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	<title>bewegliche lettern &#187; Digitale Geschäftsmodelle Archiv  &#8211; bewegliche lettern</title>
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	<description>medienwandel in gutenbergs welt</description>
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		<title>De Gruyter digitalisiert Backlist auf Zuruf</title>
		<link>http://bewegliche-lettern.de/2010/03/de-gruyter-digitalisiert-backlist-auf-zuruf/</link>
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		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 16:13:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der traditionsreiche Wissenschaftsverlag De Gruyter hat am vergangenen Freitag angekündigt, seine gesamte Backlist zu digitalisieren. Von jedem beliebigen Titel der rund 60.000 Einträge umfassenden und bis ins Jahr 1749 zurückreichenden Backlist soll auf Zuruf ein eBook im PDF-Format oder ein gebundenes Buch im Print-on-Demand-Verfahren erstellt werden. De Gruyter verspricht, das fertige Produkt innerhalb von &#8220;maximal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der traditionsreiche Wissenschaftsverlag De Gruyter hat am vergangenen Freitag angekündigt, seine gesamte Backlist zu digitalisieren. Von jedem beliebigen Titel der rund 60.000 Einträge umfassenden und bis ins Jahr 1749 zurückreichenden Backlist soll auf Zuruf ein eBook im PDF-Format oder ein gebundenes Buch im Print-on-Demand-Verfahren erstellt werden. De Gruyter <a href="http://www.degruyter.de/cont/glob/ebooks.cfm" target="_blank">verspricht</a>, das fertige Produkt innerhalb von &#8220;maximal 10 Wochen&#8221; nach Eingang der Bestellung liefern zu können. Diesen interessanten Ansatz einer Retrodigitalisierung nach Bestellung nennt De Gruyter &#8220;eBook on Demand&#8221;. So spannend und richtungsweisend die unter dem Label &#8220;<a href="http://www.degruyter.de/cont/glob/ebooks.cfm" target="_blank">De Gruyter e-dition</a>&#8221; firmierende Initiative ist, wirft sie ein paar Fragen auf. <span id="more-747"></span></p>
<p>Die auf Anfrage erstellten eBooks sollen, wie De Gruyter-Verleger Sven Fund in einem lesenswerten <a href="http://www.buchmarkt.de/content/41726-das-sonntagsgespraech.htm" target="_blank">Interview</a> mit Christian von Zittwitz vom Branchenmagazin <em>Buchmarkt</em> ausführt, mit Merkmalen wie &#8220;600 dpi Auflösung, mit OCR [Optical Character Recognition] und DOIs [Digital Object Identifiers]&#8221; den Anforderungen wissenschaftlicher Bibliotheken genügen.</p>
<p>Mit dem Angebot, Backlisttitel in digitaler Form zu bestellen, wendet sich De Gruyter allerdings auch ausschließlich an Bibliotheken als Kunden, während ein physischer Reprint offenbar auch für private Endkunden verfügbar sein wird. Auf der Internetseite des Verlags heißt es unmissverständlich, jeder Titel sei &#8220;sowohl elektronisch  (nur für Bibliotheken und Institutionen) als auch  als Hardcover Reprint  erhältlich&#8221;.</p>
<p>Durch eine Zusammenarbeit mit libreka, der eBook-Verkaufsplattform des Börsenvereins, werden die auf erstmalige Anfrage von Bibliotheken retrodigitalisierten Titel allerdings auch Endverbrauchern als eBooks zum Kauf zur Verfügung stehen. Der Grund für diese Einschränkung des Abnehmerkreises für die &#8220;eBooks on Demand&#8221; mag darin liegen, dass De Gruyter durch eine Verkleinerung des Kreises derer, die eine Retrodigitalisierung in Auftrag geben können, gewährleisten möchte, dass nur so viele Digitalisierungsanfragen eingehen, wie auch bewältigt werden können.</p>
<p>Ein anderer Grund mag mit der Preisgestaltung zusammenhängen: Ein den bibliothekarischen Standards genügendes eBook ist zweifellos aufwendig in der Herstellung &#8211; gut möglich, dass deswegen an der erstmaligen Digitalisierung ein Preisetikett hängt, das für den Verbrauchermarkt schlicht nicht geeignet wäre. Konkrete Details zur Preisgestaltung der einzelnen eBooks oder Neudrucke lassen sich aus den bisherigen Meldungen (etwa im <a href="http://www.boersenblatt.net/372031/" target="_blank">Börsenblatt</a>) sowie aus der bei Buchreport veröffentlichen <a href="http://www.buchreport.de/pressemitteilungen/pressemitteilungen/datum/2010/03/05/de-gruyter-e-dition-erschliesst-die-backlist-des-verlags-von-1749-bis-heute.htm" target="_blank">Pressemitteilung</a> des De Gruyter Verlags selbst nicht entnehmen.</p>
<p>Interessant ist überdies das Vorgehen des Verlags, wenn es um die urheberrechtliche Frage der Genehmigung einer digitalen Ausgabe durch den Rechteinhaber geht. Den Ausführungen Sven Funds im <em>Buchmarkt </em>zufolge, wird der Verlag nicht in jedem Fall vor der Digitalisierung die Genehmigung des Autors oder seines Rechtsnachfolgers einholen. Die nachfrageabhängige Retrodigitalisierung soll offenbar ohne Nachfrage beim Rechteinhaber erfolgen. Die Tatsache, dass die Printversion eines Werkes einst im selben Verlag erschienen ist, reicht De Gruyter offenbar als Grund zur Annahme, dass der Rechteinhaber auch die digitale Version seines Werkes in demselben Verlag veröffentlicht sehen möchte:</p>
<blockquote><p>&#8220;Wir sind überzeugt, dass unsere Autoren ihre Rechte durch uns, mit denen  sie mal einen Vertrag zu den Print-Rechten eingegangen sind, verwertet  sehen wollen, und nicht durch andere. [...] Und wenn dann Autoren ihre Werke nicht als E-Book publiziert sehen  wollen – was mich sehr überraschen würde -, können wir den Titel  jederzeit aus dem Katalog löschen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Das hört sich ganz so an, als wolle De Gruyter mit seinen Backlist-Autoren ähnlich verfahren wie Google es mit seinem umstrittenen Digitalisierungsprogramm Book Search mit allen Autoren von Bücher tut, die nicht mehr im Handel verfügbar, aber noch copyright geschützt sind: Erst digitalisieren, dann fragen. Auch die Idee, das bei den digitalen Verkäufen anfallende Honorar einer Stiftung (in diesem Fall die 2006 <a href="http://stiftungsnetzwerk-berlin.de/media/Newsletter/08_0606_Berliner_Stiftungsnews.pdf" target="_blank">gegründete </a>Walter De Gruyter Stiftung) zur Verfügung zu stellen, wenn der Rechteinhaber nicht festgestellt oder erreicht werden kann, erinnert an das von Google im viel kritisierten Book Settlement vorgeschlagene Vorgehen.</p>
<p>Ob De Gruyter die Zustimmung seiner Autoren tatsächlich zu Recht voraussetzt, wird sich in Zukunft zeigen müssen. Aus der Tatsache, dass De Gruyter bei verwaisten Werken lediglich ein Honorar in Höhe von &#8220;5% vom Nettoerlös&#8221; der digitalen Ausgabe an die Stiftung überweisen will, suggeriert, dass auch erreichbaren Autoren ein Honorar in dieser Höhe gezahlt werden soll. Das wäre allerdings bemerkenswert wenig, liegen doch die Honorarsätze von eBooks &#8211; zumindest im Publikumsbereich &#8211; deutlich höher, nämlich zwischen 15 und 25% vom Nettoerlös.  Dies könnte, zusätzlich zum &#8220;erst Tun, dann fragen&#8221;-Ansatz Anlass zu Diskussionen mit Autoren und Agenten geben.</p>
<p>Diesen offenen Punkten zum Trotz ist De Gruyters Initiative ein entschlossener und auch mutiger Schritt in eine gute Richtung: Die alten Bestände nicht dem Vergessen anheim fallen zu lassen, sondern sie in die digitale Welt zu überführen und sie sichtbar und auffindbar zu machen (zumindest wenn die libreka-Suche funktioniert).</p>
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		<title>Verlage verzögern Ebooks, verzichten auf Kunden</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Dec 2009 06:59:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Digitale Geschäftsmodelle]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwandel]]></category>
		<category><![CDATA[eBooks]]></category>
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		<description><![CDATA[Nach Simon &#38; Schuster und Hachette hat mit Harper Collins eine dritte Verlagsgruppe angekündigt, Ebook-Ausgaben erst mit einigen Monaten Verzögerung nach der Hardcover-Ausgabe auf den Markt zu bringen. Ziel dieser Strategie ist, die hohen Preise für Hardcover-Ausgaben (im Schnitt $27) vor der Konkurrenz durch die von Amazon für $9,99 angebotenen digitalen Ausgaben zu schützen. Den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach Simon &amp; Schuster und Hachette hat mit Harper Collins eine dritte Verlagsgruppe <a href="http://www.engadget.com/2009/12/11/harpercollins-now-also-thumbing-nose-at-e-book-industry-with-dig/" target="_blank">angekündigt</a>, Ebook-Ausgaben erst mit einigen Monaten Verzögerung nach der Hardcover-Ausgabe auf den Markt zu bringen. Ziel dieser Strategie ist, die hohen Preise für Hardcover-Ausgaben (im <a href="http://www.boersenblatt.net/350134/" target="_blank">Schnitt</a> $27) vor der Konkurrenz durch die von Amazon für $9,99 angebotenen digitalen Ausgaben zu schützen. Den Erwartungen der Leser schlägt das ins Gesicht. Keine gute Idee auf einem Markt, in dem die Verbraucher zusehends stärker werden.<span id="more-603"></span></p>
<p>Carolyn Reidy von Simon &amp; Schuster <a href="http://online.wsj.com/article/SB10001424052748704825504574584372263227740.html?mod=googlenews_wsj" target="_blank">räumte</a> dem Wall Street Journal gegenüber ein, dass die Verzögerungstaktik bei den Verbrauchern vermutlich auf wenig Gegenliebe stoßen wird. Aber man müsse jetzt handeln, um schlechte Gewohnheiten gar nicht erst einreißen zu lassen:</p>
<blockquote><p>&#8220;We believe some people will be disappointed. But with new [electronic] readers coming and sales booming, we need to do this now, before the installed base of e-book reading devices gets to a size where doing it would be impossible.&#8221;</p></blockquote>
<p>Wer die Erwartungen seiner Kunden nicht erfüllen, sondern sie ihnen abgewöhnen will, muss sich nicht wundern, wenn sich diese nach Alternativen umsehen. Etwa indem sie ganz auf die Lektüre der verzögerten Titel verzichten oder sich auf andere Weise Zugang zu dem verschaffen, was ihnen willkürlich vorenthalten wird. <a href="http://ebooktest.wordpress.com/2009/12/09/how-book-publishing-will-lose-ebooks-vs-smart-digital-books/ " target="_blank">Mike Cane</a> verdeutlicht, dass die digitale Verweigerungshaltung schon in der Vergangenheit nach hinten losgegangen ist:</p>
