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	<title>bewegliche lettern&#187; Technologie Archiv  &#8211; bewegliche lettern</title>
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	<description>medienwandel in gutenbergs welt</description>
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		<title>Tynt.com macht Copy&amp;Paste nachverfolgbar</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Apr 2010 12:50:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsschutzrecht]]></category>
		<category><![CDATA[tynt]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei TechCrunch lese ich gerade von einem Service, der unter Content&#173;anbietern, die sich von Copy&#38;Paste bedroht f&#252;hlen, auf Interesse sto&#223;en wird. Tynt.com f&#252;gt jeder Passage, die aus einem Webcontent entnommen wird, einen individuellen, nachverfolgbaren Link hinzu. Wie dies im einzelnen aussieht, l&#228;sst sich anhand des TechCrunch-Textes &#252;ber Tynt demonstrieren. Bisher h&#228;tte man mit Copy&#38;Paste das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei <a href="http://techcrunch.com/2010/04/16/tynt-gets-8-million-for-ctrl-c-action/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+Techcrunch+%28TechCrunch%29" target="_blank">TechCrunch</a> lese ich gerade von einem Service, der unter Content&shy;anbietern, die sich von Copy&amp;Paste bedroht f&#252;hlen, auf Interesse sto&#223;en wird. <a href="http://www.tynt.com/" target="_blank">Tynt.com</a> f&#252;gt jeder Passage, die aus einem Webcontent entnommen wird, einen individuellen, nachverfolgbaren Link hinzu. <span id="more-809"></span></p>
<p>Wie dies im einzelnen aussieht, l&#228;sst sich anhand des TechCrunch-Textes &#252;ber Tynt demonstrieren. Bisher h&#228;tte man mit Copy&amp;Paste das folgende Zitat &#252;bernehmen k&#246;nnen:</p>
<blockquote><p>Tynt automatically adds a unique, trackable link back to the page in the copied text. [...] Publishers get the benefit of analytics on how much copying is being done, and they get the benefit of the link back when that content is shared.</p></blockquote>
<p>Nun, da TechCrunch selbst Tynt verwendet, sieht dieselbe Passage so aus:</p>
<blockquote><p>Tynt automatically adds a unique, trackable link back to the page in the copied text. [...] Publishers get the benefit of analytics on how much copying is being done, and they get the benefit of the link back when that content is shared.</p>
<p><span style="color: #ffcc00;"><span style="color: #000000;">Read more: </span><a href="http://techcrunch.com/2010/04/16/tynt-gets-8-million-for-ctrl-c-action/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+Techcrunch+%28TechCrunch%29#ixzz0lS7rsSIj" target="_blank">http://techcrunch.com/2010/04/16/tynt-gets-8-million-for-ctrl-c-action/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+Techcrunch+%28TechCrunch%29#ixzz0lS7rsSIj</a></span></p></blockquote>
<p>&#220;ber den individuellen Link kann der Contentanbieter (in diesem Fall TechCrunch) einen &#220;berblick dar&#252;ber bekommen, wie oft die Nutzer Passagen mit Ctrl+C oder dem Kontextmen&#252; kopieren, wie viel Traffic durch das Kopieren von Passagen erzeugt wird. Und nach Angaben von TechCrunch interessanterweise &#8211; obwohl dies f&#252;r den Nutzer nicht unmittelbar ersichtlich ist &#8211; auch dar&#252;ber, welcher Abschnitt genau kopiert wurde.</p>
<p>F&#252;r diejenigen Contentanbieter, die glauben, dass ihnen eigentlich jeder, der einen Link setzt oder etwas herauskopiert (und sei&#8217;s ein Snippet, und sei&#8217;s in einer Email), diesen Link bezahlen soll (Stichwort Leistungsschutzrecht), d&#252;rfte das interessant sein. Und f&#252;r alle, die gaaanz genau kontrollieren wollen, was die Nutzer mit ihren Texten so machen, ebenfalls.</p>
<p>F&#252;r Nutzer kann es nat&#252;rlich etwas nervig sein, wenn man mit Crtl+C mehr bekommt, als man erwartet h&#228;tte &#8211; etwa, wenn man die kopierten W&#246;rter in eine Suchmaschine einf&#252;gen wollte. Wer als Nutzer nicht jedes kopierte Zitat r&#252;ckverfolgen lassen m&#246;chte, kann den Link aber nat&#252;rlich h&#228;ndisch l&#246;schen. Oder ein AddOn wie zum Beispiel <a href="https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/4554" target="_blank">Extended Copy Menu</a> (f&#252;r Firefox) verwenden: Damit werden nicht nur l&#228;stige html-Formatierungen entfernt, sondern auch Tynt-links. Dazu muss man lediglich eine Taste mehr dr&#252;cken: Ctrl+Alt+C statt Crtl+C.</p>
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		<title>Verlage begr&#252;&#223;en iPad, iBooks, iDRM</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Jan 2010 05:03:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Amazon]]></category>
		<category><![CDATA[Apple]]></category>
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		<description><![CDATA[Apples in der vergangenen Woche vorgestellter Tabletcomputer iPad pr&#228;sentiert sich auch als Alternative zu g&#228;ngigen eInk Leseger&#228;ten wie dem Sony Reader, dem txtr-Reader und Amazons Kindle. Mit iBooks verf&#252;gt Apples Ger&#228;t &#252;ber eine eingebaute eBook-Lese- und Verwaltungssoftware und einen Online-Buchladen. In ersten Reaktionen begr&#252;&#223;en Verleger und der B&#246;rsenverein das Ger&#228;t enthusiastisch. Doch im Unterschied zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Apples in der vergangenen Woche vorgestellter Tabletcomputer iPad pr&#228;sentiert sich auch als Alternative zu g&#228;ngigen eInk Leseger&#228;ten wie dem Sony Reader, dem txtr-Reader und Amazons Kindle. Mit iBooks verf&#252;gt Apples Ger&#228;t &#252;ber eine eingebaute eBook-Lese- und Verwaltungssoftware und einen Online-Buchladen. In ersten Reaktionen begr&#252;&#223;en Verleger und der B&#246;rsenverein das Ger&#228;t enthusiastisch. Doch im Unterschied zu offenen Ger&#228;ten k&#246;nnte die geschlossene Plattform des iPad sowohl f&#252;r Verbraucher wie f&#252;r Verlage auf lange Sicht unbequem werden. <span id="more-675"></span></p>
<p>Wie das britische Branchenmagazin <em>The Bookseller</em> <a href="http://www.thebookseller.com/news/110947-uk-publishers-hail-the-ibook-moment.html.rss" target="_blank">berichtet</a>, waren die Reaktionen von Verlegern auf das iPad geradezu &#252;berschw&#228;nglich:</p>
<blockquote><p>&#8220;Publishers have welcomed the launch of Apple&#8217;s iPad as an »important step« in the transition towards digital books, with one branding it »the most significant development yet«. Dan Franklin, digital editor at Canongate, said: »I sat there and thought &#8216;this is what we&#8217;ve been waiting for&#8217;.« John Makinson, chief executive at Penguin, said the announcement represented &#8220;an important step in the development of a digital audience for books«.&#8221;</p></blockquote>
<p>F&#252;r die &#8211; vorerst nur in den USA <a href="http://mashable.com/2010/01/28/no-ibooks-for-you/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+Mashable+%28Mashable%29" target="_blank">verf&#252;gbare</a> &#8211; eBook-Software des Ger&#228;ts arbeitet Apple mit f&#252;nf Branchenriesen zusammen: Von den Big Six fehlt bei iBooks allein Random House.  Hachette, Penguin, Simon &amp; Schuster, Macmillan und HarperCollins sind mit im Boot. Weitere Verlage werden mit gro&#223;er Sicherheit folgen. Der Enthusiasmus der Verleger beruht vor allem darauf, dass sie durch die hohe Attraktivit&#228;t des Ger&#228;tes einen Zuwachs von potenziellen eBook-K&#228;ufern erwarten.</p>
<p>Entsprechend &#228;u&#223;erte sich auch der B&#246;rsenverein des Deutschen Buchhandels in einer <a href="http://www.buchmarkt.de/content/41275-e-books.htm" target="_blank">Pressemitteilung</a>. Man sei &#8220;davon &#252;berzeugt, dass das E-Book die Lesekultur f&#246;rdert und das Prinzip Buch auch bei neuen Leserschichten popul&#228;r macht.  &#8221; Gleichwohl betont der B&#246;rsenverein, &#8220;dass keine k&#252;nstlichen Barrieren durch geschlossene Shopsysteme&#8221; geschaffen werden d&#252;rften: &#8220;Nur der Wettbewerb vieler Verlage und Handelspartner sichert die kulturelle Vielfalt des Buchmarkts&#8221;. iBooks  erw&#228;hnt der B&#246;rsenverein in seinem Statement konsequenterweise mit keiner Silbe und verweist stattdessen auf die bisher weitgehend erfolglose Eigenentwicklung libreka.</p>
