Neue Front gegen Google Books: Fotografenverbände reichen Klage ein

Googles großangelegtes Buchscan-Projekt Google Books sieht sich mit einer neuen Klage konfrontiert. Drei Jahre nach US-amerikanischen Verleger- und Autorenverbänden hat nun, wie Mashable berichtet auch ein amerikanischer Fotografenverband eine Sammelklage gegen den Internetkonzern angekündigt.

Die American Society of Media Photographers (ASMP) teilte gestern in einer Presseerklärung mit, dass sie gemeinsam mit weiteren Fotografenverbänden eine Class Action Lawsuit gegen Google eingereicht hat. Ihrer Auffassung nach übergeht Google beim Abscannen und Online-Veröffentlichen von Büchern die Rechte professioneller Fotografen.

Der Erklärung der ASMP zufolge reagieren die Verbände mit ihrer Klage darauf, dass ihnen gerichtlich verweigert worden sei, sich der bestehenden Sammelklage von Autoren und Verlagen anzuschließen (die zu den seit geraumer Zeit andauernden Verhandlungen über das Google Book Settlement führte). Im Kern geht es um urheberrechtlich geschützte fotografische Werke, die Teil der von Google eingescannten Bücher sind. Die Klage der Fotografen geht jedoch über Googles Bibliotheksprojekt hinaus und bezieht sich auch auf weitere Bilderdienste des Unternehmens aus Mountainview (vermutlich ist die Google Bildsuche gemeint).

“ASMP and the other trade associations, representing thousands of members, decided to file the class action after the Court denied their request to join the currently pending $125 million class action that had previously been filed primarily on behalf of text authors in connection with the Google Library Project. The new class action goes beyond Google’s Library Project, and includes Google’s other systematic and pervasive infringements of the rights of photographers, illustrators and other visual artists.”

Wenn die Klage vor Gericht akzeptiert wird, ist damit zu rechnen, dass der weiterhin andauernden unendlichen Geschichte über das mit Verlagen und Autoren ausgehandelte Book Search Settlement ein Sequel folgen wird.

(via Mashable)

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Ein Kommentar zu “Neue Front gegen Google Books: Fotografenverbände reichen Klage ein”

  1. Google hat Ärger mit Fotografen

    [...] ebenso die kostenfreie Funktion Bücher zu lesen. Jedoch hat Google jetzt nicht nur Ärger mit den Verlagen und Autoren der Bücher, sondern auch mit Fotografen die Ihre Abbildungen in den Büchern [...]

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