<blockquote><p>&#8220;Let’s see … not a single Harry Potter book has been released in electronic format. Yet is every Harry Potter book available in every electronic format? Yes.  All you’re doing with this delay is saying: &#8216;Hey, kids! Rev up your scanners and bleed our writers to death!&#8217;&#8221;</p></blockquote>
<p>In einem differenzierten Beitrag verdeutlicht <a href="http://bookseller-association.blogspot.com/2009/12/so-whats-wrong-with-999.html" target="_blank">Martyn Daniels</a>, dass die Verlage noch nicht begriffen haben, dass ihre Position gegenüber den Verbrauchern durch den Medienwandel geschwächt ist:</p>
<blockquote><p>&#8220;The reality is that the power in the digital channel is clearly shifting away from the publisher and moving upstream to the author and downstream to the consumer.&#8221;</p></blockquote>
<p>Daniels erinnert zurecht daran, wie die Musikindustrie mit dem Aufkommen der CD überhöhte Preise durchgesetzt hat. Und damit den Boden für das P2P-Sharing legte, in dem die Verbraucher einander gegenseitig mit dem digitalen Gut versorgten und die Verwerterindustrien ausblendeten.</p>
<p>Weil die digitale Ware keinen Unterschied zwischen Original und Kopie kennt, verändert sich auch das Machtgefüge zwischen Verwerterindustrie und Verbrauchern: Denn die Verwerterindustrien können nicht mehr von der Knappheit ihres Gutes profitieren. Was digital ist, kann nicht knapp sein: Es ist virtuell immer unendlich oft in gleicher Qualität vorhanden. Wer sich da als Gatekeeper aufspielt, wirkt ein bisschen anachronistisch.</p>
<p>Wenn sich die Verwerterindustrien also nicht abschaffen wollen, sollten sie die Verbraucher als Verbündete sehen. Wer verkaufen will, muss freundlich sein. Die Piraterie im Film- und Musikgeschäft verdankt sich nicht zuletzt auch dem schlechten Ruf, den sich diese Branchen über Jahre erarbeitet haben.</p>
<p>Wie aber ist das Preisproblem zu lösen? Man wird den Verbrauchern nicht verständlich machen können, dass eine digitale Ausgabe auch nur annähernd so viel kosten soll wie ein gedrucktes Buch: Nicht nur, weil der Herstellungs-, Lagerungs- und Verteilungsaufwand so sichtbar geringer ist als bei einem physischen Produkt. Sondern auch, weil der Verbraucher weniger bekommt: Nichts was er antiquarisch weiterverkaufen könnte, nichts was er ausleihen könnte, nichts was er ohne erhebliche Vorab-Investition in die Hardware nutzen könnte.</p>
<p>Wenn sich Ebooks für $9,99 tatsächlich nicht rechnen, müssen die Verlage eben Ebooks anbieten, die einen höheren Preis rechtfertigen. Etwa, indem sie die Möglichkeiten ihres digitalen Mediums ausnutzen und dadurch &#8211; sei&#8217;s multimedial, sei&#8217;s interaktiv &#8211; Mehrwert herstellen, der den Verbrauchern einleuchtet. In Martyn Daniels Worten:</p>
<blockquote><p>&#8220;Assuming ebooks sold cheap are going to kill off more expensive physical renditions isn’t a reason not to release them, but a reason to make them different.&#8221;</p></blockquote>
<p>Eine andere Möglichkeit wäre, dass sich die Verlage zusätzlich zum Verkauf ihrer Produkte Einnahmen verschaffen. &#8211; Etwa durch Veranstaltungen oder durch das Einwerben von Sponsoring. Andere Kultureinrichtungen, etwa Museen, Orchester und Theater, haben ja gut funktionierende und finanzstarke &#8216;Freundeskreise&#8217;. Warum nicht auch Verlage? Auch dazu müssen sie zu ihren Lesern allerdings freundlich sein.</p>
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		<title>Google wird Buchhändler</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Oct 2009 04:55:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Google wird ab Mitte 2010 in den USA und Europa Bücher aus den Beständen des Google-Editions-Projekts zum Kauf anbieten. Dies kündigte eine hochrangige Sprecherin des Unternehmens auf der Tools of Change Konferenz am vergangenen Dienstag in Frankfurt an und konkretisierte damit die Vision, die Google-Book-Search-Chef Dan Clancy bereits im Juli präsentiert hatte. Google Editions ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Google wird ab Mitte 2010 in den USA und Europa Bücher aus den Beständen des Google-Editions-Projekts zum Kauf anbieten. Dies kündigte eine hochrangige Sprecherin des Unternehmens auf der <a href="http://www.tocfrankfurt.com/" target="_blank">Tools of Change</a> Konferenz am vergangenen Dienstag in Frankfurt an und konkretisierte damit die Vision, die Google-Book-Search-Chef Dan Clancy bereits im Juli <a href="http://www.readwriteweb.com/archives/googles_vision_for_the_future_of_google_books_eboo.php" target="_blank">präsentiert</a> hatte.<span id="more-534"></span></p>
<p>Google Editions ist eine Erweiterung des Partnerprogramms, mit dem Google Verlagen und Autoren ermöglicht, ihre Publikationen durchsuchbar zu machen und Nutzern in begrenztem Umfang anzuzeigen. Es handelt sich bei den in Google Editions enthaltenen Publikationen also zunächst nicht um die im umstrittenen Google Book Settlement thematisierten vergriffenen und verwaisten Werke.</p>
<p>Zusätzlich zur Durchsuchbarkeit und ausschnittsweisen Anzeige sollen die in Google Editions angebotenen digitalen Texte ab Mitte nächsten Jahres auch verkäuflich werden. Nutzer sollen auf Texte, die sie erworben haben, &#8216;in the cloud&#8217;, also durch Onlinezugriff von einem beliebigen PC oder eReader aus zugreifen können. Gleichzeitig werde eine Kopie des Textes lokal abgespeichert, so dass auch ohne bestehende Onlineverbindung weitergelesen werden kann. Wie dies technisch im Detail aussehen wird, ist noch klärungsbedürftig. Wahrscheinlich wird die skizzierte lokale Speicherung auf Google <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Google_Gears" target="_blank">Gears</a> beruhen.</p>
<p>Googles Director of Strategic Partnerships, Amanda Edmonds, betonte einem <a href="http://www.thebookseller.com/news/99964-google-plans-buy-anywhere-read-anywhere-offer.html" target="_blank">Bericht</a> des britischen Branchenmagazins &#8220;The Bookseller&#8221; zufolge, dass Google Editions die Nutzer nicht auf bestimmte Geräte, Software oder Händler festlegen wolle. Stattdessen setzt der Suchmaschinenkonzern darauf, sein Buchangebot auf verschiedenen Endgeräten und über verschiedene Handelskanäle zugänglich zu machen.</p>
<p>So sollen die digitalen Texte aus Google Editions nicht nur direkt über Google Books, sondern auch über kooperierende Onlinehändler oder direkt über die Websites der teilnehmenden Verlage bezogen werden können. Dabei unterschiedet sich die Aufteilung der Erlöse: Beim Kauf über Google Books gibt Google 63% der Einnahmen an den Rechteinhaber weiter und behält 37% ein. Dieser Split ist bereits aus dem Book Settlement bekannt, wo er für die Verwertung vergriffener und verwaister Werke ins Spiel gebracht worden war. Beim Kauf über einen Online-Händler erhält der Rechteinhaber dagegen 45%, die übrigen 55% teilen sich der Händler und Google. Auch hier sind nach Edmonds Aussage noch Details zu klären.</p>
<p>Interessant ist die Ankündigung, dass sich Google vorbehalte, die Bücher gegenüber dem Listenpreis zu reduzieren, soweit dem nicht lokale Bestimmungen entgegenstünden (wie die Buchpreisbindung in Deutschland). Allerdings wolle Google die Mindereinnahmen durch die Preisreduktion auf die eigene Kappe nehmen und den Rechteinhaber vergüten, als wäre das Buch zum Listenpreis verkauft worden. &#8211; Man darf gespannt sein, wie lange sich solche großzügigen Zusagen angesichts der zu erwartenden bedeutenden Marktmacht Googles halten werden.</p>
<p>Google plant nach Edmonds Aussage auch, mit Hardwareherstellern zusammenzuarbeiten. Dabei dürfte Sony, das sich in der Auseinandersetzung um das Book Settlement an die Seite Googles <a href="http://bewegliche-lettern.de/2009/08/sony-schaltet-sich-in-book-settlement-streit-ein-will-mitverdienen/" target="_blank">geschlagen</a> hatte, deutlich bessere Chancen haben als Amazon mit seinem Kindle. Nicht nur, weil der Kindle als geschlossenes, an ein bestimmtes Format und einen spezifischen Shop angebundenes System im Widerspruch zur von Google skizzierten Plattformunabhängigkeit steht. Auch die Auseinandersetzung mit Amazon im Book Settlement-Streit mag Googles Lust auf eine Zusammenarbeit mit dem Onlinehandelsgiganten geschmälert haben. Amanda Edmonds bezweifelte vernehmlich, dass Amazons Kindle für Google Editions das Gerät der Wahl sei.</p>
<p>Auf Fragen zum Book Settlement ging Edmonds bei ihrem Vortrag nach dem Bericht des Bookseller nicht ein. Klar dürfte aber sein, dass auch die vom Settlement betroffenen vergriffenen und verwaisten Publikationen mit in den Warenkatalog des entstehenden neuen Buchhandelsgiganten Google aufgenommen werden, sobald eine juristisch tragfähige Grundlage dafür besteht. Damit bestätigt sich auch Lawrence Lessigs Einwand gegen das Google Book Settlement, der in einem Vortrag im Juli kritisiert hatte, dass Google Books nicht auf der Logik einer Bibliothek, sondern auf der eines Buchhändlers basiere:</p>
<blockquote><p>&#8220;We’re building into this not so much a digital library but a digital bookstore.&#8221;</p></blockquote>
<p>Infotopia, so scheint es, wird allenfalls in Googles weltumspannender Shopping Mall stattfinden.</p>
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		<title>Content kann man nicht verkaufen: Paul Graham über &#8220;Post-Medium Publishing&#8221;</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Sep 2009 12:43:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir haben nie für Content bezahlt, sondern immer nur fürs Medium, ist sich der Programmierer, Essayist und Risikokapitalgeber Paul Graham sicher. Damit greift er eine der Grundbehauptungen – aus seiner Sicht wohl eher: Lebenslügen – der Verwerterindustrien an. Die Belege, die er dafür in seinem neuesten Essay &#8220;Post-Medium Publishing&#8221; vorbringt, sind griffig.  So fragt er: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir haben nie für Content bezahlt, sondern immer nur fürs Medium, ist sich der Programmierer, Essayist und Risikokapitalgeber <a href="http://www.paulgraham.com/bio.html" target="_blank">Paul Graham</a> sicher. Damit greift er eine der Grundbehauptungen – aus seiner Sicht wohl eher: Lebenslügen – der Verwerterindustrien an. Die Belege, die er dafür in seinem neuesten Essay &#8220;<a href="http://www.paulgraham.com/publishing.html" target="_blank">Post-Medium Publishing</a>&#8221; vorbringt, sind griffig. <span id="more-456"></span></p>
