Lesenswert: Güntner über Wylies “Odyssey Editions”

In der NZZ vom Wochenende schreibt Joachim Güntner über Andrew Wylies wundersame Wandlung vom Literaturagenten zum Verleger. Unter dem Namen “Odyssey Editions” bietet Wylie bekanntlich Backlist-Titel von namhaften Autoren, die er unter Vertrag hat, selbst als E-Books an.

Güntner streicht dabei einen Punkt hervor, der in der Diskussion über Wylies Verlagsambitionen bisher nicht recht zur Geltung kam: Dass sich Wylie für die Publikationen von “Odyssey Editions” wie selbstverständlich bei den Leistungen Printverlagen bedient, die diese Werke ursprünglich veröffentlicht hatten:

“Die E-Books, die dort erscheinen, bieten den Text ja nicht in der ursprünglichen Manuskript-Fassung, sondern gemäss der gedruckten Ausgabe. Lektoren haben ihn bearbeitet, Verlagsvertreter haben ihn im Buchhandel beworben, Marketing- und Presseabteilung suchten seinen Erfolg zu mehren. Wylie, der stets nur gut eingeführte Schriftsteller vertritt und noch nie einen Newcomer aufgebaut hat, profitiert von jenen Vorleistungen, erwähnt sie aber nicht.”

Güntners Artikel ist in Gänze lesenswert (steht aber leider nicht online).

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