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	<title>bewegliche lettern&#187; Allgemein Archiv  &#8211; bewegliche lettern</title>
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	<description>medienwandel in gutenbergs welt</description>
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		<title>Amazons Leserbewertungen als Waffe im Konflikt mit Verlagen</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Mar 2010 11:11:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Paul Carr ruft in einem Artikel auf TechCrunch den Internet-Buchh&#228;ndler Amazon dazu auf, sein Leserbewertungssystem zu ver&#228;ndern. Er beklagt, dass sich dort Laienrezensionen h&#228;ufen, die nichts mit den besprochenen B&#252;chern, sondern mit der eBook-Politik der Verlage zu tun haben. Anlass f&#252;r Carrs Unzufriedenheit ist ein Schwall negativer Leserbewertungen von Michael Lewis&#8217; Sachbuch &#8220;The Big Short&#8221;, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Paul Carr ruft in einem <a href="http://techcrunch.com/2010/03/22/im-not-kidding-do-it-now/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+Techcrunch+%28TechCrunch%29" target="_blank">Artikel</a> auf TechCrunch den Internet-Buchh&#228;ndler Amazon dazu auf, sein Leserbewertungssystem zu ver&#228;ndern. Er beklagt, dass sich dort Laienrezensionen h&#228;ufen, die nichts mit den besprochenen B&#252;chern, sondern mit der eBook-Politik der Verlage zu tun haben. <span id="more-792"></span></p>
<p>Anlass f&#252;r Carrs Unzufriedenheit ist ein Schwall negativer <a href="http://www.amazon.com/Big-Short-Inside-Doomsday-Machine/product-reviews/0393072231/ref=dp_top_cm_cr_acr_txt?ie=UTF8&amp;showViewpoints=1" target="_blank">Leserbewertungen</a> von Michael Lewis&#8217; Sachbuch &#8220;The Big Short&#8221;, die sich nicht mit dem Inhalt des Buches auseinandersetzen, sondern die negative Bewertung benutzen, um gegen die Entscheidung des Verlages zu protestieren, der diesen Titel bisher nicht in einer eBook-Version f&#252;r den Kindle herausgebracht hat:</p>
<blockquote><p>&#8220;At the time of writing there are 64 one star reviews – more than the total number of 2-5 star review combined – sending a clear message to potential purchasers: this book might be popular but it’s also a total sack of crap. Don’t waste your money.  There’s just one problem with that message: less than half of those one star reviews are actually reviewing the book. Instead, most of the reviewers’ ire relates to the fact that publishers WW Norton have decided not to release a Kindle version of the book at the same time as its hardback release.&#8221;</p></blockquote>
<p>In diesem Fall d&#252;rfte Amazons Interesse, den Eifer zu z&#252;geln, mit dem die Laienrezensenten ihr Missfallen &#252;ber die eBook-Politik des Verlags zu &#228;u&#223;ern, eher schwach ausgepr&#228;gt sein. Denn  wenn Amazon auch daran gelegen sein d&#252;rfte, dass  Leserrezensionen generell eher positiv sind und damit zum Kauf anregen, d&#252;rfte sein Interesse an der Vergr&#246;&#223;erung des Kindle-eBook-Marktanteils noch gr&#246;&#223;er sein. Die Unmuts&#228;u&#223;erungen der Leser &#252;ber das Ausbleiben der Kindle-eBook-Version m&#252;ssen Amazon deshalb h&#246;chst willkommen sein.</p>
<p>Schon in der Vergangenheit hat der Online-H&#228;ndler deutlich gemacht, dass er in Auseinandersetzungen mit Verlagen die Macht seiner Kunden nutzen will. Als Amazon im Februar im <a href="http://bewegliche-lettern.de/2010/02/konflikt-um-ebook-preise-amazon-nimmt-macmillan-aus-dem-programm/" target="_blank">Konflikt</a> mit Macmillan &#252;ber die Preisgestaltung von eBooks einen R&#252;ckzieher machte und die zuvor aus dem Angebot genommenen B&#252;cher dieses Verlages wieder zum Kauf anbot, <a href="http://bewegliche-lettern.de/2010/02/konflikt-um-ebook-preise-amazon-nimmt-macmillan-aus-dem-programm/" target="_blank">wandte</a> sich der Online-H&#228;ndler in seiner Kindle Community an seine Kunden und forderte sie auf, mit dem Geldbeutel abzustimmen:</p>
<blockquote><p>“We want you to know that ultimately, however, we will have to  capitulate and accept Macmillan’s terms because Macmillan has a monopoly  over their own titles, and we will want to offer them to you even at  prices we believe are needlessly high for e-books. Amazon customers will  at that point decide for themselves whether they believe it’s  reasonable to pay $14.99 for a bestselling e-book.”</p></blockquote>