<p>So fragt er: &#8220;Wenn es den Verwertern darum ging, Content zu verkaufen, warum war der Preis von Büchern, Musik oder Filmen dann zumeist vor allem vom Format abhängig? Warum hat dann besserer Content nicht mehr gekostet?&#8221; Gerade mit Blick auf die Preisgestaltung der Buchindustrie, die denselben Inhalt als Hardcover und als Paperback zu verschiedenen Preisen anbietet, hat Grahams Einwand einige Überzeugungskraft:</p>
<blockquote><p>&#8220;Almost every form of publishing has been organized as if the medium was what they were selling, and the content was irrelevant. Book publishers, for example, set prices based on the cost of producing and distributing books. They treat the words printed in the book the same way a textile manufacturer treats the patterns printed on its fabrics.&#8221;</p></blockquote>
<p>Die Digitalisierung führt dazu, dass der physische Datenträger verzichtbar wird. Damit verlieren die Verwerterindustrien ihr Produkt, glaubt Graham. Ihr Mantra, wie zuvor den Datenträger nun den Content verkaufen zu können, hält er für unglaubwürdig. Selbst iTunes verkaufe nicht eigentlich Content, sondern erhebe lediglich eine Art Gebühr für den unkomplizierten Zugang zu ihm.</p>
<p>Die Interessen eines Distributors wie iTunes sind von denen der Verwerterindustrie deutlich unterschieden – etwa dadurch, dass er die Preise stets &#8220;unterhalb der Wahrnehmbarkeitsschwelle&#8221; halten müsse. – Dasselbe Modell zeichnet sich nach Paul Grahams Ansicht für eBooks ab:</p>
<blockquote><p>&#8220;The situation is much the same with digital books. Whoever controls the device sets the terms. It&#8217;s in their interest for content to be as cheap as possible, and since they own the channel, there&#8217;s a lot they can do to drive prices down. Prices will fall even further once writers realize they don&#8217;t need publishers. Getting a book printed and distributed is a daunting prospect for a writer, but most can upload a file.&#8221;</p></blockquote>
<p>Was bedeutet das für die Zukunft der Verwerter? Graham bietet keine umfassende Vision, sondern spricht Nischenlösungen an: Da, wo man mit Informationen Geld verdienen kann, wird für sie auch weiterhin bezahlt werden – etwa für Börsentipps. Und da, wo das physische Medium eine hohe Attraktivität hat, wird auch weiterhin für dieses bezahlt werden: Zum Beispiel für aufwendig hergestellte gedruckte Bücher und für Hochglanzzeitschriften.</p>
<p>Für den großen Restbereich – diejenigen Bücher, die man nicht gedruckt im Regal stehen haben will, die Musik, auf deren physischen Datenträger man leicht verzichten kann, hat er keinen Masterplan. Seine Ideen dazu erinnern an Kevin Kellys Thesen aus &#8220;<a href="../../2009/08/kevin-kelly-besser-als-kostenlos-better-than-free/" target="_blank">Besser als kostenlos</a>&#8220;. &#8211; Ob man darauf ein &#8220;content business&#8221; aufbauen kann, ist für Graham aber unklar.</p>
<p>Wie auch Tim Renner, der seinem wichtigen Buch über die Zukunft der Medienindustrie den Titel &#8220;<a href="http://www.rogner-bernhard.de/titles/show/425" target="_blank">Kinder, der Tod ist gar nicht so schlimm</a>&#8220;   gegeben hat, betont Paul Graham allerdings vor allem die Chancen dieser Situation:</p>
<blockquote><p>&#8220;I don&#8217;t know exactly what the future will look like, but I&#8217;m not too worried about it. This sort of change tends to create as many good things as it kills. Indeed, the really interesting question is not what will happen to existing forms, but what new forms will appear.&#8221;</p></blockquote>
<p>(via <a href="http://twitter.com/dvg" target="_blank">@dvg</a>)</p>
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		</item>
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		<title>Lesenswert: Kassia Krozser (Quartet Press) über E-Publishing</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Sep 2009 10:11:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nein, eine funktionierende Firma ist letztlich nicht draus geworden: Kassia Krozser hat zusammen mit ebenso engagierten Kolleginnen in den vergangenen Monaten das Experiment unternommen, einen ePublishing-Verlag auf die Beine zu stellen. Ihr Verlag, Quartet Press,  war ein Versuch, das Verlagsgeschäft anhand der völlig neuen Möglichkeiten des digitalen Publizierens von Grund auf neu anzugehen. Dem konnte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nein, eine funktionierende Firma ist letztlich nicht draus geworden: Kassia Krozser hat zusammen mit ebenso engagierten Kolleginnen in den vergangenen Monaten das Experiment unternommen, einen ePublishing-Verlag auf die Beine zu stellen. Ihr Verlag, <a href="http://quartetpress.com/about/" target="_blank">Quartet Press</a>,  war ein Versuch, das Verlagsgeschäft anhand der völlig neuen Möglichkeiten des digitalen Publizierens von Grund auf neu anzugehen. Dem konnte man in ihrem <a href="http://quartetpress.com/" target="_blank">Blog</a> seit Juni folgen. <span id="more-446"></span></p>
<p>Nun hat Quartet Publishing die Segel gestrichen. Ihre Erfahrungen fasst Kassia Krozser in einem unbedingt lesenswerten <a href="http://booksquare.com/how-i-spent-my-summer-vacation/" target="_blank">Artikel</a> auf Booksquare zusammen. Krozser betont, dass ePublishing von Grund auf nicht nur neu gedacht, sondern vor allem neu ausprobiert werden muss. Wer in den überkommenen Spuren verharrt, kann kein Vorbild für ein erfolgreiches Handeln mit den neuen Medien und Werkzeugen abgeben:</p>
<blockquote><p>&#8220;I would not […] suggest, for anyone starting in the digital first or digital only realm, to look to traditional publishers for guidance. Okay, maybe a few, but only in the instances where those publishers are doing it differently and taking real chances. Anyone who isn’t engaged in a level of messy experimentation, they’re not worth using as a role model.&#8221;</p></blockquote>
<p>Besser als unpassende Geschäftsmodelle und Strukturen von den traditionellen Häusern zu übernehmen, ist es, per trial and error vorzugehen und das Scheitern zu riskieren. Dass Krozser diese Offenheit dem eigenen Experiment gegenüber hatte und mit derselben Offenheit über dessen Scheitern spricht, ist rühmlich. Man würde sich mehr Experimente dieser Art wünschen: Denn was ist wohl wahrscheinlicher: Dass eines dieser Experimente glückt oder dass diejenigen in der Branche, die an ihren herkömmlichen Strukturen und Geschäftsmodellen festhalten, ein funktionierendes ePublishing zustande bringen?</p>
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		<title>Sony schaltet sich in Book Settlement Streit ein, will mitverdienen</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Aug 2009 00:59:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Digitale Geschäftsmodelle]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Amazon]]></category>
		<category><![CDATA[Bibliotheken]]></category>
		<category><![CDATA[eBooks]]></category>
		<category><![CDATA[eReader]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Google Book Settlement]]></category>
		<category><![CDATA[Sony]]></category>
		<category><![CDATA[Sony Daily Edition]]></category>

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		<description><![CDATA[Sony hat sich in die Auseinandersetzung über das Google Book Settlement eingeschaltet. Nachdem sich vor kurzem Microsoft, Yahoo und Sony-Konkurrent Amazon im Rechtsstreit um das Book Search Settlement gegen Google gestellt hatten, hat nun Sony an der Seite des Suchmaschinen-Konzerns Position bezogen. Wie Wired soeben berichtet, hat Sony beim zuständigen Richter einen Amicus Curiae-Brief angekündigt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sony hat sich in die Auseinandersetzung über das Google Book Settlement eingeschaltet. Nachdem sich vor kurzem Microsoft, Yahoo und Sony-Konkurrent Amazon im Rechtsstreit um das Book Search Settlement gegen Google <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/technology/8200624.stm" target="_blank">gestellt</a> hatten, hat nun Sony an der Seite des Suchmaschinen-Konzerns Position bezogen. <span id="more-403"></span></p>
<p>Wie Wired soeben <a href="http://www.wired.com/epicenter/2009/08/sony-google-book/" target="_blank">berichtet</a>, hat Sony beim zuständigen Richter einen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Amicus_curiae" target="_blank">Amicus Curiae</a>-Brief angekündigt, mit dem der Elektronik-Konzern als unbeteiligte, aber interessierte Partei seine Sicht der Dinge ins Verfahren einbringen will. In dem von Wired veröffentlichten Brief an den Richter (<a href="http://www.wired.com/images_blogs/epicenter/2009/08/sony-amicus-request-letter-2.pdf" target="_blank">pdf</a>) hebt Sony hervor, dass das Book Settlement einen positiven Effekt auf den E-Reader-Markt haben werde:</p>
<blockquote><p>&#8220;In Sony Electronics’ view, the cooperative and mutually beneficial relationship the Settlement forges between Google and the copyright holders in the proposed class may have a profoundly positive impact on the market for e-book readers and related devices.&#8221;</p></blockquote>
<p>Gemeint dürfte damit in erster Linie wohl ein positiver Effekt auf das von Sony selbst angebotene E-Book-Lesegerät sein. Dessen neueste Version namens <a href="http://www.lesen.net/ereader/sony-reader-daily-edition-sonys-kindle-945/" target="_blank">Daily Edition</a> nämlich hat eine Funktion eingebaut, über die der Reader (vorerst nur in den USA) über eine drahtlose Netzanbindung auf die E-Book-Bestände öffentlicher Bibliotheken zugreifen kann. Damit verfügt die neueste E-Reader-Generation von Sony über ein Merkmal, das sie von den Geräten der Mitbewerber abhebt – insbesondere vom US-Marktführer, Amazons Kindle.</p>
