Tynt.com macht Copy&Paste nachverfolgbar

Bei TechCrunch lese ich gerade von einem Service, der unter Content­anbietern, die sich von Copy&Paste bedroht fühlen, auf Interesse stoßen wird. Tynt.com fügt jeder Passage, die aus einem Webcontent entnommen wird, einen individuellen, nachverfolgbaren Link hinzu.

Wie dies im einzelnen aussieht, lässt sich anhand des TechCrunch-Textes über Tynt demonstrieren. Bisher hätte man mit Copy&Paste das folgende Zitat übernehmen können:

Tynt automatically adds a unique, trackable link back to the page in the copied text. [...] Publishers get the benefit of analytics on how much copying is being done, and they get the benefit of the link back when that content is shared.

Nun, da TechCrunch selbst Tynt verwendet, sieht dieselbe Passage so aus:

Tynt automatically adds a unique, trackable link back to the page in the copied text. [...] Publishers get the benefit of analytics on how much copying is being done, and they get the benefit of the link back when that content is shared.

Read more: http://techcrunch.com/2010/04/16/tynt-gets-8-million-for-ctrl-c-action/?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+Techcrunch+%28TechCrunch%29#ixzz0lS7rsSIj

Über den individuellen Link kann der Contentanbieter (in diesem Fall TechCrunch) einen Überblick darüber bekommen, wie oft die Nutzer Passagen mit Ctrl+C oder dem Kontextmenü kopieren, wie viel Traffic durch das Kopieren von Passagen erzeugt wird. Und nach Angaben von TechCrunch interessanterweise – obwohl dies für den Nutzer nicht unmittelbar ersichtlich ist – auch darüber, welcher Abschnitt genau kopiert wurde.

Für diejenigen Contentanbieter, die glauben, dass ihnen eigentlich jeder, der einen Link setzt oder etwas herauskopiert (und sei’s ein Snippet, und sei’s in einer Email), diesen Link bezahlen soll (Stichwort Leistungsschutzrecht), dürfte das interessant sein. Und für alle, die gaaanz genau kontrollieren wollen, was die Nutzer mit ihren Texten so machen, ebenfalls.

Für Nutzer kann es natürlich etwas nervig sein, wenn man mit Crtl+C mehr bekommt, als man erwartet hätte – etwa, wenn man die kopierten Wörter in eine Suchmaschine einfügen wollte. Wer als Nutzer nicht jedes kopierte Zitat rückverfolgen lassen möchte, kann den Link aber natürlich händisch löschen. Oder ein AddOn wie zum Beispiel Extended Copy Menu (für Firefox) verwenden: Damit werden nicht nur lästige html-Formatierungen entfernt, sondern auch Tynt-links. Dazu muss man lediglich eine Taste mehr drücken: Ctrl+Alt+C statt Crtl+C.

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