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	<title>Kommentare zu: Lesenswert: Susanne Gaschke droht an, zu verstummen</title>
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	<description>medienwandel in gutenbergs welt</description>
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		<title>Von: hn</title>
		<link>http://bewegliche-lettern.de/2009/07/lesenswert-susanne-gaschke-droht-an-zu-verstummen/comment-page-1/#comment-9</link>
		<dc:creator>hn</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Jul 2009 02:20:24 +0000</pubDate>
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		<description>Grundproblem der Industrie ist meines Erachtens, dass sie immer noch davon ausgehen, das Publizieren selbst sei mit Kosten verbunden. Das ist nat&#252;rlich falsch, dank Internet blah blah, und sogar auf totem Holz kostet es dank Book on Demand nichts (f&#252;r die Autoren), bzw. nicht nennenswert mehr f&#252;r die Leser. Gut, der Anteil f&#252;r die Autoren mag kleiner ausfallen, daf&#252;r gibts f&#252;r jedes verkaufte Exemplar den (variablen) Aufschlag, und nicht Pauschale. (daf&#252;r nat&#252;rlich nicht vorab).

Da die Industrie gar nicht mehr am Publishing derjenigen beteiligt ist, die nur, um es auch zu ver&#246;ffentlichen schreiben, weil die es eben selbst tun, ist ihr Argument eigentlich wieder g&#252;ltig: Die Autoren, die durch die Industrie publizieren, die w&#252;rden das nicht machen, g&#228;be es kein Geld daf&#252;r.

Und so zeigt sich eben, dass wir es hier mit dem guten alten Lobbyproblem zu tun haben: die Lobbyvereinigung behauptet die Gesamtheit (hier der Autoren) zu vertreten, dabei geht es nur um einen Teil (die Autoren, die es f&#252;r Geld tun), und das wird geschickt verschwiegen (und nat&#252;rlich vom Ziel, der Politik nicht bemerkt).

