und nicht durch andere. [...] Und wenn dann Autoren ihre Werke nicht als E-Book publiziert sehen  wollen – was mich sehr &#252;berraschen w&#252;rde -, k&#246;nnen wir den Titel  jederzeit aus dem Katalog l&#246;schen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Das h&#246;rt sich ganz so an, als wolle De Gruyter mit seinen Backlist-Autoren &#228;hnlich verfahren wie Google es mit seinem umstrittenen Digitalisierungsprogramm Book Search mit allen Autoren von B&#252;cher tut, die nicht mehr im Handel verf&#252;gbar, aber noch copyright gesch&#252;tzt sind: Erst digitalisieren, dann fragen. Auch die Idee, das bei den digitalen Verk&#228;ufen anfallende Honorar einer Stiftung (in diesem Fall die 2006 <a href="http://stiftungsnetzwerk-berlin.de/media/Newsletter/08_0606_Berliner_Stiftungsnews.pdf" target="_blank">gegr&#252;ndete </a>Walter De Gruyter Stiftung) zur Verf&#252;gung zu stellen, wenn der Rechteinhaber nicht festgestellt oder erreicht werden kann, erinnert an das von Google im viel kritisierten Book Settlement vorgeschlagene Vorgehen.</p>
<p>Ob De Gruyter die Zustimmung seiner Autoren tats&#228;chlich zu Recht voraussetzt, wird sich in Zukunft zeigen m&#252;ssen. Aus der Tatsache, dass De Gruyter bei verwaisten Werken lediglich ein Honorar in H&#246;he von &#8220;5% vom Nettoerl&#246;s&#8221; der digitalen Ausgabe an die Stiftung &#252;berweisen will, suggeriert, dass auch erreichbaren Autoren ein Honorar in dieser H&#246;he gezahlt werden soll. Das w&#228;re allerdings bemerkenswert wenig, liegen doch die Honorars&#228;tze von eBooks &#8211; zumindest im Publikumsbereich &#8211; deutlich h&#246;her, n&#228;mlich zwischen 15 und 25% vom Nettoerl&#246;s.  Dies k&#246;nnte, zus&#228;tzlich zum &#8220;erst Tun, dann fragen&#8221;-Ansatz Anlass zu Diskussionen mit Autoren und Agenten geben.</p>
<p>Diesen offenen Punkten zum Trotz ist De Gruyters Initiative ein entschlossener und auch mutiger Schritt in eine gute Richtung: Die alten Best&#228;nde nicht dem Vergessen anheim fallen zu lassen, sondern sie in die digitale Welt zu &#252;berf&#252;hren und sie sichtbar und auffindbar zu machen (zumindest wenn die libreka-Suche funktioniert).</p>
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		<title>Notiz: Apple hat &#252;ber 27000 eBooks im App Store, fast alle kostenpflichtig</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Feb 2010 16:15:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[App Store]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Apple App Store w&#228;chst weiter: Wie TechCrunch unter Berufung auf den App Store-Analytikdienst Distimo berichtet, liegt die Gesamtzahl der verf&#252;gbaren Apps inzwischen &#252;ber 150 000. Bei der Vorstellung des iPad lag die Zahl noch bei 140 000. Dabei nehmen digitale B&#252;cher nach Games den zweiten Platz der popul&#228;rsten Kategorien ein: 27 300 eBook-Apps seien [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Apple App Store w&#228;chst weiter: Wie <a href="http://techcrunch.com/2010/02/12/app-store-numbers-books-ipad/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+Techcrunch+%28TechCrunch%29" target="_blank">TechCrunch</a> unter Berufung auf den App Store-Analytikdienst <a href="http://www.distimo.com/" target="_blank">Distimo</a> berichtet, liegt die Gesamtzahl der verf&#252;gbaren Apps inzwischen &#252;ber 150 000. Bei der Vorstellung des iPad lag die Zahl noch bei 140 000. Dabei nehmen digitale B&#252;cher nach Games den zweiten Platz der popul&#228;rsten Kategorien ein: 27 300 eBook-Apps seien verf&#252;gbar. Interessant ist vor allem, dass kostenpflichtige eBook-Apps bei weitem &#252;berwiegen: Lediglich 8 Prozent der eBook-Apps sind gratis zu haben. <span id="more-724"></span></p>
<p>Diese Zahlen steigern noch einmal die Attraktivit&#228;t des iPad als eReader: Noch bevor die Hardware auf dem Markt ist, ist ein breites Spektrum an literarischer Software verf&#252;gbar. Interessant f&#252;r Verlage und Autoren w&#228;re allerdings eine Statistik dar&#252;ber, wie hoch der Anteil der heruntergeladenen gratis eBooks gegen&#252;ber den heruntergeladenen kostenpflichtigen eBooks ist.  Und (insbesondere mit Hinblick auf die von einigen US-amerikanischen Gro&#223;verlage durch die Hintert&#252;r eingef&#252;hrte eBook-Preisbindung durchs <a href="http://bewegliche-lettern.de/2010/02/konflikt-um-ebook-preise-amazon-nimmt-macmillan-aus-dem-programm/" target="_blank">Agency-Modell</a>) eine Aussage &#252;ber den Durchschnittspreis der gekauften eBook-Apps.</p>
<p>Mehr Details im TechCrunch-<a href="http://techcrunch.com/2010/02/12/app-store-numbers-books-ipad/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+Techcrunch+%28TechCrunch%29" target="_blank">Bericht</a>. (Die Analyse, auf den sich dieser Bericht bezieht, habe ich bei Distimo leider nicht im Original finden k&#246;nnen.)</p>
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		<title>Konflikt um eBook-Preise: Amazon nimmt Macmillan aus dem Programm [Update: Amazon macht R&#252;ckzieher]</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 06:40:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Noch vor wenigen Tagen nannte der Chef des zur Holtzbrinck-Gruppe geh&#246;renden US-amerikanischen Verlagsriesen Macmillan eBook-Piraterie als gr&#246;&#223;te Herausforderung f&#252;r Verleger elektronischer B&#252;cher. Seit vergangenem Freitag m&#252;sste er wohl eine andere Antwort geben. Die Umsatzeinbu&#223;en, die sein Konzern, zu dem Verlagslabels wie Farrar, Straus &#38; Giroux, Picador und Henry Holt geh&#246;ren, seitdem zu erleiden hat, d&#252;rften [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Noch vor wenigen Tagen <a href="http://www.teleread.org/2010/01/26/brian-napack-president-of-macmillan-digital-book-piracy/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+teleread%2FKHnj+%28TeleRead%3A+Bring+the+E-Books+Home%29">nannte</a> der Chef des zur Holtzbrinck-Gruppe geh&#246;renden US-amerikanischen Verlagsriesen Macmillan eBook-Piraterie als gr&#246;&#223;te Herausforderung f&#252;r Verleger elektronischer B&#252;cher. Seit vergangenem Freitag m&#252;sste er wohl eine andere Antwort geben. Die Umsatzeinbu&#223;en, die sein Konzern, zu dem Verlagslabels wie Farrar, Straus &amp; Giroux, Picador und Henry Holt geh&#246;ren, seitdem zu erleiden hat, d&#252;rften die Verluste durch die illegale Verbreitung von eBooks um einiges &#252;bertreffen. Denn am sp&#228;ten Freitagabend verschwanden auf einen Schlag alle Publikationen aus dem Hause Macmillan aus dem Angebot des Online-Handelsriesen Amazon.com. Zwar k&#246;nnen diese Titel &#252;ber Amazon noch bei Drittanbietern bestellt werden. Amazon selbst verkauft jedoch derzeit keine Macmillan-B&#252;cher mehr. <span id="more-698"></span></p>
<p>Eine offizielle Stellungnahme dazu gab es bislang von Amazon nicht. Ein <a href="http://www.publishersweekly.com/article/CA6717133.html?rssid=192">offener Brief</a> von Macmillan-CEO John Sargent best&#228;tigt im wesentlichen die <a href="http://bits.blogs.nytimes.com/2010/01/29/amazon-pulls-macmillan-books-over-e-book-price-disagreement/">Vermutungen</a> der <em>New York Times</em>,<em> </em>dass es sich dabei um eine Art Strafaktion von Amazon.com gegen den Verlagskonzern handelt. Seit einiger Zeit liefert sich der Online-H&#228;ndler Amazon eine Auseinandersetzung &#252;ber die Preisgestaltung und den Erscheinungstermin von eBooks. Amazon hat mit seinem eBook-Leseger&#228;t Kindle den US-Markt f&#252;r digitale B&#252;cher fest im Griff und bietet eBooks zum Preis von $9,99 an. Macmillan dr&#228;ngt, wie andere Verlage auch, auf h&#246;here Preise und will ansonsten die Ver&#246;ffentlichung elektronischer Ausgaben seiner B&#252;cher systematisch verz&#246;gern, um das Gesch&#228;ft mit den h&#246;herpreisigen gebundenen Ausgaben zu sch&#252;tzen.</p>
<p>Anlass f&#252;r die Eskalation des schwelenden Konflikts ist offensichtlich das Auftreten eines neuen gro&#223;en Players auf der B&#252;hne des digitalen Buchhandels. Apple hat angek&#252;ndigt, in seinen Mitte letzter Woche vorgestellten tragbaren Kleincomputer iPad auch einen digitalen B&#252;cherladen integrieren. Damit wird Apple zum direkten Konkurrenten von Amazon und dessen Leseger&#228;t Kindle. Macmillan geh&#246;rt – wie weitere vier der insgesamt sechs Riesen der Verlagsbranche – von Anfang an zu den Kooperationspartnern des Computerherstellers aus Cupertino. Der Preis f&#252;r eBooks soll bei der iBooks genannten Buchhandelssoftware des iPad mit ungef&#228;hr $15 deutlich &#252;ber dem Amazon-Preis liegen.</p>
