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	<title>bewegliche lettern&#187; Lesenswert Archiv  &#8211; bewegliche lettern</title>
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	<description>medienwandel in gutenbergs welt</description>
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		<title>Lesenswert: G&#252;ntner &#252;ber Wylies &#8220;Odyssey Editions&#8221;</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Aug 2010 22:16:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Andrew Wylie]]></category>
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		<description><![CDATA[In der NZZ vom Wochenende schreibt Joachim G&#252;ntner &#252;ber Andrew Wylies wundersame Wandlung vom Literaturagenten zum Verleger. Unter dem Namen &#8220;Odyssey Editions&#8221; bietet Wylie bekanntlich Backlist-Titel von namhaften Autoren, die er unter Vertrag hat, selbst als E-Books an. G&#252;ntner streicht dabei einen Punkt hervor, der in der Diskussion &#252;ber Wylies Verlagsambitionen bisher nicht recht zur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der NZZ vom Wochenende schreibt Joachim G&#252;ntner &#252;ber Andrew Wylies wundersame Wandlung vom Literaturagenten zum Verleger. Unter dem Namen &#8220;Odyssey Editions&#8221; bietet Wylie bekanntlich Backlist-Titel von namhaften Autoren, die er unter Vertrag hat, selbst als E-Books an. <span id="more-870"></span></p>
<p>G&#252;ntner streicht dabei einen Punkt hervor, der in der Diskussion &#252;ber Wylies Verlagsambitionen bisher nicht recht zur Geltung kam: Dass sich Wylie f&#252;r die Publikationen von &#8220;Odyssey Editions&#8221; wie selbstverst&#228;ndlich bei den Leistungen Printverlagen bedient, die diese Werke urspr&#252;nglich ver&#246;ffentlicht hatten:</p>
<blockquote><p>&#8220;Die E-Books, die dort erscheinen, bieten den Text ja nicht in der urspr&#252;nglichen Manuskript-Fassung, sondern gem&#228;ss der gedruckten Ausgabe. Lektoren haben ihn bearbeitet, Verlagsvertreter haben ihn im Buchhandel beworben, Marketing- und Presseabteilung suchten seinen Erfolg zu mehren. Wylie, der stets nur gut eingef&#252;hrte Schriftsteller vertritt und noch nie einen Newcomer aufgebaut hat, profitiert von jenen Vorleistungen, erw&#228;hnt sie aber nicht.&#8221;</p></blockquote>
<p>G&#252;ntners Artikel ist in G&#228;nze lesenswert (steht aber leider nicht online).</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Literatur und Animated Typography</title>
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		<pubDate>Wed, 19 May 2010 21:03:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lesenswert]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwandel]]></category>
		<category><![CDATA[Animated Typography]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein Lesehinweis in eigener Sache: Der Perlentaucher bringt heute einen Essay von mir unter dem Titel &#8220;Tanz der Lettern&#8221;. Ich schlage darin vor, in der Remix-Kunst der Animated Typography ein Beispiel daf&#252;r zu sehen, wie Literatur von den neuen digitalen M&#246;glichkeiten &#228;sthetisch und expressiv profitieren kann &#8211; ohne ihre Bindung an Sprache aufzugeben und zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Lesehinweis in eigener Sache: Der Perlentaucher bringt heute einen <a href="http://www.perlentaucher.de/artikel/6215.html" target="_blank">Essay</a> von mir unter dem Titel &#8220;Tanz der Lettern&#8221;. Ich schlage darin vor, in der Remix-Kunst der Animated Typography ein Beispiel daf&#252;r zu sehen, wie Literatur von den neuen digitalen M&#246;glichkeiten &#228;sthetisch und expressiv profitieren kann &#8211; ohne ihre Bindung an Sprache aufzugeben und zum Video oder Computerspiel zu tendieren.</p>
<p><span id="more-859"></span></p>
<blockquote><p>W&#228;hrend damit experimentiert wird, B&#252;cher mit Videoclips anzureichern, sie mit Soundtracks zu unterlegen oder mit Videospiel­-Elementen zu versehen, ist eine entscheidende &#8211; und der Literatur vielleicht besonders gerechte &#8211; M&#246;glichkeit bisher kaum beachtet worden: Die Lettern k&#246;nnen endlich beweglich werden, die W&#246;rter Laufen lernen.</p></blockquote>
<p>Den Rest des Artikels gibt&#8217;s <a href="http://www.perlentaucher.de/artikel/6215.html" target="_blank">hier</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Lesenswert: &#8220;Was kauft man, wenn man ein eBook kauft?&#8221;</title>
		<link>http://bewegliche-lettern.de/2010/03/lesenswert-was-kauft-man-wenn-man-ein-ebook-kauft/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 10:49:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lesenswert]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[eBooks]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf iRights.info setzt sich der Urheberrechts-Journalist Ilja Braun kundig und umfassend mit der Frage auseinander, was man eigentlich kauft, wenn man ein eBook kauft. Darf der Verk&#228;ufer es nach dem Kauf zur&#252;ckziehen (wie dies Amazon ausgerechnet mit einigen eBooks von George Orwell getan hat)? Darf man eBooks f&#252;r den privaten Gebrauch kopieren? Darf man sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf <a href="http://www.irights.info/index.php?id=870" target="_blank">iRights.info</a> setzt sich der Urheberrechts-Journalist <a href="http://twitter.com/iljabraun" target="_blank">Ilja Braun</a> kundig und umfassend mit der Frage auseinander, was man eigentlich kauft, wenn man ein eBook kauft. Darf der Verk&#228;ufer es nach dem Kauf zur&#252;ckziehen (wie dies Amazon ausgerechnet mit einigen eBooks von George Orwell <a href="http://bewegliche-lettern.de/2009/07/kindle-1984-amazon-loescht-orwell/" target="_blank">getan</a> hat)? Darf man eBooks f&#252;r den privaten Gebrauch kopieren? Darf man sie weiterverkaufen? Was, wenn die AGBs des eBook-Anbieters nicht im Einklang mit der Gesetzeslage sind? <span id="more-742"></span></p>
<p>Einfache Antworten kann man in Ilja Brauns Artikel nicht finden. Daf&#252;r gelingt es ihm, klar zu machen, dass die Rechtslage in vielen Aspekten unklar ist. So sei noch nicht einmal ausgemacht, ob eBooks im Sinne des Gesetzes eigentlich &#8220;B&#252;cher&#8221; oder &#8220;Sprachwerke in digitaler Form&#8221; seien. Auch die Schl&#252;sselfrage, ob man eBooks besitzt oder lediglich ein Nutzungsrecht an ihnen erwirbt, l&#228;sst sich, wie Braun darlegt, rechtlich noch nicht eindeutig beantworten:</p>