<p>Dieses Alleinstellungsmerkmal begründet ein besonderes Interesse des Konzerns an den E-Book-Beständen der Bibliotheken. Je leichter der Zugriff auf (möglichst kostenlosen) Content, desto attraktiver die Hardware. Nach dieser Regel ist der Marktvorteil von Sonys E-Reader umso größer, je mehr Bücher in einer Bibliothek als E-Book vorliegen. Durch eine Zusammenarbeit mit Google konnte Sony bereits in der Vergangenheit vom Book Search-Programm <a href="http://paidcontent.org/article/419-sony-google-team-up-against-amazon/" target="_blank">profitieren</a>: Google stellt seit vergangenem März 500.000 nicht mehr dem Copyright unterliegende Werke auf den Sony Readern zur Verfügung.</p>
<p>Das Book Settlement würde ermöglichen, diese Zusammenarbeit auch auf copyrightgeschützte Bücher auszuweiten. Bücher, die im Druck sind und unter Copyright stehen, sollen nach der im Settlement ausgehandelten Abmachung über Online-Buchhändler zu kaufen oder Bibliotheken ausleihbar sein. – Den Nutzern des neuesten Sony Readers also via Bibliothekszugang gratis zur Verfügung stehen. Ebenso wie die umstrittenen verwaisten, also nicht mehr im Handel befindlichen, aber noch durch Copyright geschützten Werke, die Google auf Grundlage des Settlements digitalisieren und anbieten wird.</p>
<p>Googles digitale &#8216;Bibliothek&#8217; dürfte auf lange Sicht eher einem Buchladen gleichen. Darauf hat unlängst Lawrence Lessig in einem <a href="http://bewegliche-lettern.de/2009/08/lawrence-lessig-ueber-das-google-book-settlement/" target="_blank">Vortrag</a> über das Google Book Settlement hingewiesen:</p>
<blockquote><p>&#8220;We’re building into this not so much a digital library but a digital bookstore.&#8221;</p></blockquote>
<p>Den Zugriff auf die digitalisierten Bücher will Google nach eigenem <a href="http://books.google.com/googlebooks/agreement/" target="_blank">Bekunden</a> an Bibliotheken verkaufen. Die Monopolposition, die Googles digitale Megabibliothek einnehmen könnte, zählt deshalb zu den größten Sorgen von Gegnern des Book Settlements außerhalb der Konzernwelt. So <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/technology/8200624.stm" target="_blank">zitiert</a> BBC News den Gründer der Non-Profit-Organisation <a href="http://www.archive.org/" target="_blank">Internet Archive</a> Brewster Kahle mit den Worten:</p>
<blockquote><p>&#8220;Google is trying to monopolise the library system. […] If this deal goes ahead, they&#8217;re making a real shot at being &#8216;the&#8217; library and the only library.&#8221;</p></blockquote>
<p>Die Bibliotheken würden sich einem Angebot gegenübersehen, das sie, wie die Library Copyright Alliance <a href="http://www.library.utoronto.ca/library/blogs/ereader/?p=379" target="_blank">befürchtet</a>, selbst unter einem Preisdiktat kaum würden ablehnen können. Die Kosten für den Content würden dann die Bibliotheken tragen. Nutzer eines Lesegeräts mit Bibliotheksanschluss dagegen hätten den gesamten elektronischen Bibliotheksbestand kostenlos zur Verfügung. Finanziell wären sie lediglich über ihre Bibliotheksgebühr (und, natürlich, die allgemeinen Steuern) beteiligt. (Als ein Ansatz zu einem Kulturflatrate-Modell ist das übrigens einen Gedanken wert.)</p>
<p>Ein Lesegerät, das jederzeit kostenlos auf so ziemlich die gesamte digitalisierte Weltbibliothek zugreifen könnte, hätte einen beeindruckenden Produktvorteil gegenüber Geräten, deren Nutzer jedes einzelne E-Book kaufen müssen. Zumal die Grenzen zwischen Besitz und Ausleihe in der Welt der immateriellen Bücher immer mehr verschwimmen (vermeintlich gekaufte Bücher können jederzeit <a href="http://bewegliche-lettern.de/2009/07/kindle-1984-amazon-loescht-orwell/" target="_blank">zurückgeholt</a>, nicht jedoch antiquarisch <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/verbrauchertipp/1018697/" target="_blank">weiterverkauft</a> oder -verschenkt werden). Für Sony ist es also durchaus sinnvoll, auf Tuchfühlung mit dem Monopolisten in spe zu gehen.</p>
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		<title>Kevin Kelly: Besser als kostenlos (&#8220;Better Than Free&#8221;)</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Aug 2009 06:59:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Digitale Geschäftsmodelle]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwandel]]></category>
		<category><![CDATA[Free]]></category>
		<category><![CDATA[Kevin Kelly]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Aufsatz &#8220;Better Than Free&#8221; des Wired-Herausgebers und Technologietheoretikers Kevin Kelly wurde zuerst im Januar 2008 veröffentlicht. Mittlerweile ist er zu einem klassischen Text der Diskussion über neue Geschäftsmodelle in der digitalen Welt geworden und hat, unter vielen anderen, auch Chris Anderson beeinflusst, der sich in seinem Buch &#8220;Free&#8221; (kostenpflichtige Printausgabe, gratis Audiobook-Download) mit dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Der Aufsatz &#8220;<a href="http://www.kk.org/thetechnium/archives/2008/01/better_than_fre.php " target="_blank">Better Than Free</a>&#8221; des Wired-Herausgebers und Technologietheoretikers <a href="http://www.kk.org/" target="_blank">Kevin Kelly</a> wurde zuerst im Januar 2008 veröffentlicht. Mittlerweile ist er zu einem klassischen Text der Diskussion über neue Geschäftsmodelle in der digitalen Welt geworden und hat, unter vielen anderen, auch <a href="http://www.thelongtail.com/" target="_blank">Chris Anderson</a> beeinflusst, der sich in seinem Buch &#8220;Free&#8221; (kostenpflichtige <a href="http://www.hyperionbooks.com/titlepage.asp?ISBN=1401322905&amp;SUBJECT=Business" target="_blank">Printausgabe</a>, gratis <a href="http://www.wired.com/images/multimedia/free/FREE_Audiobook_unabridged.zip" target="_blank">Audiobook-Download</a>) mit dem gleichen Thema auseinandersetzt. Mit freundlicher Genehmigung von Kevin Kelly erscheint &#8220;Better Than Free&#8221; hier erstmals in deutscher Übersetzung. </em><span id="more-389"></span></p>
<h2><strong>Kevin Kelly: Besser als kostenlos </strong></h2>
<p>Das Internet ist eine Kopiermaschine. Auf seiner grundlegendsten Ebene kopiert es jede Handlung die wir tun, jedes Zeichen und jeden Gedanken, den wir äußern, während wir darin unterwegs sind. Wenn eine Nachricht von einem Winkel des Internets in einen anderen gesendet werden soll, erfordern die Kommunikationsprotokolle, dass die gesamte Nachricht unterwegs mehrmals kopiert wird. IT-Unternehmen verdienen gutes Geld mit dem Verkauf von Geräten, die diese unablässigen Kopiervorgänge ermöglichen und vereinfachen. Jedes Datenbit, das auf einem Computer produziert wird, wird irgendwo hinkopiert. Die digitale Wirtschaft wird von diesem Kopienstrom angetrieben. Im Unterschied zu den massengefertigten Reproduktionen des Maschinenzeitalters sind diese Kopien nicht nur billig, sondern kostenlos.</p>
<p>Unser digitales Kommunikationsnetzwerk ist darauf ausgerichtet, dem Fließen der Kopien so wenig Reibungswiderstand entgegenzusetzen wie möglich. Tatsächlich fließen die Kopien so ungehindert, dass wir das Internet als einen Supraverteiler sehen können, in dem eine Kopie, sobald sie einmal ins System eingebracht ist, endlos durch das Netzwerk fließt, so wie elektrischer Strom in einem Supraleiter. Die Auswirkungen können wir in unserem täglichen Leben sehen: Wird ein kopierbarer Gegenstand mit dem Internet in Berührung gebracht, dann wird er kopiert, und diese Kopien lassen sich nicht mehr aus der Welt schaffen. Jedes Kind weiß, dass man etwas, das einmal ins Internet eingeflossen ist, nicht mehr löschen kann.</p>
<p>Dieser Supraverteiler ist zur Grundlage unserer Wirtschaft und unseres Wohlstands geworden. Die unmittelbare Vervielfältigung von Daten, Ideen und Medien stützt alle maßgeblichen Sektoren der amerikanischen Wirtschaft, vor allem die exportorientierten – also diejenigen, in denen die USA einen Wettbewerbsvorteil haben. Unser Wohlstand basiert auf einem gewaltigen Apparat, der unterschiedslos und unentwegt Kopien erstellt.</p>
<p>Die letzte Wohlstandsperiode dieser Wirtschaft baute dagegen auf den Verkauf wertvoller Kopien, so dass das freie Fließen kostenloser Kopien die überkommene Ordnung zu untergraben droht. Wenn all unsere Arbeit kostenlos vervielfältigt werden kann, wie soll es dann weitergehen? Wie, um es auf den Punkt zu bringen, kann man mit dem Verkauf kostenloser Kopien Geld verdienen?</p>
<p>Auf diese Frage habe ich eine Antwort. Am einfachsten lässt sie sich so formulieren:</p>
<p>Wenn Kopien im Überfluss verfügbar sind, werden sie wertlos.</p>
<p>Wenn Kopien im Überfluss verfügbar sind, wird das Unkopierbare knapp und wertvoll.</p>
<p><strong>Wenn Kopien kostenlos verfügbar sind, muss man Unkopierbares verkaufen.</strong></p>
<p>Aber was ist unkopierbar?</p>
<p>Es gibt eine Reihe von unkopierbaren Werten: Vertrauen zum Beispiel. Vertrauen kann nicht kopiert werden. Man kann es nicht kaufen. Vertrauen muss man sich verdienen, über einen längeren Zeitraum. Man kann es auch nicht downloaden. Oder fälschen. Oder vortäuschen (zumindest nicht auf Dauer). Wenn alle anderen Bedingungen gleich sind, wird man stets lieber mit jemandem einen Handel eingehen, dem man vertrauen kann. Daher ist Vertrauen etwas Immaterielles, das in einer kopiengesättigten Welt mehr und mehr an Wert gewinnt.</p>
<p>Neben Vertrauen gibt es zahlreiche ähnliche Werte, die schwer kopierbar und daher in unserer Netzökonomie zunehmend wertvoll werden. Mir scheint, dass man sie am besten untersuchen kann, wenn man nicht aus der Perspektive des Produzenten, Herstellers oder Urhebers auf sie blickt, sondern aus der des Verbrauchers. Man kann mit einer einfachen Verbraucherfrage beginnen: Warum sollten wir eigentlich für etwas zahlen, das wir kostenlos haben können? Wenn man eine Kaufversion eines Gegenstands erwirbt, den man auch kostenlos haben könnte, was genau kauft man da eigentlich?</p>
<p>Meine Beschäftigung mit der Netzökonomie hat mir acht Kategorien von immateriellen Werten aufgezeigt, die wir kaufen, wenn wir für etwas Geld ausgeben, das auch kostenlos verfügbar wäre.</p>
<p>Diese acht Dinge sind ganz buchstäblich besser als kostenlos. Acht unkopierbare Werte, die ich als &#8220;Generative&#8221; bezeichnen will. Ein &#8220;generativer&#8221; Wert ist eine Eigenschaft oder ein Attribut, das generiert werden muss, also herangezogen, kultiviert, gehegt. Ein Generativ kann nicht kopiert, geklont, gefaked, vervielfältigt, gefälscht oder nachgemacht werden. Es wird auf eigene Weise generiert, vor Ort und über längere Zeit. In der digitalen Welt fügen generative Eigenschaften kostenlosen Kopien Wert hinzu – dadurch lassen sie sich verkaufen.</p>