<p>Vor allem sollen die eBook-Gesch&#228;fte mit Apple aber nach einem grundlegend anderen Muster stattfinden als die Gesch&#228;fte mit Amazon: W&#228;hrend Amazon den Verlagen gegen&#252;ber als Gro&#223;h&#228;ndler auftritt, der die Verbraucherpreise selbst bestimmt, soll Apple eher als eine Art Verkaufsagentur auftreten, die die B&#252;cher gegen eine Kommission an den Endverbraucher bringt. Bei diesem Modell bleibt die Preisgestaltung ganz in der Hand der Verlage. Dabei will Macmillan die digitalen Ausgaben &#252;ber das Agenturmodell ausdr&#252;cklich zeitgleich mit der gedruckten Ausgabe anbieten. Amazon hingegen w&#252;rde die B&#252;cher unter dem Gro&#223;handelsmodell erst mit wesentlicher Verz&#246;gerung verkaufen d&#252;rfen – sofern es sich nicht ebenfalls dem Agenturmodell anschlie&#223;t und damit die Hoheit &#252;ber die Preise den Verlagen &#252;berl&#228;sst.</p>
<p>Um es kurz zu fassen: Macmillan hat f&#252;r Amazons Geschmack offenbar etwas zu heftig mit Apple geflirtet. Und wird daf&#252;r eisern abgestraft. Der Konflikt findet also nur vordergr&#252;ndig zwischen Macmillan und Amazon statt, im Hintergrund steht die Rivalit&#228;t von Amazon und Apple. In der ersten Runde dieser Auseinandersetzung sieht es so aus, als wollten die Kontrahenten ihren Kampf ohne wattierte Handschuhe austragen. Auch wenn Amazon derzeit noch nicht sein ganzes Gewicht in die Schl&#228;ge legt (auf der kanadischen, britischen und deutschen Seite von Amazon kann man Macmillan-B&#252;cher nach wie vor kaufen), wei&#223; der Handelsriese doch, welche Treffer am meisten schmerzen: So boykottiert er nicht nur eBooks, sondern auch s&#228;mtliche Printausgaben von Macmillan. Die Botschaft an die Verlagsbranche ist eindeutig: Auch wenn es jetzt einen Handelspartner f&#252;r eBooks gibt, der euch besser gef&#228;llt, vergesst nicht, dass wir gute Freunde bleiben sollten, wenn ihr eure Druckwerke weiterhin bei uns verkaufen wollt.</p>
<p>Apple hat sich bisher nicht sichtbar in diesen Konflikt eingemischt. Ein nat&#252;rlicher Verb&#252;ndeter f&#252;r Verlagsh&#228;user ist auch der Hardwaregigant aus dem Silicon Valley aber keineswegs. Apple hat seinerseits letzte Woche gegen&#252;ber einem Gro&#223;verlag schon einmal die Muskeln spielen lassen. Der gewichtige US-Lehrmittelverlag McGraw-Hill, <a href="http://venturebeat.com/2010/01/27/mcgraw-ipad/">fiel</a> offenbar in letzter Minute aus der Reihe der Verlage heraus, die Steve Jobs bei der Produktpr&#228;sentation des iPad als Kooperationspartner nannte. McGraw-Hill Verleger Harold McGraw III hatte einen Tag vor dem mit gro&#223;em Bohei vorbereiteten iPad-Launch Details &#252;ber das bis dahin hoch geheime Ger&#228;t ausgeplaudert und dadurch offenbar den Zorn von Apple auf sich gezogen. Ob der Verlag lediglich in der Pr&#228;sentation aussetzen musste oder gar ganz von der Kooperation mit Apple ausgeschlossen wird, ist noch unklar.</p>
<p>Auch wenn sich die Verlagsh&#228;user dar&#252;ber freuen m&#246;gen, dass der beargw&#246;hnten Marktgro&#223;macht Amazon zumindest im eBook-Gesch&#228;ft mit Apple eine marktkorrigierende Konkurrenz erw&#228;chst, wird man sehen, ob selbst die gr&#246;&#223;ten Konzerne der Verlagsbranche mit Apple oder Amazon auf Augenh&#246;he verhandeln k&#246;nnen. Zumindest k&#246;nnen sie sich jetzt aussuchen, von welcher Seite sie Kn&#252;ffe beziehen wollen. Man wird sich in Verlagskreisen wohl bald nostalgisch an die Zeiten erinnern, da eBook-Piraten noch als gr&#246;&#223;te Gefahr galten. Die ersten Leidtragenden sind jedoch Leser und Autoren – den einen wird es schwer gemacht, die gew&#252;nschten B&#252;cher zu kaufen, die anderen &#228;rgern sich dar&#252;ber, dass ausbleibende Buchverk&#228;ufe auch ausbleibende Honorareinnahmen bedeuten. Wie Macmillan-Autorin Cherie Priest <a href="http://digitalbookworld.com/2010/more-reactions-to-the-amazonmacmillan-battle/">zusammenfasst</a>: &#8220;My reaction to this is pretty straightforward: I think it’s dumb and it sucks.&#8221;</p>
<p><strong>Update</strong> 01.02., 07:45h: Amazon hat mit einer in einer offiziellen <a href="http://www.amazon.com/tag/kindle/forum/ref=cm_cd_fp_ef_tft_tp?_encoding=UTF8&amp;cdForum=Fx1D7SY3BVSESG&amp;cdThread=Tx2MEGQWTNGIMHV" target="_blank">Mitteilung </a>an seine Kunden einen R&#252;ckzieher gemacht und k&#252;ndigt an, auf Macmillans Forderung einzugehen:</p>
<blockquote><p>&#8220;We want you to know that ultimately, however, we will have to capitulate and accept Macmillan&#8217;s terms because Macmillan has a monopoly over their own titles, and we will want to offer them to you even at prices we believe are needlessly high for e-books. Amazon customers will at that point decide for themselves whether they believe it&#8217;s reasonable to pay $14.99 for a bestselling e-book.&#8221;</p></blockquote>
<p>F&#252;r Macmillan und andere Verlage ist es nicht ungef&#228;hrlich, dass Amazon den Ball an die Verbraucher weitergibt. Unter diesen gibt es, wie GalleyCat am Sonnabend <a href="http://www.mediabistro.com/galleycat/bookselling/amazon_customers_continue_to_boycott_kindle_books_priced_higher_than_999_150530.asp" target="_blank">berichtete</a>, bereits eine Front gegen die Preisw&#252;nsche der Verlage.</p>
<p>Mit seiner Stellungnahme ruft Amazon die Verbraucher nicht explizit zum Boykott auf (was unter US-Recht strafbar w&#228;re). Die Tendenz ist aber unmissverst&#228;ndlich. Es wird spannend, ob sich der Konflikt zwischen Amazon und den Verlagen nun als Konflikt zwischen eBook-K&#228;ufern und Verlagen fortsetzen wird. Die Bef&#252;rchtung, dass Piraterie die gr&#246;&#223;te Bedrohung f&#252;r Verleger digitaler B&#252;cher darstellt, k&#246;nnte sich doch noch als hochaktuell erweisen: Dann n&#228;mlich, wenn sich die Buchk&#228;ufer in Scharen der Piraterie zuwenden, um die Verlage f&#252;r eine in ihren Augen ungerechte Preisgestaltung zu strafen.</p>
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		<title>Verlage begr&#252;&#223;en iPad, iBooks, iDRM</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Jan 2010 05:03:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Amazon]]></category>
		<category><![CDATA[Apple]]></category>
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		<category><![CDATA[iBooks]]></category>
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		<description><![CDATA[Apples in der vergangenen Woche vorgestellter Tabletcomputer iPad pr&#228;sentiert sich auch als Alternative zu g&#228;ngigen eInk Leseger&#228;ten wie dem Sony Reader, dem txtr-Reader und Amazons Kindle. Mit iBooks verf&#252;gt Apples Ger&#228;t &#252;ber eine eingebaute eBook-Lese- und Verwaltungssoftware und einen Online-Buchladen. In ersten Reaktionen begr&#252;&#223;en Verleger und der B&#246;rsenverein das Ger&#228;t enthusiastisch. Doch im Unterschied zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Apples in der vergangenen Woche vorgestellter Tabletcomputer iPad pr&#228;sentiert sich auch als Alternative zu g&#228;ngigen eInk Leseger&#228;ten wie dem Sony Reader, dem txtr-Reader und Amazons Kindle. Mit iBooks verf&#252;gt Apples Ger&#228;t &#252;ber eine eingebaute eBook-Lese- und Verwaltungssoftware und einen Online-Buchladen. In ersten Reaktionen begr&#252;&#223;en Verleger und der B&#246;rsenverein das Ger&#228;t enthusiastisch. Doch im Unterschied zu offenen Ger&#228;ten k&#246;nnte die geschlossene Plattform des iPad sowohl f&#252;r Verbraucher wie f&#252;r Verlage auf lange Sicht unbequem werden. <span id="more-675"></span></p>
<p>Wie das britische Branchenmagazin <em>The Bookseller</em> <a href="http://www.thebookseller.com/news/110947-uk-publishers-hail-the-ibook-moment.html.rss" target="_blank">berichtet</a>, waren die Reaktionen von Verlegern auf das iPad geradezu &#252;berschw&#228;nglich:</p>
<blockquote><p>&#8220;Publishers have welcomed the launch of Apple&#8217;s iPad as an »important step« in the transition towards digital books, with one branding it »the most significant development yet«. Dan Franklin, digital editor at Canongate, said: »I sat there and thought &#8216;this is what we&#8217;ve been waiting for&#8217;.« John Makinson, chief executive at Penguin, said the announcement represented &#8220;an important step in the development of a digital audience for books«.&#8221;</p></blockquote>
<p>F&#252;r die &#8211; vorerst nur in den USA <a href="http://mashable.com/2010/01/28/no-ibooks-for-you/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+Mashable+%28Mashable%29" target="_blank">verf&#252;gbare</a> &#8211; eBook-Software des Ger&#228;ts arbeitet Apple mit f&#252;nf Branchenriesen zusammen: Von den Big Six fehlt bei iBooks allein Random House.  Hachette, Penguin, Simon &amp; Schuster, Macmillan und HarperCollins sind mit im Boot. Weitere Verlage werden mit gro&#223;er Sicherheit folgen. Der Enthusiasmus der Verleger beruht vor allem darauf, dass sie durch die hohe Attraktivit&#228;t des Ger&#228;tes einen Zuwachs von potenziellen eBook-K&#228;ufern erwarten.</p>