<blockquote><p>&#8220;Was passiert, wenn man ein E-Book  herunterl&#228;dt? Kauft man da ein »unk&#246;rperliches Gut«? Oder erwirbt man »Nutzungsrechte« an geistigem Eigentum, schlie&#223;t also einen  urheberrechtlichen Vertrag? Geht man davon aus, dass ein E-Book ein »unk&#246;rperliches Werkexemplar« ist, an dem man Eigentum erwirbt, quasi  ein Buch in Dateiform, so handelt es sich in erster Linie um einen  Kaufvertrag. Das Urheberrecht ist dann allenfalls am Rande tangiert –  und Klauseln, die dem K&#228;ufer die rechtm&#228;&#223;ige Benutzung seines Eigentums  untersagen, w&#228;ren im Zweifel unwirksam. Zur rechtm&#228;&#223;igen Benutzung w&#252;rde  aus dieser Sicht auch das private Kopieren z&#228;hlen – allerdings nur  auszugsweise. Geht man hingegen davon aus, dass der Download prim&#228;r ein»Nutzungsvertrag« ist, mit dem man bestimmte Rechte an fremdem geistigem  Eigentum erwirbt, so w&#252;rde man sagen: Der Kunde hat nicht etwas  gekauft, sondern es ist ihm erlaubt worden, das geistige Eigentum eines  anderen (des Buchautors) zu nutzen, indem er den Text auf seinem  Leseger&#228;t anzeigen l&#228;sst.&#8221;</p></blockquote>
<p>Wer sich &#252;ber die komplexen juristischen Fragen, die eBooks aufwerfen, informieren will, sollte diesen Text nicht nur lesen, sondern auch f&#252;r die Zukunft bookmarken: Dies ist ein <a href="http://www.irights.info/index.php?id=870" target="_blank">Referenztext</a> f&#252;r die kommenden Jahre &#8211; bis sich eine verbindlichere Gesetzeslage oder Rechsprechungspraxis entwickelt hat.</p>
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		<item>
		<title>Lesenswert: Interview &#252;ber Google Editions in Deutschland</title>
		<link>http://bewegliche-lettern.de/2010/01/lesenswert-interview-ueber-google-editions-in-deutschland/</link>
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		<pubDate>Mon, 04 Jan 2010 11:15:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lesenswert]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Google Editions]]></category>

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		<description><![CDATA[Das B&#246;rsenblatt hat zwischen den Jahren ein lesenswertes Interview mit der Google Book Search-Managerin Annabella Weisl gef&#252;hrt. Darin k&#252;ndigt Weisl an, dass es in K&#252;rze auch deutschen Verlagen m&#246;glich sein wird, einen Vertrag zur Teilnahme an Google Editions zu unterzeichnen. Erhellende Einzelheiten enth&#228;lt das Interview insbesondere &#252;ber das Cloud-Modell. Im Gegensatz zu anderen eBook-Anbietern, wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das B&#246;rsenblatt hat zwischen den Jahren ein lesenswertes <a href="http://www.boersenblatt.net/351268/" target="_blank">Interview</a> mit der Google Book Search-Managerin Annabella Weisl gef&#252;hrt. Darin k&#252;ndigt Weisl an, dass es in K&#252;rze auch deutschen Verlagen m&#246;glich sein wird, einen Vertrag zur Teilnahme an Google Editions zu unterzeichnen. Erhellende Einzelheiten enth&#228;lt das Interview insbesondere &#252;ber das Cloud-Modell. <span id="more-665"></span></p>
<p>Im Gegensatz zu anderen eBook-Anbietern, wie etwa libreka, sollen in Google Editions <a href="http://bewegliche-lettern.de/2009/12/google-editions-erste-offizielle-informationen/" target="_blank">wie berichtet</a> nicht Buchdateien zum Download, sondern lediglich die M&#246;glichkeit zum Zugriff auf die jeweilige Buchdatei auf Googles Servern verkauft werden. Im Google-Editions <a href="https://books.google.com/partner/online-ge-terms" target="_blank">Vertrag</a> (englischsprachige Version) ist allerdings dennoch auch von &#8220;Download of Purchased Content&#8221; die Rede. Dies f&#252;hrte zu einiger Verwirrung, ob Google-Editions ein &#8216;reines&#8217; Cloud-Angebot ist oder doch einen Filedownload erm&#246;glicht.</p>
<p>Weisl spricht nun davon, dass dem &#8216;K&#228;ufer&#8217; neben dem Cloud-Zugriff auch ein pdf-Dokument als &#8216;Sicherheitskopie&#8221; zur Verf&#252;gung gestellt werden soll:</p>
<blockquote><p>&#8220;Der Nutzer bekommt ein PDF des Buches als Sicherheitskopie, falls der Verlag m&#246;chte, DRM-gesch&#252;tzt. Die Sicherheitskopie kann der K&#228;ufer lokal auf seinem Rechner speichern.&#8221;</p></blockquote>
<p>Der Download bezieht sich demnach auf diese Backup-Kopie im pdf-Format. Der Cloud-Zugriff soll den Download also nicht komplett ersetzen. Google will den K&#228;ufern glichzeitig die Sicherheit eines &#8216;besitzbaren&#8217; (wenn auch je nach Verlagswunsch DRM-gesch&#252;tzten) eBook-Dokuments bieten und mit den spezifischen Vorteilen des Cloud-Ansatzes &#252;berzeugen: Formatunabh&#228;ngiger Zugriff zu jeder Zeit von einem beliebigen Endger&#228;t aus. Der Vorteil, der sich f&#252;r Google aus dem Cloud-Gedanken ergibt, d&#252;rfte vor allem in der engeren Bindung an den Kunden bestehen, der auch w&#228;hrend des Lesens auf Google angewiesen bleibt.</p>
<p>Auch &#252;ber die Buchpreisbindung (die Google Editions respektieren will) und die Einbindung von H&#228;ndlern in das Vertriebsmodell spricht Weisl in dem zur G&#228;nze lesenswerten <a href="http://www.boersenblatt.net/351268/" target="_blank">Interview</a>.</p>
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		<item>
		<title>Lesenswert &#8211; 26.11.09</title>
		<link>http://bewegliche-lettern.de/2009/11/lesenswert-26-11-09/</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Nov 2009 00:03:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lesenswert]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute: B&#252;cherboykott, Independent-Pflege, Piraterieanreize und Zielgruppenorientierung. Michael Wolff geht auf die Barrikaden gegen eine Verlagspolitik, der der schnelle Gewinn durch Promifaktor wichtiger ist als die literarische Qualit&#228;t: &#8220;Literate people should boycott books.&#8221; Stefan Weidle, Vorstandsmitglied der Kurt-Wolff-Stiftung, fordert staatliche F&#246;rderung f&#252;r Buchh&#228;ndler, die B&#252;cher von Independent-Verlegern im Regal haben. DRM schadet mehr, als es rettet. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute: B&#252;cherboykott, Independent-Pflege, Piraterieanreize und Zielgruppenorientierung. <span id="more-580"></span></p>