<p>Tats&#228;chlich sind die Bedenken des B&#246;rsenvereins gegen &#8220;geschlossene Shopsysteme&#8221; nicht von der Hand zu weisen. Zwar setzt Apple anders als Amazon nicht auf ein propriet&#228;res Ebookformat, sondern auf das offene epub-Format. Und offensichtlich soll die Apple-eigene iBook-App zumindest nicht vom Start weg Konkurrenzapps ausschlie&#223;en: Wie aus einer <a href="http://blog.txtr.com/?p=417" target="_blank">Pressemitteilung</a> des Berliner eReader- und eBook-Plattform-Anbieters txtr hervorgeht, wird es auch Apps anderer Ebook-Anbieter geben: txtr hat zumindest angek&#252;ndigt, dass es eine txtr-App auf dem iPad geben wird. Diese w&#252;rde von Anfang an auch deutschsprachige B&#252;cher auf Apples Tablet verf&#252;gbar machen. Man wird freilich abwarten m&#252;ssen, ob Apple auf lange Sicht das Angebot solcher Konkurrenz-Apps einschr&#228;nken wird. Denn als alleiniger Torw&#228;chter kann Apple dar&#252;ber bestimmen, welche Apps auf dem iPad laufen d&#252;rfen.</p>
<p>Die wirklich spannende &#8211; und auch f&#252;r Buch- und Presseverlage h&#246;chst relevante &#8211; Neuerung des iPad besteht meiner Ansicht nach darin, dass es das bisher auf den mobilen Bereich beschr&#228;nkte App-Modell auf ein Ger&#228;t ausweitet, das vom Anspruch her einem Netbook zumindest nahesteht. Zwar erlaubt das iPad, wie Matthias Schwenk in einem lesenswerten <a href="http://carta.info/22324/apple-ipad-tablet/" target="_blank">Beitrag</a> auf Carta schreibt, neben der Nutzung von Apps gleichzeitig den freien Zugriff ins Web per Browser. Andererseits pusht es das App-Modell.</p>
<p>Von Netbooks und &#228;hnlichen tragbaren Kleincomputern war man bisher gewohnt, dass man einen freien, allein browserabh&#228;ngigen Zugang zum Web hatte. Apple weitet die App-Kampfzone nun &#252;ber Smartphones hinaus aus &#8211; und schr&#228;nkt damit die Freiheit der Nutzer ein. Apps sind zwar in vielerlei Hinsicht nutzerfreundlich, haben es aber auch an sich, den Nutzer zu g&#228;ngeln: Er kann sich nicht im Netz frei bewegen, sondern nur auf den Schienen, die das App legt. Wenn sich das iPad in dem Ma&#223;e durchsetzt, wie es Apples Marktmacht und der Erfolg seiner letzten Produktreihen vermuten l&#228;sst, werden viele Nutzer sich daran gew&#246;hnen, nicht mehr browsergest&#252;tzt, sondern App-gef&#252;hrt aufs Internet zuzugreifen.</p>
<p>Das ist f&#252;r Contentanbieter einerseits begr&#252;&#223;enswert, denn so k&#246;nnen sie den Zugang zu ihrem Angebot besser kontrollieren und sich leichter bezahlen lassen. Dies ist der Grund daf&#252;r, dass insbesondere Zeitungsverlage an App-L&#246;sungen &#228;u&#223;erst interessiert sind: Von ihnen versprechen sie sich eine M&#246;glichkeit, Paid Content durchzusetzen &#8211; was im freien Web im Gro&#223;en und Ganzen gescheitert ist. Andererseits ist der Torw&#228;chter der Torw&#228;chter Apple selbst. Denn Apple bestimmt, welche Apps laufen d&#252;rfen, welche nicht.</p>
<p>Defective by Design, die Anti-DRM-Plattform der Free Software Foundation, verurteilt unter anderem aus diesem Grund Apples iPad. Anl&#228;sslich der Produktpr&#228;sentation des iPad machte Defective by Design seinen Bedenken durch <a href="http://arstechnica.com/tech-policy/news/2010/01/protestors-ipad-is-nothing-more-than-a-golden-calf-of-drm.ars" target="_blank">Proteste</a> Luft und sammelt nun <a href="http://www.defectivebydesign.org/ipad" target="_blank">Unterschriften</a> gegen Apples DRM. In einem Rundschreiben fasst Defective by Design die Gefahren der geschlossenen Plattform f&#252;r Nutzer zusammen:</p>
<blockquote><p>&#8220;This summer we saw the dangers of DRM on ebook readers, when Amazon deleted hundreds of copies of George Orwell&#8217;s 1984 from readers&#8217; computers while they slept. Applying this control to a general purpose computer marketed especially for media distribution is a huge step backward for computing, and a blow to the media revolution that happened when the web let bloggers reach millions <em>without</em> asking for permission. DRM and forced updates will give Apple and their corporate partners the power to disable features, restrict competition, censor news, and even delete books, videos, or news stories from users&#8217; computers while they sleep&#8211; using the device&#8217;s »always on« network connection. Apple can say they will not abuse this power, but their record of App Store rejections gives us no reason to trust them. The Apple Tablet&#8217;s unprecedented use of DRM to control all capabilities of a general purpose computer is a dangerous step backward for computing and for media distribution&#8221;.</p></blockquote>
<p>Nicht allein den Verbrauchern drohen Einschr&#228;nkungen und &#220;bergriffe, sondern auch Apples Kooperationspartnern aus der Medienbranche. Selbst die Branchenriesen riskieren bei einer Zusammenarbeit mit Apple, in Abh&#228;ngigkeit von einem Partner zu geraten, der zu einer ganz anderen Gewichtsklasse geh&#246;rt.</p>
<p>Apple hat bereits die Muskeln spielen lassen, indem es den Verlag McGraw Hill &#8211; wahrlich kein Zwerg in der Branche &#8211; bei seiner Pr&#228;sentation aus der Reihe der mit iBooks kooperierenden Verlage <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2010/01/28/steve-jobs-saegt-verleger-ab-nachdem-dieser-ipad-plaene-ausgeplaudert-hatte/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+basicthinking%2Fdoho+%28Basic+Thinking+Blog%29" target="_blank">rausschmiss</a> (ob dies auch einen Ausschluss aus dem Kooperationsprogramm selbst bedeutet, ist noch unklar). Dessen Verleger Harold McGraw III hatte einen Tag vor dem iPad-Launch ausgeplaudert, dass man mit Apple &#252;ber eine Zusammenarbeit im eBook-Bereich spreche. Und wer wann was reden darf, bestimmt schlie&#223;lich Apple.</p>
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		<title>Google Editions: Erste offizielle Informationen</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Dec 2009 15:25:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Google hat die ersten detaillierten Informationen &#252;ber sein geplantes Programm Google Editions bereitgestellt. Mit Google Editions will der Internetkonzern vom kommenden Jahr an in Zusammenarbeit mit Verlagen digitale B&#252;cher zum Kauf anbieten.  In einem &#8220;Getting Started With Google Editions&#8221; betitelten Artikel auf den offiziellen Hilfeseiten zu Google Booksearch werden den kooperierenden Verlagen nun die Einstellm&#246;glichkeiten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Google hat die ersten detaillierten <a href="http://books.google.com/support/partner/bin/answer.py?answer=167975" target="_blank">Informationen</a> &#252;ber sein geplantes Programm Google Editions bereitgestellt. Mit Google Editions will der Internetkonzern vom kommenden Jahr an in Zusammenarbeit mit Verlagen digitale B&#252;cher zum Kauf anbieten.  In einem &#8220;<a href="http://books.google.com/support/partner/bin/answer.py?answer=167975" target="_blank">Getting Started With Google Editions</a>&#8221; betitelten Artikel auf den offiziellen Hilfeseiten zu Google Booksearch werden den kooperierenden Verlagen nun die Einstellm&#246;glichkeiten vorgestellt, mit denen sie festlegen k&#246;nnen, welche Titel sie zu welchen Konditionen als &#8216;Google Edition&#8217; anbieten m&#246;chten.<span id="more-642"></span></p>
<p>Im Juli dieses Jahres hatte Google das Projekt <a href="http://www.readwriteweb.com/archives/googles_vision_for_the_future_of_google_books_eboo.php" target="_blank">skizziert</a>, auf der Tools of Change-Konferenz im Frankfurt im Oktober dann etwas genauer <a href="../../2009/10/google-wird-buchhaendler/" target="_blank">ausgemalt</a>. Wie bei beiden Anl&#228;ssen beschrieben, sollen die Nutzer von Google Editions wie bei Google Booksearch die M&#246;glichkeit haben, ins angebotene Buch hinein zu schauen. Zus&#228;tzlich k&#246;nnen sie den Titel jedoch als digitales Buch erwerben. Dabei wird allerdings nicht ein Dokument gekauft, sondern lediglich ein Zugang zum digitalen Buch. Ein Download findet also nicht statt, das Buch bleibt &#8216;in the cloud&#8217; und wird lokal nur im Cache gespeichert. Google beschreibt dies wie folgt:</p>