<p>Entsprechend &#228;u&#223;erte sich auch der B&#246;rsenverein des Deutschen Buchhandels in einer <a href="http://www.buchmarkt.de/content/41275-e-books.htm" target="_blank">Pressemitteilung</a>. Man sei &#8220;davon &#252;berzeugt, dass das E-Book die Lesekultur f&#246;rdert und das Prinzip Buch auch bei neuen Leserschichten popul&#228;r macht.  &#8221; Gleichwohl betont der B&#246;rsenverein, &#8220;dass keine k&#252;nstlichen Barrieren durch geschlossene Shopsysteme&#8221; geschaffen werden d&#252;rften: &#8220;Nur der Wettbewerb vieler Verlage und Handelspartner sichert die kulturelle Vielfalt des Buchmarkts&#8221;. iBooks  erw&#228;hnt der B&#246;rsenverein in seinem Statement konsequenterweise mit keiner Silbe und verweist stattdessen auf die bisher weitgehend erfolglose Eigenentwicklung libreka.</p>
<p>Tats&#228;chlich sind die Bedenken des B&#246;rsenvereins gegen &#8220;geschlossene Shopsysteme&#8221; nicht von der Hand zu weisen. Zwar setzt Apple anders als Amazon nicht auf ein propriet&#228;res Ebookformat, sondern auf das offene epub-Format. Und offensichtlich soll die Apple-eigene iBook-App zumindest nicht vom Start weg Konkurrenzapps ausschlie&#223;en: Wie aus einer <a href="http://blog.txtr.com/?p=417" target="_blank">Pressemitteilung</a> des Berliner eReader- und eBook-Plattform-Anbieters txtr hervorgeht, wird es auch Apps anderer Ebook-Anbieter geben: txtr hat zumindest angek&#252;ndigt, dass es eine txtr-App auf dem iPad geben wird. Diese w&#252;rde von Anfang an auch deutschsprachige B&#252;cher auf Apples Tablet verf&#252;gbar machen. Man wird freilich abwarten m&#252;ssen, ob Apple auf lange Sicht das Angebot solcher Konkurrenz-Apps einschr&#228;nken wird. Denn als alleiniger Torw&#228;chter kann Apple dar&#252;ber bestimmen, welche Apps auf dem iPad laufen d&#252;rfen.</p>
<p>Die wirklich spannende &#8211; und auch f&#252;r Buch- und Presseverlage h&#246;chst relevante &#8211; Neuerung des iPad besteht meiner Ansicht nach darin, dass es das bisher auf den mobilen Bereich beschr&#228;nkte App-Modell auf ein Ger&#228;t ausweitet, das vom Anspruch her einem Netbook zumindest nahesteht. Zwar erlaubt das iPad, wie Matthias Schwenk in einem lesenswerten <a href="http://carta.info/22324/apple-ipad-tablet/" target="_blank">Beitrag</a> auf Carta schreibt, neben der Nutzung von Apps gleichzeitig den freien Zugriff ins Web per Browser. Andererseits pusht es das App-Modell.</p>
<p>Von Netbooks und &#228;hnlichen tragbaren Kleincomputern war man bisher gewohnt, dass man einen freien, allein browserabh&#228;ngigen Zugang zum Web hatte. Apple weitet die App-Kampfzone nun &#252;ber Smartphones hinaus aus &#8211; und schr&#228;nkt damit die Freiheit der Nutzer ein. Apps sind zwar in vielerlei Hinsicht nutzerfreundlich, haben es aber auch an sich, den Nutzer zu g&#228;ngeln: Er kann sich nicht im Netz frei bewegen, sondern nur auf den Schienen, die das App legt. Wenn sich das iPad in dem Ma&#223;e durchsetzt, wie es Apples Marktmacht und der Erfolg seiner letzten Produktreihen vermuten l&#228;sst, werden viele Nutzer sich daran gew&#246;hnen, nicht mehr browsergest&#252;tzt, sondern App-gef&#252;hrt aufs Internet zuzugreifen.</p>
<p>Das ist f&#252;r Contentanbieter einerseits begr&#252;&#223;enswert, denn so k&#246;nnen sie den Zugang zu ihrem Angebot besser kontrollieren und sich leichter bezahlen lassen. Dies ist der Grund daf&#252;r, dass insbesondere Zeitungsverlage an App-L&#246;sungen &#228;u&#223;erst interessiert sind: Von ihnen versprechen sie sich eine M&#246;glichkeit, Paid Content durchzusetzen &#8211; was im freien Web im Gro&#223;en und Ganzen gescheitert ist. Andererseits ist der Torw&#228;chter der Torw&#228;chter Apple selbst. Denn Apple bestimmt, welche Apps laufen d&#252;rfen, welche nicht.</p>
<p>Defective by Design, die Anti-DRM-Plattform der Free Software Foundation, verurteilt unter anderem aus diesem Grund Apples iPad. Anl&#228;sslich der Produktpr&#228;sentation des iPad machte Defective by Design seinen Bedenken durch <a href="http://arstechnica.com/tech-policy/news/2010/01/protestors-ipad-is-nothing-more-than-a-golden-calf-of-drm.ars" target="_blank">Proteste</a> Luft und sammelt nun <a href="http://www.defectivebydesign.org/ipad" target="_blank">Unterschriften</a> gegen Apples DRM. In einem Rundschreiben fasst Defective by Design die Gefahren der geschlossenen Plattform f&#252;r Nutzer zusammen:</p>
<blockquote><p>&#8220;This summer we saw the dangers of DRM on ebook readers, when Amazon deleted hundreds of copies of George Orwell&#8217;s 1984 from readers&#8217; computers while they slept. Applying this control to a general purpose computer marketed especially for media distribution is a huge step backward for computing, and a blow to the media revolution that happened when the web let bloggers reach millions <em>without</em> asking for permission. DRM and forced updates will give Apple and their corporate partners the power to disable features, restrict competition, censor news, and even delete books, videos, or news stories from users&#8217; computers while they sleep&#8211; using the device&#8217;s »always on« network connection. Apple can say they will not abuse this power, but their record of App Store rejections gives us no reason to trust them. The Apple Tablet&#8217;s unprecedented use of DRM to control all capabilities of a general purpose computer is a dangerous step backward for computing and for media distribution&#8221;.</p></blockquote>
<p>Nicht allein den Verbrauchern drohen Einschr&#228;nkungen und &#220;bergriffe, sondern auch Apples Kooperationspartnern aus der Medienbranche. Selbst die Branchenriesen riskieren bei einer Zusammenarbeit mit Apple, in Abh&#228;ngigkeit von einem Partner zu geraten, der zu einer ganz anderen Gewichtsklasse geh&#246;rt.</p>
<p>Apple hat bereits die Muskeln spielen lassen, indem es den Verlag McGraw Hill &#8211; wahrlich kein Zwerg in der Branche &#8211; bei seiner Pr&#228;sentation aus der Reihe der mit iBooks kooperierenden Verlage <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2010/01/28/steve-jobs-saegt-verleger-ab-nachdem-dieser-ipad-plaene-ausgeplaudert-hatte/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+basicthinking%2Fdoho+%28Basic+Thinking+Blog%29" target="_blank">rausschmiss</a> (ob dies auch einen Ausschluss aus dem Kooperationsprogramm selbst bedeutet, ist noch unklar). Dessen Verleger Harold McGraw III hatte einen Tag vor dem iPad-Launch ausgeplaudert, dass man mit Apple &#252;ber eine Zusammenarbeit im eBook-Bereich spreche. Und wer wann was reden darf, bestimmt schlie&#223;lich Apple.</p>
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		<title>Google Editions: Erste offizielle Informationen</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Dec 2009 15:25:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Bundling]]></category>
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		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Google Editions]]></category>
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		<description><![CDATA[Google hat die ersten detaillierten Informationen &#252;ber sein geplantes Programm Google Editions bereitgestellt. Mit Google Editions will der Internetkonzern vom kommenden Jahr an in Zusammenarbeit mit Verlagen digitale B&#252;cher zum Kauf anbieten.  In einem &#8220;Getting Started With Google Editions&#8221; betitelten Artikel auf den offiziellen Hilfeseiten zu Google Booksearch werden den kooperierenden Verlagen nun die Einstellm&#246;glichkeiten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Google hat die ersten detaillierten <a href="http://books.google.com/support/partner/bin/answer.py?answer=167975" target="_blank">Informationen</a> &#252;ber sein geplantes Programm Google Editions bereitgestellt. Mit Google Editions will der Internetkonzern vom kommenden Jahr an in Zusammenarbeit mit Verlagen digitale B&#252;cher zum Kauf anbieten.  In einem &#8220;<a href="http://books.google.com/support/partner/bin/answer.py?answer=167975" target="_blank">Getting Started With Google Editions</a>&#8221; betitelten Artikel auf den offiziellen Hilfeseiten zu Google Booksearch werden den kooperierenden Verlagen nun die Einstellm&#246;glichkeiten vorgestellt, mit denen sie festlegen k&#246;nnen, welche Titel sie zu welchen Konditionen als &#8216;Google Edition&#8217; anbieten m&#246;chten.<span id="more-642"></span></p>