<ul>
<li>Michael Wolff geht auf die <a href="http://www.newser.com/off-the-grid/post/340/books-are-bad-for-you.html" target="_blank">Barrikaden</a> gegen eine Verlagspolitik, der der schnelle Gewinn durch Promifaktor wichtiger ist als die literarische Qualit&#228;t: &#8220;Literate people should boycott books.&#8221;</li>
<li>Stefan Weidle, Vorstandsmitglied der Kurt-Wolff-Stiftung, <a href="http://www.boersenblatt.net/348635/" target="_blank">fordert</a> staatliche F&#246;rderung f&#252;r Buchh&#228;ndler, die B&#252;cher von Independent-Verlegern im Regal haben.</li>
<li>DRM schadet mehr, als es rettet. Mike Masnick bringt es noch einmal auf den <a href="http://techdirt.com/articles/20091124/0256097067.shtml" target="_blank">Punkt</a>: &#8220;The real problem isn&#8217;t &#8216;piracy&#8217; but the industry&#8217;s response to it.&#8221;</li>
<li>Der B&#246;rsenverein <a href="http://www.boersenblatt.net/348675/" target="_blank">verschickt</a> nun zweimal im Jahr einen &#8220;Politikbrief&#8221;, mit dem er &#8220;Entscheider in der Politik, den Medien und der Wirtschaft&#8221; zu &#8220;Kulturdiebstahl im Internet&#8221;, Book Settlement, Preisbindung usw. einnorden will. Im praktischen pdf-Format eignet er sich trefflich zum <a href="http://j.mp/612AH7" target="_blank">Ausdrucken</a>. Das ist Zielgruppenorientierung.</li>
</ul>
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		</item>
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		<title>Lesenswert &#8211; 19.11.09</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Nov 2009 00:01:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lesenswert]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute: Amazon l&#228;sst twittern, Das Buch der Zukunft, seine Preisgestaltung, und &#8211; endlich &#8211; Optimismus. Amazon l&#228;sst twittern: &#220;ber &#8211; nicht erkennbare &#8211; affiliate links k&#246;nnen Twitter-Nutzer an Amazons Affiliate Program teilnehmen und mit ihren links Geld verdienen. Alexander Braun zieht eine Zwischenbilanz nach zwei Jahren Kindle: Das Buch der Zukunft ist das &#8220;E-Book [als] [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute: Amazon l&#228;sst twittern, Das Buch der Zukunft, seine Preisgestaltung, und &#8211; endlich &#8211; Optimismus. <span id="more-575"></span></p>
<ul>
<li>Amazon l&#228;sst <a href="http://www.readwriteweb.com/archives/amazon_turns_twitter_into_a_marketplace.php?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+readwriteweb+%28ReadWriteWeb%29" target="_blank">twittern</a>: &#220;ber &#8211; nicht erkennbare &#8211; affiliate links k&#246;nnen Twitter-Nutzer an Amazons Affiliate Program teilnehmen und mit ihren links Geld verdienen.</li>
<li>Alexander Braun zieht eine <a href="http://www.buchreport.de/buchreportblog/buchreportblog/datum/2009/11/19/alexander-braun-das-buch-der-zukunft.htm" target="_blank">Zwischenbilanz</a> nach zwei Jahren Kindle: Das Buch der Zukunft ist das &#8220;E-Book [als] Ausgangspunkt f&#252;r den Verkauf von Services und Zusatzleistungen.&#8221;</li>
<li>Das B&#246;rsenblatt hat ein <a href="http://www.boersenblatt.net/347841/" target="_blank">paar</a> <a href="http://www.boersenblatt.net/347947/" target="_blank">Meinungen</a> &#252;blicher Verd&#228;chtiger zur Preisgestaltung von eBooks eingeholt.</li>
<li>Und Lucy Knisley verbreitet <a href="http://lucylou.livejournal.com/578698.html" target="_blank">Optimismus</a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Lesenswert &#8211; 17.11.09</title>
		<link>http://bewegliche-lettern.de/2009/11/lesenswert-17-11-09/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 00:04:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lesenswert]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute: DRM, Google Book Settlement reloaded, Leistungsschutzrecht und Electric Literature. Kassia Kroszer schreibt, brillant wie immer, &#252;ber DRM und die Frage, was man eigentlich kauft, wenn man ebooks kauft: &#8220;The dirty little secret of digital media: I, the consumer, never really &#8216;own&#8217; what I buy.&#8221; Golem.de bringt ein Interview mit Jeannette Hoffmann &#252;ber das &#252;berarbeitete [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute: DRM, Google Book Settlement reloaded, Leistungsschutzrecht und Electric Literature. <span id="more-560"></span></p>
<ul>
<li>Kassia Kroszer <a href="http://booksquare.com/digital-rights-management-a-wrinkle-or-an-opportunity/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+booksquare+%28Booksquare%29" target="_blank">schreibt</a>, brillant wie immer, &#252;ber DRM und die Frage, was man eigentlich kauft, wenn man ebooks kauft: &#8220;The dirty little secret of digital media: I, the consumer, never really &#8216;own&#8217; what I buy.&#8221;</li>
<li>Golem.de bringt ein <a href="http://www.golem.de/0911/71233.html" target="_blank">Interview</a> mit Jeannette Hoffmann &#252;ber das &#252;berarbeitete Google Book Settlement: &#8220;Wenn wir es ernst damit meinen, unsere Bibliotheken zu &#246;ffnen und die Best&#228;nde der Allgemeinheit in digitaler Form zug&#228;nglich zu machen, dann muss eine pragmatische Regelung gefunden werden. Die sollte darin bestehen, dass verwaiste Werke digitalisiert werden k&#246;nnen, wenn AutorInnen dem nicht widersprechen.&#8221;</li>
<li><a href="http://www.perlentaucher.de/blog/64_schutzlos_ausgeliefert_im_internet%3F" target="_blank">Ilja Braun</a> und <a href="http://blog.zeit.de/kulturkampf/2009/11/17/weiter-ratselraten-ums-leistungsschutzrecht/" target="_blank">Markus Beckedahl</a> k&#246;nnen nach wie vor nichts mit dem Gespenst Leistungsschutzrecht anfangen.</li>