<p><strong>Besser als kostenlos: die acht Generative</strong></p>
<p><strong>Unmittelbarkeit</strong>: Früher oder später kann man alles als Kopie finden, aber eine Kopie im Moment ihres Erscheinens – oder noch besser: ihrer Entstehung – auf den Tisch zu bekommen, darin liegt ein generativer Vorteil. Viele Leute gehen zur Filmpremiere ins Kino, wo man einen saftigen Preis dafür zahlt, einen Film zu sehen, den man zu einem späteren Zeitpunkt kostenlos oder beinahe kostenlos ausleihen oder downloaden könnte. Gebundene Bücher kosten mehr, weil sie als erste verfügbar sind – auch wenn sie diesen Vorzug als Bindungsart maskieren. Um der erste zu sein, muss man oft für dasselbe Produkt einen höheren Preis zahlen. Als verkäufliche Qualität hat die Unmittelbarkeit verschiedene Ebenen, darunter den Zugang zu Beta-Versionen. Damit werden Anhänger eines Produkts selbst in den generativen Prozess eingebunden. Beta-Versionen gelten oft als weniger wertvoll, weil sie unvollständig sind, aber sie besitzen gleichzeitig verkäufliche generative Eigenschaften. Unmittelbarkeit ist immer relativ – deshalb ist sie generativ. Sie muss zum Produkt ebenso passen wie zur Zielgruppe. Blogs unterliegen einem anderen Zeitgefühl als Filme oder Autos. Aber letztlich hat jedes Medium seine Unmittelbarkeit.</p>
<p><strong>Personalisierung</strong>: Die allgemeine Version eines Konzertmitschnitts mag kostenlos zu haben sein, aber wenn man eine Kopie haben möchte, die darauf abgestimmt ist, im eigenen Wohnzimmer ein perfektes Klangerlebnis zu bieten – so als wäre das Konzert eben dort aufgeführt worden – wäre man vielleicht bereit, einen hohen Preis zu zahlen. Das kostenlose Exemplar eines Buches kann vom Verlag nach Maß redigiert werden, so dass es sich in die eigene Leseerfahrung einpasst. Damit man einen kostenlosen Film kauft, kann er geschnitten und den eigenen Sehvorlieben angepasst werden (etwa ohne Gewaltdarstellung, aber mit Kraftausdrücken). Aspirin ist kostenlos, aber Aspirin, das für die eigene DNA optimiert ist, ist sehr teuer. Es ist oft angemerkt worden, dass Personalisierung eine längere Abstimmung zwischen dem Erzeuger und dem Verbraucher, dem Künstler und seinem Fan, dem Produzenten und dem Nutzer erfordert. Personalisierung ist zutiefst generativ, weil sie wiederholungsintensiv und zeitaufwendig ist. Die Personalisierung, die sich in einer Beziehung niederschlägt, ist unkopierbar. Im Marketing nennt man dies &#8220;Stickiness&#8221; – &#8220;Haftkraft&#8221;. Denn es bedeutet, dass beide Parteien diesem generativen Vorteil verhaftet sind (sich darin einbringen) und deshalb ungern die Beziehung abbrechen, um anderswo neu anzuknüpfen.</p>
<p><strong>Interpretation</strong>: Ein alter Witz geht so: Software kostenlos – Benutzerhandbuch 10.000 Dollar. Aber das ist kein Witz. Ein ganze Reihe prominenter Unternehmen wie Red Hat, Apache und viele andere verdienen ihr Geld auf genau diese Weise. Sie bieten gegen Bezahlung Support für die kostenlose Software. Die Kopie des Softwarecodes, die reinen Bits, sind kostenlos – und werden für den Nutzer erst durch Support und Anleitung wertvoll. Ich vermute, dass dieses Modell in Zukunft auch für genetische Informationen gelten wird. Momentan ist es noch sehr teuer, eine Kopie seines DNA-Codes zu bekommen, doch das wird sich ändern. Bald schon werden Pharma-Unternehmen die Verbraucher dafür bezahlen, dass sie ihre Gene sequenzieren lassen. Die Kopie der eigenen Gensequenz wird man also kostenlos bekommen können, aber ihre Interpretation: was diese Sequenz bedeutet, was für Folgen sich daraus ergeben und wie man sich darauf einstellen kann – sozusagen das Benutzerhandbuch für die eigenen Gene – wird einen hohen Preis haben.</p>
<p><strong>Authentizität</strong>:<strong> </strong>Schon möglich, dass man eine wichtige Software kostenlos haben kann, doch selbst wenn man kein Benutzerhandbuch braucht, will man vielleicht sicherstellen, dass die Software fehlerfrei, zuverlässig und garantiert echt ist. Für Authentizität ist man bereit zu zahlen. Es gibt eine unüberschaubare Anzahl von Varianten der Jams der Grateful Dead. Doch wenn man eine authentische Version bei der Band selbst kauft, dann kann man sicher sein, dass man das bekommt, was man wirklich haben will – und dass wirklich die Grateful Dead den Jam eingespielt haben. Künstler hatten von alters her mit diesem Problem zu kämpfen. Grafische Reproduktionen, etwa Fotografien oder Lithographien, tragen oft einen Künstlerstempel, eine Art Signatur, die Authentizität behauptet, so dass einen höherer Preis für die Kopie verlangt werden kann. Digitale Wasserzeichen und andere Signaturtechnologien werden als Antikopiermaßnahmen wirkungslos sein (sind Kopien doch supraleitende Flüssigkeiten), aber sie können dem, der Wert darauf legt, die generative Eigenschaft Authentizität vermitteln.</p>
<p><strong>Zugänglichkeit</strong>: Besitz ist oft nervig: Man muss seine Dinge sauber und aktuell halten und sich – sofern es sich um digitale Gegenstände handelt – um Sicherungskopien kümmern. Und in der mobilen Welt, in der wir leben, muss man ihn überall hin mitschleppen. Viele Leute, und ich selbst gehöre dazu, wären vollauf glücklich, wenn andere sich um unsere &#8220;Besitztümer&#8221; kümmern würden, und wir sie lediglich abonnierten. Wir würden gern Geld an ein fantastisches Unternehmen, nennen wir es Acme Digital Warehouse, zahlen, damit es uns jede Melodie dieser Welt bereitstellt, wann und wo wir wollen – und auch jeden Film und jedes Foto (egal ob von uns selbst oder von einem anderen aufgenommen) sowie jedes Buch und jeden Blog. Acme würde von allem Sicherungskopien erstellen, die Urheber entlohnen und uns liefern, was wir Lieben: auf unsere Telefone, PDAs, Laptops, Großbildschirme, ganz egal. Dass das meiste auch kostenlos zu haben sein wird – wenn wir es denn auf uns nehmen wollen, es selbst zu pflegen, zu erweitern, zu ordnen und Sicherungskopien anzulegen – wird mit der Zeit immer weniger verlockend sein.</p>
<p><strong>Verkörperung</strong>: Im Grunde sind digitale Kopien körperlos. Man kann eine kostenlose Kopie eines Werkes auf eine Leinwand projizieren. Doch wenn man es lieber hochauflösend auf Großleinwand sähe? Oder gar in 3D? An PDF-Dokumenten ist nichts auszusetzen, aber manchmal ist es ein großes Vergnügen, dieselben Wörter auf strahlendweißem watteweichen Papier gedruckt und in Leder gebunden zu sehen. Das liegt so angenehm in der Hand. Und wenn man, während man in sein (kostenloses) Lieblingsgame vertieft ist, mit fünfunddreißig anderen Gamern in einem Raum sitzen könnte? Eine intensivere Verkörperung lässt sich auf unzählige Arten erreichen. Zwar kann das, was heute noch HD-Qualität ist und die Leute ins Kino lockt, schon morgen seinen Weg ins heimische Wohnzimmer finden, aber es wird immer neue überwältigende Vorführungstechnologien geben, die noch nicht bei Endverbrauchern angekommen sind. Laserprojektionen, Holografie, ja selbst das Holodeck. Und nichts wird so intensiv verkörpert wie Musik bei einem live Konzert von echten Menschen. Die Musik ist kostenlos; die körperliche Aufführung kostspielig. Dieses Schema setzt sich mehr und mehr durch, nicht nur bei Musikern, sondern auch bei Schriftstellern. Das Buch ist kostenlos – die Lesung oder der Vortrag sind kostspielig.</p>
<p><strong>Patronage</strong>: Ich glaube, dass das Publikum die Urheber bezahlen <em>möchte</em>. Fans möchten ihren Künstlern, Musikern, Schriftstellern usw. ein Zeichen ihrer Wertschätzung geben, denn das ermöglicht ihnen, mit diesen in Beziehung zu treten. Aber zahlen werden sie nur, wenn der Zahlungsvorgang keinerlei Umstände macht, wenn der Betrag angemessen ist und sie sich sicher sein können, dass das Geld unmittelbar den Urhebern zugute kommt. Die Band Radiohead hat kürzlich in einem weithin beachteten Experiment die Fans selbst entscheiden lassen, wie viel sie für eine kostenlose Kopie zahlen wollten – das ist ein Paradebeispiel für die Bedeutung von Patronage. Die flüchtige, schwer zu fassende Beziehung, die sich zwischen Anerkennung zollenden Fans und Künstlern entfaltet, hat einen Wert. Im Falle von Radiohead einen Wert von rund fünf Dollar je Download. Es ließen sich zahlreiche weitere Beispiele dafür finden, dass das Publikum zahlt, weil es sich gut anfühlt, zu zahlen.</p>
<p><strong>Auffindbarkeit</strong>: Während die zuvor aufgezählten Generative in den digitalen Kunstwerken selbst liegen, ist Auffindbarkeit etwas, das sich auf einer übergeordneten Ebene eine Rolle spielt, nämlich bei der Anhäufung zahlreicher Werke. Ein Preisschild mit einer Null darauf führt nicht dazu, dass ein Werk Beachtung findet – manchmal sogar zum Gegenteil. Aber ganz unabhängig vom Preis ist ein unbeachtetes Werk wertlos; unauffindliche Meisterwerke haben keinen Wert. Wo es Millionen Bücher, Millionen Songs, Millionen Filme, Millionen Softwareprogramme, Millionen von allem, das unsere Aufmerksamkeit auf sich ziehen will, gibt – und das meiste davon kostenlos – ist es wertvoll, auffindbar zu sein.</p>