<p>Amazon versteht es, sich zum Anwalt und zum Sprachrohr seiner Kunden zu machen &#8211; insbesondere wenn diese Positionen vertreten, die in Amazons Politik passen. Damals hat Amazon seine Kunden aufgefordert, sich mit ihren Mitteln am Konflikt mit den Verlagen zu beteiligen. Und bietet nun &#8211; wie Paul Carrs Beispiel zeigt &#8211; mit seinen Leserbewertungen eine &#246;ffentliche Plattform, auf dem die Endkunden sich in die Diskussion einbringen k&#246;nnen.</p>
<p>Um Rezensionen, die sich nicht mit dem vorgeblich rezensierten Buch, sondern mit Fragen der Verlagspolitik besch&#228;ftigen, zu vermeiden, schl&#228;gt Carr vor, dass Amazon nur noch K&#228;ufern des jeweiligen Buches erlaubt, Leserrezensionen einzustellen. Diese Idee ist interessant und w&#228;re vermutlich tats&#228;chlich ein wirksamer Schritt gegen Leserrezensions-Spam. Doch glaube ich nicht, dass Amazon ihn umsetzen wird: Gerade wenn es um Fragen der Verlagspolitik geht, d&#252;rfte Amazon eher daran interessiert sein, sich den Lesern gegen&#252;ber als Sprachrohr ihrer Interessen zu gerieren und den Verlagen gegen&#252;ber sein Verhandlungsgewicht durch seine Kundenbasis zu verst&#228;rken.</p>
<p>Verlage sind Amazon gegen&#252;ber schon l&#228;nger argw&#246;hnisch, weil der Online-H&#228;ndler eine allzu gro&#223;e Marktmacht darstellt, mit der Verhandlungen auf Augenh&#246;he zusehends schwerer werden. Die Verlage d&#252;rfen aber nicht vergessen, dass sich die Marktmacht Amazons nicht allein in Verkaufszahlen messen l&#228;sst, sondern vor allem auch in dem guten Ansehen, das Amazon bei den Endkunden genie&#223;t. Im Gegensatz zu Amazon, die schon immer dicht am Verbraucher agiert haben, haben bisher die wenigsten Verlage verstanden und umgesetzt, dass den Verbrauchern im Zuge des Medienwandels gr&#246;&#223;ere Bedeutung und gr&#246;&#223;erer Einfluss zukommen.</p>
<p>Denn Verbraucher haben in der digitalen Welt andere M&#246;glichkeiten, ihre Differenzen mit Verlagen auszutragen, als es in der analogen Welt m&#246;glich war: Sei es, indem sie sich durch Web2.0-Funktionen (wie etwas Amazons Leserbewertungen) vernehmbar machen, sei es, indem sie sich vom Marktplatz verabschieden und ihre eBooks stattdessen bei Rapidshare etc. suchen.</p>
<p>Verlage d&#252;rfen den Verbrauchern nicht so unsympathisch werden wie die gro&#223;en Player der Musikindustrie. Sonst werden sie auf dieselbe Weise scheitern wie diese. Das Verst&#228;ndnis und die Zustimmung der Endkunden ist ein Faktor, der bei allen digitalen Strategieentscheidungen mit ber&#252;cksichtigt werden muss. Amazon hat verstanden, wie schwach die Verlage im Umgang mit den Endkunden sind und wei&#223; diese Schw&#228;che und die eigene St&#228;rke zu nutzen. Verlage sollten dem m&#228;chtigen Online-H&#228;ndler nicht das Monopol auf die Sympathie der Verbraucher im digitalen Buchhandel &#252;berlassen.</p>
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		<title>10 Jahre Perlentaucher</title>
		<link>http://bewegliche-lettern.de/2010/03/10-jahre-perlentaucher/</link>
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		<pubDate>Mon, 15 Mar 2010 04:45:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Perlentaucher feiert heute sein zehntes Jubil&#228;um. bewegliche lettern gratuliert sehr herzlich mit beweglichen Letten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der <a href="http://www.perlentaucher.de/" target="_blank">Perlentaucher</a> feiert heute sein zehntes <a href="http://www.perlentaucher.de/artikel/6068.html" target="_blank">Jubil&#228;um</a>. <span id="more-753"></span></p>
<p>bewegliche lettern gratuliert sehr herzlich mit beweglichen Letten.</p>
<p><object style="width: 480px; height: 295px;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="295" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/cGK8OsHUvMA&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="align" value="top" /><embed style="width: 480px; height: 295px;" type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="295" src="http://www.youtube.com/v/cGK8OsHUvMA&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" align="top"></embed></object></p>
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		<title>Kindle 1984: Petition gegen Amazons DRM</title>
		<link>http://bewegliche-lettern.de/2009/08/kindle-1984-petition-gegen-amazons-drm/</link>