<blockquote><p>&#8220;After purchase, the book will live in the consumer&#8217;s online bookshelf, available to be accessed and read on most devices with internet access and a web browser; as well as on supported partner devices (to be announced during our public launch).&#8221;</p></blockquote>
<p>Ohne Internetzugang und einen lauff&#228;higen Browser ist die Benutzung von Google Editions also nicht m&#246;glich. Angesichts der Tatsache, dass nicht alle auf dem Markt verf&#252;gbaren eReader diesen bieten oder nur &#8216;experimentelle&#8217; Browser besitzen, ist dies eine Information von einiger Tragweite. Hinsichtlich der Hardware macht neugierig, was Google in Klammern ank&#252;ndigt: Welche Ger&#228;te werden die &#8220;supported partner devices&#8221; sein? (Ich w&#252;rde einiges wetten, dass das Google Handy dazugeh&#246;ren wird. Auf Amazons Kindle w&#252;rde ich angesichts der Auseinandersetzung, die sich beide Konzerne bei der Diskussion &#252;ber das Book Settlement geleistet haben, dagegen nicht setzen).</p>
<p>Verlage und Rechteinhaber, die bereits am Partner Programm von Google Books teilnehmen, k&#246;nnen nun in ihrem Partner Program Account festlegen, ob sie ihre bei Google Books eingestellten B&#252;cher &#252;ber Google Editions verkaufen wollen. Dazu m&#252;ssen sie allerdings einem Vertragszusatz (&#8220;<a href="https://books.google.com/partner/online-ge-terms" target="_blank">Google Editions Addendum</a>&#8220;) zustimmen.</p>
<p>Auch die Konditionen, wie etwa die Preisgestaltung der &#252;ber Google Editions angebotenen B&#252;cher, k&#246;nnen dort eingestellt werden. Als Grundeinstellung schl&#228;gt Google einen Preis in H&#246;he von 80% der g&#252;nstigsten Printausgabe des betreffenden Titels vor. Abweichungen davon sind m&#246;glich. Preisen, die &#252;ber denen der gedruckten Ausgabe liegen, schiebt Google allerdings einen Riegel vor:</p>
<blockquote><p>&#8220;Unless you specify otherwise, the default price is set at 80% of the lowest list price of the print book upon which the Google Edition is based. [...] Please note that we do not allow partners to set a list price higher than 100% of the lowest print price.&#8221;</p></blockquote>
<p>Bez&#252;glich der Preisgestaltung &#252;bt Google schon in diesen ersten offiziellen Informationen einen sanften argumentatorischen Druck auf die kooperierenden Verlage aus: Man m&#246;ge doch bedenken, dass ein als &#8216;Google Edition&#8217; verkauftes Buch vom Endkunden als weniger werthaltig empfunden werden w&#252;rde als Printausgaben (&#8220;We encourage you to consider the perceived value of the Google Editions of your titles for users and set prices accordingly.&#8221;). Dieser Aufruf, die Preise vom Kunden her zu denken, ist angesichts der anhaltenden <a href="http://bewegliche-lettern.de/tag/pricing/" target="_blank">Debatten</a> &#252;ber die Preisgestaltung von Ebooks bestimmt nicht &#252;berfl&#252;ssig.</p>
<p>Google beh&#228;lt sich das Recht vor, die bei Google Editions angeboteten B&#252;cher ohne R&#252;cksprache mit den Kooperationspartnern zu rabattieren. Auch bei einem Preisnachlass werden die Kooperationspartner allerdings verg&#252;tet, als w&#228;re das Buch zum Listenpreis verkauft worden. Dar&#252;ber hinaus beh&#228;lt sich Google vor, selbst dar&#252;ber zu entscheiden, ob es die von den Kooperationspartnern zum Verkauf freigegebenen B&#252;cher tats&#228;chlich verkauft.</p>
<p>Interessant, und meiner Ansicht nach wegweisend, ist die M&#246;glichkeit, die &#8216;Google Edition&#8217; eines Titels mit einer Druckausgabe zu koppeln und beides im &#8220;B&#252;ndel&#8221; zu verkaufen. F&#252;r solche B&#252;ndelangebote k&#246;nnen die Partnerverlage abweichende Preise angeben:</p>
<blockquote><p>&#8220;Retailers may choose to sell your Google Editions book in a bundle with the print copy. This setting allows you to specify the percentage of the Google Editions list price that you would like to charge when the print and digital editions are sold together. For example, if you are selling a Google Edition for $15, you may decide that a customer making a print edition purchase from an online retailer will be willing to pay an additional $4.50 on top of the print edition purchase price to receive the digital edition as well. If so, you will want to enter &#8220;30%&#8221; into this field.&#8221;</p></blockquote>
<p>Google stellt den kooperierenden Verlagen frei, ob sie die auf Google Editions eingestellen B&#252;cher mit einen Digitalen Rechtemanagement (DRM) sch&#252;tzen wollen oder nicht. Google Editions plane, das DRM-System ACS4 von Adobe zu unterst&#252;tzen. Auch der Umfang, in dem die Endkunden in den als Google Edition gekauften B&#252;chern mit Copy &amp; Paste arbeiten oder das Buch ausdrucken k&#246;nnen, kann von den Partnerverlagen festgelegt werden.</p>
<p>(via <a href="http://www.mobileread.com/forums/showthread.php?t=66004&amp;utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+mr%2Ffront+%28MobileRead+Frontpage%29" target="_blank">mobileread</a>)</p>
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		<title>[Update] Jetzt konkret: Farbdisplay f&#252;r eReader im Fr&#252;hjahr</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Oct 2009 05:49:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In den eReader-Markt kommt Leben. Auf der Frankfurter Buchmesse soll in der n&#228;chsten Woche der viel erwartete txtr-Reader pr&#228;sentiert werden – Verkaufsbeginn ist voraussichtlich im Dezember. Amazon hat in einer &#252;berst&#252;rzt anmutenden Aktion den Kindle auch international verf&#252;gbar gemacht – schon in den n&#228;chsten Tagen soll er ausgeliefert werden. Nun platzt Barnes &#38; Noble mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den eReader-Markt kommt Leben. Auf der Frankfurter Buchmesse soll in der n&#228;chsten Woche der viel erwartete <a href="http://reader.txtr.com/" target="_blank">txtr-Reader</a> pr&#228;sentiert werden – Verkaufsbeginn ist voraussichtlich im Dezember. Amazon hat in einer &#252;berst&#252;rzt anmutenden Aktion den Kindle auch international <a href="http://www.crunchgear.com/2009/10/07/kindle-2-goes-to-259-international-gsm-version-coming-october-19/" target="_blank">verf&#252;gbar</a> gemacht  – schon in den n&#228;chsten Tagen soll er ausgeliefert werden. Nun platzt Barnes &amp; Noble mit einer &#252;berraschenden Neuigkeit heraus: Der von <a href="http://www.plasticlogic.com/index.php" target="_blank">Plastic Logic</a> hergestellte Reader, den das Unternehmen in K&#252;rze anbieten will, soll vom Fr&#252;hjahr 2010 an auch mit Farbdisplay lieferbar sein. <span id="more-506"></span></p>
<p>Die &#252;berraschende Neuigkeit ist auch in &#252;berraschender Form mitgeteilt worden: Nicht auf einer Pressekonferenz, sondern in einem recht informellen Interview mit einem Barnes &amp; Noble Sprecher namens Daniel Joresson:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="350" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/ttJMi__mnp4" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="350" src="http://www.youtube.com/v/ttJMi__mnp4"></embed></object></p>
<p>Auf der Website des Herstellers Plastic Logic, von dem eine solche Ank&#252;ndigung eigentlich eher zu erwarten gewesen w&#228;re, ist zwar auch davon die Rede, dass Plastic Logic an der Entwicklung eines Farbdisplays <a href="http://www.plasticlogic.com/about/faq.php#color" target="_blank">arbeite</a>. Ein konkreter Termin wird dort allerdings nicht angek&#252;ndigt. Interessanter Weise ist auch bei Barnes &amp; Noble keine entsprechende <a href="http://www.barnesandnobleinc.com/newsroom/press_releases_list.html" target="_blank">Pressemitteilung</a> zu finden – m&#246;glich, dass sich hier ein Mitarbeiter verplappert hat. Oder dass zumindest dieser Anschein entstehen sollte.</p>
<p>Verbl&#252;ffend ist die Ank&#252;ndigung eines Readers mit Farbdisplay seitens Barnes &amp; Noble auch, weil der Verkaufsstart des Barnes &amp; Noble/ Plastic Logic Readers bevorsteht – der allerdings zun&#228;chst nur mit Graustufendisplay zu haben sein wird. Zwar wird der Plastic Logic Reader, der auf einer eigenen, also nicht der in den g&#228;ngigen Ger&#228;ten integrierten eInk-<a href="http://www.plasticlogic.com/ereader/plastic-display.php" target="_blank">Technologie</a> basieren wird, ohnehin mit Spannung erwartet. Einen verkaufsf&#246;rdernden Effekt auf diesen Graustufen-Reader d&#252;rfte das angek&#252;ndigte Farbdisplay aber kaum haben, im Gegenteil: Viele potenzielle K&#228;ufer d&#252;rften sich entscheiden, lieber noch ein paar Monate zuzuwarten, bis der Plastic Logic Reader auch in Farbe verf&#252;gbar ist.</p>