<p>Die großen Aggregatoren wie Amazon und Netflix verdienen ihr Geld zum Teil damit, dass sie den Kunden dabei helfen, die Werke zu finden, die sie schätzen. Sie bringen das Gute am &#8220;Long Tail&#8221;-Effekt zur Geltung, der bekanntlich darin besteht, ein Nischenpublikum mit einem Nischenprodukt in Beziehung zu setzen. Doch leider hat der &#8220;Long Tail&#8221; nur für die Riesenaggregatoren und die größeren Aggregatoren auf der Zwischenebene, wie Verlage, Filmstudios und Plattenlabels ein Gutes. Für die Urheber selbst bringt der &#8220;Long Tail&#8221; nicht viel. Doch da Auffindbarkeit sich erst auf der Systemebene abspielt, sind Urheber auf Aggregatoren angewiesen. Deswegen werden Verlage, Filmstudios und Plattenlabels (kurz: VFP) nie von der Bildfläche verschwinden. Für den Vertrieb, dafür, die Kopien auszuteilen, sind sie nicht notwendig (dafür sorgt die Netzmaschine). Aber die VFP sind notwendig, um die Aufmerksamkeit der Nutzer den einzelnen Werken zuzuteilen. Aus einem Ozean von Möglichkeiten wählen die VFP Werke aus, fördern und verfeinern sie – Werke von Urhebern, von denen sie glauben, dass sie die Fans ansprechen werden. Auch andere Vermittler, wie Kritiker und Rezensenten lenken die Aufmerksamkeit. Fans greifen auf diesen vielschichtigen Auffindbarkeitsapparat zurück, um aus den Myriaden von Werken das Wertvolle herauszufinden. Es steckt Geld darin, Talente zu entdecken (mittelbar auch für die Urheber). Viele Jahre lang hat die Programmzeitschrift &#8220;TV Guide&#8221; mehr Geld eingespielt als die drei großen Sendergruppen, deren Programm sie listete, zusammengenommen. Die Zeitschrift nahm die Fernsehzuschauer an der Hand und zeigte ihnen, was es diese Woche Gutes in der Glotze gab. Und das war ja für die Zuschauer kostenlos verfügbar. Es besteht kaum Zweifel, dass in der Kostenloswelt neben den Mega-Aggregatoren viele VFP ihr Geld – zusätzlich zu den anderen Generativen – damit verdienen werden, dass sie Auffindbarkeit verkaufen.</p>
<p>Diese acht Eigenschaften erfordern neue Kenntnisse und Fähigkeiten. In der Welt der Kostenloskopien wird man seinen Erfolg nicht auf Distributionsfähigkeiten aufbauen können, denn für Vertrieb und Verbreitung wird die Große Kopiermaschine sorgen. Auch juristische Fähigkeiten im Umgang mit geistigem Eigentum und Copyright werden nicht mehr von Nutzen sein. Genauso wenig wie Kenntnisse im Horten und Verknappen. Stattdessen erfordern diese acht neuen Generative ein Verständnis dafür, wie Überfluss zu einer Mentalität des Teilens führt, wie Großzügigkeit zum Geschäftsmodell wird, wie wichtig es geworden ist, Dinge zu kultivieren und zu fördern, die nicht mit einem Mausklick vervielfältigt werden können.</p>
<p>Kurzum, das Geld generieren in dieser Netzökonomie nicht Kopien. Aufmerksamkeit generiert Geld, und Aufmerksamkeit folgt ihren eigenen Regeln.</p>
<p>Achtsamen Lesern wird aufgefallen sein, dass eines bisher nicht erwähnt wurde: Ich habe nicht von Werbung gesprochen. Werbung gilt weithin als die Lösung, ja beinahe als die <em>einzige</em> Lösung, für die Paradoxie des Kostenlosen. Die meisten Vorschläge, die ich bislang zur Überwindung des Kostenlosen gehört habe, gehen auf die eine oder andere Art von Werbung aus. Ich bin der Meinung, dass Werbung lediglich eine bestimmte Ausformung von Aufmerksamkeit ist, und langfristig wird sie nur ein Teil der neuen Arten sein, Geld zu verdienen, indem man Kostenloses verkauft. Aber das ist ein anderes Thema.</p>
<p>Unter der schaumigen Oberfläche der Werbung werden diese acht Generative den allgegenwärtigen kostenlosen Kopien einen Wert geben und es lohnend werden lassen, für sie zu werben. Diese Generative sind auf alle digitalen Kopien anwendbar, aber auch auf all die Kopien, deren Grenzkosten gegen null tendieren. (Mehr dazu in meinem Aufsatz &#8220;<a href="http://www.kk.org/thetechnium/archives/2007/11/technology_want.php" target="_blank">Technology Wants to Be Free</a>&#8220;). Auch Industrien, die materielle Güter produzieren, sehen sich zunehmend in einer Situation wo die Kosten für die Vervielfältigung sich an null annähern, so dass auch diese sich wie digitale Kopien verhalten werden. Dies ist seit Kurzem bei Landkarten der Fall. Bald wird es auch in der Genetik so sein. Kleingeräte und Apparate, zum Beispiel Handys, befinden sich auf dem Weg dahin. Die pharmazeutische Industrie ist bereits an diesem Punkt, will es aber geheim halten. Eine Pille herzustellen, kostet nichts. Bei Arzneimitteln zahlen wir für Authentizität und Unmittelbarkeit. Und eines Tages werden wir für Personalisierung zahlen.</p>
<p>Die Generative zu unterhalten ist sehr viel aufwendiger, als in einer Fabrik Kopien zu fertigen. Es gibt noch viel zu lernen, viel herauszufinden.</p>
<p>Veröffentlicht am 31. Januar 2008.<br />
<em>Deutsche Übersetzung von Thomas Rohde am 24. August 2009.</em></p>
<p><em>Im letzten Satz der englischen Version seines Aufsatzes fordert Kevin Kelly seine Leser auf, mit ihm über seine Thesen in Diskussion zu treten. Unter den zahlreichen <a href="http://www.kk.org/thetechnium/archives/2008/01/better_than_fre.php#comments" target="_blank">Leserkommentaren</a>, die sich auf Kevin Kellys Blog angesammelt haben, finden sich viele streitbare und interessante Positionen. Unter anderem Vorschläge für weitere Generative wie Gemeinschaft und Nutzerfreundlichkeit. Um zu dieser Diskussion beizutragen, schlage ich vor, eventuelle Kommentare zu Kellys Thesen <a href="http://www.kk.org/thetechnium/archives/2008/01/better_than_fre.php#comments" target="_blank">dort</a> einzubringen (auch wenn Kommentare natürlich auch hier willkommen sind).</em></p>
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		<title>Lesenswert: Cory Doctorow über kostenlose E-Books als Marketing Tool</title>
		<link>http://bewegliche-lettern.de/2009/08/lesenswert-cory-doctorow-ueber-kostenlose-e-books-als-marketing-tool/</link>
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		<pubDate>Thu, 20 Aug 2009 10:34:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Digitale Geschäftsmodelle]]></category>
		<category><![CDATA[Lesenswert]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Cory Doctorow]]></category>
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		<description><![CDATA[Im Guardian schreibt der Sci-Fi-Autor und Blogger Cory Doctorow über kostenlose E-Books als Marketing Tool. Doctorow ist überzeugt: &#8220;Free ebooks generate more sales than they displace.&#8221; Doctorow stellt heraus, dass ein Kampf gegen das Kopieren nicht nur von Anfang an ein verlorener Kampf wäre, sondern zudem einer, der sich gegen das Interesse des Autors an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Guardian <a href="http://www.guardian.co.uk/technology/2009/aug/18/free-ebooks-cory-doctorow" target="_blank">schreibt</a> der Sci-Fi-Autor und Blogger <a href="http://craphound.com/" target="_blank">Cory Doctorow</a> über kostenlose E-Books als Marketing Tool. Doctorow ist überzeugt: &#8220;Free ebooks generate more sales than they displace.&#8221; <span id="more-364"></span></p>
<p>Doctorow stellt heraus, dass ein Kampf gegen das Kopieren nicht nur von Anfang an ein verlorener Kampf wäre, sondern zudem einer, der sich gegen das Interesse des Autors an Öffentlichkeit und Aufmerksamkeit richtet. Nicht wahrgenommen zu werden ist für ihn bedrohlicher als illegal kopiert zu werden:</p>
<blockquote><p>&#8220;I don&#8217;t think we can stop others from copying – it&#8217;s a lost cause. Copying is actually wonderful, and I have copied my head off since I first snuck into the photocopy room at my dad&#8217;s office in 1980. My problem isn&#8217;t piracy, it&#8217;s obscurity&#8221;</p></blockquote>
<p>Kostenlose E-Books garantieren per se nicht (mehr) unmittelbar Öffentlichkeit: Anders als noch vor ein paar Jahren hat ein kostenloser E-Book-Release heute, wie Doctorow schreibt, kaum noch Nachrichtenwert. Kostenlose E-Books können aber die Bemühungen des Autors und seines Verlags um Aufmerksamkeit (und um verkaufte Bücher) unterstützen. Denn mit den kostenlosen E-Books wird Lesern etwas in die Hand gegeben, womit sie ihrem sozialen Umfeld leichter als bisher eine Leseempfehlung geben können.</p>
<p>Eine private Buchempfehlung war schon immer dann besonders eindrücklich, wenn sie davon unterstützt wurde, dass der begeisterte Leser seinen Freunden sein eigenes durchgelesenes Exemplar des Buches ausleiht oder weitergibt: So konnten Bücher über die sozialen Netzwerke der offline-Welt große Aufmerksamkeit generieren (etwas altertümlich nennt man das wohl immer noch Mundpropaganda).</p>
<p>Kostenlos und virtuell in unendlicher Anzahl verfügbare E-Books übertragen dieses Modell nicht nur in die online-Welt, sondern ermöglichen es in einem sehr viel größeren Grad als es mit gedruckte Büchern möglich war: Der Leser hat schließlich nicht nur ein Exemplar, mit dem er seine Empfehlung untermauern kann, sondern potenziell unendlich viele, so dass er das Buch nicht nur einem Leser aus seinem Bekanntenkreis, sondern gleich seiner ganzen Mailing List weitergeben kann: Wie Doctorow schreibt, machen es kostenlose E-Books &#8220;Lesern, denen das Buch gefallen hat, leicht, es anderen aus ihrem sozialen Umfeld unter die Nase zu halten.&#8221;</p>
<blockquote><p>&#8220;Booksellers – I&#8217;m a former one myself – know that personal recommendations from friends are the best way to sell books – better than reviews, better than covers, better than store-placement. A publisher&#8217;s publicity and marketing for a book is an excellent way to get it into some readers&#8217; hands, and the word of mouth enabled by freely copyable ebooks then acts as a force-multiplier to expand the publisher&#8217;s efforts.&#8221;</p></blockquote>
<p>Überflüssig zu sagen: DRM, zumindest in seiner harten Form, würde diese Social Marketing-Perspektive von E-Books verhindern. Doctorows Gedanken implizieren allerdings, dass E-Books gegenüber (kostenpflichtigen) gedruckten Büchern unterlegen wären: Wer ein kostenloses E-Book bekommt, eilt im Idealfall in die Buchhandlung und kauft sich die gedruckte Version. Für einen Buchmarkt, der gänzlich mit E-Books arbeitet oder in dem das E-Book nicht mehr ein irgendwie unvollkommener Aspekt eines gedruckten Buches wäre, eignet sich das von Doctorow skizzierte Modell nur eingeschränkt.</p>
<p>Dort müsste gelten, dass die Verlage die kostenpflichtigen E-Books mit weiteren Qualitäten ausstatten, die die kostenlosen nicht aufweisen. Welche Qualitäten könnten das sein? &#8211; Etwa jene, die Kevin Kelly in seinem wegweisenden Aufsatz &#8220;<a href="http://bewegliche-lettern.de/2009/08/kevin-kelly-besser-als-kostenlos-better-than-free/" target="_blank">Better Than Free</a>&#8221; aufgezeigt hat.</p>
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		<title>Lesenswert: Alex Rühle über E-Publishing in China</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Aug 2009 08:35:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Lesenswert]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[china]]></category>
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		<category><![CDATA[micropayment]]></category>