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		<pubDate>Wed, 05 Aug 2009 10:09:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Anti-DRM-Kampagnenplattform Defective by Design der Free Software Foundation hat eine Petition ver&#246;ffentlicht, in der sie Amazon aufruft, &#8220;alle DRM-Ma&#223;nahmen, einschlie&#223;lich der M&#246;glichkeit, auf die Nutzerbibliothek zuzugreifen oder sie zu kontrollieren, vom Kindle zu entfernen.&#8221; Zu den Erstunterzeichnern z&#228;hlen Internetgr&#246;&#223;en wie Clay Shirky, Lawrence Lessig, Richard Stallman und Cory Doctorow. Die Kampagne bezieht sich auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Anti-DRM-Kampagnenplattform <a href="http://www.defectivebydesign.org/" target="_blank">Defective by Design</a> der <a href="http://www.fsf.org/" target="_blank">Free Software Foundation</a> hat eine <a href="http://www.defectivebydesign.org/amazon1984" target="_blank">Petition</a> ver&#246;ffentlicht, in der sie Amazon aufruft, &#8220;alle DRM-Ma&#223;nahmen, einschlie&#223;lich der M&#246;glichkeit, auf die Nutzerbibliothek zuzugreifen oder sie zu kontrollieren, vom Kindle zu entfernen.&#8221; Zu den Erstunterzeichnern z&#228;hlen Internetgr&#246;&#223;en wie <a href="http://www.shirky.com/" target="_blank">Clay Shirky</a>, <a href="http://www.lessig.org/" target="_blank">Lawrence Lessig</a>, <a href="http://stallman.org/" target="_blank">Richard Stallman</a> und <a href="http://craphound.com/" target="_blank">Cory Doctorow</a>. <span id="more-316"></span></p>
<p>Die Kampagne bezieht sich auf die umstrittene <a href="http://bewegliche-lettern.de/2009/07/kindle-1984-amazon-loescht-orwell/" target="_blank">L&#246;schaktion</a> mehrerer E-Books (unter anderem ausgerechnet George Orwells &#8220;Nineteen Eighty-Four&#8221;) von allen im Umlauf befindlichen Leseger&#228;ten und auf die selektive <a href="http://www.downloadsquad.com/2009/02/27/amazon-agrees-to-cripple-kindle-2/" target="_blank">Abschaltung</a> der Vorlesefunktion des Kindle.</p>
<p>Obwohl die Aktionen, wie Nate Anderson in einem lesenswerten <a href="http://arstechnica.com/tech-policy/news/2009/08/new-petition-demands-an-end-to-kindle-drm.ars" target="_blank">Hintergrundartikel</a> auf Ars Technica ausf&#252;hrt, nicht als Digital Rights Management (DRM) im klassischen Sinne gelten k&#246;nnen, versteht die Free Software Foundation sie als solche, da sie &#8220;eine Kontrollm&#246;glichkeit, &#252;ber das Ger&#228;t eines Endnutzers&#8221; darstellen. Diese Auffassung ist im Einklang mit der recht breiten <a href="http://www.defectivebydesign.org/what_is_drm" target="_blank">DRM-Definition</a> der Free Software Foundation, derzufolge DRM nicht als &#8220;Digital Rights Management&#8221;, sondern als &#8220;Digital Restrictions Management&#8221; zu verstehen sei, das auch eine generelle &#220;berwachung das Nutzerverhaltens einschlie&#223;en k&#246;nne:</p>
<blockquote><p>&#8220;DRM Technology can restricts users’ access to movies, music, literature and software, indeed all forms of digital data. Unfree software implementing DRM technology is simply a prison in which users can be put to deprive them of the rights that the law would otherwise allow them. […] DRM is being used to restrict individuals&#8217; use of their own copies of published works. To enforce these restrictions, DRM software, and now hardware, must monitor and control a computer users&#8217; behavior. Frequently it reports on what it sees.&#8221;</p></blockquote>
<p>Wie Nate Anderson zurecht anmerkt, sind die Chancen, dass die Petition bei Amazon auf Geh&#246;r st&#246;&#223;t, gering. Aus Amazons Sicht ist DRM ein wichtiges Argument, um Verlage ins Boot zu holen und damit ein attraktives E-Book-Angebot f&#252;r den Kindle zur Verf&#252;gung stellen zu k&#246;nnen.</p>
<p>W&#228;hrend in der Musikbranche DRM zwar <a href="http://torrentfreak.com/drm-is-dead-riaa-says-090719/" target="_blank">noch nicht als ganz tot</a> gilt, sich aber doch deutlich auf dem R&#252;ckzug befindet – sp&#228;testens seit Amazon seine Musikdateien DRM-frei zum Download anbietet –, halten auch hierzulande zahlreiche Buchverlage DRM f&#252;r w&#252;nschenswert, weshalb auch <a href="http://www.libreka.de/" target="_blank">libreka</a>, die E-Book-Plattform des B&#246;rsenvereins-eigenen <a href="http://www.mvb-online.de/" target="_blank">MVB </a>, seit kurzem einen sogenannten &#8220;harten Kopierschutz&#8221; <a href="http://www.boersenblatt.net/325607/" target="_blank">erm&#246;glicht</a> &#8211; obwohl MVB-Gesch&#228;ftsf&#252;hrer Ronald Schild DRM kritisch gegen&#252;bersieht, wie er in einem bemerkenswerten <a href="http://www.boersenblatt.net/327651/" target="_blank">Diskussionsbeitrag</a> klargestellt hat.</p>