Um klarzustellen woher dieses L&#252;ftchen kommt: bin pers&#246;nlich gegen die Kulturflatrate und dieses derart lange Copyright (sagen wir mal 20a reichen). Gro&#223;e Teile der Copyrightproblematik k&#246;nnten wir einfachst umgehen, wenn wie die Verwertungsgesellschaften entmachten. Aber daf&#252;r br&#228;uchte es einfach weniger Deppen die ihnen ihre Seele verkaufen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Grundproblem der Industrie ist meines Erachtens, dass sie immer noch davon ausgehen, das Publizieren selbst sei mit Kosten verbunden. Das ist nat&#252;rlich falsch, dank Internet blah blah, und sogar auf totem Holz kostet es dank Book on Demand nichts (f&#252;r die Autoren), bzw. nicht nennenswert mehr f&#252;r die Leser. Gut, der Anteil f&#252;r die Autoren mag kleiner ausfallen, daf&#252;r gibts f&#252;r jedes verkaufte Exemplar den (variablen) Aufschlag, und nicht Pauschale. (daf&#252;r nat&#252;rlich nicht vorab).</p>
<p>Da die Industrie gar nicht mehr am Publishing derjenigen beteiligt ist, die nur, um es auch zu ver&#246;ffentlichen schreiben, weil die es eben selbst tun, ist ihr Argument eigentlich wieder g&#252;ltig: Die Autoren, die durch die Industrie publizieren, die w&#252;rden das nicht machen, g&#228;be es kein Geld daf&#252;r.</p>
<p>Und so zeigt sich eben, dass wir es hier mit dem guten alten Lobbyproblem zu tun haben: die Lobbyvereinigung behauptet die Gesamtheit (hier der Autoren) zu vertreten, dabei geht es nur um einen Teil (die Autoren, die es f&#252;r Geld tun), und das wird geschickt verschwiegen (und nat&#252;rlich vom Ziel, der Politik nicht bemerkt).</p>
<p>Um klarzustellen woher dieses L&#252;ftchen kommt: bin pers&#246;nlich gegen die Kulturflatrate und dieses derart lange Copyright (sagen wir mal 20a reichen). Gro&#223;e Teile der Copyrightproblematik k&#246;nnten wir einfachst umgehen, wenn wie die Verwertungsgesellschaften entmachten. Aber daf&#252;r br&#228;uchte es einfach weniger Deppen die ihnen ihre Seele verkaufen.</p>
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	<item>
		<title>Von: Marc Trebies</title>
		<link>http://bewegliche-lettern.de/2009/07/lesenswert-susanne-gaschke-droht-an-zu-verstummen/comment-page-1/#comment-8</link>
		<dc:creator>Marc Trebies</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Jul 2009 19:50:56 +0000</pubDate>
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		<description>Die drei sind aber ein wirklich kleiner Ausschnitt aus  der Literaturgeschichte. H&#228;tte ich mein Kindler nicht  schon verkauft, h&#228;tte ich es Ihnen jetzt geschenkt.
Aber die Diskussion ist doch wirklich v&#246;llig sinnlos. Es ist zwar sch&#246;n, wenn jemand noch Tr&#228;ume hat, aber im Anbetracht technischer Fakten ist es mehr als Unwahrscheinlich, dass das Bed&#252;rfnis Dateien zu tauschen auch nur ann&#228;hernd unter Kontrolle gehalten werden kann. Und man wird es dann ja auch noch nicht mal mehr  merken, wenn statt den Dateien nur noch Truecryptcontainer getauscht werden.
&#220;brigens war ich selber 10 Jahre lang Buchh&#228;ndler und ich bin den Dozenten in Frankfurt Seckbach immer noch dankbar f&#252;r Ihren pr&#228;genden Unterricht. Danach hab ich mir dann den Luxus geg&#246;nnt noch einmal zu studieren, einfach aus Interesse heraus, mit 5000 Euro Schulden auf dem Bankkonto. Die Schulden sind immer noch da, aber mein Leben war wenigstens nie schwarz wei&#223;.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die drei sind aber ein wirklich kleiner Ausschnitt aus  der Literaturgeschichte. H&#228;tte ich mein Kindler nicht  schon verkauft, h&#228;tte ich es Ihnen jetzt geschenkt.<br />
Aber die Diskussion ist doch wirklich v&#246;llig sinnlos. Es ist zwar sch&#246;n, wenn jemand noch Tr&#228;ume hat, aber im Anbetracht technischer Fakten ist es mehr als Unwahrscheinlich, dass das Bed&#252;rfnis Dateien zu tauschen auch nur ann&#228;hernd unter Kontrolle gehalten werden kann. Und man wird es dann ja auch noch nicht mal mehr  merken, wenn statt den Dateien nur noch Truecryptcontainer getauscht werden.<br />
&#220;brigens war ich selber 10 Jahre lang Buchh&#228;ndler und ich bin den Dozenten in Frankfurt Seckbach immer noch dankbar f&#252;r Ihren pr&#228;genden Unterricht. Danach hab ich mir dann den Luxus geg&#246;nnt noch einmal zu studieren, einfach aus Interesse heraus, mit 5000 Euro Schulden auf dem Bankkonto. Die Schulden sind immer noch da, aber mein Leben war wenigstens nie schwarz wei&#223;.</p>
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		<title>Von: evaclaudia</title>
		<link>http://bewegliche-lettern.de/2009/07/lesenswert-susanne-gaschke-droht-an-zu-verstummen/comment-page-1/#comment-7</link>
		<dc:creator>evaclaudia</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Jul 2009 11:19:48 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://bewegliche-lettern.de/?p=89#comment-7</guid>
		<description>Hier habe ich &#252;brigens noch eine prima Idee: Schafft das Baf&#246;g ab! Die besten Studenten sind die, die lernen wollen und nicht ihren Hintern im Warmen einer Uni parken. Wer lernen will, tut dies immer. Marie Curie hat auch am Hungertuch genagt. Und im Lesesaal jeder Univesit&#228;tbibliothek findet man eine stattliche Anzahl offensichtlich geringverdienender, aber mit Hingabe forschender Studenten,

Statt dessen k&#246;nnten besonders begabte Studenten Stipendien beantragen oder Blogs schreiben, durch die sie sp&#228;ter mal in andere Bezahlsysteme hereinkommen. So war es fr&#252;her auch.