<p>Im Juli dieses Jahres hatte Google das Projekt <a href="http://www.readwriteweb.com/archives/googles_vision_for_the_future_of_google_books_eboo.php" target="_blank">skizziert</a>, auf der Tools of Change-Konferenz im Frankfurt im Oktober dann etwas genauer <a href="../../2009/10/google-wird-buchhaendler/" target="_blank">ausgemalt</a>. Wie bei beiden Anl&#228;ssen beschrieben, sollen die Nutzer von Google Editions wie bei Google Booksearch die M&#246;glichkeit haben, ins angebotene Buch hinein zu schauen. Zus&#228;tzlich k&#246;nnen sie den Titel jedoch als digitales Buch erwerben. Dabei wird allerdings nicht ein Dokument gekauft, sondern lediglich ein Zugang zum digitalen Buch. Ein Download findet also nicht statt, das Buch bleibt &#8216;in the cloud&#8217; und wird lokal nur im Cache gespeichert. Google beschreibt dies wie folgt:</p>
<blockquote><p>&#8220;After purchase, the book will live in the consumer&#8217;s online bookshelf, available to be accessed and read on most devices with internet access and a web browser; as well as on supported partner devices (to be announced during our public launch).&#8221;</p></blockquote>
<p>Ohne Internetzugang und einen lauff&#228;higen Browser ist die Benutzung von Google Editions also nicht m&#246;glich. Angesichts der Tatsache, dass nicht alle auf dem Markt verf&#252;gbaren eReader diesen bieten oder nur &#8216;experimentelle&#8217; Browser besitzen, ist dies eine Information von einiger Tragweite. Hinsichtlich der Hardware macht neugierig, was Google in Klammern ank&#252;ndigt: Welche Ger&#228;te werden die &#8220;supported partner devices&#8221; sein? (Ich w&#252;rde einiges wetten, dass das Google Handy dazugeh&#246;ren wird. Auf Amazons Kindle w&#252;rde ich angesichts der Auseinandersetzung, die sich beide Konzerne bei der Diskussion &#252;ber das Book Settlement geleistet haben, dagegen nicht setzen).</p>
<p>Verlage und Rechteinhaber, die bereits am Partner Programm von Google Books teilnehmen, k&#246;nnen nun in ihrem Partner Program Account festlegen, ob sie ihre bei Google Books eingestellten B&#252;cher &#252;ber Google Editions verkaufen wollen. Dazu m&#252;ssen sie allerdings einem Vertragszusatz (&#8220;<a href="https://books.google.com/partner/online-ge-terms" target="_blank">Google Editions Addendum</a>&#8220;) zustimmen.</p>
<p>Auch die Konditionen, wie etwa die Preisgestaltung der &#252;ber Google Editions angebotenen B&#252;cher, k&#246;nnen dort eingestellt werden. Als Grundeinstellung schl&#228;gt Google einen Preis in H&#246;he von 80% der g&#252;nstigsten Printausgabe des betreffenden Titels vor. Abweichungen davon sind m&#246;glich. Preisen, die &#252;ber denen der gedruckten Ausgabe liegen, schiebt Google allerdings einen Riegel vor:</p>
<blockquote><p>&#8220;Unless you specify otherwise, the default price is set at 80% of the lowest list price of the print book upon which the Google Edition is based. [...] Please note that we do not allow partners to set a list price higher than 100% of the lowest print price.&#8221;</p></blockquote>
<p>Bez&#252;glich der Preisgestaltung &#252;bt Google schon in diesen ersten offiziellen Informationen einen sanften argumentatorischen Druck auf die kooperierenden Verlage aus: Man m&#246;ge doch bedenken, dass ein als &#8216;Google Edition&#8217; verkauftes Buch vom Endkunden als weniger werthaltig empfunden werden w&#252;rde als Printausgaben (&#8220;We encourage you to consider the perceived value of the Google Editions of your titles for users and set prices accordingly.&#8221;). Dieser Aufruf, die Preise vom Kunden her zu denken, ist angesichts der anhaltenden <a href="http://bewegliche-lettern.de/tag/pricing/" target="_blank">Debatten</a> &#252;ber die Preisgestaltung von Ebooks bestimmt nicht &#252;berfl&#252;ssig.</p>
<p>Google beh&#228;lt sich das Recht vor, die bei Google Editions angeboteten B&#252;cher ohne R&#252;cksprache mit den Kooperationspartnern zu rabattieren. Auch bei einem Preisnachlass werden die Kooperationspartner allerdings verg&#252;tet, als w&#228;re das Buch zum Listenpreis verkauft worden. Dar&#252;ber hinaus beh&#228;lt sich Google vor, selbst dar&#252;ber zu entscheiden, ob es die von den Kooperationspartnern zum Verkauf freigegebenen B&#252;cher tats&#228;chlich verkauft.</p>
<p>Interessant, und meiner Ansicht nach wegweisend, ist die M&#246;glichkeit, die &#8216;Google Edition&#8217; eines Titels mit einer Druckausgabe zu koppeln und beides im &#8220;B&#252;ndel&#8221; zu verkaufen. F&#252;r solche B&#252;ndelangebote k&#246;nnen die Partnerverlage abweichende Preise angeben:</p>
<blockquote><p>&#8220;Retailers may choose to sell your Google Editions book in a bundle with the print copy. This setting allows you to specify the percentage of the Google Editions list price that you would like to charge when the print and digital editions are sold together. For example, if you are selling a Google Edition for $15, you may decide that a customer making a print edition purchase from an online retailer will be willing to pay an additional $4.50 on top of the print edition purchase price to receive the digital edition as well. If so, you will want to enter &#8220;30%&#8221; into this field.&#8221;</p></blockquote>
<p>Google stellt den kooperierenden Verlagen frei, ob sie die auf Google Editions eingestellen B&#252;cher mit einen Digitalen Rechtemanagement (DRM) sch&#252;tzen wollen oder nicht. Google Editions plane, das DRM-System ACS4 von Adobe zu unterst&#252;tzen. Auch der Umfang, in dem die Endkunden in den als Google Edition gekauften B&#252;chern mit Copy &amp; Paste arbeiten oder das Buch ausdrucken k&#246;nnen, kann von den Partnerverlagen festgelegt werden.</p>
<p>(via <a href="http://www.mobileread.com/forums/showthread.php?t=66004&amp;utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+mr%2Ffront+%28MobileRead+Frontpage%29" target="_blank">mobileread</a>)</p>
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		<title>Google wird Buchh&#228;ndler</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Oct 2009 04:55:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Google Book Settlement]]></category>
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		<category><![CDATA[Kindle]]></category>
		<category><![CDATA[Sony]]></category>

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		<description><![CDATA[Google wird ab Mitte 2010 in den USA und Europa B&#252;cher aus den Best&#228;nden des Google-Editions-Projekts zum Kauf anbieten. Dies k&#252;ndigte eine hochrangige Sprecherin des Unternehmens auf der Tools of Change Konferenz am vergangenen Dienstag in Frankfurt an und konkretisierte damit die Vision, die Google-Book-Search-Chef Dan Clancy bereits im Juli pr&#228;sentiert hatte. Google Editions ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Google wird ab Mitte 2010 in den USA und Europa B&#252;cher aus den Best&#228;nden des Google-Editions-Projekts zum Kauf anbieten. Dies k&#252;ndigte eine hochrangige Sprecherin des Unternehmens auf der <a href="http://www.tocfrankfurt.com/" target="_blank">Tools of Change</a> Konferenz am vergangenen Dienstag in Frankfurt an und konkretisierte damit die Vision, die Google-Book-Search-Chef Dan Clancy bereits im Juli <a href="http://www.readwriteweb.com/archives/googles_vision_for_the_future_of_google_books_eboo.php" target="_blank">pr&#228;sentiert</a> hatte.<span id="more-534"></span></p>
<p>Google Editions ist eine Erweiterung des Partnerprogramms, mit dem Google Verlagen und Autoren erm&#246;glicht, ihre Publikationen durchsuchbar zu machen und Nutzern in begrenztem Umfang anzuzeigen. Es handelt sich bei den in Google Editions enthaltenen Publikationen also zun&#228;chst nicht um die im umstrittenen Google Book Settlement thematisierten vergriffenen und verwaisten Werke.</p>
<p>Zus&#228;tzlich zur Durchsuchbarkeit und ausschnittsweisen Anzeige sollen die in Google Editions angebotenen digitalen Texte ab Mitte n&#228;chsten Jahres auch verk&#228;uflich werden. Nutzer sollen auf Texte, die sie erworben haben, &#8216;in the cloud&#8217;, also durch Onlinezugriff von einem beliebigen PC oder eReader aus zugreifen k&#246;nnen. Gleichzeitig werde eine Kopie des Textes lokal abgespeichert, so dass auch ohne bestehende Onlineverbindung weitergelesen werden kann. Wie dies technisch im Detail aussehen wird, ist noch kl&#228;rungsbed&#252;rftig. Wahrscheinlich wird die skizzierte lokale Speicherung auf Google <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Google_Gears" target="_blank">Gears</a> beruhen.</p>