<p>Dass die Verlage mit ihrem Beharren auf DRM auch die Marktposition von Amazon st&#228;rken, das seine spezifische Form des Kindle-DRM nutzt, um Leser von sich abh&#228;ngig zu machen (Kindle-E-Books sind auf anderen E-Readern nicht zu lesen), scheint in der Verlagsbranche bisher noch nicht als Problem gesehen zu werden.</p>
<p>Nate Anderson hofft, dass der zunehmende Protest von E-Book-Kunden Verlage in Zukunft eines Besseren belehren wird:</p>
<blockquote><p>&#8220;People in the content industry are fond of saying that music has been the »canary in the coal mine,« showing movie studios and publishers a glimpse of their own futures. Should that turn out to be true, DRM electronic books might eventually fade away once consumers grow angry enough (and publishers realize that it&#8217;s Amazon now dictating the terms to them).&#8221;</p></blockquote>
<p>Eine bescheidene M&#246;glichkeit zum Protest bietet nun die <a href="http://www.defectivebydesign.org/amazon1984" target="_blank">Petition</a> der Free Software Foundation.</p>
<p>(via <a href="http://www.perlentaucher.de/feuilletons/2009-08-05.html#a24801" target="_blank">Perlentaucher</a>, <a href="http://netzpolitik.org/2009/amazon-kindle-anti-drm-petition-gestartet/" target="_blank">Netzpolitik</a>)</p>
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		<title>Kindle 1984: Jeff Bezos sagt Sorry, l&#228;sst alle Fragen offen.</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Jul 2009 21:50:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
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		<description><![CDATA[Amazon-CEO Jeff Bezos hat sich in einem Post auf der Kindle-Community-Plattform daf&#252;r entschuldigt, dass Amazon vergangene Woche zentral per Mobilfunkanbindung (&#8220;Whispernet&#8221;) zwei E-Books von allen im Umlauf befindlichen Kindle-Ger&#228;ten gel&#246;scht hat. Amazons Vorgehen war weithin kritisiert worden, da es augenscheinlich im Widerspruch zu den Amazon-eigenen Nutzungsbedingungen des Kindle stand und die Kindle-Nutzer vor vollendete Tatsachen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Amazon-CEO Jeff Bezos hat sich in einem <a href="http://www.amazon.com/tag/kindle/forum/ref=cm_cd_ef_tft_tp?_encoding=UTF8&amp;cdForum=Fx1D7SY3BVSESG&amp;cdThread=Tx1FXQPSF67X1IU&amp;displayType=tagsDetail" target="_blank">Post</a> auf der Kindle-Community-Plattform daf&#252;r entschuldigt, dass Amazon vergangene Woche zentral per Mobilfunkanbindung (&#8220;Whispernet&#8221;) zwei E-Books von allen im Umlauf befindlichen Kindle-Ger&#228;ten <a href="http://bewegliche-lettern.de/2009/07/kindle-1984-amazon-loescht-orwell/" target="_blank">gel&#246;scht</a> hat. Amazons Vorgehen war weithin kritisiert worden, da es augenscheinlich im Widerspruch zu den Amazon-eigenen <a href="http://www.amazon.com/gp/help/customer/display.html?nodeId=200144530&amp;#content" target="_blank">Nutzungsbedingungen</a> des Kindle stand und die Kindle-Nutzer vor vollendete Tatsachen stellte. <span id="more-214"></span></p>
<p>Dass es sich bei den gel&#246;schten E-Books unter anderen ausgerechnet um George Orwells Dystopie Nineteen Eighty-Four handelte, gab der in der L&#246;schaktion zutage tretenden Datenschutz-Problematik und dem wahrgenommenen Eingriff in die pers&#246;nliche Sph&#228;re der Kindle-Nutzer einen besonders bitteren Beigeschmack. Der Kindle-Fall wurde schnell zu einem Beispielfall f&#252;r den Schwund von Kundenrechten durch die Nutzung sogeannter &#8220;tethered devices&#8221;, den etwa Christian St&#246;cker in einem &#228;u&#223;erst lesenswerten Artikel auf  Spiegel Online <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/tech/0,1518,637388,00.html" target="_blank">darstellt</a>. Ein gr&#246;&#223;erer PR-Gau f&#252;r Amazon h&#228;tte auch bei sorgf&#228;ltiger Vorausplanung kaum erdacht werden k&#246;nnen.</p>
<p>Jeff Bezos r&#228;umt in seinem knappen Beitrag nun ein, dass Amazons Vorgehen &#8220;dumm, gedankenlos und ein schmerzhafter Versto&#223; gegen die eigenen Prinzipien&#8221; gewesen sei. Er versichert, dass das Unternehmen aus dem Fehler lernen und in Zukunft bessere Entscheidungen treffen wolle. Im Kindle-Forum stie&#223; dieser Kniefall auf geradezu enthusiastische Erleichterung.</p>