Mit dem gesparten Geld k&#246;nnte wiederum die Kulturflatrate finanziert werden. Das Geld darauf wird an erwachsene K&#252;nstler und freie Journalisten und Autoren ausgesch&#252;ttet, bevorzugt an Frauen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hier habe ich &#252;brigens noch eine prima Idee: Schafft das Baf&#246;g ab! Die besten Studenten sind die, die lernen wollen und nicht ihren Hintern im Warmen einer Uni parken. Wer lernen will, tut dies immer. Marie Curie hat auch am Hungertuch genagt. Und im Lesesaal jeder Univesit&#228;tbibliothek findet man eine stattliche Anzahl offensichtlich geringverdienender, aber mit Hingabe forschender Studenten,</p>
<p>Statt dessen k&#246;nnten besonders begabte Studenten Stipendien beantragen oder Blogs schreiben, durch die sie sp&#228;ter mal in andere Bezahlsysteme hereinkommen. So war es fr&#252;her auch.</p>
<p>Mit dem gesparten Geld k&#246;nnte wiederum die Kulturflatrate finanziert werden. Das Geld darauf wird an erwachsene K&#252;nstler und freie Journalisten und Autoren ausgesch&#252;ttet, bevorzugt an Frauen.</p>
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	<item>
		<title>Von: evaclaudia</title>
		<link>http://bewegliche-lettern.de/2009/07/lesenswert-susanne-gaschke-droht-an-zu-verstummen/comment-page-1/#comment-6</link>
		<dc:creator>evaclaudia</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Jul 2009 10:08:53 +0000</pubDate>
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		<description>Ja, lieber Marc, fr&#252;her wurden Leute, die nicht adlig waren, meist &#252;berhaupt nicht bezahlt. In England und den USA gab es Sklaverei, Leibeigenschaft war in Preu&#223;en &#252;blich, und sogar bis 1945 gab es in Deuschland Zwangsarbeit. Die L&#246;hne von Arbeitern und Kleinbauern lagen noch unter dem, was so ein &quot;armer Poet&quot; verdiente. Entlohnung ist keineswegs etwas Gottgegebenes, das wurde m&#252;hevoll erk&#228;mpft.

Aber wie Sie selber sagen, die Zeiten &#228;ndern sich.