<p>Googles Director of Strategic Partnerships, Amanda Edmonds, betonte einem <a href="http://www.thebookseller.com/news/99964-google-plans-buy-anywhere-read-anywhere-offer.html" target="_blank">Bericht</a> des britischen Branchenmagazins &#8220;The Bookseller&#8221; zufolge, dass Google Editions die Nutzer nicht auf bestimmte Ger&#228;te, Software oder H&#228;ndler festlegen wolle. Stattdessen setzt der Suchmaschinenkonzern darauf, sein Buchangebot auf verschiedenen Endger&#228;ten und &#252;ber verschiedene Handelskan&#228;le zug&#228;nglich zu machen.</p>
<p>So sollen die digitalen Texte aus Google Editions nicht nur direkt &#252;ber Google Books, sondern auch &#252;ber kooperierende Onlineh&#228;ndler oder direkt &#252;ber die Websites der teilnehmenden Verlage bezogen werden k&#246;nnen. Dabei unterschiedet sich die Aufteilung der Erl&#246;se: Beim Kauf &#252;ber Google Books gibt Google 63% der Einnahmen an den Rechteinhaber weiter und beh&#228;lt 37% ein. Dieser Split ist bereits aus dem Book Settlement bekannt, wo er f&#252;r die Verwertung vergriffener und verwaister Werke ins Spiel gebracht worden war. Beim Kauf &#252;ber einen Online-H&#228;ndler erh&#228;lt der Rechteinhaber dagegen 45%, die &#252;brigen 55% teilen sich der H&#228;ndler und Google. Auch hier sind nach Edmonds Aussage noch Details zu kl&#228;ren.</p>
<p>Interessant ist die Ank&#252;ndigung, dass sich Google vorbehalte, die B&#252;cher gegen&#252;ber dem Listenpreis zu reduzieren, soweit dem nicht lokale Bestimmungen entgegenst&#252;nden (wie die Buchpreisbindung in Deutschland). Allerdings wolle Google die Mindereinnahmen durch die Preisreduktion auf die eigene Kappe nehmen und den Rechteinhaber verg&#252;ten, als w&#228;re das Buch zum Listenpreis verkauft worden. &#8211; Man darf gespannt sein, wie lange sich solche gro&#223;z&#252;gigen Zusagen angesichts der zu erwartenden bedeutenden Marktmacht Googles halten werden.</p>
<p>Google plant nach Edmonds Aussage auch, mit Hardwareherstellern zusammenzuarbeiten. Dabei d&#252;rfte Sony, das sich in der Auseinandersetzung um das Book Settlement an die Seite Googles <a href="http://bewegliche-lettern.de/2009/08/sony-schaltet-sich-in-book-settlement-streit-ein-will-mitverdienen/" target="_blank">geschlagen</a> hatte, deutlich bessere Chancen haben als Amazon mit seinem Kindle. Nicht nur, weil der Kindle als geschlossenes, an ein bestimmtes Format und einen spezifischen Shop angebundenes System im Widerspruch zur von Google skizzierten Plattformunabh&#228;ngigkeit steht. Auch die Auseinandersetzung mit Amazon im Book Settlement-Streit mag Googles Lust auf eine Zusammenarbeit mit dem Onlinehandelsgiganten geschm&#228;lert haben. Amanda Edmonds bezweifelte vernehmlich, dass Amazons Kindle f&#252;r Google Editions das Ger&#228;t der Wahl sei.</p>
<p>Auf Fragen zum Book Settlement ging Edmonds bei ihrem Vortrag nach dem Bericht des Bookseller nicht ein. Klar d&#252;rfte aber sein, dass auch die vom Settlement betroffenen vergriffenen und verwaisten Publikationen mit in den Warenkatalog des entstehenden neuen Buchhandelsgiganten Google aufgenommen werden, sobald eine juristisch tragf&#228;hige Grundlage daf&#252;r besteht. Damit best&#228;tigt sich auch Lawrence Lessigs Einwand gegen das Google Book Settlement, der in einem Vortrag im Juli kritisiert hatte, dass Google Books nicht auf der Logik einer Bibliothek, sondern auf der eines Buchh&#228;ndlers basiere:</p>
<blockquote><p>&#8220;We’re building into this not so much a digital library but a digital bookstore.&#8221;</p></blockquote>
<p>Infotopia, so scheint es, wird allenfalls in Googles weltumspannender Shopping Mall stattfinden.</p>
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		<title>Kindle 1984: Amazon einigt sich mit Kl&#228;gern, will brav sein</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Oct 2009 21:30:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
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		<category><![CDATA[DRM]]></category>
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		<description><![CDATA[Mit einer au&#223;ergerichtlichen Einigung geht Amazon nach einer umstrittenen eBook-L&#246;schaktion einer drohenden Sammelklage aus dem Weg, wie der Technologieblog Techflash berichtet. Im Juli hatte Amazon ohne vorherige Warnung per Mobilfunkzugang eBooks von allen im Umlauf befindlichen Kindle-Readern gel&#246;scht. Dagegen hatten Kindle-Nutzer Klage eingereicht, die den Status einer Sammelklage anstrebte. In der nun vorgelegten Einigung, der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit einer au&#223;ergerichtlichen Einigung geht Amazon nach einer umstrittenen eBook-L&#246;schaktion einer drohenden Sammelklage aus dem Weg, wie der Technologieblog Techflash <a href="http://techflash.com/seattle/2009/09/amazon_settles_lawsuit_over_deleted_1984.html" target="_blank">berichtet</a>. Im Juli hatte Amazon ohne vorherige Warnung per Mobilfunkzugang eBooks von allen im Umlauf befindlichen Kindle-Readern <a href="http://bewegliche-lettern.de/2009/07/kindle-1984-amazon-loescht-orwell/" target="_blank">gel&#246;scht</a>. Dagegen hatten Kindle-Nutzer Klage <a href="http://bewegliche-lettern.de/2009/07/kindle-1984-update-amazon-steht-vor-sammelklage/" target="_blank">eingereicht</a>, die den Status einer Sammelklage anstrebte. In der nun vorgelegten Einigung, der das Gericht noch zustimmen muss, verpflichtet sich Amazon juristisch, zuk&#252;nftig auf &#228;hnliche L&#246;schaktionen zu verzichten. <span id="more-491"></span></p>
<p>Einer der Kl&#228;ger, Justin Gawronski, war nach eigener Darstellung von der L&#246;schaktion in besonderem Ma&#223;e betroffen gewesen, da zusammen mit dem von Amazon zur&#252;ckgezogenen und gel&#246;schten eBook, George Orwells &#8220;Nineteen Eighty-Four&#8221;, auch seine pers&#246;nlichen Notizen und Randbemerkungen gel&#246;scht worden waren, die er zu diesem Text auf seinem Kindle angelegt hatte.</p>
<p>Der von Techflash dokumentierte Text der Einigung (<a href="http://assets.bizjournals.com/cms_media/pdf/KindleCase1.pdf?site=techflash.com" target="_blank">pdf</a>), l&#228;sst Amazon k&#252;nftig nur wenig Spielraum f&#252;r heimliche L&#246;schzugriffe:</p>
<blockquote><p>&#8220;Amazon will not remotely delete or modify such Works from Devices purchased and being used in the United States unless (a) the user consents to such deletion or modification; (b) the user requests a refund for the Work or otherwise fails to pay for the Work (e.g., if a credit or debit card issuer declines to remit payment); (c) a judicial or regulatory order requires such deletion or modification; or (d) deletion or modification is reasonably necessary to protect the consumer or the operation of a Device or network through which the Device communicates (e.g., to remove harmful code embedded within a copy of a Work downloaded to a Device).&#8221;</p></blockquote>
<p>Zus&#228;tzlich verpflichtet sich Amazon, 150 000 US-Dollar an die Anw&#228;lte des Kl&#228;gers zu zahlen, die diese zumindest teilweise einer wohlt&#228;tigen Organisation spenden. Angaben &#252;ber eine eventuelle Zahlung an Gawronski und den zweiten Kl&#228;ger sind aus dem Text der Einigung nicht zu entnehmen.</p>
<p>Angesichts eines <a href="http://www.thebookseller.com/news/98286-kindle-prepared-for-pre-frankfurt-uk-launch.html.rss" target="_blank">ger&#252;chteweise</a> bevorstehenden Launchs des Kindle in Europa f&#228;llt ins Auge, dass die G&#252;ltigkeit dieser Erkl&#228;rung ausdr&#252;cklich auf das US-Territorium beschr&#228;nkt ist. Dennoch m&#252;ssen sich Kindle-Nutzer au&#223;erhalb der USA wohl kaum Sorgen um einen R&#252;ckfall des Online-Buchh&#228;ndlers machen:  Zu tief d&#252;rfte bei Amazon der Stachel stecken.</p>
<p>Nachdem sich Amazon-CEO Jeff Bezos pers&#246;nlich f&#252;r die L&#246;schaktion <a href="http://bewegliche-lettern.de/2009/07/kindle-1984-jeff-bezos-sagt-sorry-laesst-alle-fragen-offen/" target="_blank">entschuldigt</a> hatte und Amazon den gesch&#228;digten Kindle-Nutzern die Wiederherstellung der gel&#246;schten Daten oder eine Gutschrift in H&#246;he von 30 US-Dollar <a href="http://bewegliche-lettern.de/2009/09/amazon-bietet-kindle-1984-geschaedigten-daten-oder-geld/" target="_blank">angeboten</a> hatte, zieht diese au&#223;ergerichtliche Einigung einen Schlussstrich unter die f&#252;r Amazon peinliche Panne.</p>
<p>Der Skandal um Amazons heimliche L&#246;schaktion hat  das Verdienst, klargemacht zu haben, wie prek&#228;r die Privatsph&#228;re und die Besitz- oder Nutzungsrechte sind, die die Nutzer von &#8220;<a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/0,1518,637388,00.html" target="_blank">tethered devices</a>&#8221; wie dem Kindle-Reader, an den von ihnen erworbenen Inhalten haben.</p>