<p>Das kann nicht dar&#252;ber hinwegt&#228;uschen, dass s&#228;mtliche Fragen, die Amazons S&#252;ndenfall aufwirft, nach wie vor unbeantwortet sind. Bezos&#8217; Entschuldigung tr&#228;gt nichts zur Kl&#228;rung der durch den Vorfall zutage getretenen Fragen bei:</p>
<ul>
<li>Sind die Kindle-User Besitzer von Kopien der erworbenen E-Books oder wird ihnen mit dem &#8216;Kauf&#8217; lediglich ein beschr&#228;nktes Nutzungsrecht einger&#228;umt?</li>
<li>Wie sicher sind sie davor, dass pers&#246;nliche Daten, die sie auf den Kindle geladen haben, &#252;ber das &#8220;Whispernet&#8221; von Amazon mitgelesen oder manipuliert werden?</li>
<li>Wer entsch&#228;digt diejenigen, denen durch Amazons L&#246;schzugriff Schaden an eigenem geistigen Eigentum entstanden ist, da ihre Notizen und Anmerkungen, die sie sich auf dem Kindle zu den gel&#246;schten E-Books gemacht hatten, gleich mitgel&#246;scht wurden?</li>
</ul>
<p>Vor allem aber l&#228;sst Bezos die Frage offen, ob sich Amazon auch in Zukunft &#228;hnliche zentrale L&#246;schaktionen ohne Einverst&#228;ndnis seiner Kunden vorbeh&#228;lt. Die sehr breit auslegbare <a href="http://news.cnet.com/8301-13860_3-10290047-56.html?tag=newsEditorsPicksArea.0" target="_blank">Aussage</a> des Amazon-Sprechers Drew Herdener in der vergangenen Woche (&#8220;We are changing our systems so that in the future we will not remove books from customers&#8217; devices in these circumstances&#8221;) bleibt in ihrer Mehrdeutigkeit stehen: Es ist abzuwarten, unter welchen &#8220;circumstances&#8221; Amazon in Zukunft zu &#228;hnlich drastischen Ma&#223;nahmen greifen wird.</p>
<p>&#8220;Sorry&#8221; ist bisweilen eben nicht &#8220;<a href="http://www.youtube.com/watch?v=J2e4NlnLr28" target="_blank">the hardest word</a>&#8220;, sondern die leichteste Ausflucht von allen.</p>
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		<title>&#220;ber bewegliche lettern</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Jul 2009 08:23:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Medienwandel]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Einf&#252;hrung von E-Books wird die Literatur und die Buchindustrie tiefgreifend ver&#228;ndern. Diesem Medienwandel in Gutenbergs Welt widmet sich der Blog bewegliche lettern. Die Digitalisierung von Literatur ist weiter vorangeschritten, als es auf den ersten Blick erscheint. Schon lange wird Literatur von Autoren und Verlagsmitarbeitern vornehmlich in Form digitaler Daten gehandhabt: Der Autor schreibt in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Einf&#252;hrung von E-Books wird die Literatur und die Buchindustrie tiefgreifend ver&#228;ndern. Diesem Medienwandel in Gutenbergs Welt widmet sich der Blog bewegliche <em>lettern</em>.<span id="more-16"></span></p>
<p>Die Digitalisierung von Literatur ist weiter vorangeschritten, als es auf den ersten Blick erscheint. Schon lange wird Literatur von Autoren und Verlagsmitarbeitern vornehmlich in Form digitaler Daten gehandhabt: Der Autor schreibt in seinen Computer, &#252;bermittelt das Geschriebene als Datei an den Verlag, dieser &#252;bermittelt es nach vielen Bearbeitungsstufen ebenfalls als Datei an die Druckerei. Hier erst wird den ungreifbaren Daten die greifbare Form gegeben, in der das Geschriebene auf dem Marktplatz ankommt. Einem Marktplatz, dessen Vertriebsstrukturen, Bezahlmodelle, H&#228;ndler- und Kundenrollen funktionieren wie auf dem Markt einer beliebigen anderen physischen Ware: Brettern, Kartoffeln, Ziegelsteinen.</p>
<p>Die dem Geschriebenen vom Ende her &#252;bergest&#252;lpte physische Form des Buches hat leicht verdecken k&#246;nnen, dass nicht das Buch die Ware selbst ist, sondern nur Tr&#228;ger oder Verpackung des Geschriebenen. Inzwischen aber erreicht die Digitalisierung auch den Endkunden. Buchverlage werden nicht l&#228;nger als Digital/Analogwandler arbeiten k&#246;nnen, sondern Gesch&#228;ftsmodelle finden m&#252;ssen, die auch ohne analoge Komponente funktionieren. Wie zuvor auf dem Musikmarkt, als MP3-Dateien die Abl&#246;sung der Musik von physischen Tr&#228;germedien erm&#246;glichten, kommt zunehmend auch Geschriebenes in Form von pdf, epub und &#228;hnlichen Dateiformaten ohne eigenen physischen Datentr&#228;ger beim Konsumenten an. Voraussetzung daf&#252;r ist die Verbreitung von Abspiel- bzw. Leseger&#228;ten bei den Kunden: MP3-Player haben den Musikmarkt tiefgreifend ver&#228;ndert. E-Book-Reader werden dasselbe mit dem Buchmarkt tun.</p>