Ich wei&#223; &#252;brigens nicht, was Sie in Ihren B&#252;cherregal haben, aber der Mythos vom &quot;armen Poeten&quot; ist ein Mythos. Goethe, Hemingway und Oscar Wilde waren Spitzenverdiener ihrer Zeit.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, lieber Marc, fr&#252;her wurden Leute, die nicht adlig waren, meist &#252;berhaupt nicht bezahlt. In England und den USA gab es Sklaverei, Leibeigenschaft war in Preu&#223;en &#252;blich, und sogar bis 1945 gab es in Deuschland Zwangsarbeit. Die L&#246;hne von Arbeitern und Kleinbauern lagen noch unter dem, was so ein &#8220;armer Poet&#8221; verdiente. Entlohnung ist keineswegs etwas Gottgegebenes, das wurde m&#252;hevoll erk&#228;mpft.</p>
<p>Aber wie Sie selber sagen, die Zeiten &#228;ndern sich.</p>
<p>Ich wei&#223; &#252;brigens nicht, was Sie in Ihren B&#252;cherregal haben, aber der Mythos vom &#8220;armen Poeten&#8221; ist ein Mythos. Goethe, Hemingway und Oscar Wilde waren Spitzenverdiener ihrer Zeit.</p>
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		<title>Von: Marc Trebies</title>
		<link>http://bewegliche-lettern.de/2009/07/lesenswert-susanne-gaschke-droht-an-zu-verstummen/comment-page-1/#comment-5</link>
		<dc:creator>Marc Trebies</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Jul 2009 21:49:15 +0000</pubDate>
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		<description>Da haben Sie ja ein Argument entkr&#228;ftet - evaclaudia. Aber die anderen bleiben (und das sind die doch gewichtigeren). Die Gesch&#228;ftsmodelle die jetzt nat&#252;rlicherweise so stur verteidigt werden sind sehr neu. Kunst und Literatur sind viel &#228;lter. Und wenn ich mal so auf die Schnelle einen Blick &#252;ber mein B&#252;cherregal werfe, dann waren die allermeisten Autoren die ich dort finde vom Schreiben besessen und viele von Ihnen waren vielleicht deswegen auch bettelarm. Der B&#246;rsenverein oder auch viele Labels der Musikindustrie tun heute aber so, als sei das heutige Entlohnungsmodel etwas Gottgegebenes.
Die Zeiten &#228;ndern sich aber auch trotz aller Kritik - und das ist gut so.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Da haben Sie ja ein Argument entkr&#228;ftet &#8211; evaclaudia. Aber die anderen bleiben (und das sind die doch gewichtigeren). Die Gesch&#228;ftsmodelle die jetzt nat&#252;rlicherweise so stur verteidigt werden sind sehr neu. Kunst und Literatur sind viel &#228;lter. Und wenn ich mal so auf die Schnelle einen Blick &#252;ber mein B&#252;cherregal werfe, dann waren die allermeisten Autoren die ich dort finde vom Schreiben besessen und viele von Ihnen waren vielleicht deswegen auch bettelarm. Der B&#246;rsenverein oder auch viele Labels der Musikindustrie tun heute aber so, als sei das heutige Entlohnungsmodel etwas Gottgegebenes.<br />
Die Zeiten &#228;ndern sich aber auch trotz aller Kritik &#8211; und das ist gut so.</p>
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	<item>
		<title>Von: evaclaudia</title>
		<link>http://bewegliche-lettern.de/2009/07/lesenswert-susanne-gaschke-droht-an-zu-verstummen/comment-page-1/#comment-4</link>
		<dc:creator>evaclaudia</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Jul 2009 10:12:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://bewegliche-lettern.de/?p=89#comment-4</guid>
		<description>Der &#252;bliche Unsinn von Leuten, die keine Profis sind und die deshalb keine Ahnung haben, wie Journalismus funktioniert. Erstens verdient ein Schreiber mitnichten das meiste Geld mit Stipendien, das glauben nur ewige Studenten, nein, in der Erwachsenenwelt kommt das Geld heute noch ganz traditionell &#252;ber Honorare herein. Und zweitens w&#252;rde das immer noch nicht rechtfertigen, Texte zu klauen. Wenn Sie, lieber Herr Rohde, einen Laptop besitzen, den Sie sich vom Baf&#246;g gekauft haben, h&#228;tten Sie bestimmt was dagegen, wenn ich den einfach mitgehen lasse.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der &#252;bliche Unsinn von Leuten, die keine Profis sind und die deshalb keine Ahnung haben, wie Journalismus funktioniert. Erstens verdient ein Schreiber mitnichten das meiste Geld mit Stipendien, das glauben nur ewige Studenten, nein, in der Erwachsenenwelt kommt das Geld heute noch ganz traditionell &#252;ber Honorare herein. Und zweitens w&#252;rde das immer noch nicht rechtfertigen, Texte zu klauen. Wenn Sie, lieber Herr Rohde, einen Laptop besitzen, den Sie sich vom Baf&#246;g gekauft haben, h&#228;tten Sie bestimmt was dagegen, wenn ich den einfach mitgehen lasse.</p>
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