<p>(via <a href="http://www.teleread.org/2009/10/01/1984-lawsuit-settled-by-amazon-enough-protection-now-from-orwellian-zaps-of-kindle-books/" target="_blank">teleread</a>)</p>
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		<title>Lesenswert: Kassia Krozser (Quartet Press) &#252;ber E-Publishing</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Sep 2009 10:11:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Medienwandel]]></category>
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		<description><![CDATA[Nein, eine funktionierende Firma ist letztlich nicht draus geworden: Kassia Krozser hat zusammen mit ebenso engagierten Kolleginnen in den vergangenen Monaten das Experiment unternommen, einen ePublishing-Verlag auf die Beine zu stellen. Ihr Verlag, Quartet Press,  war ein Versuch, das Verlagsgesch&#228;ft anhand der v&#246;llig neuen M&#246;glichkeiten des digitalen Publizierens von Grund auf neu anzugehen. Dem konnte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nein, eine funktionierende Firma ist letztlich nicht draus geworden: Kassia Krozser hat zusammen mit ebenso engagierten Kolleginnen in den vergangenen Monaten das Experiment unternommen, einen ePublishing-Verlag auf die Beine zu stellen. Ihr Verlag, <a href="http://quartetpress.com/about/" target="_blank">Quartet Press</a>,  war ein Versuch, das Verlagsgesch&#228;ft anhand der v&#246;llig neuen M&#246;glichkeiten des digitalen Publizierens von Grund auf neu anzugehen. Dem konnte man in ihrem <a href="http://quartetpress.com/" target="_blank">Blog</a> seit Juni folgen. <span id="more-446"></span></p>
<p>Nun hat Quartet Publishing die Segel gestrichen. Ihre Erfahrungen fasst Kassia Krozser in einem unbedingt lesenswerten <a href="http://booksquare.com/how-i-spent-my-summer-vacation/" target="_blank">Artikel</a> auf Booksquare zusammen. Krozser betont, dass ePublishing von Grund auf nicht nur neu gedacht, sondern vor allem neu ausprobiert werden muss. Wer in den &#252;berkommenen Spuren verharrt, kann kein Vorbild f&#252;r ein erfolgreiches Handeln mit den neuen Medien und Werkzeugen abgeben:</p>
<blockquote><p>&#8220;I would not […] suggest, for anyone starting in the digital first or digital only realm, to look to traditional publishers for guidance. Okay, maybe a few, but only in the instances where those publishers are doing it differently and taking real chances. Anyone who isn’t engaged in a level of messy experimentation, they’re not worth using as a role model.&#8221;</p></blockquote>
<p>Besser als unpassende Gesch&#228;ftsmodelle und Strukturen von den traditionellen H&#228;usern zu &#252;bernehmen, ist es, per trial and error vorzugehen und das Scheitern zu riskieren. Dass Krozser diese Offenheit dem eigenen Experiment gegen&#252;ber hatte und mit derselben Offenheit &#252;ber dessen Scheitern spricht, ist r&#252;hmlich. Man w&#252;rde sich mehr Experimente dieser Art w&#252;nschen: Denn was ist wohl wahrscheinlicher: Dass eines dieser Experimente gl&#252;ckt oder dass diejenigen in der Branche, die an ihren herk&#246;mmlichen Strukturen und Gesch&#228;ftsmodellen festhalten, ein funktionierendes ePublishing zustande bringen?</p>
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		<title>Amazon bietet Kindle 1984-Gesch&#228;digten Datenwiederherstellung oder Geld</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Sep 2009 06:29:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
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		<category><![CDATA[eBooks]]></category>
		<category><![CDATA[eReader]]></category>
		<category><![CDATA[Kindle]]></category>

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		<description><![CDATA[Die gel&#246;schten Daten zur&#252;ck oder eine Entsch&#228;digung in H&#246;he von 30 US-Dollar hat Amazon offenbar all jenen Kindle-Nutzern angeboten, die von der umstrittenen unautorisierten L&#246;schung von eBooks &#252;ber die Mobilfunkanbindung des Kindle-Leseger&#228;tes betroffen waren. Der gew&#246;hnlich gut informierte Twitter-Nutzer e_reading berichtet soeben, er habe eine eMail mit dem entsprechenden Inhalt von Amazon erhalten. Die von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die gel&#246;schten Daten zur&#252;ck oder eine Entsch&#228;digung in H&#246;he von 30 US-Dollar hat Amazon offenbar all jenen Kindle-Nutzern angeboten, die von der umstrittenen unautorisierten <a href="http://bewegliche-lettern.de/2009/07/kindle-1984-amazon-loescht-orwell/" target="_blank">L&#246;schung</a> von eBooks &#252;ber die Mobilfunkanbindung des Kindle-Leseger&#228;tes betroffen waren. <span id="more-422"></span></p>
<p>Der gew&#246;hnlich gut informierte Twitter-Nutzer <a href="http://twitter.com/e_reading" target="_blank">e_reading</a> <a href="http://twitter.com/e_reading/status/3750443372" target="_blank">berichtet</a> soeben, er habe eine eMail mit dem entsprechenden Inhalt von Amazon erhalten. Die von e_reading <a href="http://twitter.com/e_reading/status/3750584290" target="_blank">dokumentierte</a> eMail ist mit &#8220;Kindle Team&#8221; unterschrieben. Sie zitiert ausf&#252;hrlich aus der <a href="http://bewegliche-lettern.de/2009/07/kindle-1984-jeff-bezos-sagt-sorry-laesst-alle-fragen-offen/" target="_blank">Entschuldigung</a> von Amazon-CEO Jeff Bezos und bietet dem Nutzer die Wiederherstellung des gel&#246;schten eBooks und der gegebenenfalls ebenfalls gel&#246;schten eigenen Anmerkungen zum Buch oder einen Warengutschein:</p>
<blockquote><p>&#8220;As you were one of the customers impacted by the removal of &#8216;Nineteen Eighty-Four&#8217; from your Kindle device in July of this year, we would like to offer you the option to have us re-deliver this book to your Kindle along with any annotations you made.  You will not be charged for the book.  If you do not wish to have us re-deliver the book to your Kindle, you can instead choose to receive an Amazon.com electronic gift certificate or check for $30.&#8221;</p></blockquote>
<p>Au&#223;er den beiden Meldungen dieses einzelnen Twitterers gibt es bislang keine Best&#228;tigung f&#252;r diese &#252;berraschende Wendung im Kindle 1984-Skandal.</p>
<p>Falls sich diese Meldung best&#228;tigt, w&#252;rde Amazon mit seinem Angebot, die gel&#246;schten Nutzerdaten wiederherzustellen einer Sammelklage, die gegen das Unternehmen wegen der L&#246;schaktion <a href="http://bewegliche-lettern.de/2009/07/kindle-1984-update-amazon-steht-vor-sammelklage/" target="_blank">angestrengt</a> wurde, die Grundlage nehmen. Unklar ist, ob Amazon bei der angeboteten Wiederherstellung des gel&#246;schten 1984-Textes die von Amazon selbst beanstandete Ausgabe wiederherstellen wird (der eBook-Publisher war nicht Inhaber der entsprechenden Verwertungsrechte an dem copyrightgesch&#252;tzten Text) oder eine legale Version des eBooks an dessen Stelle treten wird.</p>
<p>Eine interessante Implikation von Amazons Angebot w&#228;re, dass die gel&#246;schten Nutzerdaten nicht im digitalen Orkus verschwunden, sondern noch irgendwo in Amazons System gespeichert sind &#8211; ein Aspekt, der die Verunsicherung &#252;ber den Datenschutz der von Kindle-Nutzern auf ihren Ger&#228;ten angelegten eigenen Daten eher noch verst&#228;rken d&#252;rfte.</p>
<p><strong>Update </strong>4.9., 20:05h: Die PR-Abteilung von Amazon.de hat auf R&#252;ckfrage von bewegliche <em>lettern</em> per eMail best&#228;tigt, dass die Meldung von e_reading zutreffend ist.</p>
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		<item>
		<title>Sony schaltet sich in Book Settlement Streit ein, will mitverdienen</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Aug 2009 00:59:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sony hat sich in die Auseinandersetzung &#252;ber das Google Book Settlement eingeschaltet. Nachdem sich vor kurzem Microsoft, Yahoo und Sony-Konkurrent Amazon im Rechtsstreit um das Book Search Settlement gegen Google gestellt hatten, hat nun Sony an der Seite des Suchmaschinen-Konzerns Position bezogen. Wie Wired soeben berichtet, hat Sony beim zust&#228;ndigen Richter einen Amicus Curiae-Brief angek&#252;ndigt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sony hat sich in die Auseinandersetzung &#252;ber das Google Book Settlement eingeschaltet. Nachdem sich vor kurzem Microsoft, Yahoo und Sony-Konkurrent Amazon im Rechtsstreit um das Book Search Settlement gegen Google <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/technology/8200624.stm" target="_blank">gestellt</a> hatten, hat nun Sony an der Seite des Suchmaschinen-Konzerns Position bezogen. <span id="more-403"></span></p>