<li>Und e-book-news.de <a href="http://www.e-book-news.de/electric-literature-kurzgeschichten-zeitschrift-iphone-kindle/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+http%2Fwwwe-book-newsde%2Ffeed+%28E-Book-News.de%29" target="_blank">stellt</a> das Short Story-eMag <a href="http://electricliterature.com/index.html" target="_blank">Electric Literature</a> vor.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Das Wissen des Papierzeitalters</title>
		<link>http://bewegliche-lettern.de/2009/10/das-wissen-das-papierzeitalters/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Oct 2009 08:16:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lesenswert]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwandel]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Google Book Settlement]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Lesehinweis in eigener Sache: In The European erscheint heute ein Gastbeitrag von mir, in dem ich vorschlage, &#252;ber eine Schrankenreglung im Urheberrecht nachzudenken, die es generell erm&#246;glicht, vergriffene literarische Werke zu digitalisieren, um sie von Suchmaschinen erfassen zu lassen. Dahinter stecken zwei Thesen. Einerseits, dass sich die Bedeutung von &#214;ffentlichkeit ge&#228;ndert hat: Das Netz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Lesehinweis in eigener Sache: In <em>The European </em>erscheint heute ein <a href="http://www.theeuropean.de/rohde-thomas/digitalisierung-und-das-urheberrecht" target="_blank">Gastbeitrag</a> von mir, in dem ich vorschlage, &#252;ber eine Schrankenreglung im Urheberrecht nachzudenken, die es generell erm&#246;glicht, vergriffene literarische Werke zu digitalisieren, um sie von Suchmaschinen erfassen zu lassen. <span id="more-525"></span></p>
<p>Dahinter stecken zwei Thesen. Einerseits, dass sich die Bedeutung von &#214;ffentlichkeit ge&#228;ndert hat: Das Netz ist ein wesentlicher Teil der &#214;ffentlichkeit. Kann man eigentlich noch mit Recht davon sprechen, ein Werk sei ver&#246;ffentlicht, wenn es im Netz keine Spuren hinterl&#228;sst? Andererseits: Der Begriff von Wissen hat sich ver&#228;ndert. Wissen hei&#223;t zunehmend weniger, etwas auswendig im Kopf zu haben, sondern Recherchewege zu beherrschen, die das jeweils Erforderte zutage f&#246;rdern. Das im Papierzeitalter ver&#246;ffentlichte Wissen &#246;ffentlich zu halten, bedeutet deswegen, es im Netz auffindbar zu machen.</p>
<p>&#220;berrascht hat mich die Position von Matthias Ulmer, der daran zweifelt, dass das in Bibliotheken gesammelte Wissen grunds&#228;tzlich bewahrenswert ist: In seinem <a href="http://www.theeuropean.de/ulmer-matthias/aenderung-des-urheberrechtes" target="_blank">Beitrag</a> argumentiert er, dass das Wissen des Papierzeitalters zu einem guten Teil &#252;berfl&#252;ssig sei:</p>
<blockquote><p>&#8220;Der gr&#246;&#223;te Teil der  B&#252;cher in Bibliotheken wird nie mehr ausgeliehen. Weil die einfach niemand braucht.&#8221;</p></blockquote>
<p>Dann k&#246;nnte man ja gleich hingehen und alle B&#252;cher, die in den letzten f&#252;nf Jahren nicht entliehen wurden, aus den Bibliotheken entfernen. Endlich wieder Platz im Regal! Soweit geht Ulmer freilich nicht. Aber spricht es f&#252;r eine hohe Meinung von den Leistungen der Autoren, wenn er behauptet, dass es unwichtig ist, ob ihre Werke jetzt oder erst zwei Tage vor St. Nimmerlein (um fair zu sein: er sagt &#8220;in zwanzig Jahren&#8221;) digital zug&#228;nglich werden?</p>
<p>Da Kommentieren bei <em>The European</em> etwas beschwerlich ist, schlage ich vor, Kommentare zu meinem Gastbeitrag hier zu hinterlassen.</p>
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		<title>Content kann man nicht verkaufen: Paul Graham &#252;ber &#8220;Post-Medium Publishing&#8221;</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Sep 2009 12:43:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Lesenswert]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwandel]]></category>
		<category><![CDATA[eBooks]]></category>
		<category><![CDATA[Paul Graham]]></category>
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		<description><![CDATA[Wir haben nie f&#252;r Content bezahlt, sondern immer nur f&#252;rs Medium, ist sich der Programmierer, Essayist und Risikokapitalgeber Paul Graham sicher. Damit greift er eine der Grundbehauptungen – aus seiner Sicht wohl eher: Lebensl&#252;gen – der Verwerterindustrien an. Die Belege, die er daf&#252;r in seinem neuesten Essay &#8220;Post-Medium Publishing&#8221; vorbringt, sind griffig.  So fragt er: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir haben nie f&#252;r Content bezahlt, sondern immer nur f&#252;rs Medium, ist sich der Programmierer, Essayist und Risikokapitalgeber <a href="http://www.paulgraham.com/bio.html" target="_blank">Paul Graham</a> sicher. Damit greift er eine der Grundbehauptungen – aus seiner Sicht wohl eher: Lebensl&#252;gen – der Verwerterindustrien an. Die Belege, die er daf&#252;r in seinem neuesten Essay &#8220;<a href="http://www.paulgraham.com/publishing.html" target="_blank">Post-Medium Publishing</a>&#8221; vorbringt, sind griffig. <span id="more-456"></span></p>
<p>So fragt er: &#8220;Wenn es den Verwertern darum ging, Content zu verkaufen, warum war der Preis von B&#252;chern, Musik oder Filmen dann zumeist vor allem vom Format abh&#228;ngig? Warum hat dann besserer Content nicht mehr gekostet?&#8221; Gerade mit Blick auf die Preisgestaltung der Buchindustrie, die denselben Inhalt als Hardcover und als Paperback zu verschiedenen Preisen anbietet, hat Grahams Einwand einige &#220;berzeugungskraft:</p>
<blockquote><p>&#8220;Almost every form of publishing has been organized as if the medium was what they were selling, and the content was irrelevant. Book publishers, for example, set prices based on the cost of producing and distributing books. They treat the words printed in the book the same way a textile manufacturer treats the patterns printed on its fabrics.&#8221;</p></blockquote>
<p>Die Digitalisierung f&#252;hrt dazu, dass der physische Datentr&#228;ger verzichtbar wird. Damit verlieren die Verwerterindustrien ihr Produkt, glaubt Graham. Ihr Mantra, wie zuvor den Datentr&#228;ger nun den Content verkaufen zu k&#246;nnen, h&#228;lt er f&#252;r unglaubw&#252;rdig. Selbst iTunes verkaufe nicht eigentlich Content, sondern erhebe lediglich eine Art Geb&#252;hr f&#252;r den unkomplizierten Zugang zu ihm.</p>
