Coffee table E-Books

Eine der spannenderen Fragen, die der digitale Medienwandel in der Buchindustrie aufwirft, ist die Zukunft von Kunst- und Bildbänden. Der Bookseller bringt dazu eine Analyse von Tom Tivnan – der feststellt, dass es für illustrierte Bücher noch nicht an der Zeit sei, auf E-Books zu setzen.

“It makes particular sense not to jump right in if the market is almost non-existent for illustrated e-books. The Sony Reader and the Kindle have black-and-white displays only, and while the iPhone does offer full colour, its smaller screen makes it less than ideal.”

Einen Vorteil haben die Kunstbuchverleger nach Ansicht des Bookseller allerdings dadurch, dass sie daran gewohnt seien, denselben Content durch verschiedene Produktzyklen laufen zu lassen– etwa von der hochpreisigen Superformatreihe bis zur billigen Grabbeltischausgabe. In diesen Zyklus könne sich auch die Verwertung im digitalen Format anschließen.

Aber ob ein Platz für das illustrierte E-Book am Ende der Verwertungskette wirklich ein attraktives Angebot für Käufer sein wird? Schließlich ist das Kunstbuch in hohem Maße ein “beautiful object”, wie die von Tivnan zitierte Belinda Rasmussen zu bedenken gibt:

“If something is done with that process to cheapen it, or make the book look less high quality, people will notice and your brand will suffer. We are lucky in that I think there always will be a market for high-quality books.”

Spannender als der Platz am Ende der Verwertungskette erscheint mir, was in diesem Artikel leider nur sehr en passant erwähnt wird: die Möglichkeiten zum “digital enhancement”, der inhaltlichen Anreicherung etwa mit Multimediainhalten, die der Content von Kunstbänden bietet.

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