		<category><![CDATA[shanda]]></category>
		<category><![CDATA[Trivialliteratur]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Süddeutschen Zeitung wirft Alex Rühle heute einen eindringlichen Blick auf den E-Book-Markt in China. Der große Player dort ist der Verlag Shanda, der laut Rühle 80% der chinesischen Internetliteratur veröffentlicht. Shanda verdient an seinen E-Books über ein Micropaymentsystem Geld. Der Verlag bietet seine E-Books scheibchenweise an: Die Leser werden mit kostenlosen Anfangskapiteln angelockt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Süddeutschen Zeitung wirft Alex Rühle heute einen eindringlichen <a href="http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/482864" target="_blank">Blick</a> auf den E-Book-Markt in China. Der große Player dort ist der Verlag Shanda, der laut Rühle 80% der chinesischen Internetliteratur veröffentlicht.<span id="more-327"></span> Shanda verdient an seinen E-Books über ein Micropaymentsystem Geld. Der Verlag bietet seine E-Books scheibchenweise an: Die Leser werden mit kostenlosen Anfangskapiteln angelockt, danach zahlen sie per Micropayment Bagatellsummen für weitere Teile.</p>
<p>Interessant ist auch, dass Shanda bislang vor allem mit <a href="http://bewegliche-lettern.de/tag/trivialliteratur/" target="_blank">Trivialliteratur</a> Geld verdient: Mit Geschichten, die formal und inhaltlich an Videospiele angelehnt sind, erreicht der Konzern vor allem eine junge Leserschaft und hält sich alle Türen zur crossmedialen Vermarktung von Erfolgstiteln offen.</p>
<p>Auch für ernste Literatur sei E-Publishing jedoch attraktiv, berichtet Rühle, da es den Autoren ermöglicht, die Print-Zensur zu umgehen: &#8220;Im Netz dagegen kann man bislang vieles relativ unkontrolliert veröffentlichen&#8221; (ja ist das Internet denn ausgerechnet in China ein rechtsfreier Raum?)</p>
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		<title>Lesenswert: Legalize it &#8211; Klaus Wrede will Filesharer nicht verknacken</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Jul 2009 09:59:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Filesharing]]></category>
		<category><![CDATA[Klaus Wrede]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie erfrischend, in der deutschen Branchenpresse eine innovationsfreudige Meinung zu lesen! Filesharer sollen nicht verfolgt werden, fordert Klaus Wrede im Börsenblatt &#8211; der juristische Kampf gegen die ungeregelte Verbreitung sei eh &#8220;aussichtslos&#8221;. Und widerspreche letztlich der Kernaufgabe des Verlegens. Denn die, erinnert uns Wrede, bestehe nicht im Verkaufen von Büchern, sondern im Verbreiten von Inhalten: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie erfrischend, in der deutschen Branchenpresse eine innovationsfreudige Meinung zu lesen! Filesharer sollen nicht verfolgt werden, <a href="http://www.boersenblatt.net/328525/" target="_blank">fordert</a> Klaus Wrede im Börsenblatt &#8211; der juristische Kampf gegen die ungeregelte Verbreitung sei eh &#8220;aussichtslos&#8221;. Und widerspreche letztlich der Kernaufgabe des Verlegens. <span id="more-77"></span>Denn die, erinnert uns Wrede, bestehe nicht im Verkaufen von Büchern, sondern im Verbreiten von Inhalten:</p>
<blockquote><p>&#8220;Man hat das Gefühl, dass einige Verlage digitale Inhalte am liebsten vermarkten würden, ohne sie verbreiten zu müssen. Denn jede Verbreitung kann zu Missbrauch führen. Und geradezu reflexhaft wird unerlaubte Nutzung verfolgt oder erschwert. Dabei ist wohl jeder Verleger einmal mit dem lobenswerten Ziel angetreten, wichtige Inhalte möglichst weit zu verbreiten. Es muss diesem Verleger doch ein ungutes Gefühl geben, wenn er feststellt, dass er nun fast mehr Sorge dafür trägt, die Verbreitung seiner Inhalte zu verhindern, als diese zu fördern.&#8221;</p></blockquote>
<p>Doch wie wird daraus ein Geschäft? Die Verlage könnten sich darauf verlegen, &#8220;Nutzerumgebungen&#8221; für E-Books zu schaffen, die für Leser attraktiver sind als lieblos aufgestaplete Dateihaufen auf Downloadservern, schlägt Wrede vor.</p>
<p>Wredes Ansatz ist interessant und unumgänglich: vom Nutzer &#8211; also vom Leser und Downloader &#8211; her zu denken statt vom Produzenten her. Denn die Digitalisierung ist eine Ermächtigung des Konsumenten, der zum Bezahlen nicht mehr gezwungen werden kann, sondern zum Zahlen gewonnen werden muss.</p>
<p>Den &#8220;Workflow&#8221; des Lesers zu unterstützen, wie Wrede fordert, kann beispielsweise auch heißen, ihm einen guten, atmosphärischen und übersichtlichen Platz im Web zu bieten, auf dem er gute literarische (sei&#8217;s belletristische, sei&#8217;s fachliche) Angebote nach seinem Geschmack finden und nutzen kann. Und sich am besten sogar als Leser einbringen kann &#8211; solche social web-Applikationen für Leser gibt es ja bereits. Nur überlassen Verlage bisher anderen dieses Feld: Den Shelfaris, BookGluttons und Bookrix, deren Attraktivität bisher kein einziges Verlagsangebot erreicht.</p>
<p>Wie sehr Wrede mit seinen klaren Thesen im Börsenblatt ins Wespennest sticht, zeigen die zahlreichen kontroversen und ebenfalls lesenswerten Kommentare.</p>
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		<title>Lesenswert: E-Book-Preise &#8220;eine Beleidigung&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Jun 2009 09:36:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Lesenswert]]></category>
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		<description><![CDATA[Es gibt sie, die innovationsfreudigen, experimentoffenen Ansätze zum Medienwandel in Gutenbergs Welt. Nur gibt es sie leider bisher vor allem außerhalb der deutschsprachigen Verlagslandschaft. Während hier alle so ziemlich denselben Kanon singen, hat auf der Insel einer den Mut zum Solo: Wer für E-Books die gleichen Preise wie für gedruckte Bücher verlangt, beleidigt seine Käufer, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt sie, die innovationsfreudigen, experimentoffenen Ansätze zum Medienwandel in Gutenbergs Welt. Nur gibt es sie leider bisher vor allem außerhalb der deutschsprachigen Verlagslandschaft. Während hier alle so ziemlich denselben Kanon singen, hat auf der Insel einer den Mut zum Solo:<span id="more-28"></span></p>
<p>Wer für E-Books die gleichen Preise wie für gedruckte Bücher verlangt, beleidigt seine Käufer, findet <a href="http://www.harpercollins.co.uk/about-harpercollins/Imprints/the-friday-project/Pages/The-Friday-Project.aspx" target="_blank">The Friday Project</a>-Verleger Scott Pack. Das berichtet Catherine Neilan in einem kurzen <a href="http://www.thebookseller.com/news/89945-publishers-insulting-readers-over-e-book-prices.html.rss" target="_blank">Artikel</a> für The Bookseller:</p>
<blockquote><p>&#8216;We are kidding ourselves if we think we can charge the same for an e-book as we do for a print copy,&#8217; he said. &#8216;Most ridiculous of all is charging the same as a hardback &#8211; we are insulting our audience to do that. If, and they will, e-books start to encroach on print sales, we have to find another way of dealing with that.&#8217;</p></blockquote>
<p>Gleichzeitig experimientiert The Friday Project offenbar recht erfolgreich mit alternativen Urheberrechtsmodellen. Ein kürzlich veröffentlichter Band (mit dem ansprechenden Titel <a href="http://www.harpercollins.co.uk/Our_Titles/Pages/Home.aspx?objID=47501" target="_blank">Blood, Sweat and Tea</a>) erschien auf Betreiben seines Autors <a href="http://randomreality.blogware.com/blog/_archives/2006/8/20/2249367.html" target="_blank">Tom Reynolds</a> unter Creative Commons Lizenz. Das habe eine große Mundpropaganda ausgelöst, die künftigen Veröffentlichungen zugute kommen werde, hofft Scott Pack. Generell sieht Pack in der Gratisveröffentlichung von E-Books eine Möglichkeit, Aufmerksamkeit zu erzeugen &#8211; vor allem für debütierende Autoren. In nachfolgenden Publikationen, die unter den traditionellen Copyright-Regeln veröffentlicht werden, soll diese Aufmerksamkeit dann in Geld umgemünzt werden.</p>
<p>Übrigens scheint die <a href="http://www.thefridayproject.co.uk/books/bst/cc.php" target="_blank">Downloadseite</a> für das unter CC-Lizenz stehende Buch nicht mehr zu funktionieren. Dafür werben sowohl der Autor auf seinem <a href="http://randomreality.blogware.com/blog" target="_self">Blog</a> als auch der Verlag auf seiner Website für die gedruckte Ausgabe zum Preis von £7,99. Aber bestimmt gibt&#8217;s die CC-Version noch auf irgendwelchen Torrents in Nachbarschaft mit streng illegalen Angeboten. Schade, dass der Leser so weiter daran gewöhnt wird, seine Ware in der Grauzone zu beziehen, anstatt dass ihm der Verlag eine eigene propere Downloadmöglichkeit gibt.</p>
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		<title>Lesenswert: Rüdiger Wischenbart gegen den Heidelberger Appell</title>
		<link>http://bewegliche-lettern.de/2009/06/lesenswert-rudiger-wischenbart-gegen-den-heidelberger-appell/</link>
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		<pubDate>Thu, 25 Jun 2009 08:23:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Lesenswert]]></category>
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		<category><![CDATA[Heidelberger Appell]]></category>
		<category><![CDATA[Rüdiger Wischenbart]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Heidelberger Appell dient dazu, das herkömmliche Geschäftsmodell von Verlegern wissenschaftlicher Zeitschriften gegen Innovationen abzusichern, schreibt Rüdiger Wischenbart in einem höchst lesenswerten Artikel im Perlentaucher: &#8220;Nicht die Publikationsfreiheit ist bedroht, sondern das bisherige Gefüge aus Verlagen und Händlern, und zwar nicht durch illegale Praktiken, sondern durch neue Möglichkeiten, neue Marktteilnehmer und neue, sich zunehmend verändernde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Heidelberger Appell dient dazu, das herkömmliche Geschäftsmodell von Verlegern wissenschaftlicher Zeitschriften gegen Innovationen abzusichern, schreibt Rüdiger Wischenbart in einem höchst lesenswerten Artikel im <a href="http://www.perlentaucher.de/artikel/5522.html" target="_blank">Perlentaucher</a>:<span id="more-36"></span></p>