<p>Die Interessen eines Distributors wie iTunes sind von denen der Verwerterindustrie deutlich unterschieden – etwa dadurch, dass er die Preise stets &#8220;unterhalb der Wahrnehmbarkeitsschwelle&#8221; halten m&#252;sse. – Dasselbe Modell zeichnet sich nach Paul Grahams Ansicht f&#252;r eBooks ab:</p>
<blockquote><p>&#8220;The situation is much the same with digital books. Whoever controls the device sets the terms. It&#8217;s in their interest for content to be as cheap as possible, and since they own the channel, there&#8217;s a lot they can do to drive prices down. Prices will fall even further once writers realize they don&#8217;t need publishers. Getting a book printed and distributed is a daunting prospect for a writer, but most can upload a file.&#8221;</p></blockquote>
<p>Was bedeutet das f&#252;r die Zukunft der Verwerter? Graham bietet keine umfassende Vision, sondern spricht Nischenl&#246;sungen an: Da, wo man mit Informationen Geld verdienen kann, wird f&#252;r sie auch weiterhin bezahlt werden – etwa f&#252;r B&#246;rsentipps. Und da, wo das physische Medium eine hohe Attraktivit&#228;t hat, wird auch weiterhin f&#252;r dieses bezahlt werden: Zum Beispiel f&#252;r aufwendig hergestellte gedruckte B&#252;cher und f&#252;r Hochglanzzeitschriften.</p>
<p>F&#252;r den gro&#223;en Restbereich – diejenigen B&#252;cher, die man nicht gedruckt im Regal stehen haben will, die Musik, auf deren physischen Datentr&#228;ger man leicht verzichten kann, hat er keinen Masterplan. Seine Ideen dazu erinnern an Kevin Kellys Thesen aus &#8220;<a href="../../2009/08/kevin-kelly-besser-als-kostenlos-better-than-free/" target="_blank">Besser als kostenlos</a>&#8220;. &#8211; Ob man darauf ein &#8220;content business&#8221; aufbauen kann, ist f&#252;r Graham aber unklar.</p>
<p>Wie auch Tim Renner, der seinem wichtigen Buch &#252;ber die Zukunft der Medienindustrie den Titel &#8220;<a href="http://www.rogner-bernhard.de/titles/show/425" target="_blank">Kinder, der Tod ist gar nicht so schlimm</a>&#8220;   gegeben hat, betont Paul Graham allerdings vor allem die Chancen dieser Situation:</p>
<blockquote><p>&#8220;I don&#8217;t know exactly what the future will look like, but I&#8217;m not too worried about it. This sort of change tends to create as many good things as it kills. Indeed, the really interesting question is not what will happen to existing forms, but what new forms will appear.&#8221;</p></blockquote>
<p>(via <a href="http://twitter.com/dvg" target="_blank">@dvg</a>)</p>
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		<title>Lesenswert: Kassia Krozser (Quartet Press) &#252;ber E-Publishing</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Sep 2009 10:11:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nein, eine funktionierende Firma ist letztlich nicht draus geworden: Kassia Krozser hat zusammen mit ebenso engagierten Kolleginnen in den vergangenen Monaten das Experiment unternommen, einen ePublishing-Verlag auf die Beine zu stellen. Ihr Verlag, Quartet Press,  war ein Versuch, das Verlagsgesch&#228;ft anhand der v&#246;llig neuen M&#246;glichkeiten des digitalen Publizierens von Grund auf neu anzugehen. Dem konnte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nein, eine funktionierende Firma ist letztlich nicht draus geworden: Kassia Krozser hat zusammen mit ebenso engagierten Kolleginnen in den vergangenen Monaten das Experiment unternommen, einen ePublishing-Verlag auf die Beine zu stellen. Ihr Verlag, <a href="http://quartetpress.com/about/" target="_blank">Quartet Press</a>,  war ein Versuch, das Verlagsgesch&#228;ft anhand der v&#246;llig neuen M&#246;glichkeiten des digitalen Publizierens von Grund auf neu anzugehen. Dem konnte man in ihrem <a href="http://quartetpress.com/" target="_blank">Blog</a> seit Juni folgen. <span id="more-446"></span></p>
<p>Nun hat Quartet Publishing die Segel gestrichen. Ihre Erfahrungen fasst Kassia Krozser in einem unbedingt lesenswerten <a href="http://booksquare.com/how-i-spent-my-summer-vacation/" target="_blank">Artikel</a> auf Booksquare zusammen. Krozser betont, dass ePublishing von Grund auf nicht nur neu gedacht, sondern vor allem neu ausprobiert werden muss. Wer in den &#252;berkommenen Spuren verharrt, kann kein Vorbild f&#252;r ein erfolgreiches Handeln mit den neuen Medien und Werkzeugen abgeben:</p>
<blockquote><p>&#8220;I would not […] suggest, for anyone starting in the digital first or digital only realm, to look to traditional publishers for guidance. Okay, maybe a few, but only in the instances where those publishers are doing it differently and taking real chances. Anyone who isn’t engaged in a level of messy experimentation, they’re not worth using as a role model.&#8221;</p></blockquote>
<p>Besser als unpassende Gesch&#228;ftsmodelle und Strukturen von den traditionellen H&#228;usern zu &#252;bernehmen, ist es, per trial and error vorzugehen und das Scheitern zu riskieren. Dass Krozser diese Offenheit dem eigenen Experiment gegen&#252;ber hatte und mit derselben Offenheit &#252;ber dessen Scheitern spricht, ist r&#252;hmlich. Man w&#252;rde sich mehr Experimente dieser Art w&#252;nschen: Denn was ist wohl wahrscheinlicher: Dass eines dieser Experimente gl&#252;ckt oder dass diejenigen in der Branche, die an ihren herk&#246;mmlichen Strukturen und Gesch&#228;ftsmodellen festhalten, ein funktionierendes ePublishing zustande bringen?</p>
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		<title>Lesenswert: Cory Doctorow &#252;ber kostenlose E-Books als Marketing Tool</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Aug 2009 10:34:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Social Media Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Cory Doctorow]]></category>