<p>Ein marktf&#228;higes Farbdisplay geh&#246;rt zu den am meisten ersehnten Fortentwicklungen der von vielen als noch <a href="http://www.boersenblatt.net/334671/" target="_blank">unvollkommen</a> angesehenen derzeit erh&#228;ltlichen eReader. An entsprechenden Technologien arbeiten unter anderen <a href="http://bewegliche-lettern.de/2009/06/e-reader-hybriddisplay-und-eink-in-farbe/" target="_blank">Pixel Qi, iRex</a> und <a href="http://www.engadget.com/2009/09/03/sipix-to-debut-color-e-paper-next-year" target="_blank">SiPix</a>. Nach Ansicht vieler Beobachter w&#252;rde ein akzeptables Farbdisplay aus einem eReader einen &#8220;<a href="http://www.fastcompany.com/blog/kit-eaton/technomix/barnes-and-noble-could-kill-kindle-color-competitor?" target="_blank">Kindle-Killer</a>&#8221; machen.</p>
<p>Gut m&#246;glich also, dass  die verbl&#252;ffende Ank&#252;ndigung durch Barnes &amp; Noble den Zweck hat, potenzielle K&#228;ufer davon abzuhalten, bereits verf&#252;gbare Reader der Konkurrenz – etwa von Amazon und Sony – zu kaufen. Es k&#246;nnte zudem ein Hinweis darauf sein, dass in den n&#228;chsten Tagen andere Reader mit Farbdisplay  vorgestellt werden k&#246;nnten – was nach der Ank&#252;ndigung von Barnes &amp; Noble nun schon einen erheblich geringeren Nachrichtenwert h&#228;tte.</p>
<p>Man darf also weiter gespannt sein, was auf der Frankfurter Buchmesse an Readertechnologien vorgestellt wird. Wie schon durch den &#252;berraschenden internationalen Verkaufsstart des Kindle wird deutlich, dass der Markt langsam enger und hei&#223;er umk&#228;mpft wird. F&#252;r die Entwicklung des Marktes digitaler B&#252;cher ist dabei von besonderer Bedeutung, welche &#8216;Partei&#8217; sich mit ihrem Produkt durchsetzen wird: Die gro&#223;en H&#228;ndler wie Amazon und Barnes &amp; Noble, etablierte Technikkonzerne wie Sony oder der Startup txtr, der mit seiner auf den Reader abgestimmten communityf&#228;higen online-Plattform und seiner Formatoffenheit der Favorit der Verlage sein d&#252;rfte.</p>
<p><strong>Update </strong>14.10., 23:47h (via <a href="http://www.teleread.org/2009/10/13/plastic-logic-denies-color-ereader-for-barnes-noble/" target="_blank">Teleread</a>): In einer Stellungnahme hat Plastic Logic die im Video gezeigten Aussagen des Barnes &amp; Noble Mitarbeiters bestritten. Ein Ger&#228;t mit Farbdisplay sei f&#252;r das kommende Jahr noch nicht in Sicht:</p>
<blockquote><p>“The video report is inaccurate and the individual (who was apparently filmed while attending a trade show was not an authorized Barnes &amp; Noble spokesperson) was misinformed. We are excited to have Barnes &amp; Noble powering the Plastic Logic e-commerce store. While colour is on Plastic Logic’s roadmap, it is not on the map for the Spring of 2010. Plastic Logic has said for quite some time it is working on colour, but not for a product in the coming year.”</p></blockquote>
<p>Schade.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Kindle 1984: Amazon einigt sich mit Kl&#228;gern, will brav sein</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Oct 2009 21:30:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Amazon]]></category>
		<category><![CDATA[DRM]]></category>
		<category><![CDATA[eBooks]]></category>
		<category><![CDATA[eReader]]></category>
		<category><![CDATA[Kindle]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit einer au&#223;ergerichtlichen Einigung geht Amazon nach einer umstrittenen eBook-L&#246;schaktion einer drohenden Sammelklage aus dem Weg, wie der Technologieblog Techflash berichtet. Im Juli hatte Amazon ohne vorherige Warnung per Mobilfunkzugang eBooks von allen im Umlauf befindlichen Kindle-Readern gel&#246;scht. Dagegen hatten Kindle-Nutzer Klage eingereicht, die den Status einer Sammelklage anstrebte. In der nun vorgelegten Einigung, der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit einer au&#223;ergerichtlichen Einigung geht Amazon nach einer umstrittenen eBook-L&#246;schaktion einer drohenden Sammelklage aus dem Weg, wie der Technologieblog Techflash <a href="http://techflash.com/seattle/2009/09/amazon_settles_lawsuit_over_deleted_1984.html" target="_blank">berichtet</a>. Im Juli hatte Amazon ohne vorherige Warnung per Mobilfunkzugang eBooks von allen im Umlauf befindlichen Kindle-Readern <a href="http://bewegliche-lettern.de/2009/07/kindle-1984-amazon-loescht-orwell/" target="_blank">gel&#246;scht</a>. Dagegen hatten Kindle-Nutzer Klage <a href="http://bewegliche-lettern.de/2009/07/kindle-1984-update-amazon-steht-vor-sammelklage/" target="_blank">eingereicht</a>, die den Status einer Sammelklage anstrebte. In der nun vorgelegten Einigung, der das Gericht noch zustimmen muss, verpflichtet sich Amazon juristisch, zuk&#252;nftig auf &#228;hnliche L&#246;schaktionen zu verzichten. <span id="more-491"></span></p>
<p>Einer der Kl&#228;ger, Justin Gawronski, war nach eigener Darstellung von der L&#246;schaktion in besonderem Ma&#223;e betroffen gewesen, da zusammen mit dem von Amazon zur&#252;ckgezogenen und gel&#246;schten eBook, George Orwells &#8220;Nineteen Eighty-Four&#8221;, auch seine pers&#246;nlichen Notizen und Randbemerkungen gel&#246;scht worden waren, die er zu diesem Text auf seinem Kindle angelegt hatte.</p>
<p>Der von Techflash dokumentierte Text der Einigung (<a href="http://assets.bizjournals.com/cms_media/pdf/KindleCase1.pdf?site=techflash.com" target="_blank">pdf</a>), l&#228;sst Amazon k&#252;nftig nur wenig Spielraum f&#252;r heimliche L&#246;schzugriffe:</p>
<blockquote><p>&#8220;Amazon will not remotely delete or modify such Works from Devices purchased and being used in the United States unless (a) the user consents to such deletion or modification; (b) the user requests a refund for the Work or otherwise fails to pay for the Work (e.g., if a credit or debit card issuer declines to remit payment); (c) a judicial or regulatory order requires such deletion or modification; or (d) deletion or modification is reasonably necessary to protect the consumer or the operation of a Device or network through which the Device communicates (e.g., to remove harmful code embedded within a copy of a Work downloaded to a Device).&#8221;</p></blockquote>
<p>Zus&#228;tzlich verpflichtet sich Amazon, 150 000 US-Dollar an die Anw&#228;lte des Kl&#228;gers zu zahlen, die diese zumindest teilweise einer wohlt&#228;tigen Organisation spenden. Angaben &#252;ber eine eventuelle Zahlung an Gawronski und den zweiten Kl&#228;ger sind aus dem Text der Einigung nicht zu entnehmen.</p>
<p>Angesichts eines <a href="http://www.thebookseller.com/news/98286-kindle-prepared-for-pre-frankfurt-uk-launch.html.rss" target="_blank">ger&#252;chteweise</a> bevorstehenden Launchs des Kindle in Europa f&#228;llt ins Auge, dass die G&#252;ltigkeit dieser Erkl&#228;rung ausdr&#252;cklich auf das US-Territorium beschr&#228;nkt ist. Dennoch m&#252;ssen sich Kindle-Nutzer au&#223;erhalb der USA wohl kaum Sorgen um einen R&#252;ckfall des Online-Buchh&#228;ndlers machen:  Zu tief d&#252;rfte bei Amazon der Stachel stecken.</p>
<p>Nachdem sich Amazon-CEO Jeff Bezos pers&#246;nlich f&#252;r die L&#246;schaktion <a href="http://bewegliche-lettern.de/2009/07/kindle-1984-jeff-bezos-sagt-sorry-laesst-alle-fragen-offen/" target="_blank">entschuldigt</a> hatte und Amazon den gesch&#228;digten Kindle-Nutzern die Wiederherstellung der gel&#246;schten Daten oder eine Gutschrift in H&#246;he von 30 US-Dollar <a href="http://bewegliche-lettern.de/2009/09/amazon-bietet-kindle-1984-geschaedigten-daten-oder-geld/" target="_blank">angeboten</a> hatte, zieht diese au&#223;ergerichtliche Einigung einen Schlussstrich unter die f&#252;r Amazon peinliche Panne.</p>
<p>Der Skandal um Amazons heimliche L&#246;schaktion hat  das Verdienst, klargemacht zu haben, wie prek&#228;r die Privatsph&#228;re und die Besitz- oder Nutzungsrechte sind, die die Nutzer von &#8220;<a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/0,1518,637388,00.html" target="_blank">tethered devices</a>&#8221; wie dem Kindle-Reader, an den von ihnen erworbenen Inhalten haben.</p>