<p>Wie Wired soeben <a href="http://www.wired.com/epicenter/2009/08/sony-google-book/" target="_blank">berichtet</a>, hat Sony beim zust&#228;ndigen Richter einen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Amicus_curiae" target="_blank">Amicus Curiae</a>-Brief angek&#252;ndigt, mit dem der Elektronik-Konzern als unbeteiligte, aber interessierte Partei seine Sicht der Dinge ins Verfahren einbringen will. In dem von Wired ver&#246;ffentlichten Brief an den Richter (<a href="http://www.wired.com/images_blogs/epicenter/2009/08/sony-amicus-request-letter-2.pdf" target="_blank">pdf</a>) hebt Sony hervor, dass das Book Settlement einen positiven Effekt auf den E-Reader-Markt haben werde:</p>
<blockquote><p>&#8220;In Sony Electronics’ view, the cooperative and mutually beneficial relationship the Settlement forges between Google and the copyright holders in the proposed class may have a profoundly positive impact on the market for e-book readers and related devices.&#8221;</p></blockquote>
<p>Gemeint d&#252;rfte damit in erster Linie wohl ein positiver Effekt auf das von Sony selbst angebotene E-Book-Leseger&#228;t sein. Dessen neueste Version namens <a href="http://www.lesen.net/ereader/sony-reader-daily-edition-sonys-kindle-945/" target="_blank">Daily Edition</a> n&#228;mlich hat eine Funktion eingebaut, &#252;ber die der Reader (vorerst nur in den USA) &#252;ber eine drahtlose Netzanbindung auf die E-Book-Best&#228;nde &#246;ffentlicher Bibliotheken zugreifen kann. Damit verf&#252;gt die neueste E-Reader-Generation von Sony &#252;ber ein Merkmal, das sie von den Ger&#228;ten der Mitbewerber abhebt – insbesondere vom US-Marktf&#252;hrer, Amazons Kindle.</p>
<p>Dieses Alleinstellungsmerkmal begr&#252;ndet ein besonderes Interesse des Konzerns an den E-Book-Best&#228;nden der Bibliotheken. Je leichter der Zugriff auf (m&#246;glichst kostenlosen) Content, desto attraktiver die Hardware. Nach dieser Regel ist der Marktvorteil von Sonys E-Reader umso gr&#246;&#223;er, je mehr B&#252;cher in einer Bibliothek als E-Book vorliegen. Durch eine Zusammenarbeit mit Google konnte Sony bereits in der Vergangenheit vom Book Search-Programm <a href="http://paidcontent.org/article/419-sony-google-team-up-against-amazon/" target="_blank">profitieren</a>: Google stellt seit vergangenem M&#228;rz 500.000 nicht mehr dem Copyright unterliegende Werke auf den Sony Readern zur Verf&#252;gung.</p>
<p>Das Book Settlement w&#252;rde erm&#246;glichen, diese Zusammenarbeit auch auf copyrightgesch&#252;tzte B&#252;cher auszuweiten. B&#252;cher, die im Druck sind und unter Copyright stehen, sollen nach der im Settlement ausgehandelten Abmachung &#252;ber Online-Buchh&#228;ndler zu kaufen oder Bibliotheken ausleihbar sein. – Den Nutzern des neuesten Sony Readers also via Bibliothekszugang gratis zur Verf&#252;gung stehen. Ebenso wie die umstrittenen verwaisten, also nicht mehr im Handel befindlichen, aber noch durch Copyright gesch&#252;tzten Werke, die Google auf Grundlage des Settlements digitalisieren und anbieten wird.</p>
<p>Googles digitale &#8216;Bibliothek&#8217; d&#252;rfte auf lange Sicht eher einem Buchladen gleichen. Darauf hat unl&#228;ngst Lawrence Lessig in einem <a href="http://bewegliche-lettern.de/2009/08/lawrence-lessig-ueber-das-google-book-settlement/" target="_blank">Vortrag</a> &#252;ber das Google Book Settlement hingewiesen:</p>
<blockquote><p>&#8220;We’re building into this not so much a digital library but a digital bookstore.&#8221;</p></blockquote>
<p>Den Zugriff auf die digitalisierten B&#252;cher will Google nach eigenem <a href="http://books.google.com/googlebooks/agreement/" target="_blank">Bekunden</a> an Bibliotheken verkaufen. Die Monopolposition, die Googles digitale Megabibliothek einnehmen k&#246;nnte, z&#228;hlt deshalb zu den gr&#246;&#223;ten Sorgen von Gegnern des Book Settlements au&#223;erhalb der Konzernwelt. So <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/technology/8200624.stm" target="_blank">zitiert</a> BBC News den Gr&#252;nder der Non-Profit-Organisation <a href="http://www.archive.org/" target="_blank">Internet Archive</a> Brewster Kahle mit den Worten:</p>
<blockquote><p>&#8220;Google is trying to monopolise the library system. […] If this deal goes ahead, they&#8217;re making a real shot at being &#8216;the&#8217; library and the only library.&#8221;</p></blockquote>
<p>Die Bibliotheken w&#252;rden sich einem Angebot gegen&#252;bersehen, das sie, wie die Library Copyright Alliance <a href="http://www.library.utoronto.ca/library/blogs/ereader/?p=379" target="_blank">bef&#252;rchtet</a>, selbst unter einem Preisdiktat kaum w&#252;rden ablehnen k&#246;nnen. Die Kosten f&#252;r den Content w&#252;rden dann die Bibliotheken tragen. Nutzer eines Leseger&#228;ts mit Bibliotheksanschluss dagegen h&#228;tten den gesamten elektronischen Bibliotheksbestand kostenlos zur Verf&#252;gung. Finanziell w&#228;ren sie lediglich &#252;ber ihre Bibliotheksgeb&#252;hr (und, nat&#252;rlich, die allgemeinen Steuern) beteiligt. (Als ein Ansatz zu einem Kulturflatrate-Modell ist das &#252;brigens einen Gedanken wert.)</p>
<p>Ein Leseger&#228;t, das jederzeit kostenlos auf so ziemlich die gesamte digitalisierte Weltbibliothek zugreifen k&#246;nnte, h&#228;tte einen beeindruckenden Produktvorteil gegen&#252;ber Ger&#228;ten, deren Nutzer jedes einzelne E-Book kaufen m&#252;ssen. Zumal die Grenzen zwischen Besitz und Ausleihe in der Welt der immateriellen B&#252;cher immer mehr verschwimmen (vermeintlich gekaufte B&#252;cher k&#246;nnen jederzeit <a href="http://bewegliche-lettern.de/2009/07/kindle-1984-amazon-loescht-orwell/" target="_blank">zur&#252;ckgeholt</a>, nicht jedoch antiquarisch <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/verbrauchertipp/1018697/" target="_blank">weiterverkauft</a> oder -verschenkt werden). F&#252;r Sony ist es also durchaus sinnvoll, auf Tuchf&#252;hlung mit dem Monopolisten in spe zu gehen.</p>
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		<title>Die Zeitungsindustrie ist ihrer Zeit voraus (anno 1994)</title>
		<link>http://bewegliche-lettern.de/2009/08/die-zeitungsindustrie-ist-ihrer-zeit-voraus-anno-1994/</link>
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		<pubDate>Sun, 23 Aug 2009 10:54:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienwandel]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[eReader]]></category>
		<category><![CDATA[Roger Fidler]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitungskrise]]></category>

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		<description><![CDATA[Der US-Mediengigant Knight Ridder (gegr&#252;ndet 1933 von John S. Knight und Herman Ridder und damit g&#228;nzlich unschuldig daran, dass der Firmenname heute etwas l&#228;cherlich klingt) hat tief in die Zukunft geblickt und anno 1994 eine Vision von kommenden Dingen in der Zeitungsindustrie vorgelegt. Vieles, was das Unternehmen (zeitweise der zweitgr&#246;&#223;te Zeitungsverlag der Vereinigten Staaten) damals [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der US-Mediengigant <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Knight_Ridder" target="_blank">Knight Ridder</a> (gegr&#252;ndet 1933 von John S. Knight und Herman Ridder und damit g&#228;nzlich unschuldig daran, dass der Firmenname heute etwas <a href="http://www.youtube.com/watch?v=c1MZeNemQ3Y" target="_blank">l&#228;cherlich</a> klingt) hat tief in die Zukunft geblickt und anno 1994 eine Vision von kommenden Dingen in der Zeitungsindustrie vorgelegt. Vieles, was das Unternehmen (zeitweise der zweitgr&#246;&#223;te Zeitungsverlag der Vereinigten Staaten) damals pr&#228;sentierte, wirkt heute – Jahrhunderte sp&#228;ter – beeindruckend aktuell: <span id="more-376"></span></p>
<p>Ob das mutma&#223;lich kurz vor seinem launch stehende Apple Tablet je so cool sein wird wie das in diesem Video vorgestellte Tablet Newspaper? Schicker als Amazons Kindle DX und andere e-Reader ist das Knight Ridder Tablet allemal.</p>
<p><object id="VideoPlayback" style="width: 400px; height: 326px;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100" height="100" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://video.google.com/googleplayer.swf?docid=-4176721009838609904&amp;hl=en&amp;fs=true" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed id="VideoPlayback" style="width: 400px; height: 326px;" type="application/x-shockwave-flash" width="100" height="100" src="http://video.google.com/googleplayer.swf?docid=-4176721009838609904&amp;hl=en&amp;fs=true" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Auch wenn das Tablet Newspaper noch ganz ohne Internetanbindung auskommen sollte: Die Ideen und (simulierten) Technologien in diesem Video wirken zum Teil auch heute noch wegweisend (im Gegensatz zur Krawatten- und Frisurenmode). Verwirklicht wurde das Tablet Newspaper allerdings nie, was nach <a href="http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=20601109&amp;sid=arIIt._chi0E" target="_blank">Auskunft</a> des – im Clip gezeigten – Knight-Ridder-Laborleiters Roger Fidler am damaligen technischen Stand der Displaytechnologie lag: Die Screens waren zu schwer und zu stromdurstig. Bereits 1995 wurde das Projekt eingestellt. Knight Ridder wurde 2006 vom Medienunternehmen <a href="http://www.mcclatchy.com/" target="_blank">McClatchy</a> aufgekauft.</p>