<p>Auf die Herausforderungen, die diese Ver&#228;nderung stellt, reagiert ein gro&#223;er Teil der Buchindustrie, zumal in Deutschland, mit Ablehnung, Verleugnung, Traditionalismus. Statt die neuen M&#246;glichkeiten als Chancen zu begreifen und &#252;ber die Ver&#228;nderungen nachzudenken, die sie an den eigenen Gesch&#228;ftsmodellen bewirken werden, verschanzt sich die Buchindustrie in ihren &#252;berkommenen Positionen. Lieber entsendet die Branche ein Heer von Lobbyisten, die daf&#252;r sorgen sollen, dass das herk&#246;mmliche Gesch&#228;ftsmodell unter gesetzlichen Schutz gestellt wird, als dar&#252;ber nachzudenken, wie sie sich durch Wandel und Anpassung an neue Realit&#228;ten nicht nur sch&#252;tzen, sondern weiterentwicklen kann. Als g&#228;be es nicht schon genug Gesetze, Sonderreglungen und Subventionen, die das &#252;berkommene Gesch&#228;ftsmodell zementieren und dem notwendigen Wandel entgegenwirken: Von der Buchpreisbindung &#252;ber den erm&#228;&#223;igten Mehrwertsteuersatz bis hin zu filigranen Detailreglungen wie dem erm&#228;&#223;igten Porto f&#252;r B&#252;chersendungen.</p>
<p>bewegliche <em>lettern</em> will den Medienwandel in Gutenbergs Welt mit offenem Blick beobachten: Nachrichten zu diesem Thema sammeln und kommentieren, Ideen einbringen und diskutieren. Das Themenfeld, das hier ber&#252;hrt wird, ist breit: Es reicht von technologischen Neuerungen &#252;ber Copyright- und Urheberrechtsdiskussionen und verlegerische Gesch&#228;ftsmodelle bis hin zu neuen Marketingm&#246;glichkeiten f&#252;r die ver&#228;nderte Ware. Eine der spannendsten Fragen lautet: Wie wird die nonphysische Verbreitungsform auf das Geschriebene selbst zur&#252;ckwirken: Wie wird dieser Medienwandel in Gutenbergs Welt die Literatur selbst, das Lesen von Literatur und das Schreiben von Literatur ver&#228;ndern? Denn auch das physische Buch ist in Wahrheit doch nie eine abnehmbare Verpackung gewesen, sondern hat die Literatur selbst immer auch mitgeformt.</p>
<p>Vor mehr als f&#252;nfhundert Jahren bewirkte die Einf&#252;hrung beweglicher Lettern im Buchdruck eine der gr&#246;&#223;ten medialen Revolutionen der Menschheit. Setzk&#228;sten wurden zum Grundger&#252;st nicht nur alles Geschriebenen sondern der Welt selbst, die nur noch aus dem Geschriebenen erkl&#228;rbar und verst&#228;ndlich, konstruierbar war (kein Haus, f&#252;r dessen Bau nicht B&#252;cher ben&#246;tigt w&#252;rden). In den letzten f&#252;nfzig Jahren ist der Setzkasten kleiner geworden: Er braucht nun nur noch zwei F&#228;cher: Eines f&#252;r die Null, eines f&#252;r die Eins. Aus diesem &#8220;Setzkasten aus Nullen und Einsen&#8221; (Friedrich A. Kittler) setzt sich jedoch weit mehr zusammen, als je zuvor gesetzt werden konnte. Nicht nur Geschriebenes kann mit diesem Code dargestellt werden, sondern bruchlos auch Audio- und Videoinhalte, Prozessanweisungen: Alles, was wir denken k&#246;nnen, kann mit diesen Lettern gesetzt werden. Die Verkleinerung des Setzkastens zieht eine Ausweitung dessen, was mit ihm beschrieben und geschrieben werden kann, nach sich. Lettern sind gerade beweglicher geworden. Wer stehenbleibt, dem laufen sie davon. Wer sich in l&#228;ngst verlorene Stellungen eingr&#228;bt, wird ihnen bald nur noch von Ferne hinterherblicken k&#246;nnen.</p>
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		<title>Wie viele E-Books pro Regalmeter?</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Jun 2009 09:56:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Lesenswert]]></category>
		<category><![CDATA[eBooks]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Frankfurter Rundschau bringt heute einen Artikel von mir &#252;ber E-Books, in dem ich mich mit der statusdienlichen Sekund&#228;rfunktion von B&#252;chern auseinandersetzte und &#252;ber M&#246;glichkeiten nachdenke, wie diese bei E-Books aussehen kann: &#8220;Wer Literatur liebt, kauft B&#252;cher nicht, um sie sich ins Regal zu stellen. Aber kauft er auch B&#252;cher, die er sich nicht ins [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Frankfurter Rundschau bringt heute einen Artikel von mir &#252;ber E-Books, in dem ich mich mit der statusdienlichen Sekund&#228;rfunktion von B&#252;chern auseinandersetzte und &#252;ber M&#246;glichkeiten nachdenke, wie diese bei E-Books aussehen kann:<span id="more-22"></span></p>