<p>(via <a href="http://www.teleread.org/2009/10/01/1984-lawsuit-settled-by-amazon-enough-protection-now-from-orwellian-zaps-of-kindle-books/" target="_blank">teleread</a>)</p>
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		<title>Sony schaltet sich in Book Settlement Streit ein, will mitverdienen</title>
		<link>http://bewegliche-lettern.de/2009/08/sony-schaltet-sich-in-book-settlement-streit-ein-will-mitverdienen/</link>
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		<pubDate>Sat, 29 Aug 2009 00:59:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Digitale Geschäftsmodelle]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Amazon]]></category>
		<category><![CDATA[Bibliotheken]]></category>
		<category><![CDATA[eBooks]]></category>
		<category><![CDATA[eReader]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Google Book Settlement]]></category>
		<category><![CDATA[Sony]]></category>
		<category><![CDATA[Sony Daily Edition]]></category>

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		<description><![CDATA[Sony hat sich in die Auseinandersetzung &#252;ber das Google Book Settlement eingeschaltet. Nachdem sich vor kurzem Microsoft, Yahoo und Sony-Konkurrent Amazon im Rechtsstreit um das Book Search Settlement gegen Google gestellt hatten, hat nun Sony an der Seite des Suchmaschinen-Konzerns Position bezogen. Wie Wired soeben berichtet, hat Sony beim zust&#228;ndigen Richter einen Amicus Curiae-Brief angek&#252;ndigt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sony hat sich in die Auseinandersetzung &#252;ber das Google Book Settlement eingeschaltet. Nachdem sich vor kurzem Microsoft, Yahoo und Sony-Konkurrent Amazon im Rechtsstreit um das Book Search Settlement gegen Google <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/technology/8200624.stm" target="_blank">gestellt</a> hatten, hat nun Sony an der Seite des Suchmaschinen-Konzerns Position bezogen. <span id="more-403"></span></p>
<p>Wie Wired soeben <a href="http://www.wired.com/epicenter/2009/08/sony-google-book/" target="_blank">berichtet</a>, hat Sony beim zust&#228;ndigen Richter einen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Amicus_curiae" target="_blank">Amicus Curiae</a>-Brief angek&#252;ndigt, mit dem der Elektronik-Konzern als unbeteiligte, aber interessierte Partei seine Sicht der Dinge ins Verfahren einbringen will. In dem von Wired ver&#246;ffentlichten Brief an den Richter (<a href="http://www.wired.com/images_blogs/epicenter/2009/08/sony-amicus-request-letter-2.pdf" target="_blank">pdf</a>) hebt Sony hervor, dass das Book Settlement einen positiven Effekt auf den E-Reader-Markt haben werde:</p>
<blockquote><p>&#8220;In Sony Electronics’ view, the cooperative and mutually beneficial relationship the Settlement forges between Google and the copyright holders in the proposed class may have a profoundly positive impact on the market for e-book readers and related devices.&#8221;</p></blockquote>
<p>Gemeint d&#252;rfte damit in erster Linie wohl ein positiver Effekt auf das von Sony selbst angebotene E-Book-Leseger&#228;t sein. Dessen neueste Version namens <a href="http://www.lesen.net/ereader/sony-reader-daily-edition-sonys-kindle-945/" target="_blank">Daily Edition</a> n&#228;mlich hat eine Funktion eingebaut, &#252;ber die der Reader (vorerst nur in den USA) &#252;ber eine drahtlose Netzanbindung auf die E-Book-Best&#228;nde &#246;ffentlicher Bibliotheken zugreifen kann. Damit verf&#252;gt die neueste E-Reader-Generation von Sony &#252;ber ein Merkmal, das sie von den Ger&#228;ten der Mitbewerber abhebt – insbesondere vom US-Marktf&#252;hrer, Amazons Kindle.</p>
<p>Dieses Alleinstellungsmerkmal begr&#252;ndet ein besonderes Interesse des Konzerns an den E-Book-Best&#228;nden der Bibliotheken. Je leichter der Zugriff auf (m&#246;glichst kostenlosen) Content, desto attraktiver die Hardware. Nach dieser Regel ist der Marktvorteil von Sonys E-Reader umso gr&#246;&#223;er, je mehr B&#252;cher in einer Bibliothek als E-Book vorliegen. Durch eine Zusammenarbeit mit Google konnte Sony bereits in der Vergangenheit vom Book Search-Programm <a href="http://paidcontent.org/article/419-sony-google-team-up-against-amazon/" target="_blank">profitieren</a>: Google stellt seit vergangenem M&#228;rz 500.000 nicht mehr dem Copyright unterliegende Werke auf den Sony Readern zur Verf&#252;gung.</p>
<p>Das Book Settlement w&#252;rde erm&#246;glichen, diese Zusammenarbeit auch auf copyrightgesch&#252;tzte B&#252;cher auszuweiten. B&#252;cher, die im Druck sind und unter Copyright stehen, sollen nach der im Settlement ausgehandelten Abmachung &#252;ber Online-Buchh&#228;ndler zu kaufen oder Bibliotheken ausleihbar sein. – Den Nutzern des neuesten Sony Readers also via Bibliothekszugang gratis zur Verf&#252;gung stehen. Ebenso wie die umstrittenen verwaisten, also nicht mehr im Handel befindlichen, aber noch durch Copyright gesch&#252;tzten Werke, die Google auf Grundlage des Settlements digitalisieren und anbieten wird.</p>
<p>Googles digitale &#8216;Bibliothek&#8217; d&#252;rfte auf lange Sicht eher einem Buchladen gleichen. Darauf hat unl&#228;ngst Lawrence Lessig in einem <a href="http://bewegliche-lettern.de/2009/08/lawrence-lessig-ueber-das-google-book-settlement/" target="_blank">Vortrag</a> &#252;ber das Google Book Settlement hingewiesen:</p>
<blockquote><p>&#8220;We’re building into this not so much a digital library but a digital bookstore.&#8221;</p></blockquote>
<p>Den Zugriff auf die digitalisierten B&#252;cher will Google nach eigenem <a href="http://books.google.com/googlebooks/agreement/" target="_blank">Bekunden</a> an Bibliotheken verkaufen. Die Monopolposition, die Googles digitale Megabibliothek einnehmen k&#246;nnte, z&#228;hlt deshalb zu den gr&#246;&#223;ten Sorgen von Gegnern des Book Settlements au&#223;erhalb der Konzernwelt. So <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/technology/8200624.stm" target="_blank">zitiert</a> BBC News den Gr&#252;nder der Non-Profit-Organisation <a href="http://www.archive.org/" target="_blank">Internet Archive</a> Brewster Kahle mit den Worten:</p>
<blockquote><p>&#8220;Google is trying to monopolise the library system. […] If this deal goes ahead, they&#8217;re making a real shot at being &#8216;the&#8217; library and the only library.&#8221;</p></blockquote>
<p>Die Bibliotheken w&#252;rden sich einem Angebot gegen&#252;bersehen, das sie, wie die Library Copyright Alliance <a href="http://www.library.utoronto.ca/library/blogs/ereader/?p=379" target="_blank">bef&#252;rchtet</a>, selbst unter einem Preisdiktat kaum w&#252;rden ablehnen k&#246;nnen. Die Kosten f&#252;r den Content w&#252;rden dann die Bibliotheken tragen. Nutzer eines Leseger&#228;ts mit Bibliotheksanschluss dagegen h&#228;tten den gesamten elektronischen Bibliotheksbestand kostenlos zur Verf&#252;gung. Finanziell w&#228;ren sie lediglich &#252;ber ihre Bibliotheksgeb&#252;hr (und, nat&#252;rlich, die allgemeinen Steuern) beteiligt. (Als ein Ansatz zu einem Kulturflatrate-Modell ist das &#252;brigens einen Gedanken wert.)</p>
<p>Ein Leseger&#228;t, das jederzeit kostenlos auf so ziemlich die gesamte digitalisierte Weltbibliothek zugreifen k&#246;nnte, h&#228;tte einen beeindruckenden Produktvorteil gegen&#252;ber Ger&#228;ten, deren Nutzer jedes einzelne E-Book kaufen m&#252;ssen. Zumal die Grenzen zwischen Besitz und Ausleihe in der Welt der immateriellen B&#252;cher immer mehr verschwimmen (vermeintlich gekaufte B&#252;cher k&#246;nnen jederzeit <a href="http://bewegliche-lettern.de/2009/07/kindle-1984-amazon-loescht-orwell/" target="_blank">zur&#252;ckgeholt</a>, nicht jedoch antiquarisch <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/verbrauchertipp/1018697/" target="_blank">weiterverkauft</a> oder -verschenkt werden). F&#252;r Sony ist es also durchaus sinnvoll, auf Tuchf&#252;hlung mit dem Monopolisten in spe zu gehen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Die Zeitungsindustrie ist ihrer Zeit voraus (anno 1994)</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Aug 2009 10:54:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienwandel]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[eReader]]></category>