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		<description><![CDATA[Im Guardian schreibt der Sci-Fi-Autor und Blogger Cory Doctorow &#252;ber kostenlose E-Books als Marketing Tool. Doctorow ist &#252;berzeugt: &#8220;Free ebooks generate more sales than they displace.&#8221; Doctorow stellt heraus, dass ein Kampf gegen das Kopieren nicht nur von Anfang an ein verlorener Kampf w&#228;re, sondern zudem einer, der sich gegen das Interesse des Autors an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Guardian <a href="http://www.guardian.co.uk/technology/2009/aug/18/free-ebooks-cory-doctorow" target="_blank">schreibt</a> der Sci-Fi-Autor und Blogger <a href="http://craphound.com/" target="_blank">Cory Doctorow</a> &#252;ber kostenlose E-Books als Marketing Tool. Doctorow ist &#252;berzeugt: &#8220;Free ebooks generate more sales than they displace.&#8221; <span id="more-364"></span></p>
<p>Doctorow stellt heraus, dass ein Kampf gegen das Kopieren nicht nur von Anfang an ein verlorener Kampf w&#228;re, sondern zudem einer, der sich gegen das Interesse des Autors an &#214;ffentlichkeit und Aufmerksamkeit richtet. Nicht wahrgenommen zu werden ist f&#252;r ihn bedrohlicher als illegal kopiert zu werden:</p>
<blockquote><p>&#8220;I don&#8217;t think we can stop others from copying – it&#8217;s a lost cause. Copying is actually wonderful, and I have copied my head off since I first snuck into the photocopy room at my dad&#8217;s office in 1980. My problem isn&#8217;t piracy, it&#8217;s obscurity&#8221;</p></blockquote>
<p>Kostenlose E-Books garantieren per se nicht (mehr) unmittelbar &#214;ffentlichkeit: Anders als noch vor ein paar Jahren hat ein kostenloser E-Book-Release heute, wie Doctorow schreibt, kaum noch Nachrichtenwert. Kostenlose E-Books k&#246;nnen aber die Bem&#252;hungen des Autors und seines Verlags um Aufmerksamkeit (und um verkaufte B&#252;cher) unterst&#252;tzen. Denn mit den kostenlosen E-Books wird Lesern etwas in die Hand gegeben, womit sie ihrem sozialen Umfeld leichter als bisher eine Leseempfehlung geben k&#246;nnen.</p>
<p>Eine private Buchempfehlung war schon immer dann besonders eindr&#252;cklich, wenn sie davon unterst&#252;tzt wurde, dass der begeisterte Leser seinen Freunden sein eigenes durchgelesenes Exemplar des Buches ausleiht oder weitergibt: So konnten B&#252;cher &#252;ber die sozialen Netzwerke der offline-Welt gro&#223;e Aufmerksamkeit generieren (etwas altert&#252;mlich nennt man das wohl immer noch Mundpropaganda).</p>
<p>Kostenlos und virtuell in unendlicher Anzahl verf&#252;gbare E-Books &#252;bertragen dieses Modell nicht nur in die online-Welt, sondern erm&#246;glichen es in einem sehr viel gr&#246;&#223;eren Grad als es mit gedruckte B&#252;chern m&#246;glich war: Der Leser hat schlie&#223;lich nicht nur ein Exemplar, mit dem er seine Empfehlung untermauern kann, sondern potenziell unendlich viele, so dass er das Buch nicht nur einem Leser aus seinem Bekanntenkreis, sondern gleich seiner ganzen Mailing List weitergeben kann: Wie Doctorow schreibt, machen es kostenlose E-Books &#8220;Lesern, denen das Buch gefallen hat, leicht, es anderen aus ihrem sozialen Umfeld unter die Nase zu halten.&#8221;</p>
<blockquote><p>&#8220;Booksellers – I&#8217;m a former one myself – know that personal recommendations from friends are the best way to sell books – better than reviews, better than covers, better than store-placement. A publisher&#8217;s publicity and marketing for a book is an excellent way to get it into some readers&#8217; hands, and the word of mouth enabled by freely copyable ebooks then acts as a force-multiplier to expand the publisher&#8217;s efforts.&#8221;</p></blockquote>
<p>&#220;berfl&#252;ssig zu sagen: DRM, zumindest in seiner harten Form, w&#252;rde diese Social Marketing-Perspektive von E-Books verhindern. Doctorows Gedanken implizieren allerdings, dass E-Books gegen&#252;ber (kostenpflichtigen) gedruckten B&#252;chern unterlegen w&#228;ren: Wer ein kostenloses E-Book bekommt, eilt im Idealfall in die Buchhandlung und kauft sich die gedruckte Version. F&#252;r einen Buchmarkt, der g&#228;nzlich mit E-Books arbeitet oder in dem das E-Book nicht mehr ein irgendwie unvollkommener Aspekt eines gedruckten Buches w&#228;re, eignet sich das von Doctorow skizzierte Modell nur eingeschr&#228;nkt.</p>
<p>Dort m&#252;sste gelten, dass die Verlage die kostenpflichtigen E-Books mit weiteren Qualit&#228;ten ausstatten, die die kostenlosen nicht aufweisen. Welche Qualit&#228;ten k&#246;nnten das sein? &#8211; Etwa jene, die Kevin Kelly in seinem wegweisenden Aufsatz &#8220;<a href="http://bewegliche-lettern.de/2009/08/kevin-kelly-besser-als-kostenlos-better-than-free/" target="_blank">Better Than Free</a>&#8221; aufgezeigt hat.</p>
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		<title>Lesenswert: Mangelnde Digitalkompetenz bedroht Buchindustrie</title>
		<link>http://bewegliche-lettern.de/2009/08/lesenswert-mangelnde-digitalkompetenz-bedroht-buchindustrie/</link>
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		<pubDate>Tue, 18 Aug 2009 10:19:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lesenswert]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwandel]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Skillset]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Buchbranche ist bedroht: Inmitten der Umw&#228;lzungen, die der Medienwandel bewirkt, fehlt es ihr an digitaler Kompetenz. Dies ist das Fazit einer Studie (pdf), die die britische Ausbildungs- und Kompetenzinitiative der der Kreativmedienbranche Skillset in diesem Monat ver&#246;ffentlicht hat. Im britischen Branchenmagazin The Bookseller stellt Catherine Neilan deren Erkenntnisse lesenswert vor: Sowohl das Verst&#228;ndnis neuer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Buchbranche ist bedroht: Inmitten der Umw&#228;lzungen, die der Medienwandel bewirkt, fehlt es ihr an digitaler Kompetenz. Dies ist das Fazit einer Studie (<a href="http://www.skillset.org/uploads/pdf/asset_13980.pdf?1" target="_blank">pdf</a>), die die britische Ausbildungs- und Kompetenzinitiative der der Kreativmedienbranche <a href="http://www.skillset.org/" target="_blank">Skillset</a> in diesem Monat ver&#246;ffentlicht hat. Im britischen Branchenmagazin The Bookseller stellt Catherine Neilan deren Erkenntnisse lesenswert <a href="http://www.thebookseller.com/news/94322-digital-skills-gap-now-critical-for-publishers.html" target="_blank">vor</a>:<span id="more-347"></span></p>