<blockquote><p>&#8220;Nicht die Publikationsfreiheit ist bedroht, sondern das bisherige Gefüge aus Verlagen und Händlern, und zwar nicht durch illegale Praktiken, sondern durch neue Möglichkeiten, neue Marktteilnehmer und neue, sich zunehmend verändernde Vorlieben und Strategien von Lesern wie auch Autoren, die sich seit wenigstens 10 Jahren ankündigen und längst [...] breit analysiert und diskutiert worden sind.&#8221;</p></blockquote>
<p>Wischenbart macht sich die Mühe, die Hauptargumente des Heidelberger Appells aufzulisten und zu kontern. Sein Fazit: Es fehlt der Branche der Wille zur Innovation. Lieber igelt sie sich ein:</p>
<blockquote><p>&#8220;Lässt man die Debattenbeiträge zu Digitalisierung und E-Books aus der europäischen Buch-Profession seit März 2009 Revue passieren, ist beklemmend, wie sich bei diesem Schlüsselthema für Verlagsindustrie und Lesekultur eben gerade keine kontroverse Diskussion entfaltet hat, sondern eine zunehmend enger werdende Appellsequenz mit Zielpunkt Denk- und Innovationsverbot. Es werden keine alternativen Zukunftsmodelle verglichen. Selbst die brancheneigenen Lösungsansätze wie das deutsche Libreka führen ein Schattendasein gegenüber den Verbotsstrategien. Das Buch der Zukunft hat so zu sein wie jenes, das man sich für die Gegenwart als ideal vorstellt (und das so schon jetzt nicht mehr Wirklichkeit ist).&#8221;</p></blockquote>
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		<title>Pirate Bay: Flatrate für Anonymisierung</title>
		<link>http://bewegliche-lettern.de/2009/06/pirate-bay-flatrate-fur-anonymisierung/</link>
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		<pubDate>Tue, 23 Jun 2009 09:07:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Digitale Geschäftsmodelle]]></category>
		<category><![CDATA[Filesharing]]></category>
		<category><![CDATA[Flatrate]]></category>
		<category><![CDATA[Pirate Bay]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Bit-Torrent-Tracker Pirate Bay bietet seinen Nutzern in Zukunft einen Service, mit dem ihre Anonymität bei der Nutzung gewahrt werden soll. Darüber berichtet heute auch die Süddeutsche Zeitung. Die Anonymisierung soll durch ein Virtuelles Privates Netzwerk (VPN) erfolgen.Sein Name, IPREDator, macht deutlich, wovor die zugesicherte Anonymität schützen soll: Unter der Bezeichnung IPRED hatte die Europäische [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Bit-Torrent-Tracker Pirate Bay bietet seinen Nutzern in Zukunft einen Service, mit dem ihre Anonymität bei der Nutzung gewahrt werden soll. Darüber <a href="http://www.sueddeutsche.de/computer/464/472983/text/" target="_blank">berichtet</a> heute auch die Süddeutsche Zeitung. Die Anonymisierung soll durch ein Virtuelles Privates Netzwerk (VPN) erfolgen.<span id="more-40"></span>Sein Name, <a href="http://ipredator.se/beta/closed/" target="_blank">IPREDator</a>, macht deutlich, wovor die zugesicherte Anonymität schützen soll: Unter der Bezeichnung IPRED hatte die Europäische Union eine Direktive beschlossen, die Rechteinhabern Zugang zu den Daten von Nutzern von Filesharing-Angeboten geben soll.</p>
<p>Bemerkenswert ist, dass IPREDator seine Teilnehmer eine monatliche Gebühr in Höhe von fünf Euro kosten wird. Damit fügt das bisher werbefinanzierte Pirate Bay eine zweite Säule zu seinem Geschäftsmodell hinzu: Eine Art Abonnementsgebühr. Aus Nutzersicht wird diese Gebühr dadurch attraktiv, dass sie vor zivil- oder gar strafrechtlicher Verfolgung der Downloads schützen soll.</p>
<p>Sollte sich unter den Nutzern von Pirate Bay die Benutzung dieses Flatrate-Service durchsetzen (der sich momentan noch in einer geschlossenen Beta-Phase befindet), kann dies auch einen wichtigen Schritt in Richtung auf Flatrate- oder Abonnementsangebote hin bedeuten, die nicht von Filesharing-Seite, sondern von den Rechteinhabern selbst angeboten werden.</p>
<p>Die Verwerterindustrie sollte mit Interesse beobachten, ob die Nutzer von Pirate Bay den neuen Abonnementservice akzeptieren. Und spätestens wenn sie sehen, dass dies der Fall ist, ein legales, ebenso attraktives Gegenangebot dazu auf die Beine stellen. Denn niemand wäre ja besser in der Lage als die Rechteinhaber selbst, den Verbrauchern einen Service anzubieten, der sie vor rechtlicher Verfolgung schützt: Indem sie &#8211; gegen eine vergleichbare Flatrate &#8211; eine legale Alternative bereitstellen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Chris Andersons Thesen zum &#8220;Free&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Jun 2009 21:53:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Digitale Geschäftsmodelle]]></category>
		<category><![CDATA[Chris Anderson]]></category>
		<category><![CDATA[Free]]></category>

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		<description><![CDATA[TechCrunch fasst heute einige Thesen zusammen, die der Wired-Herausgeber und Autor von The Long Tail über das Geschäftsmodell Free aufstellt (und wohl in einem in Kürze erscheinenden Buch ausführen wird).  Darin formuliert Anderson &#8211; nicht zum ersten Mal &#8211; das &#8220;Online-Gesetz der Schwerkraft&#8221; (&#8220;law of gravity online&#8221;): &#8220;Everything that becomes digital will become free.&#8221; &#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>TechCrunch <a href="http://www.techcrunch.com/2009/06/15/chris-andersons-counterintuitive-rules-for-charging-for-media-online/" target="_blank">fasst</a> heute einige Thesen zusammen, die der Wired-Herausgeber und Autor von The Long Tail über das Geschäftsmodell Free aufstellt (und wohl in einem in Kürze erscheinenden Buch ausführen wird).  Darin formuliert Anderson &#8211; nicht zum ersten Mal &#8211; das &#8220;Online-Gesetz der Schwerkraft&#8221; (&#8220;law of gravity online&#8221;): &#8220;Everything that becomes digital will become free.&#8221; &#8211; &#8220;Free&#8221; wie &#8220;gratis&#8221;.<span id="more-56"></span></p>
<p>Da die gesamte Medienbranche inzwischen Digitales produziert, betreffen Andersons Thesen Zeitungsverlage ebenso wie Musik- und Buchverlage. Möglichkeiten, mit gratis abgegebenen Produkten Geld zu verdienen, liegen nach Andersons Auffassung besonders im Nischenbereich: Während Inhalte, die einen breiten Interessentenkreis haben, &#8220;free&#8221; bleiben würden, kann man nach seiner Ansicht spezialisierte Inhalte, die nur einen kleinen Interessentenkreis haben, verkaufen.</p>
<p>Auf Buchverlage bezogen, würde dies ein Umstülpen der Mischkalkulation bedeuten: Die Angebote, die für einen kleineren Leserkreis attraktiv sind, könnten am Ende die Angebote, die einen großen Leserkreis haben, subventionieren. Was auf den ersten Blick widersinnig erscheint, kann durchaus interessant sein, wenn man den Gedanken länger durchspielt. Etwa in dieser Form: Ein Bestseller macht das Publikum auf einen Verlag aufmerksam. Damit er ein möglichst großes Publikum und damit eine möglichst große Aufmerksamkeit für den Verlag erreicht, wird er gratis abgegeben. Die gewonnene Aufmerksamkeit des Publikums gilt es dann zu binden und für die Verkäufe von Nischenprodukten zu nutzen. &#8211; Wobei das Produkt ja nicht nur in weiteren Buchtiteln bestehen könnte, sondern auch in Dienstleistungen wie einem privilegierten Kontakt oder gar einem kommunikativen Rückkanal zum Autor.</p>
<p>All das sind, zugegeben, noch recht unausgegorene Gedanken. Vielleicht enthält Andersons Buch ja auch einige Einsichten im Detail. &#8211; Um falsche Erwartungen zu dämpfen: Das für Juli Buch angekündigte Buch mit dem Titel &#8220;<a href="Free: The Past and Future of a Radical Price" target="_blank">Free: The Past and Future of a Radical Price</a>&#8221; wird nicht nicht &#8220;free&#8221; abgegeben werden. Der Listenpreis beträgt US$ 26,95.</p>
<p>Update (8.7.09): Auf <a href="http://www.scribd.com/doc/17135767/FREE-full-book-by-Chris-Anderson" target="_blank">Scribd</a> lässt sich Chris Andersons &#8220;Free&#8221; kostenlos lesen &#8211; allerdings nicht herunterladen. (via <a href="http://leanderwattig.de/index.php/2009/07/08/chris-andersons-buch-free-kostenlos-lesen/" target="_blank">Leander Wattig</a>)</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Lesenswert: Clive Thompson über E-Books</title>
		<link>http://bewegliche-lettern.de/2009/06/lesenswert-clive-thompson-uber-e-books/</link>
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		<pubDate>Thu, 11 Jun 2009 10:41:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Lesenswert]]></category>
		<category><![CDATA[Clive Thompson]]></category>
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		<description><![CDATA[Clive Thompson schreibt in Wired über die Buchindustrie und die Veränderungen, die die Digitalisierung von Büchern mit sich bringen wird: „Books are the last bastion of the old business model—the only major medium that still hasn&#8217;t embraced the digital age. [...] Every other form of media that&#8217;s gone digital has been transformed by its audience. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Clive Thompson schreibt in <a href="http://www.wired.com/techbiz/people/magazine/17-06/st_thompson" target="_blank">Wired</a> über die Buchindustrie und die Veränderungen, die die Digitalisierung von Büchern mit sich bringen wird:<span id="more-59"></span></p>
<blockquote><p>„Books are the last bastion of the old business model—the only major medium that still hasn&#8217;t embraced the digital age. [...] Every other form of media that&#8217;s gone digital has been transformed by its audience. Whenever a newspaper story or TV clip or blog post or white paper goes online, readers and viewers begin commenting about it on blogs, snipping their favorite sections, passing them along. The only reason the same thing doesn&#8217;t happen to books is that they&#8217;re locked into ink on paper. Release them, and you release the crowd.”</p></blockquote>
<p>Die Zukunft liegt für ihn in der Einmischung der Leser durch Möglichkeiten zum Kommentieren und Fortschreiben. Als Beispiele hierfür verweist er auf <a href="http://www.bookglutton.com/" target="_blank">Book Glutton</a> und McKenzie Warks <a href="http://www.futureofthebook.org/gamertheory/" target="_blank">Gamer Theory</a></p>
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