		<category><![CDATA[Roger Fidler]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitungskrise]]></category>

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		<description><![CDATA[Der US-Mediengigant Knight Ridder (gegr&#252;ndet 1933 von John S. Knight und Herman Ridder und damit g&#228;nzlich unschuldig daran, dass der Firmenname heute etwas l&#228;cherlich klingt) hat tief in die Zukunft geblickt und anno 1994 eine Vision von kommenden Dingen in der Zeitungsindustrie vorgelegt. Vieles, was das Unternehmen (zeitweise der zweitgr&#246;&#223;te Zeitungsverlag der Vereinigten Staaten) damals [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der US-Mediengigant <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Knight_Ridder" target="_blank">Knight Ridder</a> (gegr&#252;ndet 1933 von John S. Knight und Herman Ridder und damit g&#228;nzlich unschuldig daran, dass der Firmenname heute etwas <a href="http://www.youtube.com/watch?v=c1MZeNemQ3Y" target="_blank">l&#228;cherlich</a> klingt) hat tief in die Zukunft geblickt und anno 1994 eine Vision von kommenden Dingen in der Zeitungsindustrie vorgelegt. Vieles, was das Unternehmen (zeitweise der zweitgr&#246;&#223;te Zeitungsverlag der Vereinigten Staaten) damals pr&#228;sentierte, wirkt heute – Jahrhunderte sp&#228;ter – beeindruckend aktuell: <span id="more-376"></span></p>
<p>Ob das mutma&#223;lich kurz vor seinem launch stehende Apple Tablet je so cool sein wird wie das in diesem Video vorgestellte Tablet Newspaper? Schicker als Amazons Kindle DX und andere e-Reader ist das Knight Ridder Tablet allemal.</p>
<p><object id="VideoPlayback" style="width: 400px; height: 326px;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100" height="100" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://video.google.com/googleplayer.swf?docid=-4176721009838609904&amp;hl=en&amp;fs=true" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed id="VideoPlayback" style="width: 400px; height: 326px;" type="application/x-shockwave-flash" width="100" height="100" src="http://video.google.com/googleplayer.swf?docid=-4176721009838609904&amp;hl=en&amp;fs=true" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Auch wenn das Tablet Newspaper noch ganz ohne Internetanbindung auskommen sollte: Die Ideen und (simulierten) Technologien in diesem Video wirken zum Teil auch heute noch wegweisend (im Gegensatz zur Krawatten- und Frisurenmode). Verwirklicht wurde das Tablet Newspaper allerdings nie, was nach <a href="http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=20601109&amp;sid=arIIt._chi0E" target="_blank">Auskunft</a> des – im Clip gezeigten – Knight-Ridder-Laborleiters Roger Fidler am damaligen technischen Stand der Displaytechnologie lag: Die Screens waren zu schwer und zu stromdurstig. Bereits 1995 wurde das Projekt eingestellt. Knight Ridder wurde 2006 vom Medienunternehmen <a href="http://www.mcclatchy.com/" target="_blank">McClatchy</a> aufgekauft.</p>
<p>(via <a href="http://mashable.com/2009/08/22/knight-ridder-tablet/" target="_blank">mashable</a>)</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Lesenswert: Mangelnde Digitalkompetenz bedroht Buchindustrie</title>
		<link>http://bewegliche-lettern.de/2009/08/lesenswert-mangelnde-digitalkompetenz-bedroht-buchindustrie/</link>
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		<pubDate>Tue, 18 Aug 2009 10:19:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lesenswert]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwandel]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Buchbranche ist bedroht: Inmitten der Umw&#228;lzungen, die der Medienwandel bewirkt, fehlt es ihr an digitaler Kompetenz. Dies ist das Fazit einer Studie (pdf), die die britische Ausbildungs- und Kompetenzinitiative der der Kreativmedienbranche Skillset in diesem Monat ver&#246;ffentlicht hat. Im britischen Branchenmagazin The Bookseller stellt Catherine Neilan deren Erkenntnisse lesenswert vor: Sowohl das Verst&#228;ndnis neuer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Buchbranche ist bedroht: Inmitten der Umw&#228;lzungen, die der Medienwandel bewirkt, fehlt es ihr an digitaler Kompetenz. Dies ist das Fazit einer Studie (<a href="http://www.skillset.org/uploads/pdf/asset_13980.pdf?1" target="_blank">pdf</a>), die die britische Ausbildungs- und Kompetenzinitiative der der Kreativmedienbranche <a href="http://www.skillset.org/" target="_blank">Skillset</a> in diesem Monat ver&#246;ffentlicht hat. Im britischen Branchenmagazin The Bookseller stellt Catherine Neilan deren Erkenntnisse lesenswert <a href="http://www.thebookseller.com/news/94322-digital-skills-gap-now-critical-for-publishers.html" target="_blank">vor</a>:<span id="more-347"></span></p>
<p>Sowohl das Verst&#228;ndnis neuer digitaler Angebote als auch die Auswirkungen der Digitalisierung etwa auf Urheberrechtsfragen seien durch einen Mangel an Offenheit gegen&#252;ber neuen Technologien bedroht. Dies h&#228;nge auch mit sozialen Faktoren und der Einstellungs- und Ausbildungspolitik der Verlage zusammen:</p>
<blockquote><p>&#8220;Suzanne Ashley, Skillset publishing sector manager, said the report had revealed specific problem areas within training and recruitment. She said: »There are those who know the business really well — often those who are more experienced, middle-management types — who are very uncomfortable with the wholly changing digital landscape.« However, Ashley stressed the need for a balance of experience between »strong core strategy skills« and those with a »fresher perspective«&#8221;</p></blockquote>
<p>Dabei erschwerten auch das im Vergleich zu anderen Branchen niedrige Lohnniveau der Buchindustrie sowie der Hang zu einer informellen Einstellungspraxis und die G&#228;ngigkeit unbezahlter Praktika die Rekrutierung digitalkompetenten Nachwuchses. Dazu d&#252;rften gegenseitige Vorurteile durch den tiefen Graben der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zwei_Kulturen" target="_blank">Zwei Kulturen</a> kommen: Viele alteingesessene Verlagsmitarbeiter sehen nicht gerade Geistesverwandte in jungen IT-Absolventen. Diese blicken ihrerseits oft nicht mit der gr&#246;&#223;ten Sympathie auf die &#8220;etwas hausbackene&#8221; Branche:</p>
<blockquote><p>&#8220;The industry’s reputation as somewhat staid was also a factor, [Suzanne Ashley] said. »Graduates are having their heads turned by film, computer games, interactive media—there is a perception that publishing is old-fashioned, which turns people off a bit.«&#8221;</p></blockquote>
<p>W&#228;hrend sich die Skillset-Studie auf die Situation in Gro&#223;britannien bezieht, d&#252;rfte das meiste auch f&#252;r die deutschsprachige Verlagslandschaft gelten. Dass hierzulande die spannendsten Ber&#252;hrungen zwischen digitalen Medien und Buchindustrie nicht in den etablierten Verlagen entstehen, sondern Startups sind, scheint diese These zu belegen: Man denke nur an <a href="http://txtr.com/" target="_blank">txtr</a>, <a href="http://www.textunes.de" target="_blank">textunes</a> und <a href="http://paperc.de/" target="_blank">PaperC</a>.</p>
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		<title>Open Source statt Memory Hole? Txtr gelobt Transparenz, Vodafone ziert sich</title>
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		<pubDate>Fri, 31 Jul 2009 09:44:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Aufsehen um Amazons eigenm&#228;chtige L&#246;schung mehrerer E-Books von allen im Umlauf befindlichen Kindle-Leseger&#228;ten konnte man von Deutschland aus bisher mit einer gewissen Gelassenheit betrachten: Der Kindle wird hierzulande bisher nicht angeboten, so dass hier niemand unmittelbar betroffen war. In Deutschland bereits verf&#252;gbare E-Reader wie der Sony Reader PRS 505 verf&#252;gen im Unterschied zum Kindle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Aufsehen um Amazons eigenm&#228;chtige <a href="http://bewegliche-lettern.de/2009/07/kindle-1984-amazon-loescht-orwell/" target="_blank">L&#246;schung</a> mehrerer E-Books von allen im Umlauf befindlichen Kindle-Leseger&#228;ten konnte man von Deutschland aus bisher mit einer gewissen Gelassenheit betrachten: Der Kindle wird hierzulande bisher nicht angeboten, so dass hier niemand unmittelbar betroffen war. In Deutschland bereits verf&#252;gbare E-Reader wie der <a href="http://www.sony.de/hub/reader-ebook" target="_blank">Sony Reader</a> PRS 505 verf&#252;gen im Unterschied zum Kindle nicht &#252;ber Zugang zu einem Drahtlosnetzwerk, &#252;ber das entsprechende L&#246;schaktionen durchgef&#252;hrt werden k&#246;nnten. Mit <a href="http://txtr.com/" target="_blank">Txtr</a> (vormals Wizpac) und <a href="http://www.vodafone.de/" target="_blank">Vodafone</a> stehen allerdings zwei Unternehmen in den Startl&#246;chern, die noch diesen Herbst E-Reader mit Drahtlosfunktion anbieten wollen. Wir haben bei ihnen nachgefragt, ob auch auf diesen Ger&#228;ten ein L&#246;schszenario wie bei Amazon m&#246;glich sein wird. W&#228;hrend Vodafone sich in seiner Antwort sp&#252;rbar zur&#252;ckhielt, sichert txtr seinen Nutzern Transparenz, den Schutz der eigenen Daten und Besitzrechte an erworbenen E-Books zu.<span id="more-302"></span></p>