<p>Sowohl das Verst&#228;ndnis neuer digitaler Angebote als auch die Auswirkungen der Digitalisierung etwa auf Urheberrechtsfragen seien durch einen Mangel an Offenheit gegen&#252;ber neuen Technologien bedroht. Dies h&#228;nge auch mit sozialen Faktoren und der Einstellungs- und Ausbildungspolitik der Verlage zusammen:</p>
<blockquote><p>&#8220;Suzanne Ashley, Skillset publishing sector manager, said the report had revealed specific problem areas within training and recruitment. She said: »There are those who know the business really well — often those who are more experienced, middle-management types — who are very uncomfortable with the wholly changing digital landscape.« However, Ashley stressed the need for a balance of experience between »strong core strategy skills« and those with a »fresher perspective«&#8221;</p></blockquote>
<p>Dabei erschwerten auch das im Vergleich zu anderen Branchen niedrige Lohnniveau der Buchindustrie sowie der Hang zu einer informellen Einstellungspraxis und die G&#228;ngigkeit unbezahlter Praktika die Rekrutierung digitalkompetenten Nachwuchses. Dazu d&#252;rften gegenseitige Vorurteile durch den tiefen Graben der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zwei_Kulturen" target="_blank">Zwei Kulturen</a> kommen: Viele alteingesessene Verlagsmitarbeiter sehen nicht gerade Geistesverwandte in jungen IT-Absolventen. Diese blicken ihrerseits oft nicht mit der gr&#246;&#223;ten Sympathie auf die &#8220;etwas hausbackene&#8221; Branche:</p>
<blockquote><p>&#8220;The industry’s reputation as somewhat staid was also a factor, [Suzanne Ashley] said. »Graduates are having their heads turned by film, computer games, interactive media—there is a perception that publishing is old-fashioned, which turns people off a bit.«&#8221;</p></blockquote>
<p>W&#228;hrend sich die Skillset-Studie auf die Situation in Gro&#223;britannien bezieht, d&#252;rfte das meiste auch f&#252;r die deutschsprachige Verlagslandschaft gelten. Dass hierzulande die spannendsten Ber&#252;hrungen zwischen digitalen Medien und Buchindustrie nicht in den etablierten Verlagen entstehen, sondern Startups sind, scheint diese These zu belegen: Man denke nur an <a href="http://txtr.com/" target="_blank">txtr</a>, <a href="http://www.textunes.de" target="_blank">textunes</a> und <a href="http://paperc.de/" target="_blank">PaperC</a>.</p>
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		<item>
		<title>Lesenswert: Alex R&#252;hle &#252;ber E-Publishing in China</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Aug 2009 08:35:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Lesenswert]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[china]]></category>
		<category><![CDATA[eBooks]]></category>
		<category><![CDATA[micropayment]]></category>
		<category><![CDATA[shanda]]></category>
		<category><![CDATA[Trivialliteratur]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>

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		<description><![CDATA[In der S&#252;ddeutschen Zeitung wirft Alex R&#252;hle heute einen eindringlichen Blick auf den E-Book-Markt in China. Der gro&#223;e Player dort ist der Verlag Shanda, der laut R&#252;hle 80% der chinesischen Internetliteratur ver&#246;ffentlicht. Shanda verdient an seinen E-Books &#252;ber ein Micropaymentsystem Geld. Der Verlag bietet seine E-Books scheibchenweise an: Die Leser werden mit kostenlosen Anfangskapiteln angelockt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der S&#252;ddeutschen Zeitung wirft Alex R&#252;hle heute einen eindringlichen <a href="http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/482864" target="_blank">Blick</a> auf den E-Book-Markt in China. Der gro&#223;e Player dort ist der Verlag Shanda, der laut R&#252;hle 80% der chinesischen Internetliteratur ver&#246;ffentlicht.<span id="more-327"></span> Shanda verdient an seinen E-Books &#252;ber ein Micropaymentsystem Geld. Der Verlag bietet seine E-Books scheibchenweise an: Die Leser werden mit kostenlosen Anfangskapiteln angelockt, danach zahlen sie per Micropayment Bagatellsummen f&#252;r weitere Teile.</p>
<p>Interessant ist auch, dass Shanda bislang vor allem mit <a href="http://bewegliche-lettern.de/tag/trivialliteratur/" target="_blank">Trivialliteratur</a> Geld verdient: Mit Geschichten, die formal und inhaltlich an Videospiele angelehnt sind, erreicht der Konzern vor allem eine junge Leserschaft und h&#228;lt sich alle T&#252;ren zur crossmedialen Vermarktung von Erfolgstiteln offen.</p>
<p>Auch f&#252;r ernste Literatur sei E-Publishing jedoch attraktiv, berichtet R&#252;hle, da es den Autoren erm&#246;glicht, die Print-Zensur zu umgehen: &#8220;Im Netz dagegen kann man bislang vieles relativ unkontrolliert ver&#246;ffentlichen&#8221; (ja ist das Internet denn ausgerechnet in China ein rechtsfreier Raum?)</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Lesenswert: J&#246;rg Gerschlauer fordert Enthusiasmus f&#252;r E-Books</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Aug 2009 10:18:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Medienwandel]]></category>
		<category><![CDATA[DRM]]></category>
		<category><![CDATA[Jörg Gerschlauer]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Diskussionen &#252;ber DRM und die Preisgestaltung von E-Books sind notwendig und wichtig, meint J&#246;rg Gerschlauer, Vertriebsleiter des MVB (zu dem auf die E-Book-Plattform libreka geh&#246;rt), in einem Diskussionsbeitrag auf der Website des B&#246;rsenblatts. Wichtiger w&#228;re aber f&#252;r die Branche, die Besch&#228;ftigung mit E-Books nicht als Pflicht&#252;bung zu verstehen, sondern ein wenig Enthusiasmus f&#252;r die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Diskussionen &#252;ber DRM und die Preisgestaltung von E-Books sind notwendig und wichtig, meint J&#246;rg Gerschlauer, Vertriebsleiter des <a href="http://www.mvb-online.de/" target="_blank">MVB</a> (zu dem auf die E-Book-Plattform <a href="http://www.libreka.de/" target="_blank">libreka</a> geh&#246;rt), in einem <a href="http://www.boersenblatt.net/332394/" target="_blank">Diskussionsbeitrag</a> auf der Website des B&#246;rsenblatts. Wichtiger w&#228;re aber f&#252;r die Branche, die Besch&#228;ftigung mit E-Books nicht als Pflicht&#252;bung zu verstehen, sondern ein wenig Enthusiasmus f&#252;r die neue Technologie und die mit ihr verbundenen Chancen (und Fragen) aufzubringen:<span id="more-308"></span></p>