<blockquote><p>&#8220;Wer Literatur liebt, kauft B&#252;cher nicht, um sie sich ins Regal zu stellen. Aber kauft er auch B&#252;cher, die er sich nicht ins Regal stellen kann? Und kauft er davon genauso viele? F&#252;r den K&#228;ufer scheint der Wert des Buches vor allem an seiner physischen Form und deren statusdienlicher Sekund&#228;rfunktion zu haften. Daran sind im &#252;brigen die Verlage durch die markanten Preisunterschiede zwischen Hardcover- und Taschenbuchausgaben historisch nicht ganz unschuldig.&#8221;</p></blockquote>
<p>Den ganzen Artikel gibt&#8217;s <a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feuilleton/?em_cnt=1816042&amp;em_cnt_page=1" target="_blank">hier</a>.</p>
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		<title>E-Books st&#246;ren Archivarsschlaf</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Jun 2009 09:48:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Frage der Haltbarkeit digitaler Daten f&#252;llt nach wie vor die Alptr&#228;ume von Archivaren. Wie Heise anl&#228;sslich der Abschlussveranstaltung des Nestor-Projekts berichtet, ist dies insbesondere auch f&#252;r E-Books ein Problem. Nach Ansicht des Berliner Informatikers Wolfgang Coy erheben diese &#8220;die Inkompatibilit&#228;t zum Gesch&#228;ftsmodell [...]. Mit ihnen kehre das schon tot geglaubte Digital Rights Management zur&#252;ck, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Frage der Haltbarkeit digitaler Daten f&#252;llt nach wie vor die Alptr&#228;ume von Archivaren. Wie Heise anl&#228;sslich der Abschlussveranstaltung des <a href="http://www.langzeitarchivierung.de/index.php" target="_blank">Nestor</a>-Projekts <a href="http://www.heise.de/newsticker/Langzeiterhaltung-digitaler-Information-bleibt-ein-ungeloestes-Problem--/meldung/140238" target="_blank">berichtet</a>, ist dies insbesondere auch f&#252;r E-Books ein Problem.<span id="more-62"></span> Nach Ansicht des Berliner Informatikers Wolfgang Coy erheben diese</p>
<blockquote><p>&#8220;die Inkompatibilit&#228;t zum Gesch&#228;ftsmodell [...]. Mit ihnen kehre das schon tot geglaubte Digital Rights Management zur&#252;ck, und k&#252;nftige Ger&#228;te w&#252;rden nicht nur kleiner, leichter und billiger, sondern auch interaktiv, multimedial, musik- und videof&#228;hig. Die damit einhergehende Vielfalt von Contentformaten sei nicht nur f&#252;r Nutzer ein Albtraum, sondern insbesondere auch f&#252;r Archivare.&#8221;</p></blockquote>
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		<title>Groschen-E-Books</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Jun 2009 09:16:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[eBooks]]></category>
		<category><![CDATA[Mills&Boon]]></category>
		<category><![CDATA[Trivialliteratur]]></category>

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		<description><![CDATA[Der britische Groschenheftverlag Mills &#38; Boon stellt ab sofort sein gesamtes Programm als E-Books zum Download auf Mobiltelefone bereit. Neue Titel erscheinen zuk&#252;nftig zeitgleich auf Papier und als E-Book. Dies meldet heute The Bookseller. Da das Groschenheft seit jeher durch seine billigere physische Erscheinung eine geringe Bindung ans Tr&#228;germedium Papierbuch hatte (zur repr&#228;sentativen Aufbewahrung im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der britische Groschenheftverlag <a href="http://www.millsandboon.co.uk/" target="_blank">Mills &amp; Boon</a> stellt ab sofort sein gesamtes Programm als E-Books zum Download auf Mobiltelefone bereit. Neue Titel erscheinen zuk&#252;nftig zeitgleich auf Papier und als E-Book. Dies <a href="http://www.thebookseller.com/news/88337-mills--boon-makes-books-available-on-mobile-phones.html" target="_blank">meldet</a> heute The Bookseller.<span id="more-64"></span></p>
<p>Da das Groschenheft seit jeher durch seine billigere physische Erscheinung eine geringe Bindung ans Tr&#228;germedium Papierbuch hatte (zur repr&#228;sentativen Aufbewahrung im B&#252;cherregal ist es nie geschaffen gewesen), erscheinen mir die Perspektiven des digitalen Vertriebs f&#252;r diesen Marktsektor besonders attraktiv. Zumal Groschenheften ja auch ein gewisses soziales Stigma anhaftet, das m&#246;glicherweise Leser z&#246;gern l&#228;sst, &#246;ffentlich (etwa in der U-Bahn) ihre Lekt&#252;re zu pflegen. Auf dem Handydisplay wird diese Lekt&#252;re diskreter und damit m&#246;glicherweise auch attraktiver.</p>