<p>Konkret hatten wir den beiden Unternehmen u.a. die folgenden Fragen gestellt:</p>
<ul>
<li> Welche Rechte werden Ihre Kunden an den &#252;ber den Mobilfunkservice erworbenen E-Books haben: Besitzrechte oder lediglich Nutzungsrechte?</li>
</ul>
<ul>
<li>Werden Sie sich in den Nutzungsbedingungen des Mobilfunkservices Ihres E-Readers das Recht vorbehalten, ohne Nutzerzustimmung auf E-Books, die auf dem Leseger&#228;t gespeichert sind, zuzugreifen und diese unter bestimmten Umst&#228;nden auch zu l&#246;schen?</li>
</ul>
<ul>
<li>Werden Sie die M&#246;glichkeit haben, auch auf weitere (nicht E-Book) Dokumente zuzugreifen, die auf den Leseger&#228;ten gespeichert sind?</li>
</ul>
<ul>
<li>Werden Sie den Nutzern Ihrer E-Reader eine M&#246;glichkeit einr&#228;umen, Mobilfunkzugriffe auf die auf den E-Readern gespeicherten Daten (E-Books und andere Daten), abzublocken oder generell zu verweigern? Wird f&#252;r Nutzer, die sich zum Blocken solcher Zugriffe entscheiden, trotzdem weiterhin die M&#246;glichkeit gegeben sein, den Mobilfunkservice ihres E-Readers zum Erwerb von E-Books zu nutzen?</li>
</ul>
<p>Vodafone-Sprecher Thorsten H&#246;pken antwortete mit allgemeinem PR-Sprech à la &#8220;bester Service und Sicherheit f&#252;r unsere Kunden sind uns enorm wichtig.&#8221; Konkret ging er nicht auf die gestellten Fragen ein und wollte auch &#8220;zum jetzigen Zeitpunkt lediglich best&#228;tigen, dass Vodafone die Absicht hat, einen ePaper Service zu starten.&#8221; In welcher Form das Angebot realisiert werde, sei &#8220;aktuell noch v&#246;llig offen.&#8221; – Womit auch die Fragen nach der Sicherheit der Nutzer des geplanten E-Readers vor &#220;berwachung und L&#246;schung eigener Daten oder heruntergeladener E-Books durch Vodafone vorerst &#8220;v&#246;llig offen&#8221; bleiben. Es ist zu hoffen, dass Vodafone hier in der Zukunft noch spezifischer wird.</p>
<p>Txtr gab sich kommunikativer. Txtr-Sprecher Fabian Heinrich teilte uns auf unsere Fragen hin mit, dass txtr &#8220;auf keine F&#228;lle […] ohne Nutzerzustimmung auf gespeicherte Ebooks&#8221; oder weitere auf dem Leseger&#228;t gespeicherte Dokumente zugreifen wird. Er verwies dazu auf die &#8220;klare Produkt-Strategie&#8221; des Unternehmens:</p>
<blockquote><p>&#8220;APIs, Schnittstellen und Ger&#228;te-Sourcecodes sind bei uns offen. Nur so ist Transparenz m&#246;glich und so schaffen wir das Vertrauen, dass dergleichen [wie Amazons L&#246;schaktion] bei uns nicht passiert. Der einzige, der bei uns im &#8216;privaten Bereich&#8217; eines users was l&#246;schen kann, ist der user selbst.&#8221;</p></blockquote>
<p>Interessant an dieser Formulierung ist, dass es offenbar neben einem f&#252;r txtr zug&#228;nglichen Bereich einen dem Nutzer vorbehaltenen Bereich auf den txtr-Readern geben wird. Eine M&#246;glichkeit f&#252;r die Nutzer, Zugriffe des Providers abzublocken, wird es jedoch nicht geben, da dies nach Auffassung von txtr &#8220;bei unserem Modell schlicht nicht notwendig&#8221; sei.</p>
<p>Die spannendste Antwort hat txtr allerdings auf die Frage nach Besitz- oder Nutzungsrechten erworbener E-Books parat. Die txtr-Nutzer werden &#8220;nat&#252;rlich die Besitzrechte&#8221; an diesen haben, beteuert Fabian Heinrich.</p>
<p>Txtr wird sich an diesen recht weitreichenden Statements messen lassen m&#252;ssen, wenn sein E-Reader demn&#228;chst auf den Markt kommt.</p>
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		<title>Kindle 1984: Amazon l&#246;scht Orwell</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Jul 2009 04:39:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Amazon]]></category>
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		<description><![CDATA[Einer der gr&#246;&#223;ten Vorteile von Amazons E-Reader Kindle ist die M&#246;glichkeit, &#252;ber ein kostenlos zur Verf&#252;gung gestelltes Mobilfunknetz elektronische B&#252;cher von der Onlineplattform des Buchh&#228;ndlers herunterladen zu k&#246;nnen. Mit dem Dr&#252;cken einer Taste (gefolgt von der entsprechenden Belastung der Kreditkarte) ist jedes verf&#252;gbare E-Book binnen 60 Sekunden auf dem Leseger&#228;t. Damit es wieder verschwindet, muss [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einer der gr&#246;&#223;ten Vorteile von Amazons E-Reader Kindle ist die M&#246;glichkeit, &#252;ber ein kostenlos zur Verf&#252;gung gestelltes Mobilfunknetz elektronische B&#252;cher von der Onlineplattform des Buchh&#228;ndlers herunterladen zu k&#246;nnen. Mit dem Dr&#252;cken einer Taste (gefolgt von der entsprechenden Belastung der Kreditkarte) ist jedes verf&#252;gbare E-Book binnen 60 Sekunden auf dem Leseger&#228;t. Damit es wieder verschwindet, muss man dagegen keine Taste dr&#252;cken.<span id="more-177"></span></p>
<p>Ohne vorherige Nachfrage oder Warnung hat der weltgr&#246;&#223;te Onlinebuchh&#228;ndler am vergangenen Donnerstag &#252;ber die &#8220;Whispernet&#8221; genannte Mobilfunkanbindung zwei E-Books von s&#228;mtlichen im Umlauf befindlichen Kindle-Ger&#228;ten gel&#246;scht. Dabei handelt es sich um digitale Ausgaben von George Orwells &#8220;Animal Farm&#8221; und &#8220;Nineteen Eighty-Four&#8221;, die regul&#228;r &#252;ber Amazons Plattform verkauft worden waren. Im nachhinein hatte sich herausgestellt, dass der Anbieter dieser digitalen Ausgaben nicht im Besitz der entsprechenden Rechte war. Die betroffenen Kindle-Besitzer erfuhren erst im Nachhinein davon, dass die B&#252;cher von ihren Ger&#228;ten gel&#246;scht worden waren.</p>
<p>Zwar erstattete Amazon den betroffenen Kunden den Kaufpreis der E-Books zur&#252;ck. Das Vorgehen des Unternehmens f&#252;hrte jedoch zu erregten Diskussionen in <a href="http://www.amazon.com/tag/kindle/forum/ref=cm_cd_pg_newest?_encoding=UTF8&amp;cdForum=Fx1D7SY3BVSESG&amp;cdPage=1&amp;cdSort=oldest&amp;cdThread=Tx1QUP1NLUY4Q5M&amp;displayType=tagsDetail" target="_blank">Nutzerforen</a> und Weblogs. Auf <a href="http://www.techcrunch.com/2009/07/17/amazon-why-dont-you-come-in-our-houses-and-burn-our-books-too/" target="_blank">Techcrunch</a> vergleicht MG Siegler Amazons Fernzugriff auf die Leseger&#228;te mit einem Einbruch: &#8220;Seriously, why doesn’t Amazon just come into our houses and burn the print copies as well while they’re at it?&#8221; Die abgr&#252;ndige Ironie, die darin besteht, dass ausgerechnet Orwells &#8220;Nineteen Eighty-Four&#8221; zu den betroffenen Titeln geh&#246;rte, goutiert <a href="http://futurezone.orf.at/stories/1619426/" target="_blank">unter</a> <a href="http://gizmodo.com/5317180/amazon-remotely-deletes-legitimately-purchased-books-from-thousands-of-kindles" target="_blank">vielen</a> <a href="http://www.middleragedpunk.com/2009/07/17/amazon-tosses-kindle-orwell-books-down-the-memory-hole/ " target="_blank">anderen</a> David Pogue in seinem New York Times-<a href="http://pogue.blogs.nytimes.com/2009/07/17/some-e-books-are-more-equal-than-others/" target="_blank">Blog</a>.</p>
<p>Die rechtliche Grundlage von Amazons Vorgehen scheint unklar, da in den <a href="http://www.amazon.com/gp/help/customer/display.html?nodeId=200144530&amp;#content" target="_blank">Nutzungsbedingungen</a> des Kindle-Readers den Kunden das Recht auf &#8220;eine dauerhafte Kopie des betreffenden digitalen Inhalts&#8221; einger&#228;umt wird. Die m&#246;gliche nachtr&#228;gliche Entfernung von Inhalten durch Amazon wird in den Nutzungsbedingungen dagegen nicht thematisiert. Im Gegenteil streicht Amazon in der <a href="http://www.amazon.com/Kindle-Amazons-Wireless-Reading-Generation/dp/B00154JDAI/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=electronics&amp;qid=1247943077&amp;sr=8-1" target="_blank">Produktbeschreibung</a> des Kindle heraus, dass alle gekauften E-Books zus&#228;tzlich bei Amazon gesichert und dadurch zukunftssicher verf&#252;gbar seien:</p>