<p>(via <a href="http://mashable.com/2009/08/22/knight-ridder-tablet/" target="_blank">mashable</a>)</p>
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		<title>Lawrence Lessig &#252;ber das Google Book Settlement</title>
		<link>http://bewegliche-lettern.de/2009/08/lawrence-lessig-ueber-das-google-book-settlement/</link>
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		<pubDate>Wed, 12 Aug 2009 09:55:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Google Book Settlement]]></category>
		<category><![CDATA[Lawrence Lessig]]></category>

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		<description><![CDATA[In einem Vortrag f&#252;r das Berkman Center for Internet &#38; Society der Harvard University hat Lawrence Lessig davor gewarnt, dass das Google Book Settlement den Zugang zu Literatur kurzfristig zwar erleichtern, langfristig jedoch erschweren wird. Lessig sprach davon, dass sich die &#8220;&#214;kologie des Werkzugangs&#8221; (&#8220;ecology of access&#8221;) durch die Regelung grunds&#228;tzlich zu verschieben droht. W&#228;hrend [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einem Vortrag f&#252;r das <a href="http://cyber.law.harvard.edu/" target="_blank">Berkman Center for Internet &amp; Society</a> der Harvard University hat <a href="http://lessig.org/blog/" target="_blank">Lawrence Lessig</a> davor gewarnt, dass das Google Book Settlement den Zugang zu Literatur kurzfristig zwar erleichtern, langfristig jedoch erschweren wird. Lessig sprach davon, dass sich die &#8220;<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Digital_ecology" target="_blank">&#214;kologie</a> des Werkzugangs&#8221; (&#8220;ecology of access&#8221;) durch die Regelung grunds&#228;tzlich zu verschieben droht. <span id="more-337"></span></p>
<p>W&#228;hrend im traditionellen System die Bibliotheken gew&#228;hrleisten, dass man zu jedem literarischen Werk freien Zugang hat, wird das Google Book Settlement seiner Ansicht nach dazu f&#252;hren, dass der Zugang zu jenen Werken, die weder in gedruckter Ausgabe verf&#252;gbar noch gemeinfrei sind, durch &#252;berkomplexe Bestimmungen letztlich der Nutzung entzogen werden.</p>
<p>Lessig verglich die Situation, die durch das Settlement entsteht, mit der komplizierten Rechtslage bei Dokumentarfilmen: Die einzelne Bestandteile, aus denen diese sich zusammensetzen, etwa Ausschnitte aus Nachrichtensendungen oder anderen Quellen, werden jeweils einzeln durch unterschiedliche Lizenzabkommen mit unterschiedlichen Laufzeiten gesch&#252;tzt, so dass nach Ablauf der urspr&#252;nglich ausgehandelten Lizenzlaufzeit ein immenser Aufwand zur Neulizenzierung ansteht, wenn man den Dokumentarfilm auch weiterhin verf&#252;gbar halten will. Durch das <a href="http://www.googlebooksettlement.com/r/view_settlement_agreement" target="_blank">Book Settlement</a> wird nach Lawrence Lessigs  Ansicht eine vergleichbar komplizierte Lizenzierungssituation f&#252;r verwaiste Werke geschaffen, die einen unverh&#228;ltnism&#228;&#223;igen Verwaltungsaufwand erfordert:</p>
<blockquote><p>&#8220;The problem here is that the settlement pushes us towards a radically different kind of ecology. […] Here is my fear: That this agreement with the largest and most important information technology company we&#8217;ve got and the two presumptive rights players here, publishers and authors, moves us down a path where books become documentary films. Where the ecology of access we have to books in the future is like the ecology of access we have to documentary films today. Which means that we don&#8217;t have access in the traditional sense of guaranteeing [that] we&#8217;ve got access. [Instead] we&#8217;ve got access that&#8217;s encumbered by a bunch of agreements that don&#8217;t ever build into their architecture the theme that we must guarantee at some point free access to this culture. We&#8217;re building into this not so much a digital library but a digital bookstore.&#8221;</p></blockquote>
<p>Auch wenn Lessigs Sorge der Zug&#228;nglichkeit durch Nutzer gilt, deren Rechte er in der Konstellation des Settlements nicht repr&#228;sentiert findet, redet er nicht einer copyrightfreien Situation das Wort. Lessig betont, dass die Balance zwischen den Interessen der Wirtschaft (Limitierung des Zugangs) und den Interessen der Nutzer (Zugangsm&#246;glichkeit) sich in der digitalen Welt verschoben hat, so dass ein neues Gleichgewicht gefunden und dazu auch das Urheberrecht reformiert werden muss:</p>
<blockquote><p>&#8220;Think about how we are going to restrike a balance in the digital world that gives us something like the value of the balance that was struck in the physical world, a balance between what I think of as the commercial life of published works and the beyond-the-commercial life of published works. […] The problem in the digital world is that free space disappears because every single thing you do with copyrighted work in a digital environment triggers copyright law in theory because it produces a copy. […] What do we do to recreate this balance how do we structure a legal regime to give us both the commercial opportunity where that’s necessary and the free access where that commercial opportunity is no longer necessary.&#8221;</p></blockquote>
<p>Der gesamte Vortrag kann auf der Website des <a href="http://blogs.law.harvard.edu/mediaberkman/2009/08/03/lawrence-lessig-on-the-google-book-search-settlement-settlements-static-goods-dynamic-bads-audi/" target="_blank">Berkman Center</a> als Audiofile (<a href="http://wilkins.law.harvard.edu/events/conferences/2009-07-31_googlebooks/2009-07-31_googlelessig/2009-07-31_googlelessig.mp3" target="_blank">MP3</a> oder <a href="http://wilkins.law.harvard.edu/events/conferences/2009-07-31_googlebooks/2009-07-31_googlelessig/2009-07-31_googlelessig.ogg" target="_blank">OGG</a>) heruntergeladen werden. (Wer einmal Lessigs Pr&#228;sentationen gesehen hat, wie etwa seinen Berliner Vortrag &#8220;<a href="http://blip.tv/file/2121395" target="_blank">The Search for a Moose</a>&#8220;, wird bedauern, dass die Bilder zu Lessigs Vortrag nicht mitgeliefert werden. Das Gel&#228;chter des Publikums zeigt, dass sie es wert gewesen w&#228;ren. Vielleicht stellt Lessig seine Berkman-Center-Pr&#228;sentation ja auch noch auch seinem <a href="http://lessig.blip.tv/" target="_blank">Kanal</a> bei blip.tv ein)</p>
<p>(via <a href="http://www.teleread.org/2009/08/10/larry-lessig-on-digital-libraries/" target="_blank">teleread</a>)</p>
<p><strong>Update</strong> 13.08. 22:19h: Lawrence Lessig hat seinen Vortrag &#252;ber das Google Book Search Settlement nun auch als <a href="http://blip.tv/file/2471815" target="_blank">Video</a> zug&#228;nglich gemacht.</p>
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		<title>Breaking News: Der Ammann Verlag h&#246;rt auf</title>
		<link>http://bewegliche-lettern.de/2009/08/breaking-news-der-ammann-verlag-hoert-auf/</link>
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		<pubDate>Mon, 10 Aug 2009 09:18:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Ammann Verlag]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie der Perlentaucher soeben meldet, wird der Ammann Verlag zum 30. Juni 2010 sein publizistisches Gesch&#228;ft einstellen. Ein herber Verlust f&#252;r die deutschsprachige Verlagslandschaft. Offenbar wurden die Mitarbeiter und Autoren des Verlags zeitgleich mit der Presse von Egon Ammanns Entscheidung unterrichtet. Mehr hier.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie der Perlentaucher soeben <a href="http://www.perlentaucher.de/blog/58_der_ammann_verlag_gibt_auf" target="_blank">meldet</a>, wird der <a href="http://www.ammann.ch/" target="_blank">Ammann Verlag</a> zum 30. Juni 2010 sein publizistisches Gesch&#228;ft einstellen. Ein herber Verlust f&#252;r die deutschsprachige Verlagslandschaft. Offenbar wurden die Mitarbeiter und Autoren des Verlags zeitgleich mit der Presse von Egon Ammanns Entscheidung unterrichtet. Mehr <a href="http://www.perlentaucher.de/blog/58_der_ammann_verlag_gibt_auf" target="_blank">hier</a>.</p>
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