<blockquote><p>&#8220;Der entscheidende Punkt ist doch, dass wir – und damit meine ich die gesamte Branche – eine gr&#246;&#223;ere Lust aufs E-Book erzeugen m&#252;ssen. Und dazu brauchen wir sie in allererster Linie bei uns selbst. Damit meine ich kein Abspulen eines Pflichtprogramms […], sondern die Art von Enthusiasmus und Entdeckerfreude, die sich auch davon nicht entmutigen l&#228;sst, dass auf absehbare Zeit wohl (noch) niemand mit E-Books allein reich und ber&#252;hmt wird.&#8221;</p></blockquote>
<p>Tats&#228;chlich: Wenn die Branche gegen&#252;ber den Konsumenten vor allem als Spa&#223;bremse auftritt, wird das ihrem Ansehen nicht gut tun. Der m&#228;chtige Verband der amerikanischen Musikindustrie <a href="http://www.riaa.org/ " target="_blank">RIAA</a> macht vor, wie man sich als Branche unbeliebt macht, wenn man neuen Technologien, denen die Verbraucher offener gegen&#252;berstehen als man selbst, vor allem mit &#196;ngsten und Restriktionen begegnet. <a href="http://arstechnica.com/tech-policy/news/2009/07/big-content-ridiculous-to-expect-drmed-music-to-work-forever.ars" target="_blank">Arrogante &#196;u&#223;erungen</a> von Branchenvertretern k&#246;nnen ja geradezu Lust auf Piraterie machen.</p>
<p>Sauert&#246;pfisches Auftreten und bremsende Bedenkentr&#228;gerei, wie sie in der deutschen Buchindustrie bei E-Book-Themen leider verbreitet sind, ebenso. Insofern t&#228;te sich die deutsche Buchbranche mit einer offeneren, positiveren Haltung zur technologischen Innovation tats&#228;chlich selbst einen Gefallen: Wer will, dass die Verbraucher Kunden bleiben, muss freundlich und offen auftreten.</p>
<p>Wie sehr Gerschlauer da allerdings pro domo argumentieren muss, zeigt die doch recht missgelaunte &#220;berschrift, unter die die B&#246;rsenblattredaktion (eh nicht die Vorhut des Technologieoptimismus) seinen wichtigen Beitrag gestellt hat: &#8220;Operation gelungen, Patient tot&#8221; – Klingt nicht nur positiv, sondern ist zudem originell.</p>
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		<title>Lesenswert: Ilja Braun &#252;ber das Google Book Settlement</title>
		<link>http://bewegliche-lettern.de/2009/07/lesenswert-ilja-braun-ueber-google-books-settlement/</link>
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		<pubDate>Thu, 30 Jul 2009 08:42:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lesenswert]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Google Book Settlement]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Google Book Settlement privilegiert Nutzer und Verlage in den USA, schreibt Ilja Braun heute im Perlentaucher. Durch IP-Blocking wird Google sicherstellen, dass nur von amerikanischen IP-Adressen aus auf die vom Book Settlement betroffenen B&#252;cher zugegriffen werden kann. Wer au&#223;erhalb der USA vor dem Computer sitzt, wird auf die von Google eingescannten B&#252;cher nicht zugreifen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Google Book Settlement privilegiert Nutzer und Verlage in den USA, <a href="http://www.perlentaucher.de/artikel/5627.html" target="_blank">schreibt</a> Ilja Braun heute im Perlentaucher. Durch IP-Blocking wird Google sicherstellen, dass nur von amerikanischen IP-Adressen aus auf die vom <a href="http://www.googlebooksettlement.com/" target="_blank">Book Settlement</a> betroffenen B&#252;cher zugegriffen werden kann. Wer au&#223;erhalb der USA vor dem Computer sitzt, wird auf die von Google eingescannten B&#252;cher nicht zugreifen k&#246;nnen.<span id="more-281"></span></p>
<p>Wie Braun darstellt, will Google so Vorw&#252;rfen entgehen, au&#223;erhalb der USA, wo es sich durch das Book Settlement juristisch absichert, gegen lokale Urheberrechts- oder Copyrightbestimmungen zu versto&#223;en. Dadurch werden die Nutzer von Googles B&#252;chersuche in den USA allerdings weit mehr haben als anderswo:</p>
<blockquote><p>&#8220;Nach der Genehmigung des Vergleichs werden die Leser in den USA Zugriff auf mehr als zehn Millionen digitalisierte B&#252;cher haben. Bibliotheken werden ihren Besuchern &#252;ber institutionelle Abonnements erm&#246;glichen, diese Texte im Volltext zu lesen. Von dem abgelegensten kleinen Ort aus wird man so auf die Best&#228;nde der New York Public Library zugreifen k&#246;nnen. B&#252;cher, die im Handel l&#228;ngst nicht mehr erh&#228;ltlich sind, werden als E-Book oder Print-on-Demand Ausgabe wieder lieferbar sein. In Europa und im Rest der Welt werden hingegen nur solche Titel verf&#252;gbar sein, die entweder gemeinfrei sind oder die die Rechteinhaber selbst bei Google angemeldet haben.&#8221;</p></blockquote>
<p>Nicht nur Nutzer, sondern auch amerikanische Autoren und Verlage seien durch das Book Settlement gegen&#252;ber ihren Kollegen au&#223;erhalb der USA privilegiert, schildert Ilja Braun. Daher regt er an, eine deutsche Version des Book Settlement auf den Weg zu bringen:</p>
<blockquote><p>&#8220;Eine deutsche Ausgabe des viel geschm&#228;hten Google Settlements w&#228;re also wom&#246;glich gar keine so schlechte L&#246;sung &#8211; nicht zuletzt f&#252;r die an einem Zugang zu zehn Millionen digitalisierten B&#252;chern interessierte &#214;ffentlichkeit.&#8221;</p></blockquote>
<p>Eine Frage, die sich mir nach Brauns lesenswertem Essay allerdings weiter stellt: W&#252;rde Google nicht doch gegen Bestimmungen des deutschen Urheberrechts versto&#223;en, wenn es f&#252;r US-amerikanische IP-Adressen B&#252;cher nutzbar machen w&#252;rde, die nach deutschem Recht gesch&#252;tzt sind? Selbst wenn der Versto&#223; nur anderswo stattfindet &#8211; mir scheint: ein Versto&#223; bliebe er doch.</p>
<p>Google hat, wie Ilja Braun berichtet, eingestanden, dass es beim Book Settlement &#8220;in Sachen Informationspolitik noch einiges nachholen&#8221; m&#252;sse. Dem kann man nicht recht widersprechen.</p>
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