<blockquote><p>&#8220;A copy of every book you purchased from the Kindle Store is backed up online at Amazon.com in case you ever need to download it again. You can wirelessly re-download books for free any time. […] Think of it as a bookshelf in your attic &#8211; even though you don&#8217;t see it, you know your books are there.&#8221;</p></blockquote>
<p><a href="http://www.informationweek.com/news/personal_tech/drm/showArticle.jhtml?articleID=218501227" target="_blank">Informationweek</a> zufolge d&#252;rfte sich auch die amerikanische Handelsaufsicht <a href="http://www.ftc.gov/" target="_blank">FTC</a> f&#252;r die L&#246;schaktion interessieren. Nach den heftigen Reaktionen der Netz&#246;ffentlichkeit und der Kindle-Nutzer ist Amazon nun hektisch dabei, zur&#252;ckzurudern. <a href="http://news.cnet.com/8301-13860_3-10290047-56.html?tag=newsEditorsPicksArea.0" target="_blank">Cnet</a> zitiert einen Amazon-Sprecher mit den Worten: &#8220;We are changing our systems so that in the future we will not remove books from customers&#8217; devices in these circumstances.&#8221; – Damit l&#228;sst sich Amazon freilich weiten Raum f&#252;r andere &#8220;circumstances&#8221;, die in Zukunft zu L&#246;schaktionen f&#252;hren k&#246;nnten.</p>
<p>Wie leicht es Amazon gefallen ist, die betreffenden B&#252;cher zu l&#246;schen, verdeutlicht den gravierenden Nachteil, den E-Books gegen&#252;ber physischen B&#252;chern hinsichtlich ihrer Haltbarkeit, Archivierbarkeit und Manipulationssicherheit besitzen. Dar&#252;ber hinaus stellt sich die Frage, wie weit die Rechte von Verbrauchern an den heruntergeladenen E-Books eigentlich gehen: Sind sie Besitzer von Kopien der E-Books oder haben sie lediglich ein beschr&#228;nktes Nutzungsrecht?</p>
<p>Der Fall macht klar, dass sich das &#8220;Whispernet&#8221; nicht nur f&#252;r eine bequeme Art des Buchshoppings, sondern auch f&#252;r eine besonders ruppige Form des Digital Rights Management eignet. Wenn es hier um den Schutz geistigen Eigentums geht, muss sich Amazon-Chef Jeff Bezos die Frage gefallen lassen, wie wichtig ihm der Schutz des geistigen Eigentums der Kindle-Nutzer ist. Zwar ist unklar, ob und in welchem Umfang Notizen, Anmerkungen und Lesezeichen, die Kindle-Nutzer in ihren nun gel&#246;schten E-Books angelegt hatten, direkt von der L&#246;schung betroffen sind. Selbst wenn diese intellektuellen Leistungen der Leser nicht direkt mitgel&#246;scht worden sind, w&#252;rden sie durch den Verlust des Textes, auf den sie sich beziehen, ihren Sinn einb&#252;&#223;en: Eine Randbemerkung ist ja nur im Zusammenhang mit dem daneben stehenden Text sinnvoll. Insofern w&#228;re den betroffenen Nutzern ein Schaden entstanden.</p>
<p>Mit dieser Aktion hat Amazon den gr&#246;&#223;ten technologischen Vorzug seines Ger&#228;ts in einen gravierenden Nachteil verwandelt: Von nun an wird jedem Nutzer eines Kindle klar sein, dass stets eine Thought Police seine digitale Bibliothek im Blick haben und mit ihr unbeobachtet nach Belieben schalten und walten kann. Dies sollte vor allem im Auge behalten, wer einen weiteren Vorzug des neuesten Kindle-Modells DX nutzen will: Dessen eingebaute pdf-Software &#8220;erm&#246;glicht es Ihnen&#8221;, wie Amazon verspricht, &#8220;all Ihre pers&#246;nlichen und beruflichen Dokumente unterwegs zu lesen&#8221; &#8211; M&#246;glicherweise nicht nur Ihnen.</p>
<p>(via <a href="http://www.boingboing.net/2009/07/17/amazon-zaps-purchase.html" target="_blank">BoingBoing</a><a href="http://www.boingboing.net/2009/07/17/amazon-zaps-purchase.html"></a>, <a href="http://www.heise.de/newsticker/Amazon-loescht-gekaufte-Kindle-eBooks--/meldung/142186" target="_blank">Heise</a>, <a href="http://www.informationweek.com/news/personal_tech/drm/showArticle.jhtml?articleID=218501227" target="_blank">Informationweek</a><a href="http://www.informationweek.com/news/personal_tech/drm/showArticle.jhtml?articleID=218501227"></a>, <a href="http://netzwertig.com/2009/07/18/amazons-kindle-orwellscher-drm-suendenfall/" target="_blank">Netzwertig</a><a href="http://news.cnet.com/8301-13860_3-10290047-56.html?tag=newsEditorsPicksArea.0"></a>)</p>
<p><strong>Update </strong>19.7., 22:18h: Wie das britische Branchenmagazin The Bookseller soeben <a href="http://www.thebookseller.com/news/91946-amazon-likened-to-big-brother-after-deleting-1984-from-kindles.html.rss" target="_blank">berichtet</a>, sollen in mindestens einem Fall tats&#228;chlich umfangreiche Annotationen, die ein Leser zu einem der beanstandeten E-Books auf seinem Kindle angelegt hatte, durch die L&#246;schaktion vernichtet worden sein:</p>
<blockquote><p>&#8220;One Kindle user even had his notes on the book removed: Justin Gawronski, a 17-year-old from the Detroit area, was reading 1984 on his Kindle for a summer assignment and lost all his notes and annotations when the file vanished. »They didn&#8217;t just take a book back, they stole my work,« he is reported to have said.&#8221;</p></blockquote>
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		<title>E-Reader: Hybriddisplay und eInk in Farbe</title>
		<link>http://bewegliche-lettern.de/2009/06/e-reader-hybriddisplay-und-eink-in-farbe/</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Jun 2009 09:09:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[eReader]]></category>
		<category><![CDATA[iRex]]></category>
		<category><![CDATA[Pixel Qi]]></category>

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		<description><![CDATA[Engadget berichtet &#252;ber zwei Neuentwicklungen, die sich – wenn sie Serienreife erlangen, auf den E-Reader-Markt auswirken d&#252;rften. Zum einen legt Pixel Qi ein Bildschirm vor, der in Hybridtechnologie die Vorteile von eInk und LED in sich vereinigt. Die Videopr&#228;sentation dazu sieht recht beeindruckend aus. Wenn dies Marktreife entwickelt, d&#252;rfte es den Unterschied zwischen kleinen Netbooks [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Engadget berichtet &#252;ber zwei Neuentwicklungen, die sich – wenn sie Serienreife erlangen, auf den E-Reader-Markt auswirken d&#252;rften. Zum einen legt Pixel Qi ein Bildschirm vor, der in Hybridtechnologie die Vorteile von eInk und LED in sich vereinigt. <span id="more-85"></span></p>
<p>Die Videopr&#228;sentation dazu sieht recht <a href="http://www.engadget.com/2009/06/03/video-pixel-qis-e-ink-lcd-hybrid-screen-demoed-at-computex/" target="_blank">beeindruckend</a> aus. Wenn dies Marktreife entwickelt, d&#252;rfte es den Unterschied zwischen kleinen Netbooks und gr&#246;&#223;eren Reader-Modellen aufheben und so zu einer Ger&#228;t f&#252;hren, auf dem man so gut lesen kann wie auf E-Readern und so gut surfen, rechnen, E-Mails schreiben kann wie auf Netbooks. Zum anderen hat die Firma iRex <a href="http://www.engadget.com/2009/06/03/irex-to-release-color-e-reader-in-2011" target="_blank">angek&#252;ndigt</a>, bis 2011 einen E-Bookreader mit farbiger Darstellung auf eInk-Basis zu entwickeln. Also: entwickeln zu wollen – das h&#246;rt sich n&#228;mlich alles noch recht vage an.</p>
<p>Update: Amazon-Chef Jeff Bezos <a href="http://www.buchmarkt.de/content/37972-e-reader.htm" target="_blank">d&#228;mpft</a> die Erwartungen, dass der Kindle in n&#228;herer Zukunft mit Farbdisplay zu haben sein wird. Seiner Ansicht nach wird noch einige Zeit vergehen, bevor farbige eInk-Displays sich auf dem Markt durchsetzen werden.</p>
<p>Update  (6.7.09): In einem neuen <a href="http://www.engadget.com/2009/06/07/pixel-qis-3qi-lcd-screen-sized-up-with-kindle-cto-sheds-light" target="_blank">Video</a> auf Engadget stellt die Chefin von Pixel Qi, Mary Lou Jepsen, klar, dass der von ihrer Firma entwickelte Screen keine eInk-Technik benutzt, sondern auf LCD-Technik basiert. Durch neue Entwicklungen soll aber die Lesbarkeit im &#8220;reflective mode&#8221; der von eInk-Displays mindestens entsprechen.</p>
]]></content:encoded>
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