<p>Vielleicht wird sich das neue Medium E-Book ja zuerst und am schnellsten in dem Bereich durchsetzen, auf den viele Bildungsmenschen herabblicken. Es w&#228;re nicht das erste Mal, dass Penny Dreadfuls zu Medien- und Leserevolutionen f&#252;hrten. Die Penny Dreadfuls des Viktorianismus wurden durch neue, kostensparende Entwicklungen auf dem Gebiet der Drucktechnik und Papierherstellung erst m&#246;glich und verdankten ihre Popularit&#228;t der damals stark angestiegenen Lesef&#228;higkeit der Bev&#246;lkerung (die sie ihrerseits wiederum bef&#246;rderten). Parallel dazu mag die Verbreitung von Groschen-E-Books auf der (potentiell) billigeren nonphysischen Verbreitungsform und der sich ausbreitenden digital literacy aufsetzen und diese ihrerseits f&#246;rdern.</p>
<p>Die Penny Dreadfuls des Viktorianismus trugen zur Entwicklung eines Massenmarktes f&#252;r Literatur und kulturelle Produkte insgesamt bei. Ob Groschen-E-Books die heutige Kultur &#228;hnlich transformieren werden?</p>
<p>Verweise: &#220;ber Penny Dreadfuls schreibt Bruce Rosen in seinem <a href="http://vichist.blogspot.com/2008/11/penny-dreadfuls.html" target="_blank">Victorian History Blog</a>. Als Kapitel in der Geschichte der Massenmedien haben sie in Irving Fangs <em>History of Mass Communication</em> (Boston: Focal Press, 1997, auch bei Google <a href="http://books.google.de/books?id=QaVfg_vdyxsC&amp;pg=PT1&amp;lpg=PT1&amp;dq=irving+fang+mass+history&amp;source=bl&amp;ots=lvlItKlhBR&amp;sig=cg4Y2gyofYtnjCjJ3p4AuVJxrd4&amp;hl=de&amp;ei=ytMwSp7xC4KUjAeg_eXCBw&amp;sa=X&amp;oi=book_result&amp;ct=result&amp;resnum=3#PPP1,M1" target="_blank">Booksearch</a>) Eingang gefunden.</p>
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		<title>Coffee table E-Books</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Jun 2009 10:05:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rohde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[eBooks]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine der spannenderen Fragen, die der digitale Medienwandel in der Buchindustrie aufwirft, ist die Zukunft von Kunst- und Bildb&#228;nden. Der Bookseller bringt dazu eine Analyse von Tom Tivnan – der feststellt, dass es f&#252;r illustrierte B&#252;cher noch nicht an der Zeit sei, auf E-Books zu setzen. &#8220;It makes particular sense not to jump right in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine der spannenderen Fragen, die der digitale Medienwandel in der Buchindustrie aufwirft, ist die Zukunft von Kunst- und Bildb&#228;nden. Der Bookseller bringt dazu eine <a href="http://www.thebookseller.com/in-depth/feature/87829-art-of-the-matter.html" target="_blank">Analyse</a> von Tom Tivnan – der feststellt, dass es f&#252;r illustrierte B&#252;cher noch nicht an der Zeit sei, auf E-Books zu setzen.<span id="more-70"></span></p>
<blockquote><p>&#8220;It makes particular sense not to jump right in if the market is almost non-existent for illustrated e-books. The Sony Reader and the Kindle have black-and-white displays only, and while the iPhone does offer full colour, its smaller screen makes it less than ideal.&#8221;</p></blockquote>
<p>Einen Vorteil haben die Kunstbuchverleger nach Ansicht des Bookseller allerdings dadurch, dass sie daran gewohnt seien, denselben Content durch verschiedene Produktzyklen laufen zu lassen– etwa von der hochpreisigen Superformatreihe bis zur billigen Grabbeltischausgabe. In diesen Zyklus k&#246;nne sich auch die Verwertung im digitalen Format anschlie&#223;en.</p>
<p>Aber ob ein Platz f&#252;r das illustrierte E-Book am Ende der Verwertungskette wirklich ein attraktives Angebot f&#252;r K&#228;ufer sein wird? Schlie&#223;lich ist das Kunstbuch in hohem Ma&#223;e ein &#8220;beautiful object&#8221;, wie die von Tivnan zitierte Belinda Rasmussen zu bedenken gibt:</p>
<blockquote><p>&#8220;If something is done with that process to cheapen it, or make the book look less high quality, people will notice and your brand will suffer. We are lucky in that I think there always will be a market for high-quality books.&#8221;</p></blockquote>
<p>Spannender als der Platz am Ende der Verwertungskette erscheint mir, was in diesem Artikel leider nur sehr en passant erw&#228;hnt wird: die M&#246;glichkeiten zum &#8220;digital enhancement&#8221;, der inhaltlichen Anreicherung etwa mit Multimediainhalten, die der Content von Kunstb&#228;nden bietet.</p>
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